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Veröffentlicht am 05.06.2025

Serienmord?

Grüne Mark und Weißer Tod
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Als ein erwürgter Mann in Graz auftaucht, neben ihm blaue Glasscherben, misst Untersuchungsrichter Franz Stalhbauer dem noch keine Relevanz zu. Doch bei einem zweiten, ebenfalls erwürgten Totenwerden die ...

Als ein erwürgter Mann in Graz auftaucht, neben ihm blaue Glasscherben, misst Untersuchungsrichter Franz Stalhbauer dem noch keine Relevanz zu. Doch bei einem zweiten, ebenfalls erwürgten Totenwerden die gleichen Scherben gefunden und damit scheint es sich hier um einen Serienmörder zu handeln. Doch wo liegt die Gemeinsamkeit? Auch Freund Dr. Titus Pyrner kann zuerst nicht weiterhelfen, doch dann entdecken sie die Herkunft des Glases und alles führt sie zu eine Lungenheilanstalt im Wiener Wald.

Dies ist bereits der zweite Band, in dem die Freunde gemeinsam ermitteln. Wobei sie dabei nicht alleine unterwegs sind, die beiden Verlobten Resi und Salome mischen eifrig mit und bringen sich damit in Gefahr. Und auch Anton Meisl, Stahlbauers Polizeiagent, untersucht die Fälle, allerdings eher in Konkurrenz zu Stahlbauer als gemeinsam mit ihm.

Mich hat es nicht gestört, dass es bereits der zweite Band der Reihe ist, ich denke, ich habe nichts wichtiges verpasst. Im Gegenteil, für mich hat sich dieser Band eher gelesen wie ein erster Band, da das Verhältnis zwischen Stahlbauer und Meisl wirklich noch sehr schlecht ist und die Geschehnisse des Buches wohl dazu führen, dass sich dieses Verhältnis jetzt bessern könnte.

Franz und Titus sind sehr unsichere Männer, die mit ihrer Herkunft, ihrem Aussehen und dem Verhältnis zu den Eltern hadern. Und irgendwie wirkten die beiden auch ein wenig unkoordiniert was die Ermittlungen betrifft. Dagegen sind die beiden Frauen sehr patent und die eigentlichen Heldinnen des Buches.

Ich mochte das Buch gerne und werde einem weiteren Band noch eine Chance geben. Ich denke, wenn sich die Chemie zwischen den Protagonisten noch mehr verschiebt und es mehr ein miteinander, statt eines gegeneinander wird, verschwinden auch die teilweise etwas zähen Phasen, in denen die Herren sich Gedanken darüber machen, was die anderen wohl jeweils über sie denken.

Von daher kann ich das Buch durchaus empfehlen.

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Veröffentlicht am 04.06.2025

eine engagierte Lehrerin

Die Trümmerschule – Zeit der Hoffnung
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Stella kehrt nach dem zweiten Weltkrieg zurück in ihre Heimat Wien um dort beim Wiederaufbau der geliebten Stadt zu helfen. Auch wenn sie als Jüdin von dort vertrieben wurde, möchte sie zurück in die Heimat ...

Stella kehrt nach dem zweiten Weltkrieg zurück in ihre Heimat Wien um dort beim Wiederaufbau der geliebten Stadt zu helfen. Auch wenn sie als Jüdin von dort vertrieben wurde, möchte sie zurück in die Heimat und denen helfen, die sich nichts zu schulden haben kommen lassen. Sie bekommt eine Stelle am Lindengymnasium wo sie auf die unterschiedlichsten Charaktere trifft. Einige der Kollegen möchten sich nicht mit ihren Lehrmethoden und der Tatsache abfinden, dass sie als Jüdin Kinder unterrichtet. Doch Stella hat nicht nur ihre Freundin Felicitas dort, sondern hat auch unter den Kollegen Fürsprecher und Verbündete.

Ich habe von der Autorin bis jetzt nur Bücher aus der Reihe von Ernestine Kirsch und Anton Böck gelesen. Von daher war ich gespannt, wie sich ein Buch außerhalb dieses Settings liest. Und ich wurde nicht enttäuscht. Das Buch ist toll geschrieben, man fliegt förmlich durch die 400 Seiten. Ich hätte geschworen, es sind weniger 😉

Ich mochte wie die Autorin das zerstörte Wien beschreibt und dabei die unterschiedlichsten Persönlichkeiten auftreten lässt. Da sind von ehemaligen Nazis über Mitläufer bis hin zu Kommunisten alle dabei. Und mittendrin Stella, die versucht das Gute in Wien wiederzuentdecken, die sozialdemokratischen Werte des roten Wien. Auch wenn ihr immer wieder ihre jüdische Herkunft vorgehalten wird.

Ich kann das Buch nur empfehlen und freue mich sehr auf den zweiten Teil, in dem Stella weiter dafür kämpfen wird, dass ihre Schüler nicht mehr mit altmodischen Unterrichtsmethoden gequält werden.

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Veröffentlicht am 03.06.2025

großes Kino!

Atmosphere
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Joan Goodwin bewirbt sich Anfang der achtziger Jahre als Astronautin bei der NASA. Als sie angenommen wird geht ein lang gehegter Traum für sie in Erfüllung und gleichzeitig ein sehr arbeitsreiche Zeit. ...

Joan Goodwin bewirbt sich Anfang der achtziger Jahre als Astronautin bei der NASA. Als sie angenommen wird geht ein lang gehegter Traum für sie in Erfüllung und gleichzeitig ein sehr arbeitsreiche Zeit. Die Kollegen aus der Ausbildungsgruppe werden zu Freunden und sie findet dort auch ihre große Liebe, die aber nicht sein darf und deswegen unter allen Umständen verheimlicht werden muss.

Dieses Buch ist mein erstes Buch der Autorin, wird aber sicher nicht mein letztes bleiben. Gereizt hat mich das Thema Weltraum und Astronauten bei der NASA. Bekommen habe ich weit mehr als das. Ein Buch über menschliche Beziehungen und wie wenig unsere Moralvorstellungen oft mit dem zusammenpassen, was am Ende gut funktioniert und alles Beteiligten gut tut.

Das Buch wechselt immer wieder die Zeitebenen. Am 29. Dezember 1984, als Joan als CAPCOM versuchen muss die Crew der Navigator nach einem folgenschweren Unfall heil nach Hause zu bringen. An Bord alles Kollegen aus ihrem Jahrgang, u.a. auch ihre Lebensgefährtin, was niemand wissen darf.

Dazwischen begleiten wir diese Menschen durch ihre Ausbildung die Jahre davor. Erleben, wie aus den einzelnen Personen ein Team wird und sich unterschiedlichste Charaktere zusammenraufen und lernen dabei auch die Mensch auf der verhängnisvollen Mission kennen. Wir lernen auch Joan gut kennen, die sich seit der Geburt ihrer Nichte Frances um sie gekümmert hat und ihr ein Vorbild sein möchte. Und die sich ihrer sexuellen Ausrichtung kein bisschen bewusst ist, bis sie den Menschen trifft, der zu ihr passt wie kein anderer.

Ich habe das Buch unglaublich gerne gelesen. Die Charaktere waren einfach toll gezeichnet und ich habe sehr mit gefiebert und mit gelitten. Es war auch erstaunlich philosophisch und ich mochte Joans Überlegungen zum Sinn des Lebens und was ein einzelner wirklich verändern kann. Das einzige Manko war der Schluss, der zwar in sich stimmig ist, aber für mich gerne ein wenig ausführlicher hätte sein können. Mir fiel es am Ende schwer mich von den Charakteren zu trennen und hätte gerne noch weiter gelesen.

Von daher von mir eine absolute Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 03.06.2025

Urlaubsfeeling

Himmelsee – Über den Wellen leuchtet das Glück (Himmelsee 1)
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Linna kehrt Hals über Kopf nach Hause zurück als ihre Mutter wegen Überarbeitung im Krankenhaus ist. Gegangen ist sie, um vor den Erinnerungen zu flüchten, die jetzt wieder auf sie einstürmen. Dabei erkennt ...

Linna kehrt Hals über Kopf nach Hause zurück als ihre Mutter wegen Überarbeitung im Krankenhaus ist. Gegangen ist sie, um vor den Erinnerungen zu flüchten, die jetzt wieder auf sie einstürmen. Dabei erkennt sie, dass sie lernen muss damit umzugehen um damit abschließen zu können und in einen neue Zukunft zu gehen.

Im Ort trifft sie alte Bekannte wieder und merkt wie viel Spaß es ihr macht im Familienbetrieb Verantwortung zu übernehmen. Und auch ihr Sohn Miko fühlt sich bei den Großeltern gut aufgehoben und findet schnell Freunde. So steht dem endgültigen Umzug eigentlich nichts mehr im Wege. Wenn da nicht die Liebe wäre. Sie trifft die Brüder Jörn und Nik wieder, zwischen denen sie schon früher stand. Und dann gibt es ja noch Ilja, Mikos Vater.

Tanja Janz beginnt mit diesem Buch eine neue Reihe, die diesmal an der Ostsee auf dem Darß. Mit gewohnter Wohlfühlatmosphäre und einer schönen und leichten Liebesgeschichte lernen wir die ersten Personen in Himmelsee kennen. Das Hotel von Linnas Eltern lädt zum Träumen ein und die Charaktere begleitet man gerne durch ihre Leben. Manche Probleme wurden mir zu schnell und zu konfliktfrei gelöst, aber das tat dem Lesegenuss keinen Abbruch

Ich habe das Buch gerne gelesen und freue mich auf weitere Romane, die in Himmelsee spielen.

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Veröffentlicht am 02.06.2025

Informativ und interessant

Wie Technik Geschichte macht
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Ronald D. Gerste präsentiert in diesem Buch Erfindungen in der Technik, die das Leben der Menschheit maßgeblich beeinflusst haben. Von Gutenberg über Edison bis zu Christian Barnaard, so lauten die bekannten ...

Ronald D. Gerste präsentiert in diesem Buch Erfindungen in der Technik, die das Leben der Menschheit maßgeblich beeinflusst haben. Von Gutenberg über Edison bis zu Christian Barnaard, so lauten die bekannten Namen, die wohl jeder kennt. Aber auch Ada Lovelace, Hedy Lamar und Lise Meitner werden vorgestellt, Frauen, deren Leistungen bis heute gerne unter den Teppich gekehrt werden. Aber auch Andreas Grüntzig, Sir Hugh Dowding und Philo T. Farnsworth haben Dinge und Methoden erfunden, die heute ganz selbstverständlich in Gebrauch sind, deren Entdecker und Entwickler aber kaum bekannt sind.

Der Autor stellt die Entwicklungen und Erfindungen in gewohnt unterhaltsamer Weise dar. Es macht Spaß sich mit den Entwicklungen zu beschäftigen und oft wird klar, dass nicht ein Mensch derjenige war, der etwas entdeckt hat, sondern sehr viele Forscher gleichzeitig und auch zusammen an Dingen geforscht haben, oft aber nur ein Name mit dem Ergebnis verbunden wird.

Ich kann das Buch empfehlen, es ist unterhaltsam und informativ geschrieben und macht Spaß beim Lesen.

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