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Veröffentlicht am 01.06.2025

Harter Tobak

Durch das große Feuer
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1914 in einem Eliteinternat in England. Henry Gaunt ist verliebt, heimlich natürlich, in Sidney Ellwood. Doch als der erste Weltkrieg ausbricht und Henry gedrängt wird sich freiwillig zu melden, trennen ...

1914 in einem Eliteinternat in England. Henry Gaunt ist verliebt, heimlich natürlich, in Sidney Ellwood. Doch als der erste Weltkrieg ausbricht und Henry gedrängt wird sich freiwillig zu melden, trennen sich die Wege. Erst auf den Schlachtfeldern Belgiens treffen sie sich wieder und im Grauen des Krieges sind die Gefühle füreinander oft der einzige Halt.

Die Autorin schildert in ihrem Debutroman die Grauen der Schlachtfelder und was das mit den Männern dort macht, besonders wenn sie es überleben. Dazu kommt die homosexuelle Liebe von Henry und Sidney, die nicht sein darf und doch teilweise das einzige ist, was sie noch am Leben erhält.

In eindringlichen Worten beschwört die Autorin Bilder in den Köpfen der Leser*innen, die teilweise nur schwer zu ertragen sind, sich aber sehr nah an dem bewegen was damals wirklich geschah. Die Autorin hat sich hier an zeitgenössische Überlieferungen gehalten, wie sie im Nachwort erwähnt.

Trotzdem das Buch zwischenzeitlich wirklich harter Tobak ist, kann ich es empfehlen. Es ist wirklich toll geschrieben und trifft den Ton der damaligen Zeit.

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Veröffentlicht am 01.06.2025

München in den 60ern

Die Reporterin - Worte der Wahrheit
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Malou Graf hat es geschafft und sich als Gesellschaftsreporterin einer Münchner Zeitung etabliert. Als sie feststellt, wer ihr leiblicher Vater ist, steht ihr Leben erst einmal Kopf. Dazu kommt noch eine ...

Malou Graf hat es geschafft und sich als Gesellschaftsreporterin einer Münchner Zeitung etabliert. Als sie feststellt, wer ihr leiblicher Vater ist, steht ihr Leben erst einmal Kopf. Dazu kommt noch eine Schwangerschaft und kurz danach ein schwerer Verlust. Und doch macht Malou weiter, gestützt von ihren Freundinnen und, nach langen Gesprächen, auch von ihrer Familie. Und irgendwann scheint auch das Glück wieder einzuziehen.

Dieser zweite Band setzt direkt an die Geschehnisse des ersten Bands ein. Das Geheimnis um Malous leiblichen Vater wird gelüftet und sie muss einen Weg finden, damit umzugehen. Dafür muss ein weiteres Geheimnis gehütet werden. Mir hat Malou als Charakter sehr gut gefallen. Sie ist sich nicht immer sicher, gibt aber nie auf und findet Wege sich zu organisieren und ihre Träume so weit es geht, wahr werden zu lassen.

Gemeinsam mit ihr treffen wir auf Stars der Zeit. Romy Schneider, Mick Jagger, die Ofarims und Zarah Leander. Und auch das Projekt Münchner Olympiade 1972 nimmt Gestalt an. So bildet sich ein zeitgeschichtliches Gesamtbild der 60er Jahre, das ich sehr glaubwürdig fand. Ich mochte die Schilderungen aus dem Alltag und habe dabei noch Facetten meiner Heimatstadt kennengelernt, die ich noch nicht kannte.

Ich kann daher diesen Band und auch den ersten nur empfehlen. Es war eine tolle Geschichte und ich hätte Malou gerne noch ein wenig weiter auf ihrem Weg begleitet.

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Veröffentlicht am 31.05.2025

tolle Charaktere

Die Zeitungsdynastie – Verlorene Heimat
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Vicky ist 1933 in Prag, ihr Lebensgefährte Harry wurde bei einem Attentat, das er verhindern wollte, schwer verletzt. Fridtjof versucht derweilen in Berlin den Bruder Alexander einzubremsen und zu mindestens ...

Vicky ist 1933 in Prag, ihr Lebensgefährte Harry wurde bei einem Attentat, das er verhindern wollte, schwer verletzt. Fridtjof versucht derweilen in Berlin den Bruder Alexander einzubremsen und zu mindestens in seiner Zeitung noch über das zu schreiben was wirklich passiert. Doch die Situation wird für beide immer schwieriger und schließlich gelingt es beiden Geschwistern über unterschiedliche Wege nach Amerika zu fliehen.

Währenddessen baut Alexander in Berlin sein Imperium aus und nutzt die Machthaber um sich immer mehr zu bereichern. Dass er seine Geschwister dabei ausbooten konnte, kommt ihm nur zurecht.

Der zweite Band dieser Familiensaga schließt direkt an den Vorband an. Wir begleiten die Geschwister bis 1945, bis der zweite Weltkrieg endet. Ich muss sagen, mir hat das Buch ausgesprochen gut gefallen. Die charakterliche Entwicklung, die sich ja im ersten Band schon gezeigt hat, wird hier konsequent weitergeführt. Ich mochte es sehr, die Charaktere zu begleiten, auch wenn ich im Falle von Alexander eher abgestoßen war. Aber gerade hier zeigt die Autorin einen absolut schlüssigen Weg, den er zurücklegt.

Ich mochte das Buch wieder sehr. Ich konnte mit Fridtjof, Vicky und ihren Partnern mitleiden und ihre Verzweiflung spüren. Ich denke, die Autorin hat da wirklich das gezeigt, was damals wohl vielen durch den Kopf ging, die sich auf der Flucht vor den Nazis befunden haben. Und gerade die Schwierigkeiten überhaupt irgendwo unterzukommen wurden sehr plastisch geschildert. Dabei kommt aber auch die Hoffnung nicht zu kurz, auch wenn es zwischendrin immer wieder so aussieht, als würde nichts mehr weitergehen.

Ich kann das Buch nur empfehlen, es hat mir interessante und kurzweilige Lesestunden beschert.

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Veröffentlicht am 29.05.2025

ein etwas anderer Reiseführer

Oh! Südtirol
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Ich fahre ja schon Zeit meines Lebens in den Urlaub nach Südtirol und habe dort auch meine beste Freundin kennengelernt. Damit gehöre ich dann wohl in die Kategorie „Gastheimische“, übrigens ein sehr schönes ...

Ich fahre ja schon Zeit meines Lebens in den Urlaub nach Südtirol und habe dort auch meine beste Freundin kennengelernt. Damit gehöre ich dann wohl in die Kategorie „Gastheimische“, übrigens ein sehr schönes Wort!

Martin Hanni nimmt seine Leser*innen nun also mit und zeigt uns noch andere Seiten von Südtirol, die man vielleicht auch nicht auf den ersten Blick entdeckt. Begleitet wird jedes Kapitel mit schönen Bildern der Gegend oder Detailaufnahmen von Orten die man sonst vielleicht einfach übersieht.

So bietet sich hier ein etwas anderes Bild dessen, was man vielleicht schon kennt. Und man lernt ganz viele Kleinigkeiten über die Gegenwart und vieles über die Vergangenheit der Orte.

Ich kann das Buch empfehlen. Auf jeden Fall eines, in dem man immer wieder blättern mag.

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Veröffentlicht am 29.05.2025

Der Sommer der Entscheidungen

Dieser Sommer gehört uns
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Cecilia hat so gar keine Lust auf die Feier zu ihrem Geburtstag, die auch eine Feier ihres verstorbenen Mannes werden soll. So macht sie sich heimlich davon in ein Häuschen am Cape Cod, zu dem sie eigentlich ...

Cecilia hat so gar keine Lust auf die Feier zu ihrem Geburtstag, die auch eine Feier ihres verstorbenen Mannes werden soll. So macht sie sich heimlich davon in ein Häuschen am Cape Cod, zu dem sie eigentlich nie zurückkehren wollte. Dort trifft sie auf Lily, die sich in eben diesem Häuschen eingenistet hat, da es jahrelang leer stand und sie dringend ein Unterkunft brauchte.

Die beiden Frauen finden Gemeinsamkeiten und helfen sich gegenseitig und am Ende des Sommers finden sie und auch Cecilias Tochter einen neuen Weg durch ihr weiteres Leben.

Die Romane von Sarah Morgan begeistern ja immer mit sehr schönen Locations. So auch hier. Das Häuschen am Strand wird so toll geschildert, dass man am liebsten dort einziehen würde. Die Charaktere, um die sich die Geschichte dreht sind, wie so oft bei der Autorin, am Anfang sehr schwierig und in einer Situation, in der man ihnen sagen möchte: Glaub doch einfach mal an Dich und mach! Aber nach und nach gewinnen alle an Profil und am Ende schaffen sie es dann doch einem ans Herz zu wachsen. Auch in diesem Buch war das wieder der Fall, gerade Cecilias Tochter hat es mir am Anfang echt schwer gemacht.

Alles in allem war es wieder ein tolles Sommerbuch, das ich richtig gerne gelesen habe. Ich kann es deshalb nur empfehlen!

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