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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.05.2018

Entschleunigend

Das Leben ist gut
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Das Leben ist gut ist ein kleines feines Buch, in dem es eigentlich um nichts geht außer um eine Woche in Max Leben. Das ungewöhnliche dieser Woche ist, dass seine Frau Tina beruflich in Paris weilt und ...

Das Leben ist gut ist ein kleines feines Buch, in dem es eigentlich um nichts geht außer um eine Woche in Max Leben. Das ungewöhnliche dieser Woche ist, dass seine Frau Tina beruflich in Paris weilt und Max so viel Zeit hat, sich über sein und das Leben andere ein wenig Gedanken zu machen.
Mich hat das Buch gut unterhalten, gerade am Ende eines turbulenten Arbeitstages tat es gut, dem unaufgeregten Leben von Max zu folgen.
Wer Action oder eine spannende oder aufregende Handlung erwartet wird sicher enttäuscht sein, wer sich gerne ein wenig in das Leben anderer Leute entführen lassen mag, ist hier genau richtig.

Veröffentlicht am 10.05.2018

Drei Engel für Oma

Drei Schwestern am Meer
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Rina ist für zwei Wochen bei ihrer Oma auf Rügen zu Besuch. Eigentlich hat sie einen entspannten Urlaub geplant, doch dann überschlagen sich die Ereignisse und ihre Oma kommt mit einem Herzstillstand ins ...

Rina ist für zwei Wochen bei ihrer Oma auf Rügen zu Besuch. Eigentlich hat sie einen entspannten Urlaub geplant, doch dann überschlagen sich die Ereignisse und ihre Oma kommt mit einem Herzstillstand ins Krankenhaus.
Gemeinsam mit ihren Schwestern versucht sie die Dinge zu ordnen.
Rina und ihre Schwestern sind wirklich ein tolles Gespann, die drei können sich aufeinander verlassen und ihr Oma ist für alle sehr wichtig, hat sie die drei doch nach dem Tod der Eltern aufgenommen und groß gezogen.
Umso größer sind da natürlich die Schuldgefühle, weil sie nicht bemerkt haben, dass es ihrer Oma in letzter Zeit nicht gut gegangen ist.
Nach und nach kommt auch noch ein altes Geheimnis ihrer Oma ans Licht, das die drei überrascht und ihr Leben von heute auf morgen noch einmal verändert.

Ich habe mich sehr wohlgefühlt mit diesem Buch. Alle Frauen haben so ihre Schwierigkeiten, aber in der Gemeinschaft lassen sich berufliche und private Probleme gut lösen.
Am Ende haben alle eine rosige Aussicht auf ihre Zukunft und das einzige Manko am Buch könnte tatsächlich das abrupte Ende des Buches sein. Ich hätte die Truppe gerne noch weiter begleitet.
Aber so waren alle Weichen gestellt und man kann sich sicher sein, dass es bei allen gut weitergehen wird.

Schön auch, dass es am Ende noch die Rezepte für die Haselnusscreme, das Ofenfleisch und die Karamellbonbons dazu gibt, mir ist schon beim Lesen das Wasser im Mund zusammengelaufen.

Von mir eine volle Leseempfehlung für dieses Wohlfühlbuch!

Veröffentlicht am 05.05.2018

Tulpenfieber

Tulpengold
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In Amsterdam herrscht das Tulpenfieber, in allen Gasthäusern werden Tulpenauktionen abgehalten, deren Umsätze tagtäglich steigen und so für manchen die Möglichkeit bietet, ein Vermögen zu machen.
Zu dieser ...

In Amsterdam herrscht das Tulpenfieber, in allen Gasthäusern werden Tulpenauktionen abgehalten, deren Umsätze tagtäglich steigen und so für manchen die Möglichkeit bietet, ein Vermögen zu machen.
Zu dieser Zeit kommt Pieter van Winkel nach Amsterdam, um bei Rembrandt van Rijn seine Lehre zu beginnen. Doch die scheint unter keine guten Stern zu stehen, als mehrere potentielle Auftraggeber von Rembrandt plötzlich eine gewaltsamen Todes sterben.
Pieter, der nicht nur malerisch begabt ist, sondern auch über eine mathematische Hochbegabung verfügt, versucht über mathematische Berechnungen hinter den Urheber der Morde zu kommen.
Pieter ist ein wirklich liebenswerter Protagonist. In heutigen Zeiten würde ihm wohl ein Asperger Syndrom diagnostiziert werden. Dadurch hat er so seine Schwierigkeiten beim Kontakt zu anderen Menschen. Aber trotzdem merkt man ihm immer deutlich an, dass er versucht sich seiner Umgebung anzupassen und sich so zu verhalten, wie es seine Umwelt von ihm erwartet.
Unterstützung erfährt er hierbei auch durch die Wirtin der goldenen Tulpe, Mareijke. Sie versucht ihm die Welt und vor allem auch die weibliche Sicht der Dinge zu erklären.
Das Buch gibt einen schönen Einblick in die Welt von Rembrandts Zeit. Der Tulpenhandel geht auch an ihm nicht vorbei und seine andauernden Geldschwierigkeiten und sein aufbrausendes Temperament, machen ihn für seine Umgebung manchmal schwer erträglich.
Am Ende gelingt es Pieter durch seine Berechnungen und logisches Denken, den Täter tatsächlich dingfest zu machen.

Das Buch hat mir richtig Spaß gemacht, es ließ sich leicht und locker lesen und man hatte Amsterdam deutlich vor Augen.
Von daher von mir eine volle Leseempfehlung!

Veröffentlicht am 05.05.2018

Toller Nachkriegsroman!

Die geliehene Schuld
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Berlin 1949. Vera erfährt, dass ihr gute Freund und Kollege Jonathan bei einem Unfall ums Leben gekommen ist. Doch dann erreicht sie ein Päckchen mit Unterlagen von ihm und schnell stellt sich heraus, ...

Berlin 1949. Vera erfährt, dass ihr gute Freund und Kollege Jonathan bei einem Unfall ums Leben gekommen ist. Doch dann erreicht sie ein Päckchen mit Unterlagen von ihm und schnell stellt sich heraus, dass Jonathans Tod wohl kein Unfall war.
Vera beginnt anhand der Unterlagen weiter zu recherchieren und stößt dabei auf Dinge die besser geheim bleiben sollten und die ihr Leben und das anderer in Gefahr bringen. Bei ihren Recherchen stellt sich heraus, dass nicht nur Jonathan ums Leben kam, sondern auch seine Verlobte Marie
Claire Winter ist hier ein mitreißender historischer Roman gelungen. Es geht dabei um ein Thema über das den wenigsten etwas sagen wird, um die Spionagetätigkeiten der Deutschen kurz nach dem zweiten Weltkrieg und deren Verbindungen zu den Alliierten.
Unglaublich, was damals wohl geschehen ist.
Die Geschichte ist wirklich toll aufgebaut. Es wird immer abwechselnd aus unterschiedlichen Perspektiven und Zeitpunkten erzählt. So spielen Jonathans und Maries Abschnitte in der nahen Vergangenheit, während Vera in der Gegenwart versucht heraus zu bekommen, was denn wirklich geschehen ist.

Alle Figuren waren glaubwürdig gezeichnet, auch die nicht so sympathischen. Vera wollte nie als politische Redakteurin arbeiten und beißt sich dennoch in den Recherchen zu dem ihr unbekannten Thema durch. Marie beschäftigt sich mit der Vergangenheit ihrer Familie und muss erkennen, dass vieles nicht so ist, wie es ihr schien.
Das Ganze ist so spannend, dass ich das Buch gegen Ende wirklich nicht mehr aus der Hand legen mochte. Eigentlich ist es schon mehr ein Spionage Thriller, denn ein historischer Roman.
Für mich zählt dieses Buch sicher zu einem meiner Jahreshighlights, es wird mich gedanklich wohl auch noch eine Weile beschäftigen.

Von mir daher eine volle Leseempfehlung!

Veröffentlicht am 01.05.2018

Mit gutem Gewissen gute Lebensmittel kaufen

Besser einkaufen
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Katarina Schickling fasst in diesem Buch noch einmal zusammen, was sie in den letzten Jahren bei ihren Recherchen für diverse Lebensmitteldokus recherchiert hat.
Übersichtlich strukturiert erfährt man ...

Katarina Schickling fasst in diesem Buch noch einmal zusammen, was sie in den letzten Jahren bei ihren Recherchen für diverse Lebensmitteldokus recherchiert hat.
Übersichtlich strukturiert erfährt man hier vieles über den Markt der von den grossen Handelsketten dominiert wird, die Zuchttierhaltung, Obst und Gemüseanbau und über das was uns die Industrie teilweise unbemerkt mit verkauft.

Das Thema Zuchttierhaltung ist ein relativ großes Kapitel, wird hier doch genau auf die unterschiedliche Haltung von Schweinen, Hühner, Puten, Rindern und Fischen eingegangen.
Zu jedem Themengebiet gibt es eine Übersicht über die unterschiedlichen Siegel, die es so auf den Markt gibt, inklusive der Erläuterung was bei welchem Siegel festgelegt wurde. Damit hat man einmal auf kompakten Raum zusammengestellt was es für Lebensbedingungen in der Zucht gibt.

Auch zum Thema Obst und Gemüse gibt es kompakte Zusatzinfos: einen Saisonkalender und die Übersicht was in den Kühlschrank gehört und was nicht.
Auch das Thema Superfood und die sogenannten Vorteile kommt nicht zu kurz.

Abschliessend geht die Autorin noch auf die Zusatzstoffe in unseren Lebensmitteln ein. Was muss deklariert werden, was nicht. Was versteckt sich hinter den vielen Namen die auf den Inhaltslisten zu finden sind. Und wie versuchen uns die Lebensmittelhersteller zu täuschen, in dem man Zucker in allerlei Form in das Produkt mischt.

Tipps, wie man verantwortungsvoll einkauft und für sich selbst mehr Klarheit schafft, runden das Buch am Ende ab.

Das Buch ließ sich flüssig lesen, die Informationen sind interessant verpackt und lassen sich gut am Stück verarbeiten.
Wer die Sendungen „Lebensmittelcheck mit Tim Mälzer“ im Fernsehen verfolgt hat, findet hier noch einmal kompakt alle Informationen zusammengefasst.

Ein interessantes Buch für mündige Verbraucher.