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Veröffentlicht am 01.03.2025

schöne Lesestunden

Der Duft von Kuchen und Meer
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Maren ist Konditorin in Kassel und lebt dort nach dem Tod ihres Mannes mit ihrer Tochter Leni und der Unterstützung ihrer Oma Undine. Eines Tages überrascht sie Undine mit der Eröffnung, dass sie auf Amrum ...

Maren ist Konditorin in Kassel und lebt dort nach dem Tod ihres Mannes mit ihrer Tochter Leni und der Unterstützung ihrer Oma Undine. Eines Tages überrascht sie Undine mit der Eröffnung, dass sie auf Amrum ein Haus besitzt und dieses Maren überschreiben will. Die Familie dort will sie nicht wiedersehen, daher fahren Maren und Leni alleine nach Amrum. Dort angekommen stellen sie fest, dass es viele Missverständnisse gibt, die aber ausgeräumt werden könnten. Und Maren entdeckt, dass sie ihren Traum vom eigenen Café vielleicht nicht nur in Paris verwirklichen kann.

Anne Barns nimmt uns wieder mit an die Nordsee, wie immer mit Wohlfühlatmosphäre und leckerem Gebäck, das natürlich nicht fehlen darf. Mir hat das Buch gut gefallen, auch wenn vieles ungewöhnlich glatt lief und man doch mehr Schwierigkeiten erwartet hätte, die auf Maren zukommen.

Alles in allem war es aber ein richtig schönes Buch, in dessen Anhang man wieder die Rezepte der erwähnten Gebäcke findet. Ich kann es auf jeden Fall für entspannte Lesestunden empfehlen.

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Veröffentlicht am 25.02.2025

eine neue Reihe!

Wer aus dem Schatten tritt
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Renate tritt nach ihrem Studium ihre erste Stelle in der Psychiatrie an. Doch Ende der fünfziger Jahre sind immer noch viele Männer der Meinung, Frauen hätten in solch einem Beruf nichts zu suchen. Leider ...

Renate tritt nach ihrem Studium ihre erste Stelle in der Psychiatrie an. Doch Ende der fünfziger Jahre sind immer noch viele Männer der Meinung, Frauen hätten in solch einem Beruf nichts zu suchen. Leider gehört Renates Chef auch dazu und so versucht er sie immer wieder kalt zu stellen. Und auch der Kollege lässt nichts unversucht, sich auf ihre Kosten zu profilieren.

Doch Renate hat auch Unterstützer wie ihren Onkel und den Pfleger Karlsson an ihrer Seite und schafft es sich ein Netzwerk aufzubauen, mit dem sie allerlei Unannehmlichkeiten abwenden kann.

Auch privat wendet sich vieles zum Guten. Sie tritt einem Netzwerk für Akademikerinnen bei und lernt über mehrere Ecken Matthias kennen, mit dem sie das große Glück zu finden scheint.

Melanie Metzenthin nimmt uns wieder mit nach Hamburg, diesmal in die fünfziger Jahre des letzten Jahrhunderts. Und wie es so oft in ihren Büchern ist, treffen wir auch hier bekanntes Personal wieder. Besonders die Familie von Alfred „Fredi“ Studt spielt eine wichtige Rolle. Mich hat das sehr gefreut, mag ich es doch sehr, wenn man liebgewordenen Charakteren wieder begegnet und so erfährt, wie es mit ihnen weiterging.

Wie in allen ihren Romanen, lässt die Autorin hier wieder eine Menge Erfahrung aus ihrem eigenen Berufseben einfließen, hat sie doch selbst am Ochsenzoll gearbeitet, genau wie Renate im Buch. Dabei kommt die Unterhaltung aber nicht zu kurz. Neben den psychiatrischen Fällen kommt auch das Leben zu Wort. Wir begleiten Renate unter anderen zum Fußball und treffen so auch Uwe Seeler am Beginn seiner Karriere.

Mir hat das Buch wieder ausgesprochen gut gefallen. Es lies sich locker lesen und war durchgehend interessant und teilweise auch sehr spannend. Das Zeitbild, das hier vermittelt wird macht wieder einmal sehr deutlich, was sich seit dem alles verbessert hat, aber auch, wo es auch heute immer noch hakt.

Ich mochte das Buch sehr gerne und freue mich auf Band 2, der im Sommer erscheinen wird.

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Veröffentlicht am 19.02.2025

schöne Kurzgeschichte

BRIDGERTON - Violet
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Wer die Bridgerton Reihe kennt, kennt natürlich Violet, die Mutter der acht Bridgertons. Sie spielt in allen Büchern eine Rolle , ist aber nie Hauptperson. Man lernt sie wohl kennen, aber was sie wirklich ...

Wer die Bridgerton Reihe kennt, kennt natürlich Violet, die Mutter der acht Bridgertons. Sie spielt in allen Büchern eine Rolle , ist aber nie Hauptperson. Man lernt sie wohl kennen, aber was sie wirklich bewegt bleibt eher verborgen. Nun hat Julia Quinn Violet eine eigene Kurzgeschichte gewidmet, die die Lücken in Violets Leben ein wenig füllt. Man liest von der ersten Begegnung mit Edmund als Kind, dem Wiedertreffen als sie debutiert, die Hochzeit und natürlich auch von Edmunds Tod. Und wie es dabach für Violet ging, bis ins hohe Alter.

Das Buch ist ein kleiner netter Zusatz zur Reihe und macht Fans der Reihe sicher Spaß. Die Geschichte ist schnell gelesen und macht Spaß. Schöne Unterhaltung für zwischendurch!

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Veröffentlicht am 16.02.2025

schönes Buch

Fräulein Liebe und der Traum vom Leben
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1955 haben sich Eva, ihre Tante Maria und ihre Cousine Ilse haben sich in ihrem Leben eingerichtet. Die Buchhandlung läuft gut und Maria hat Eva in Aussicht gestellt sie zu übernehmen. Und auch die Beziehung ...

1955 haben sich Eva, ihre Tante Maria und ihre Cousine Ilse haben sich in ihrem Leben eingerichtet. Die Buchhandlung läuft gut und Maria hat Eva in Aussicht gestellt sie zu übernehmen. Und auch die Beziehung zu Georg ist glücklich. Doch dann überschlagen sich die Ereignisse. Georgs Vergangenheit holt ihn ein und treibt einen Keil zwischen ihn und Eva. Onkel August kehrt aus der Kriegsgefangenschaft zurück und will von Eva erst einmal nichts wissen. Und Ilse ist auf der Schule extrem unglücklich und sucht nach ihrem Weg im Leben.

Mir hat das Buch wieder gut gefallen, auch wenn vielleicht ein bisschen sehr viel Drama dabei war. Die Autorin schafft es aber Themen dieser Zeit geschickt in die Geschichte einzubinden. Die Charaktere sind wieder vielschichtig und ihr Verhalten gut nachvollziehbar. Ich habe mich wieder sehr wohl gefühlt mit dem Buch und kann es daher wieder nur empfehlen.

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Veröffentlicht am 15.02.2025

sehr berührend

Gussie
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Auguste „Gussie“ Adenauer war die zweite Frau Konrad Adenauers und 19 Jahre jünger als er. Als sie ihn heiratete hatte Adenauer bereits drei Kinder und war auch schon politisch aktiv. Sie bekamen 5 weitere ...

Auguste „Gussie“ Adenauer war die zweite Frau Konrad Adenauers und 19 Jahre jünger als er. Als sie ihn heiratete hatte Adenauer bereits drei Kinder und war auch schon politisch aktiv. Sie bekamen 5 weitere Kinder und sie setzte sich auch politisch ein. Doch als die Nazis an die Macht kamen werden ihre und seine politischen Bemühungen unterbunden und sie leben unter der ständigen Angst verfolgt und eingesperrt zu werden.

Das Buch wechselt immer wieder zwischen den Zeiten, den Rahmen setzt der Autor mit Gussies Erinnerungen am Sterbebett. aus diesen Erinnerungen heraus werden einzelne Stationen aus dem Leben der beiden näher beleuchtet. Erstaunlicherweise kam mir Konrad Adenauer dabei nicht wirklich näher, er muss wirklich ein sehr kontrollierter Mensch gewesen sein, der Nähe nur selten zuließ.

Mich hat das Buch sehr berührt. Gussie war wohl ein sehr emotionaler Mensch, stark mit ihrem Vater verbunden, der sie ein Leben lang unterstützt und ihre Wissbegierigkeit gefördert hat. Gerade diese Verbindung fand ich sehr emotional. Ich habe an einigen Stellen Tränen vergossen, da der Autor es schafft eine echte Nähe des Lesers zur Protagonistin aufzubauen und einen Einblick in ihr Gefühlsleben gibt.

Ich kann das Buch auf jedem Fall empfehlen. Ich habe es sehr gern gelesen und es hat mich berührt. Daher eine Leseempfehlung!

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