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Veröffentlicht am 19.05.2025

Aber ich fühle mich trotzdem so

Warum fühl ich mich jetzt so?
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Schuldbotschaften.

Selbstanklagen.

Der quälende Gedanke: Ich sollte mich nicht so fühlen!

Wer kennt das nicht? Vor allem als Christ ist es oft schwer zu wissen, wie man am besten mit zwiespältigen ...

Schuldbotschaften.

Selbstanklagen.

Der quälende Gedanke: Ich sollte mich nicht so fühlen!

Wer kennt das nicht? Vor allem als Christ ist es oft schwer zu wissen, wie man am besten mit zwiespältigen Gefühlen umgeht. Da ist die Aufforderung, alle zu lieben. Doch manchmal ist die Liebe einfach nicht da. Das schlechte Gewissen, wenn ich es dem anderen nicht recht mache. Sollte ich nicht alles tun, was von mir erwartet wird? Oder habe ich auch das Recht auf mich selbst zu achten?

Gefühle sind gut und nützlich, doch sie können auch verwirrend sein und zu Reaktionen führen, die der Situation nicht angemessen sind. Begleitet von stets kreisenden Gedanken, die wie eine Abwärtsspirale wirken.

Die Autorin dieses Buches verbindet ihr psychologisches Wissen mit biblischen Erkenntnissen, um Wegweisung in diesem Gefühls- und Gedankenchaos zu bringen. Sie lädt dazu ein, ruhig zu werden und genau zu bedenken, was in meinem Inneren vorgeht. Diese Überlegungen sind eine wichtige Voraussetzung, um weise und überlegte Entscheidungen zu treffen.

Das Buch enthält viele Beispiele von ihren Klienten, die nicht wissen, wie sie mit einer bestimmten Situation umgehen sollen. Besonders hilfreich daran ist, wie echt und nachvollziehbar diese Erlebnisse sind. Insgesamt vermittelt das Geschriebene das Gefühl: Es geht nicht nur mir so. Meine Gefühle machen Sinn. So ist es nun einmal. Aber es muss nicht so bleiben.

Einzelne Kapitel widmen sich schwierigen Lebensbereichen. So geht es beispielsweise um widersprüchliche Gefühle gegenüber Gott, um das Gefühl sich für seinen Körper zu schämen, um den Umgang mit toxischen Menschen, oder um das schlechte Gewissen, wenn man auf geliebte Menschen wütend ist. Die Ausführungen sind konkret und leicht umzusetzen. Hilfreiche Fragen unterstützen Leser bei der Klärung von überwältigenden Gefühlen.

Der Schreibstil ist angenehm. Beim Lesen hat man das Gefühl, mit einer verständnisvollen Freundin zu sprechen. Trotzdem sind viele Gedanken und Aufgaben herausfordernd. Sie ermutigen selbst zu handeln, anstatt sich als Opfer zu sehen.

Fazit: Ein wertvolles Buch, das hilft das Chaos im Inneren zu verstehen und wohlüberlegte Entscheidungen zu treffen. Sehr empfehlenswert!

Veröffentlicht am 12.05.2025

Bereit für ihre Überzeugung zu sterben

Revolutionäre des Glaubens
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Wie kann es sein, dass Christen andere Christen grausam hinrichten – und dabei noch glauben, im Namen Gottes zu handeln? Diese Frage stellt sich beim Lesen dieses Buches über die Täufer im 16. Jahrhundert. ...

Wie kann es sein, dass Christen andere Christen grausam hinrichten – und dabei noch glauben, im Namen Gottes zu handeln? Diese Frage stellt sich beim Lesen dieses Buches über die Täufer im 16. Jahrhundert. Besonders erschütternd ist, wie Reformatoren, die selbst erst kurz zuvor gegen die Staatskirche aufbegehren, nun mit Härte gegen Andersgläubige vorgehen.

Das Buch erzählt eindrucksvoll von mutigen Männern und Frauen, die wegen ihres Glaubens verfolgt, eingesperrt, verbannt oder gar getötet werden. Trotz aller Grausamkeit breitet sich die Bewegung rasant aus.

Der Autor kennt die Geschichte der Schweizer Täufer sehr gut. Er zeichnet jedoch keine ausführlichen Biografien der Märtyrer, sondern zeigt die historischen Entwicklungen anhand prägender Persönlichkeiten und Ereignisse. Wer also nur auf fesselnde Lebensgeschichten hofft, könnte etwas enttäuscht sein. Stattdessen bietet das eher wissenschaftlich gehaltene Buch wertvolles historisches Wissen über den couragierten Einsatz der Täufer für die Freiheit, selbst zu entscheiden, was sie glauben. Doch es enthält auch einige spannende Geschichten, die teilweise so außergewöhnlich sind, dass sie sich lesen wie ein Roman.

Der Autor beschreibt Lebensläufe, zitiert Quellen, fügt passende Bibelstellen hinzu, und veranschaulicht das Gesagte mit abgedruckten Bildern. Er ist davon überzeugt, dass die Erfahrungen dieser Menschen für unsere Zeit wichtig und relevant sind, denn Religionsfreiheit und Toleranz sind auch heute wichtige Themen.

Der Text ist zwar anspruchsvoll und manchmal wegen der vielen Namen schwer zu folgen, aber die geschilderten Schicksale berühren und fesseln. Obwohl der Autor Sympathie für die Täufer zeigt, verschweigt er nicht ihre Fehler, wodurch das Buch ausgewogen und glaubwürdig wirkt.

Fazit: Ein lesenswertes und bewegendes Buch über eine oft vergessene Glaubensbewegung, das von Menschen erzählt, die bereit sind, ihren Besitz, ihre Familie und sogar ihr Leben für ihren Glauben hinzugeben. Es regt zum Nachdenken über Einigkeit und Streitigkeiten unter Christen an, über Toleranz und Religionsfreiheit. Empfehlenswert für alle, die sich für Geschichte und für mutige Menschen mit Überzeugung interessieren.

Veröffentlicht am 05.05.2025

49x Gottes Treue

Diospi Suyana - Ein Experiment mit Gott
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Nach über zwanzig Jahren zieht Klaus-Dieter John Bilanz. Der Mediziner und Gründer von Diospi Suyana, einem modernen Krankenhaus in den Bergen Perus, berichtet in diesem Buch über Wunder, die er und seine ...

Nach über zwanzig Jahren zieht Klaus-Dieter John Bilanz. Der Mediziner und Gründer von Diospi Suyana, einem modernen Krankenhaus in den Bergen Perus, berichtet in diesem Buch über Wunder, die er und seine Mitarbeiter in den letzten Jahren erlebt haben. Er erzählt von neuen Bauprojekten, von Widerstand seitens der Behörden und von richtungsweisenden Gesprächen mit Verantwortungsträgern.

Das Cover könnte ein Kinder- oder Jugendbuch vermuten lassen, doch dieses Buch richtet sich an Erwachsene und ist eine Sammlung von bewegenden Geschichten über Gottes Wirken in der heutigen Zeit. Anfangs wird der Leser aufgefordert, sich auf ein Experiment einzulassen. Wie zuverlässig ist Gott? Wirkt er auch heute noch Wunder? „Ob die jahrtausendealten Versprechen Gottes auch dann gelten, wenn wir nicht mehr ein noch aus wissen?“

Anhand von vielen kurzen Geschichten erzählt der Autor, wie er Gottes Handeln erlebt. Seine Erzählung beginnt mit der vielleicht schwierigsten Zeit für ein Krankenhaus, die Covid-Pandemie, und geht weiter bis zur jetzigen Zeit. Er erzählt von wertvollen Kontakten und von den Menschen, die dieses vorbildliche Krankenhaus für die Ärmsten unterstützen. Ein besonderes Anliegen ist ihm die geistliche Stärkung der Peruaner. Neben Radiosendungen, Schulunterricht und Kinderclubs organisiert der Autor mit bangem Herzen ein riesiges Jugendfestival.

Das Buch lässt sich leicht lesen. Der Erzählstil ist angenehm und viele der Geschichten sind spannend und laden zum Staunen ein. Sie machen deutlich, dass es hier nicht um das geht, was Menschen tun können. Immer wieder geschieht das Unwahrscheinliche, so oft, dass es sich dabei wohl nur um Wunder handeln kann.

Einige Passagen sind nicht so fesselnd, da die hohen Persönlichkeiten den meisten Lesern wahrscheinlich nicht bekannt sein werden. In diesen Kapiteln kann der Eindruck entstehen, dass es auf menschliche Auszeichnungen ankommt. Aber dann kommt wieder ein Bericht über ein Wunder im Alltag, sodass der Blick wieder auf Gott gerichtet wird.

Dieses vierte Buch des Autors über das beeindruckende Werk kann gut ohne Kenntnisse der anderen Bände gelesen werden. Das Ziel des Buches, durch Erlebnisse aufzuzeigen, dass Gott nicht nur existiert, sondern auch Anteil an unserem Leben nimmt, ist auf jeden Fall gelungen!

Fazit: Ein spannendes und lesenswertes Buch über Gottes Wirken in Peru, das deutlich macht wie viel Gott aus dem Leben eines Menschen machen kann, der sich ihm ganz zur Verfügung stellt. Sehr empfehlenswert!

Veröffentlicht am 29.04.2025

Zusammen sind wir stark

Schwesternschwur
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Die kleine Ollie spürt, dass sie fortmuss. Heute noch. Von ihrer Mutter kann sie keine Unterstützung erwarten. Diese schläft entweder oder sie dämmert in ihrer eigenen Welt vor sich hin. Das liegt wohl ...

Die kleine Ollie spürt, dass sie fortmuss. Heute noch. Von ihrer Mutter kann sie keine Unterstützung erwarten. Diese schläft entweder oder sie dämmert in ihrer eigenen Welt vor sich hin. Das liegt wohl an dem Pulver, das sie einnimmt. Doch die Bedrohung, die von Ollies Stiefvater ausgeht, wird von Tag zu Tag größer. Zusammen mit ihrer kleinen Ziehschwester macht sie sich eilig davon.

Der Weg ist voller Gefahren. Ihr böser Stiefvater und andere Männer jagen sie. Dazu die wilden Tiere, der Hunger, die Hoffnungslosigkeit. Unterwegs finden die beiden Reisegefährten - andere Kinder, die ebenfalls vor einer schrecklichen Situation fliehen mussten. Die Kinder sorgen füreinander, doch sie sind ständig in Gefahr. Ollie träumt von einem Ort, an dem sie alle in Sicherheit sind.

Mehr als achtzig Jahre später tritt Val ihre Stelle als Ranger in einem neu eröffneten Nationalpark an. Ein Kollege zeigt ihr an einem ihrer ersten Tage eine alte Grabstätte, die erst kürzlich auf dem Gebiet des Parks entdeckt wurde. Sie enthält die Knochen von drei jungen Kindern. Zu gern würde Val mehr über das Schicksal dieser Kinder wissen. Doch zunächst beschäftigt sie etwas Dringenderes. Ein junges Mädchen bittet sie um Hilfe, weil ihr 17-jähriger Bruder verschwunden ist.

Dieses berührende Buch erzählt abwechselnd aus der Sicht von Ollie im Jahr 1909 und von Val im Jahr 1990. Beiden Berichten gleich ist der Ort der Geschehnisse, ein Gebirgszug im amerikanischen Bundesstaat Oklahoma. Die wunderschöne Landschaft wird eindrucksvoll beschrieben. Doch das tritt hinter der spannenden, wahren Geschichte dieses Buches zurück. Es ist die Geschichte eines Kampfes von David gegen Goliath, von Menschen ohne Stimme gegen einflussreiche Männer. Die Charaktere fühlen sich schnell wie beste Freunde an. Selbst Menschen, die nur eine kleine Rolle in der Geschichte spielen, sind sehr gut herausgearbeitet.

Nach dem Lesen dieses Buches bin ich nicht nur wegen der wahren Geschehnisse, die hinter dieser Geschichte stehen, traurig. Ich spüre auch Abschiedsschmerz von diesen liebenswerten Menschen, die mir durch die Seiten des Buches vertraut geworden sind. Und jetzt beginnt das lange Warten auf den nächsten Roman dieser begabten Autorin!

Fazit: Ein spannender und bewegender Roman, der traurig, berührend und fröhlich zugleich ist. Sehr empfehlenswert!

  • Einzelne Kategorien
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  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 24.03.2025

Kurze Rede, langer Sinn

Ohne Himmel sind wir unbedacht
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Die Gesprächsrunde ist eröffnet. Einer der Teilnehmer setzt an, um seine Weisheiten zum Besten zu geben. Nach zehn Minuten weiß noch immer niemand, was er eigentlich sagen will. Wie oft das vorkommt! In ...

Die Gesprächsrunde ist eröffnet. Einer der Teilnehmer setzt an, um seine Weisheiten zum Besten zu geben. Nach zehn Minuten weiß noch immer niemand, was er eigentlich sagen will. Wie oft das vorkommt! In einer Legion von Wörtern findet sich nur wenig Sinn.

Aphorismen sind das Gegenteil. Hier wird Sprache sehr präzise verwendet, sodass nur wenige Wörter eine bedeutende, tiefe Aussage haben. Eine Wahrheit, die bisher nur irgendwie gespürt wurde, findet in knapper Sprache Ausdruck. Vier oder fünf Wörter, ein Wortspiel, vielleicht auch einige kurze Sätze, laden zum Nachdenken ein.

Solche Sinnsprüche finden sich auf den Seiten dieses Buches. Mal ist es nur ein Gedanke pro Seite, mal sind es vier. Aufgelockert wird das Buch durch schlichte Zeichnungen, deren Sinn sich erst beim längeren Hinschauen entfaltet. Eine schöne Ergänzung ist das Lesebändchen.

Diese Sammlung von Aphorismen ist kein Buch zum schnellen Durchlesen. Immer mal wieder ein weiser Satz ist hier vielleicht die richtige Dosierungsempfehlung. Es geht um den Himmel, um Nachfolge, um das Verhältnis zwischen Mensch und Gott und um viel mehr.

Fazit: Kurz und prägnant, bietet dieses Buch viel Stoff zum Nachdenken. Sehr empfehlenswert!