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Veröffentlicht am 13.02.2025

Terroralarm

Echokammer
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Ingar Johnsrud kannte ich bisher nicht. Aber „Echokammer“ hat mich sofort gefesselt. Denn ich liebe Politthriller und Verschwörungstheorien.
Während die Wahl des norwegischen Parlaments immer näher rückt, ...


Ingar Johnsrud kannte ich bisher nicht. Aber „Echokammer“ hat mich sofort gefesselt. Denn ich liebe Politthriller und Verschwörungstheorien.
Während die Wahl des norwegischen Parlaments immer näher rückt, herrscht bei der Terrorabwehr höchste Alarmbereitschaft: Es gibt Hinweise auf einen bevorstehenden Anschlag. Im Verdacht stehen rechtsnationale Extremisten, die im Besitz einer großen Menge Rizin sind.
Wird es den Ermittlern Liselott Benjamin und Martin Tong gelingen, den Anschlag zu verhindern? Perfide ist, der Angriff kommt in Wellen. Unterdessen geht der Wahlkampf in die heiße Phase. Christina Nielsen, die stellvertretende Vorsitzende der Arbeiterpartei, sieht sich auf der Zielgeraden zur Machtübernahme.
Mittendrin: Jens Meidell, ihr juristischer Berater. Wie weit ist er bereit zu gehen: um der Partei zurück an die Macht zu verhelfen? Um die Demokratie vor rechten Umsturzplänen zu retten? Und vor allem: um seine eigene dunkle Seite zu verbergen?
„Echokammer“ ist spannend und unterhaltsam, herausfordernd und anspruchsvoll. Es geht um Macht und Intrigen. Wer wird verlieren, wer wird gewinnen? Und um welchen Preis?
Die Figurenzeichnung ist gut gelungen. Immer neue Wendungen fordern die beiden Helden heraus, bis zum bitteren Ende. „Echokammer“ ist der Auftakt einer Thriller-Trilogie und ich bin sicher, dass ich Band 2 auch lesen werde.

Fazit: Brandaktueller Politthriller, der soziale Medien, Terrorismus und politische Ränkespiele thematisiert. Spannend!

Veröffentlicht am 08.02.2025

Spannend, düster, klaustrophobisch

Die Kammer
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„Die Kammer“ von Will Dean, habe ich mit großer Freude gelesen. Denn so viele Romane, die Tauchen thematisieren, gibt es nicht. Der Thriller überzeugt mit einem ungewöhnlichen Setting und vielen grausigen ...


„Die Kammer“ von Will Dean, habe ich mit großer Freude gelesen. Denn so viele Romane, die Tauchen thematisieren, gibt es nicht. Der Thriller überzeugt mit einem ungewöhnlichen Setting und vielen grausigen Einfällen. Worum geht es?
Irgendwo in der Nordsee: Eine Gruppe von Tiefseetauchern - fünf Männer und eine Frau -, müssen während ihres Einsatzes in hundert Metern Tiefe einen Monat lang in einer engen Kammer unter demselben Druck leben wie auf dem Meeresboden.
Alles läuft nach Plan, bis es plötzlich einen verdächtigen Todesfall gibt, dem weitere folgen. Zitat: „Einer könnte ein Unfall sein. Zwei sind ein Verbrechen.“ Besonders perfide, das Öffnen der Luke oder ein zu schneller Aufstieg würde für alle Insassen den sofortigen Tod bedeuten.
Also ein Locked-Room Mystery? Weit gefehlt! Denn die Taucher werden von einer etwa neunzigköpfigen Crew versorgt. Offiziere, Ingenieure, Köche, Sanitäter und und und. Während des Wartens erzählen sie sich ihre Lebensgeschichten…
„Die Kammer“ ist ein sehr ruhig angelegter Roman, der sich ausführlich dem Seelenleben seiner Protagonisten widmet und punktet mit einem langsamen, aber intensiven Erzählstil. Der Thriller verknüpft Spannung nicht mit unbändiger Action, sondern mit psychologischer Tiefe.
Will Dean überzeugt mit einer dichten, düsteren Atmosphäre. Erzählt wird die Geschichte in der Ich-Perspektive aus der Sicht von Ellen Brooke. In der Mitte gibt es eine überraschende Wendung. Holla, die Waldfee! Damit hatte ich nicht gerechnet. Am Ende ist alles stimmig aufgelöst.
Für mich als Taucherin ist dieses Buch ein absolutes Muss. Die Druckkammerfahrt ist sehr realistisch beschrieben. Zudem gibt es im Anhang ein Glossar. Ich habe im Rahmen meiner Tauchlehrer-Ausbildung auch mal eine Tieftauchsimulation in einer Druckkammer mitgemacht. Micky Maus-Stimme und Tiefenrausch inklusive.

Fazit: Das Buch hat mich echt umgehauen. Hammer!

Veröffentlicht am 03.02.2025

Gerechtigkeit durch Mord?

Mörderfinder – Das Muster des Bösen
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Die Krimis und Thriller von Arno Strobel haben mal mehr mal weniger überzeugt. „Mörderfinder - Das Muster des Bösen“ ist bereits der fünfte Fall für Fallanalytiker Max Bischoff. Dennoch handelt es sich ...


Die Krimis und Thriller von Arno Strobel haben mal mehr mal weniger überzeugt. „Mörderfinder - Das Muster des Bösen“ ist bereits der fünfte Fall für Fallanalytiker Max Bischoff. Dennoch handelt es sich um einen eigenständigen Roman, der auch ohne Vorkenntnisse gelesen werden kann. Worum geht es?
Max und Handschriftenexperte Marvin Wagner stehen vor der Eröffnung ihrer gemeinsamen Detektei WaBi Investigations, als in Düsseldorf ein kleiner Junge entführt und tot aufgefunden wird. Sein Vater, ein Richter, hatte einen Täter, der Kinder sexuell belästigt hat, mit einer Bewährungsstrafe davonkommen lassen.
„Mörderfinder 5“ ist spannend und unterhaltsam Wechselnde Perspektiven, auch aus Tätersicht, sorgen für Dynamik. Der Täter scheint religiös verblendet und findet seine Opfer auf einer Website im Darknet, die Richterinnen und Richter an den Pranger stellt.
Schuldig an der Gesellschaft! Es geht um Gerechtigkeit und wie sozialromantische Richter damit umgehen. Arno Strobel spart in seinem Thriller nicht mit Gesellschaftskritik: Viel zu oft kümmert sich der Staat mehr um die Täter, als um die Opfer.
Triggerwarnung: „Mörderfinder - Das Muster des Bösen“, ist auch ein Buch, das Gewalt und Missbrauch thematisiert.

Fazit: Fesselnder Thriller, der lange nachhallt.

Veröffentlicht am 03.02.2025

Schuldig oder nicht schuldig?

Der zweite Verdächtige
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„Der zweite Verdächtige“ von Michael Tsokos und Florian Schwiecker, der fünfte und vermutlich letzte Justiz-Krimi um den Anwalt Rocco Eberhardt und den Rechtsmediziner Dr. Justus Jarmer, habe ich gern ...


„Der zweite Verdächtige“ von Michael Tsokos und Florian Schwiecker, der fünfte und vermutlich letzte Justiz-Krimi um den Anwalt Rocco Eberhardt und den Rechtsmediziner Dr. Justus Jarmer, habe ich gern gelesen. Worum geht es?
Rocco steht vor einem Rätsel: Sein Mandant Jan Staiger soll in einem Berliner Nachtclub einen Bekannten mit Liquid Ecstasy umgebracht haben. Staiger beteuert seine Unschuld, und auch für Jarmer deutet nichts auf eine vorsätzliche Tat hin. Also ein Unfall?
Als es ein weiteres Opfer mit demselben Modus Operandi gibt, liegen plötzlich belastende Beweise gegen Staiger vor. Hat da jemand nachgeholfen, Zeugen zu einer Falschaussage genötigt und Beweise gefälscht?
Das Buch gliedert sich in vier Teile. Der Schwerpunkt liegt auf dem Prozess. Dieser Teil hat mich am meisten gefesselt. Wechselnde Perspektiven, auch aus Tätersicht, sorgen für Dynamik. Nichts ist, wie es scheint.
Florian Schwiecker präsentiert als ehemaliger Strafverteidiger wieder interessante Einblicke in die Tätigkeit eines Rechtsanwalts und in seine Arbeit vor Gericht. Vor allem Zeugenvernehmungen stellt der Autor realistisch dar.
„Der zweite Verdächtige“ ist ein Buch, das queere Schicksale und korrupte Ermittler thematisiert. Einige Abschnitte und Fakten machen den Leser stutzig. Auch, wenn vieles vorhersehbar ist, ist das Buch interessant. Das Ende hat mich schockiert.

Fazit: Fall Nr. 5 für Eberhardt & Jarmer. Spannend!

Veröffentlicht am 30.01.2025

Die Kunst der Täuschung

Jackdaw
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„Jackdaw“ von Daniel Cole ist mein fünfter Thriller des Autors und ich habe ihn gern gelesen. Worum geht es?
In London treibt ein Serienkiller sein Unwesen. Er tötet und enthauptet Prominente. Der Täter, ...


„Jackdaw“ von Daniel Cole ist mein fünfter Thriller des Autors und ich habe ihn gern gelesen. Worum geht es?
In London treibt ein Serienkiller sein Unwesen. Er tötet und enthauptet Prominente. Der Täter, der von der Presse den Namen Jackdaw erhalten hat, scheint ein Phantom zu sein. Denn er hinterlässt keine Spuren. Als wieder eine körperlose Leiche gefunden wird, ergreift Detective Constable Scarlett Delaney die Chance, sich zu beweisen. Wird sie Jackdaw finden, bevor er erneut zuschlägt?
„Jackdaw“ ist ein Thriller, der die spannende Handlung mit britischem Humor würzt. Es beginnt mit einem spektakulären Mord, danach lernen wir die Protagonisten kennen.
Scarlett Delaney hat es aufgrund ihres familiären Hintergrunds nicht leicht, von den Kollegen wird sie die „irre Delaney“ genannt. Nur Detective Sergeant Frank Ash hält zu ihr, er ist eine Vaterfigur für sie. Scarlett will den Fall unbedingt aufklären. Ob sie immer die richtigen Entscheidungen trifft? Die Frage ist, wem kann sie trauen? Dem smarten Henry Devlin, der angeblich Privatdetektiv ist?
Die Figurenzeichnung ist gut gelungen. Zitat: »Sie [Scarlett] ist… impulsiv, regelrecht leichtsinnig, getrieben von persönlichen Problemen. Sie will sich unbedingt einen Namen machen. Sie will Jackdaw um jeden Preis finden, alles andere ist zweitrangig. Dadurch lässt sie sich leicht manipulieren.«
Die Handlung ist temporeich, aus wechselnden Perspektiven mit Actioneinlagen. Und so freue ich mich schon auf die Fortsetzung, so es denn eine geben wird.

Fazit: Rasant, schräg, witzig. Spannender Thriller, der aber nicht ganz an die Ragdoll-Trilogie heranreicht.