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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.06.2025

Nichts ist wie es scheint

Ihr werdet sie nicht finden
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Der letzte Thriller von Andreas Winkelmann hatte mich enttäuscht, aber „Ihr werdet sie nicht finden“ überzeugt erneut mit einem originellen Plot und einer Menge Spannung.
Der Autor geht gleich in medias ...


Der letzte Thriller von Andreas Winkelmann hatte mich enttäuscht, aber „Ihr werdet sie nicht finden“ überzeugt erneut mit einem originellen Plot und einer Menge Spannung.
Der Autor geht gleich in medias res: „Ich lebe in der Dunkelheit.“ Gruselig!
Danach ein Rückblick, vor sieben Jahren: wir lernen den Polizisten Jonas kennen. Er ist auf der Suche nach seiner 16-jährigen Tochter Isabell. Sie ist von einer Party spurlos verschwunden. Doch dann wird ihr Rucksack gefunden.
Heute: In einem weiteren Handlungsstrang begegnen wir Franka. Sie ist Privatdetektivin und auf der Suche nach der 22-jährigen Silvia. Das pikante daran, Isabell und Silvia kannten sich. Was war damals wirklich geschehen?
„Ihr werdet sie nicht finden“ ist ein typischer Winkelmann: spannend und unterhaltsam, wendungsreich und nicht vorhersehbar.
Wechselnde Perspektiven sorgen für Dynamik. Zwischendurch sind Abschnitte in Kursivschrift eingestreut. Sie verleiten zu unterschiedlichen Spekulationen und Deutungen.
Der Autor lässt uns in tiefe menschliche Abgründe blicken. Beziehungen auf Lügen aufgebaut. Hass, Missgunst und Argwohn.
Jonas ist ein zwiespältiger Protagonist. Franka kommt sympathisch rüber. Ein ungleiches Paar, das sich zusammenraufen muss, um die Wahrheit herauszufinden.
Nach einem dramatischen Showdown sind alle Rätsel gelöst.

Fazit: Packender Standalone. Ein Fest für Fans von Andreas Winkelmann.

Veröffentlicht am 12.06.2025

Langweilig und ermüdend

Die Festung
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Um es gleich vorwegzunehmen, nach mehreren Anläufen habe ich „Die Festung“ von L. D. Smithson abgebrochen.

Schade, denn die Inhaltsangabe ließ auf einen spannenden Thriller hoffen. Doch ich wurde enttäuscht. ...


Um es gleich vorwegzunehmen, nach mehreren Anläufen habe ich „Die Festung“ von L. D. Smithson abgebrochen.

Schade, denn die Inhaltsangabe ließ auf einen spannenden Thriller hoffen. Doch ich wurde enttäuscht. Das Buch ist einfach nur langweilig und dröge.

Auch Clara, die eigentlich Bonnie heißt, war mir nicht sympathisch. Und so habe ich nach ca. 100 Seiten aufgegeben und das Buch vorzeitig abgebrochen.

Fazit: Abgebrochen. Leider war es so gar nicht meins.

Veröffentlicht am 05.06.2025

Spannend und atmosphärisch

Die Insel - einer kennt die ganze Wahrheit
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„Der Ausflug“ von Ulf Kvensler hatte mich begeistert und auch sein neuer Thriller „Die Insel“ überzeugt. Worum geht es?
Als er sechs Jahre alt war, hat Isak seine Mutter und seine kleine Schwester bei ...


„Der Ausflug“ von Ulf Kvensler hatte mich begeistert und auch sein neuer Thriller „Die Insel“ überzeugt. Worum geht es?
Als er sechs Jahre alt war, hat Isak seine Mutter und seine kleine Schwester bei einem Brand verloren. Sein Großvater hat ihn großgezogen. Denn sein Vater war dazu nicht in der Lage.
Nach vielen Jahren sucht Fredrik, ein berühmter Künstler, nun wieder den Kontakt zu Isak. Er ist unheilbar an Krebs erkrankt. Und so reisen Isak und seine Freundin Madde trotz Großvaters Warnungen nach Gotland.
Es kommt wie es kommen muss, der Vater drängt seinen Sohn zu Alkohol und Drogen. Und schon bald hat Isak Albträume, wird von der Vergangenheit eingeholt.
„Die Insel“ ist spannend und unterhaltsam. Wechselnde Perspektiven sorgen für Dynamik. Immer wieder sind Szenen aus Isaks Untersuchungshaft eingestreut. Wie konnte er in diese prekäre Lage kommen?
„Die Insel“ ist ein Slow Burner, der erst langsam Atmosphäre aufbaut, bis die Achterbahn dann richtig loslegt. Mit Figuren, in die man mit jedem Kapitel mehr emotional involviert ist.
Isak war mir sofort sympathisch. Er hat viel Empathie. Sein Vater dagegen ist ein skrupelloser Manipulator. Ein selbstverliebtes Ego-Monster. Hemmungslos und abgründig.
Eine Wendung jagt die nächste. Unerbittlich nähert sich die Geschichte dem Höhepunkt - bis zum überraschenden Ende. Eine Geschichte, die Erinnerungen weckt. Denn auf Gotland und in Visby war ich selbst schon mal.

Fazit: Ein echter Pageturner, genauso spannend wie „Der Ausflug“!

Veröffentlicht am 02.06.2025

Wo ist Sofia?

Wem du traust
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„Wem du traust“ ist mein fünfter Spannungsroman von Petra Johann, der erneut mit einem originellen Plot und einer Menge Spannung überzeugt. Worum geht es?
Eva Kramer und Susanne Ziemiak sind seit der ...


„Wem du traust“ ist mein fünfter Spannungsroman von Petra Johann, der erneut mit einem originellen Plot und einer Menge Spannung überzeugt. Worum geht es?
Eva Kramer und Susanne Ziemiak sind seit der Schulzeit beste Freundinnen. Sie haben jahrelang zusammengewohnt und Susannes Tochter Sofia großgezogen.
Als Eva mit Daniel zusammenkommt, ziehen sie in ein Haus am Stadtrand. Inzwischen sind sie mit ihrem kleinen Sohn Linus zu dritt. Susanne ist mit Sofia und ihrem Partner Axel in ein schickes Penthouse gezogen.
Oft hilft Sofia als Babysitterin bei den Kramers aus. Eines nachts bringt Daniel die Fünfzehnjährige nach Hause, doch am nächsten Morgen ist Sofia spurlos verschwunden. Kriminalhauptkommissarin Heidi Westphal und ihr Team ermitteln…
„Wem du traust“ ist spannend und unterhaltsam. Dazu ein flüssig zu lesender, sprachlich gewandter Schreibstil. Wechselnde Perspektiven, vor allem aus der Sicht von Eva, sorgen für Dynamik. Es geht um Lügen und Vertrauen. Aber auch um Gewalt gegen Frauen.
Unerbittlich dreht die Autorin an der Spannungsschraube, eine Wendung jagt die nächste. Am Ende ist alles stimmig aufgelöst.

Fazit: Abgründiger, emotionaler Kriminalroman, der mich von Anfang bis Ende gefesselt hat.

Veröffentlicht am 02.06.2025

Kein Entkommen

Der Stau
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Locked-Room-Mysterys interessieren mich immer. Und so hat „Der Stau“ von Jo Furniss sofort mein Interesse geweckt. Ein Locked-Car-Thriller, was für eine originelle Idee!
Belinda «Billy» Kidd, Kommissarin ...


Locked-Room-Mysterys interessieren mich immer. Und so hat „Der Stau“ von Jo Furniss sofort mein Interesse geweckt. Ein Locked-Car-Thriller, was für eine originelle Idee!
Belinda «Billy» Kidd, Kommissarin kurz vor dem Ruhestand, ist auf dem Weg vom Flughafen in die Londoner Innenstadt. Sie war in Australien und will einfach nur noch nach Hause - als der Verkehr plötzlich zum Erliegen kommt. Grund dafür: eine Explosion in einem Tunnel. Geschätzte Wartezeit: mehrere Stunden.
Als Billy sich die Beine vertritt, entdeckt sie in einem der Autos eine Leiche. Erstochen mit einer Fahrradspeiche. Der Täter oder die Täterin muss sich unter den Anwesenden befinden. Denn es gibt kein Entkommen. Also beginnt sie zu ermitteln, bevor der Stau sich auflöst und die Tatperson auf Nimmerwiedersehen verschwindet.
Wie sich herausstellt, hat (fast) jeder etwas zu verbergen. Aber wer ist der Mörder/ die Mörderin? Wer hat ein Motiv?
„Der Stau“ ist spannend und unterhaltsam. Allerdings hat es etwas gedauert, in die Geschichte rein zu kommen. Der Schreibstil ist anfangs gewöhnungsbedürftig, was aber auch an der Übersetzung liegen mag.
Wechselnde Perspektiven, vor allem aus der Sicht von Billy, sorgen für Dynamik. Später kommen andere Ich-Erzähler und ihre Fahrzeuge hinzu: Charlotte alias Strafzettelfrau, Audi Q7; Kerry alias die Mutter, Toyota Sienna; Heathcote alias Silberfuchs, BMW 3er-Reihe etc.
Billy war mir sofort sympathisch. Sie gibt wirklich alles. Dabei hat sie nichts zur Verfügung: keine Uniform, keinen Dienstausweis, kein Equipment - und sie muss ganz dringend. Das hatte ich in einem Roman noch nie!

Fazit: Fesselnder Thriller voller Überraschungen!