Cover-Bild Protokoll eines Verschwindens
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24,00
inkl. MwSt
  • Verlag: HarperCollins Hardcover
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: Besondere Themen
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Seitenzahl: 288
  • Ersterscheinung: 26.08.2025
  • ISBN: 9783365009338
Alexander Rupflin

Protokoll eines Verschwindens

Basierend auf einem wahren Kriminalfall | Debütroman | Autor ist Kriminalreporter der ZEIT und ZEIT Verbrechen | Für Fans von Ferdinand von Schirach und Heinz Strunk

Gabriel verlässt Rio, um zu seiner Schwester Isabella nach Deutschland zu ziehen. In Hamburg läuft für ihn zunächst alles nach Plan: Er findet Arbeit in einer IT-Firma und verliebt sich. Doch dann verschwindet er spurlos. Für Isabella beginnt eine verzweifelte Suche in einem Land, das ihr immer fremder wird.
Zur gleichen Zeit versucht der Pfleger Fabio, sein unauffälliges Leben weiterzuführen, bis er nicht mehr ignorieren kann, was in seinem Gästezimmer liegt: eine seit Monaten verwesende Leiche.

Den Fakten treu, gleichzeitig zutiefst menschlich, rekonstruiert Alexander Rupflin die erschütternden Details eines Verbrechens. Er gibt den Angehörigen eine Stimme und taucht in das Selbstbild eines Täters ein, der noch immer seine Unschuld beteuert.

» Protokoll eines Verschwindens « ist eine Geschichte vom Streben nach Glück, der Suche nach Wahrheit, dem Gefühl der Verlorenheit und den Abgründen unserer Triebe. 

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.11.2025

Gut dargestellter True Crime Fall

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Alexander Rupflin beschreibt in seinem Roman "Protokoll eines Verbrechens" auf ungewöhnliche Art und Weise den wahren Kriminalfall eines Brasilianers, der in Hamburg ermordet wird und monatelang ...

Alexander Rupflin beschreibt in seinem Roman "Protokoll eines Verbrechens" auf ungewöhnliche Art und Weise den wahren Kriminalfall eines Brasilianers, der in Hamburg ermordet wird und monatelang in einer Wohnung versteckt wird.

Seine Schwester, die als Ärztin arbeitet, überredet ihren Bruder ihr nach Deutschland zu folgen. Er findet auch recht schnell Anschluss und einen Job, aber dann verschwindet er scheinbar spurlos. Seine Schwester tut alles dafür, ihn zu finden, aber in Deutschland kann jeder Erwachsener seinen Aufenthaltsort frei wählen und so wird die Polizei ohne Anhaltspunkte einer Straftat nicht tätig. Somit kann der Täter lange Zeit sein mörderisches Geheimnis wahren, auch wenn es viel eher auffliegen hätten müsste.

Alexander Rupflin arbeitet selber seit längeren als Kriminalreporter und hat ausführlich zu diesem wahren Kriminalfall recherchiert. In seinem Buch gibt er sowohl den Angehörigen des Opfers als auch den Täter genügend Raum, so dass der Leser genügend Spielraum für eigene Überlegungen bleibt.

Ein ungewöhnlicher Roman eines True Crime Falles, aber für mich echt lesenswert. Ich würde mich freuen, wenn der Autor weitere Bücher in diese Richtung veröffentlichen würde. Eine klare Leseempfehlung nicht nur für hartgesottene True Crime Fans.


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Veröffentlicht am 29.10.2025

Ein erschütternder Blick in die Abgründe der Menschheit

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„Protokoll eines Verschwindens“ von Alexander Rupflin erzählt die wahre Geschichte des Brasilianers Gabriel, der in Hamburg spurlos verschwindet. Seine Schwester Isabella kämpft verzweifelt darum, die ...

„Protokoll eines Verschwindens“ von Alexander Rupflin erzählt die wahre Geschichte des Brasilianers Gabriel, der in Hamburg spurlos verschwindet. Seine Schwester Isabella kämpft verzweifelt darum, die Polizei zu überzeugen, dass ihr Bruder nicht freiwillig verschwunden ist. Zugleich verfolgt der Leser das Leben von Fabio, dem Täter, der sein Verbrechen über Monate hinweg verbirgt und versucht, seinen Alltag wie gewohnt fortzuführen.

Rupflin gelingt es auf beeindruckende Weise, nahe an den Beteiligten zu bleiben. Sein Bericht wirkt wie eine literarische Reportage, die trotz fiktionaler Elemente die Realität spürbar macht. Besonders eindringlich sind die Einblicke in die Psyche des Täters und die Gedanken der Angehörigen, die zwischen Hoffnung, Ohnmacht und Trauer schwanken. Der Autor scheut sich nicht, die menschliche Seite aller Beteiligten zu zeigen, ohne die Grausamkeit der Tat zu verharmlosen.

Das Buch vermittelt, wie eng Täter und Opfer oft miteinander verbunden sind und wie sehr Verdrängung, Leugnung und Schuldgefühle die Ereignisse prägen. Rupflins Sprache ist klar, sachlich und dennoch zutiefst berührend, sodass man die Geschehnisse fast selbst miterlebt.

„Protokoll eines Verschwindens“ ist ein intensives, erschütterndes Buch, das weit über die übliche True-Crime-Lektüre hinausgeht. Es fordert emotionale Aufmerksamkeit, öffnet die Augen für menschliche Abgründe und bleibt lange im Gedächtnis. Ein Buch für alle, die sich auf eine tiefgehende Auseinandersetzung mit der Realität hinter Verbrechen einlassen möchten.

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Veröffentlicht am 19.10.2025

Umfassendes Gesamtbild über ein unglaubliches Verbrechen

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Dieser Titel ist weit mehr als eine Lektüre – er ist eine forensisch genaue, zutiefst menschliche und erschütternde Reise in die dunkelsten Ecken der menschlichen Psyche. Alexander Rupflins Arbeit, ursprünglich ...

Dieser Titel ist weit mehr als eine Lektüre – er ist eine forensisch genaue, zutiefst menschliche und erschütternde Reise in die dunkelsten Ecken der menschlichen Psyche. Alexander Rupflins Arbeit, ursprünglich inspiriert durch das Verbrechen-Magazin der Zeit, ist keine reißerische Nacherzählung, sondern eine literarische Reportage über ein unfassbares Verbrechen, dessen erschreckende Details der Autor akribisch rekonstruiert.

Die Geschichte beginnt mit einem Traum: Gabriel, ein junger Brasilianer, folgt seiner Schwester Isabella nach Hamburg, findet Arbeit in einer IT-Firma, verliebt sich und gilt als zuverlässig. Alles scheint nach Plan zu laufen – bis zu jenem Tag, an dem Gabriel spurlos verschwindet.

Für Isabella, die plötzlich mit der deutschen Bürokratie und der Unnahbarkeit der Großstadt konfrontiert wird, beginnt eine verzweifelte, isolierte Suche. Die Polizei erklärt den Fall zunächst als Routine – erwachsene Menschen hätten schließlich das Recht, alle Brücken hinter sich abzubrechen. Doch Isabella weiß instinktiv, dass ihr Bruder, der so fest im Leben stand, sie niemals ohne ein Wort im Stich lassen würde. Die Familie hört nie auf, nach ihm zu suchen – eine herzzerreißende Odyssee in einem Land, das für Isabella immer fremder wird.

Parallel dazu führt der Autor den Leser in die Welt des Pflegers Fabio. Ein scheinbar unauffälliger Mann, der sein Leben wie gewohnt weiterführt. Doch Fabio hütet ein monströses Geheimnis: In seinem Gästezimmer, sorgfältig verschlossen, liegt seit Monaten eine verwesende Leiche.

Dieses Protokoll eines Verschwindens ist die bittere Realität eines wahren Kriminalfalls aus dem Jahr 2019. Der Autor rekonstruiert detailliert und ungeschönt, was davor geschah: Wie der Täter Gabriel in seine Wohnung lockte, ihn betäubte und sich an ihm verging, nur um ihn dann mit brutaler Gewalt zum Schweigen zu bringen, als dieser wieder zu sich kam.

Alexander Rupflin, selbst in Hamburg verwurzelt, tauchte tief in diesen Fall ein. Er recherchierte intensiv, führte emotionale Interviews mit Isabella und reiste sogar nach Brasilien, um Gabriels Mutter zu treffen. Diese Nähe zu den Angehörigen gibt dem Opfer und seiner Familie eine dringende Stimme. Gleichzeitig geht er erschreckend nah an den Täter heran. Er beleuchtet Fabios Leben als Pfleger, der das Verbrechen verdrängt, es vor sich selbst beschönigt und sogar leugnet.

Der Autor protokolliert die Ignoranz und das verschobene Selbstbild eines Täters, der sich seine vermeintliche Unschuld einredet und die Schuld sogar auf das Opfer projiziert. Fabio führte sein Leben monatelang weiter, während der Leichnam in seiner Wohnung lag. Wenn er auf den Verwesungsgeruch angesprochen wurde, erklärte er diesen schlicht als Schimmel – und kam damit durch. Erschreckend, oder? Dieses detaillierte Sezieren der Täterpsychologie ist das wahre, erschütternde Herzstück des Buches.

Persönliches Fazit: Alexander Rupflins Reportage ist ein umfassendes Gesamtbild über ein unglaubliches Verbrechen. Es ist ein tiefgründiger, intensiver Blick auf die Abgründe der Psyche und die verheerenden Auswirkungen auf die Opferfamilie. Ein absolut lesenswertes Buch, das weit über den klassischen True-Crime-Roman hinausgeht und (sehr) lange nachhallt.

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Veröffentlicht am 06.10.2025

Ein unglaubliches Verbrechen

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True Crime habe ich zur Genüge gehört und gelesen, irgendwann dann doch aufgehört, diesen wahren Verbrechen nachzuspüren. Bis jetzt. Bis ich auf dieses PROTOKOLL EINES VERSCHWINDENS aufmerksam wurde.

Für ...

True Crime habe ich zur Genüge gehört und gelesen, irgendwann dann doch aufgehört, diesen wahren Verbrechen nachzuspüren. Bis jetzt. Bis ich auf dieses PROTOKOLL EINES VERSCHWINDENS aufmerksam wurde.

Für den Brasilianer Gabriel läuft es in Hamburg gut. Er ist seiner Schwester Isabella hierher gefolgt, er findet Arbeit als Informatiker, hat eine Freundin, er gilt als zuverlässig. Bis er eines Tages verschwindet. Spurlos. Isabella wendet sich an die Polizei, diese jedoch erklärt ihr, dass eine erwachsene Person durchaus das Recht hat, alle Brücken hinter sich abzubrechen. Isabella jedoch weiß, dass ihr Bruder so nie handeln würde. Sie und auch ihre Familie hören nie auf, nach ihm zu suchen.

Der Autor selbst hat das Hörbuch eingesprochen, ihm habe ich gebannt und tief erschüttert über 8 Stunden und 11 Minuten zugehört. Zunächst schien es mir, als ob dieser eher monotone Vortrag zu distanziert, zu unnahbar wäre. Doch je mehr ich höre, je weiter ich mich auf diesen Fall einlasse, desto mehr weiß ich, das es genau diese Art des Berichtens ist, die diese entsetzliche Tat einigermaßen erträglich macht.

Was muss in einem Menschen vorgehen, der einen anderen in seine Wohnung lockt, ihn betäubt, sich an ihm vergeht und dann, als dieser wieder zu sich kommt, ihn mit Gewalt zum Schweigen bringt? Und nicht nur das, der Täter führt sein Leben weiter wie bisher - bis auf die Tatsache, dass in seiner Wohnung, in einem Zimmer, das er sorgfältig verschließt, über vier Monate ein Leichnam liegt.

Alexander Rupflin ist ganz nah dran am Täter. Er sieht genau hin, begleitet Fabio, der als Pfleger arbeitet, der sein Verbrechen verdrängt und dies vor sich selbst beschönigt, ja leugnet. Den Verwesungsgeruch, auf den er zuweilen angesprochen wird, erklärt er als Schimmel und kommt damit durch.

Dieses Protokoll eines Verschwindens ist bittere Realität. Der wahre Fall, dem der Autor hier nachspürt, ereignete sich 2019. Anfang 2020 wurde der stark verweste Leichnam des Brasilianers gefunden und was davor geschah, wie der Täter getickt hat, wie er seine Tat so lange vertuschen konnte, das hat der Autor in diesem Protokoll eines Verschwindens aufgrund der Fakten detailliert rekonstruiert. Er zeigt menschliche Abgründe auf, rekonstruiert die Ignoranz und das verschobene Selbstbild eines Täters, der sich seine vermeintliche Unschuld einredet und im Umkehrschluss dem Opfer Schuld zuweist. Und auch der Suche der Familie des Opfers widmet er Zeit. So entsteht ein umfassendes Gesamtbild über dieses unglaubliche Verbrechen, das Alexander Rupflin ungeschönt, ohne reißerisch zu sein, verarbeitet hat. Ein absolut lesens- bzw. hörenswertes Buch, nicht nur für True-Crime-Fans.

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Veröffentlicht am 25.09.2025

Ein schockierender True-Crime-Fall

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Ein schockierender Kriminalfall, True Crime, erzählt im Romandebüt von Alexander Rupflin.
Der Brasilianer Gabriel verschwindet plötzlich spurlos. Seine Schwester Isabella beginnt verzweifelt nach ihm ...

Ein schockierender Kriminalfall, True Crime, erzählt im Romandebüt von Alexander Rupflin.
Der Brasilianer Gabriel verschwindet plötzlich spurlos. Seine Schwester Isabella beginnt verzweifelt nach ihm zu suchen. Gleichzeitig versucht der Italiener Fabio, seinen Alltag fortzusetzen, obwohl in seinem Gästezimmer seit Monaten eine Leiche verwest.

Ein Buch, das fassungslos macht. Alexander Rupflin hat ein erschreckendes Verbrechen nach gründlicher Recherche in Romanform rekonstruiert. Der Schreibstil ist flüssig und zu keiner Zeit langatmig. Die Geschichte hat mich vollkommen in ihren Bann gezogen und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Immer wieder musste ich mir vor Augen führen, dass es sich nicht um einen fiktiven Thriller handelt, sondern um einen realen Fall. Die Schilderungen sind teilweise nichts für schwache Nerven. Man fühlt mit den Angehörigen mit.
Durch Gespräche und den Nachforschungen des Autors erhält man Einblicke in das Leben des Opfers, der Familie und auch des Täters, der von seiner Unschuld überzeugt ist.

Ich muss gestehen, diesen Kriminalfall muss man erst einmal verarbeiten. Ein sehr emotionaler, gut geschriebener und kaum fassbarer Fall. Ich kann dieses Buch definitiv weiterempfehlen, besonders natürlich True-Crime-Liebhabern.

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