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Buchverschlinger2014

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.11.2019

Harter Schicksalsschlag

Fünf Wörter für Glück
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Die junge erfolglose Schauspielerin Heidi verliert bei einem vermeintlich harmlosen Unfall ein Bein und verliert dadurch zunächst auch ihren Lebensmut. Für sie scheint das Leben nun nicht mehr lebenswert ...

Die junge erfolglose Schauspielerin Heidi verliert bei einem vermeintlich harmlosen Unfall ein Bein und verliert dadurch zunächst auch ihren Lebensmut. Für sie scheint das Leben nun nicht mehr lebenswert und ihr fehlt jeglicher Glaube an die Zukunft.

In der Rehaklinik lernt sie ihre 80 jährige Zimmernachbarin Maud kennen, die ebenfalls ein Bein verloren hat, aber trotzdem ihre Lebensfreude und Optimismus nicht verliert. Zusammen mit ihrem Enkel Jake gelingt es ihnen Heidi nach und nach aus der Reserve zu locken und ihr den Glauben an ein erfülltes Leben zurückzugeben.

Mit Jacks 5 Glückspunkte soll Heidi lernen ihr Schicksal anzunehmen und auch das Positive wieder zu schätzen zu lernen. Nach und nach arbeitet Heidi ihren Plan ab und gewinnt dadurch immer mehr Selbstbewusstsein und Lebensfreude zurück. Schließlich erkennt sie, dass das Leben sich zwar von einer auf die andere Sekunde ändern kann, aber es trotz Handicap interessant und lebenswert bleiben kann.

Besonders gut gefallen hat mir, dass die Autorin Ella Dove von "Fünf Worte für Glück", die das selbe Schicksal erlebt hat wie ihrer Hauptperson, am Ende des Buches ihre eigenen Erfahrungen und Erlebnisse niederschreibt. Damit kommt das Buch für mich sehr authentisch rüber und macht Mut, dass es trotz Schicksalsschläge immer weiter geht!

Veröffentlicht am 23.11.2019

Zeitreise mal anders

Die sieben Tode der Evelyn Hardcastle
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Der erste Roman von Stuart Turton "Die sieben Tode der Evelyn Hardcastle" soll eine Mischung aus Agatha Christie und täglich grüßt das Murmeltier sein, aber irgendwie habe ich mich zu sehr in den verschiedenen ...

Der erste Roman von Stuart Turton "Die sieben Tode der Evelyn Hardcastle" soll eine Mischung aus Agatha Christie und täglich grüßt das Murmeltier sein, aber irgendwie habe ich mich zu sehr in den verschiedenen "Körpern" verloren.

Der Klappentext versprach einen interessanten und ungewöhnlichen Krimi, aber er hat mich sehr verwirrt zurückgelassen und konnte mich so gar nicht packen. Irgendwie musste ich mich sehr durch das 605 dicke Buch kämpfen.
Auf dem Maskenball der Familie Hardcastle wird abends die Tochter Evelyn ermordet und Aiden Bischof soll den Mörder enttarnen. Allerdings erwacht er jeden Morgen in dem Körper eines anderes Gastes und erlebt so den letzten Tag von Evelyn immer wieder aus unterschiedlichen Perspektiven. Erst wenn er den Mörder enttarnt, kommt er aus der Zeitschleife heraus und kann das Anwesen wieder verlassen.

Die Grundidee fand ich sehr spannend, aber die Umsetzung war es für mich persönlich so überhaupt nicht. Ich hatte große Probleme mit den vielen Charaktern umzugehen und mir alles irgendwie zu merken, was so an Hinweisen gekommen ist. Erschwerend kam für mich hinzu, dass Aiden während des Tages auch schon mal in einen anderen sogen. Wirt gesprungen ist, was das Chaos deutlich vergrößerte. Ich habe mich wirklich durchgequält und am tatsächlich froh, das Buch endgültig zur Seite legen zu können.

Persönlich kann ich die vielen begeisternden Beiträge nicht nachvollziehen, aber Bücher sind ja Geschmackssache, so dass sich jeder (gerade bei diesem Buch) eine eigene Meinung bilden muss.

Veröffentlicht am 10.11.2019

Familiengeschichte

Der größte Spaß, den wir je hatten
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Claire Lombardo beschreibt in ihrem Debütroman die Lebensgeschichte der Familie Sorenson. Während die Eltern Marilyn und David seit über 40 Jahren glücklich verheiratet sind, sind ihre erwachsenen Töchter ...

Claire Lombardo beschreibt in ihrem Debütroman die Lebensgeschichte der Familie Sorenson. Während die Eltern Marilyn und David seit über 40 Jahren glücklich verheiratet sind, sind ihre erwachsenen Töchter Wendy, Violet, Liza und Grace noch immer auf der Suche nach ihrem perfekten Lebensglück.
Alle 4 Frauen sind aus unterschiedlichen Gründen nicht wirklich glücklich in ihrem Leben und es kommen auch so einige "Geheimnisse" ans Tageslicht.

Die Geschichte wird aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt, so dass es mir als Leser eins um andere Mal schwer fiel, die Geschichte in den richtigen zeitlichen Rahmen und vor allem der richtigen Schwester zu zuordnen. Erschwerend kam für mich dazu, dass es häufige Wechsel zwischen Gegenwart und der Vergangenheit gab. Dadurch erfährt der Leser zwar nach und nach mehr von der Familiengeschichte und den Hintergründen, aber ich denke eine chronologische Erzählweise wäre der bessere Weg gewesen.

Claire Lombardo hat es leider nicht wirklich geschafft, mich dauerhaft zu fesseln, so dass mir die ca. 720 Seiten ziemlich lange vorkamen. Auch ist mir der Zusammenhang zum Titel "Der größte Spaß, den wir je hatten" nicht wirklich klar geworden. Vielmehr ging es hier ja um die Probleme innerhalb einer Familie und die Suche nach dem Lebens- und Liebesglück.

Veröffentlicht am 29.10.2019

Die einsame Insel Monte Spina

Die Gärten von Monte Spina
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Der Debüt-Roman von Henrike Scriveriuser "Die Gärten von Monte Spina" erzählt von Toni Andersen, die mit Anfang 30 ihren Mann bei einem Unfall verloren hat. Die Trauer hat sie nie richtig überwunden und ...

Der Debüt-Roman von Henrike Scriveriuser "Die Gärten von Monte Spina" erzählt von Toni Andersen, die mit Anfang 30 ihren Mann bei einem Unfall verloren hat. Die Trauer hat sie nie richtig überwunden und so flüchtet sie zunächst nach England und später bekommt sie als Gärtnerin ein Jobangebot für die einsame Insel Monte Spina vor Lanzarote.

Einzig das wenige Personal und ein ziemlich kautziger mürrischer Hausherr leben auf der Insel. Der Besitzer Max Bror ist ein richtiges Ekel und Menschenfeind, was wohl in seiner unglücklichen Kindheit begründet liegt.
Er fordert Toni immer wieder heraus und nach und nach beginnt Toni sich zu wehren. Allerdings wird sein Verhalten nicht besser, sondern er verhält sich weiterhin sehr zynisch und ungerecht.

Insgesamt hat mich das Buch persönlich ziemlich enttäuscht, denn ich hatte nach dem Klappentext etwas anderes erwartet. Mir war die Geschichte auf der einsamen Insel zu einseitig und es fehlte irgendwie an Spannung und Gefühl. Schließlich war ich am Ende schon fast erleichtert, das Buch beendet zu haben, denn es war mir teilweise zu langatmig gewesen. Ich würde es nicht unbedingt weiterempfehlen, aber jeder sollte sich vielleicht ein eigenes Bild machen. Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden.

Veröffentlicht am 27.10.2019

Spannender Fall aus der Vergangenheit

Im Wald der Wölfe
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Eigentlich wollte der Journalist Jan Römer nur im Thüringer Wald Urlaub machen, als eines Tages unverhofft eine junge Frau bei ihm auftaucht und ihm von dem Wald der Wölfe und mehreren ungeklärten Morden ...

Eigentlich wollte der Journalist Jan Römer nur im Thüringer Wald Urlaub machen, als eines Tages unverhofft eine junge Frau bei ihm auftaucht und ihm von dem Wald der Wölfe und mehreren ungeklärten Morden erzählt.

Da Jan Römer sich beruflich mit ungeklärten Fällen beschäftigt, ist schnell seine Neugier geweckt. Er fängt an zu recherchieren und findet schnell Spuren zur Stasi Vergangenheit. Auch ein pensionierter Journalist aus der Gegend wird immer tiefer in den Fall hineingezogen und schnell muss Jan Römer um sein Leben fürchten.

Unterstützung erhält er von seiner Kollegin und Freundin Stefanie "Mütze" sowie seinem besten Freund Ali und dessen Freundin. Alle drei kommen extra aus Köln in den Thüringer Wald und gemeinsam können sie das Geheimnis um den tödlichen "Wolf" aufklären.

Auch wenn dies bereits der 4. Fall um Jan Römer ist, kannte ich die Vorgängerband nicht. Allerdings konnte ich der Geschichte sehr gut folgen und hatte nicht das Gefühl, das mir wichtige Hintergrundinformationen fehlen. Es war spannend und abwechslungsreich geschrieben, und es dauert bis fast zum Schluss, bis die Lösung offensichtlich wird.

Allerdings gehe ich davon aus, dass es mind. noch einen weiteren Band geben wird, in dem man mehr von Mützes Vergangenheit erfahren wird.