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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.02.2020

Peter Maffay - ein Mensch mit Tiefgang

Hier und Jetzt
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Peter Maffays Buch "Hier und jetzt" liest sich im 1. Teil, wie eine Werbebroschüre für sein Biobauernhof Dietelhofen, aber in der 2. Hälfte erfährt man sehr viel Spannendes und Tiefgründiges über den Menschen ...

Peter Maffays Buch "Hier und jetzt" liest sich im 1. Teil, wie eine Werbebroschüre für sein Biobauernhof Dietelhofen, aber in der 2. Hälfte erfährt man sehr viel Spannendes und Tiefgründiges über den Menschen Peter Maffay.

Peter Maffay ist nicht nur als Musiker und für sein soziales Engagement in der Tabaluga Stiftung bekannt, sondern macht sich auch viele Gedanken um die Umwelt und dem ökologischen Miteinander. Er ist trotz all seiner Erfolge auf den Boden geblieben und lebt ein bodenständiges ruhiges Leben abseits des
Scheinwerferlebens.

Ich muss gestehen, dass ich nicht wirklich Fan von Peter Maffay gewesen bin und habe nur aus Neugierde die Biografie gelesen. Aber sie hat mich echt beeindruckt, denn Peter Maffay schafft es geschickt eigene Erlebnisse, seine Meinung / Lebenseinstellung und seine karitative Arbeit miteinander zu verbinden. So bekommt man einen Einblick in einen Menschen der echt Tiefgang und etwas zu erzählen hat.

Insgesamt kann ich für ein tolles Buch eine klare Leseempfehlung geben, und zwar nicht nur für echte Peter Maffay Fans, sondern für alle die hinter die Fassade blicken möchten und einen Mensch mit Tiefgang näher kennenlernen wollen.

  • Cover
  • Thema
  • Erzählstil
Veröffentlicht am 02.02.2020

Schwacher Thriller

Cold Case - Das verschwundene Mädchen
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Tina Frennstedt hat mit "Cold Case - das verschwundene Mädchen" eine neue Reihe um die Kommissarin Tess Hjarmarsson vorgelegt. Allerdings fehlte mir im Laufe des Buches immer mehr die Spannung und auch ...

Tina Frennstedt hat mit "Cold Case - das verschwundene Mädchen" eine neue Reihe um die Kommissarin Tess Hjarmarsson vorgelegt. Allerdings fehlte mir im Laufe des Buches immer mehr die Spannung und auch die beiden behandelten Fällen konnten nicht überzeugend miteinander verbunden und aufgeklärt werden.

Einerseits gibt es einen aktuellen Serientäter der scheinbar wahllos alleinstehende Frauen überfällt und teilweise ermordet. Zunächst hinterlässt er keine Spuren, aber dann unterläuft ihn doch ein Fehler. Zufall oder Absicht?

Andererseits gehts um ein seit 16 Jahren verschwundenes Mädchen, deren Schicksal bisher nicht aufgeklärt werden konnte. Ist es vielleicht der gleiche Täter oder sind das tatsächlich 2 unterschiedliche Fälle, die nur aus (falschen) Spannungsgründen miteinander kombiniert werden?

Außerdem nimmt das Privatleben von Tess einen großen Raum ein, der nicht zu den beiden Fällen passt, so dass ich es mit der Zeit eher als störend und unnötig empfand.

Ich hatte beim Lesen manchmal das Gefühl, dass die Autorin einfach zu viel in die Geschichte reinpacken wollte. Es wäre für die Spannung besser gewesen wenn, wenn sie sich ausschließlich auf einen Fall konzentriert hätte. Passend zum Titel und der Einsatzgruppe (Cold Case) wäre dies eindeutig der alte Fall vor 16 Jahren.
Die Autorin arbeitet selber als Gerichtsreporterin, so dass sie sich eigentlich gut mit der Thematik auskennen sollte.

Insgesamt hat mich der Thriller / Krimi ziemlich enttäuscht und auch die versprochene Spannung Pur konnte ich für mich nicht finden. "Die klare Empfehlung an Spannungsleser ..." (wie sie in der Buchinnenseite versprochen wird) kann ich persönlich in keinster Weise aussprechen.

  • Spannung
  • Cover
  • Charaktere
  • Handlung
  • Erzählstil
Veröffentlicht am 02.02.2020

Tödlicher Austernfang

Winteraustern
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Winteraustern" von Alexander Oetker ist bereits der 3. Fall für Commisaire Luc Verlains und sein wahrscheinlich persönlichster. Für mich war es allerdings der 1. Fall, aber ich hatte nicht das Gefühl, ...

Winteraustern" von Alexander Oetker ist bereits der 3. Fall für Commisaire Luc Verlains und sein wahrscheinlich persönlichster. Für mich war es allerdings der 1. Fall, aber ich hatte nicht das Gefühl, das mir die Vorkenntnisse sehr fehlen.

Luc Verlains nimmt sein kranken Vater mit zum Austernfang, der früher selber Austernfischer gewesen war. Zufällig entdecken sie dabei einen Austerndieb und gleich zwei tote junge Männer, die im Meer angebunden sind. Soll das eine Warnung an die Austerndiebe sein oder was war das wahre Motiv des Täters?

Alles deutet schnell auf die "Austernmafia" hin, die den kleineren Fischern sehr zu schaffen macht. Auch die ständigen Diebstähle von Austern könnte ein Motiv darstellen. Oder ist das zu offensichtlich und etwas ganz anderes ist da im Hintergrund, was zu der Tat geführt hat?

Alexander Oetker schafft es geschickt, einem das französische Lebensgefühl mit den Austern rüber zu bringen und gleichzeitig verschiedene Verdächtigte mit unterschiedlichen Motiven ins Spiel zu bringen. Das Ende hat mich schließlich etwas überrascht, denn erstens hätte ich es so nicht erwartet und zweitens sollte das heutzutage kein Mordmotiv mehr sein.

Insgesamt ein spannender Krimi, den ich weiterempfehlen kann und wo ich gerne weitere Fälle mit Luc Verlain lesen würde.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.02.2020

Auf der Suche nach den eigenen Wurzeln

Geteilt durch zwei
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Eigentlich hat die 40jährige Nadja ein glückliches Leben, aber irgendwie hat sie das Gefühl, dass ihr etwas fehlt. Allerdings kann sie das Gefühl zunächst nicht beschreiben, aber als sie sich auf die Suche ...

Eigentlich hat die 40jährige Nadja ein glückliches Leben, aber irgendwie hat sie das Gefühl, dass ihr etwas fehlt. Allerdings kann sie das Gefühl zunächst nicht beschreiben, aber als sie sich auf die Suche nach ihren leiblichen Eltern macht, kann sie es recht schnell benennen. Sie hat eine bis dahin unbekannte Zwillingsschwester.

Zwar wusste Nadja schon lange, dass sie adoptiert ist, aber ihre genaue "Vorgeschichte" kennt sie nicht und sie muss erkennen, dass die Vergangenheit anders verlaufen ist, als sie sich ausgedacht hat bzw. wie sie sie erzählt bekommen hat.

Ihre Schwester Pia findet sie nur durch Zufall, als sie nebenbei eine Radiosendung hört. Dabei kommt ihr die eigentlich unbekannte Stimme sehr bekannt vor und lässt sie nicht mehr los, bis sie Kontakt zu Pia aufnimmt. Pia wusste auch bisher nichts von einer Zwillingsschwester und gemeinsam beschliessen die ungleichen Schwestern sich auf die Suche nach ihrem unbekannten Vater zu machen. Die Mutter ist mittlerweile verstorben und Pia kann Nadja ihr ein paar Details aus ihren frühsten Kindheit erzählen.

Die Suche nach dem Vater wird zum einen in der Gegenwart aus Sicht von Nadja und Pia erzählt. Gleichzeitig gibt es in dem Buch noch eine zweite Erzählebene, die aus Sicht der Mutter und Vater von vor ca. 40 Jahren erzählt wird. Somit bekommt der Leser nach und nach ein Bild, wie es zu der Entscheidung gekommen ist, die beiden Mädchen zu trennen.

Während ich das Buchcover sehr gelungen zum Inhalt finde, sind mir die beiden Protagonisten manchmal etwas "fremd" geblieben. Manches an besonders Nadjas Verhalten konnte ich gar nicht nachvollziehen. Aus diesem Grund konnte mich das Buch nicht wirklich packen, obwohl die Grundidee deutlich mehr Potential gehabt hätte.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 19.01.2020

Alexandra Raus 3. Fall

Schonungslos offen
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Die Kommissarin Alexandra Rau und ihr Assistent Isidor Rogg bekommen es in ihrem neusten Fall mit einem Serientäter zu tun, der scheinbar wahllos Menschen entführt bzw. ermordetet.

Da gibt es den Fall ...

Die Kommissarin Alexandra Rau und ihr Assistent Isidor Rogg bekommen es in ihrem neusten Fall mit einem Serientäter zu tun, der scheinbar wahllos Menschen entführt bzw. ermordetet.

Da gibt es den Fall des jungen Sinto, die verschwundene junge Vietnamesin, eine erdrosselte Studentin und eine junge Ärztin, die nach einer Nachtschicht spurlos auf dem Nachhauseweg verschwindet. Auf dem ersten Blick gibt es keine Gemeinsamkeit zwischen den Fällen aber die beiden Polizisten wird recht schnell klar, dass sie es mit einem Serientäter zu tun haben. Das es auch gleiche mysteriöse Fälle in der Schweiz gibt, macht die Ermittlungen nicht einfacher. Schließlich geraten Alexandra und Isidor immer mehr unter Druck den Täter schnell zu finden, als der Minister droht ihnen beiden den Fall zu entziehen. Während Alexandra weiter nach Beweisen und dem Täter sucht, hat dieser längst Alexandra ins Visier genommen und versucht sie nach und nach in den Wahnsinn zu treiben.

Die Geschichte wird zum einen aus Sicht von Alexandra und ihren Kollegen geschildert und zum anderen aus Sicht des Täters. Dieser schreibt eine Art Tagebuch, wo er in Sitzungen mit einem Psychiater aus seinem Leben und den Taten berichtet.

Irene Matt schreibt flüssig und spannend und schafft es geschickt, die beiden Ebenen miteinander zu verweben. Nach und nach erkennt der Leser die Zusammenhänge zwischen den beiden Fällen.

Alexandra Rau und ihr Kollege Isidor Rogg kommen für mich authentisch und sympatisch rüber. Während die ziemlich kleine Schrift im Buch ziemlich gewöhnungsbedürftig ist und manchmal das Lesen ein wenig erschwert hat, hat mir der Schreibstil von Irene Matt gut gefallen. Das Buch ist spannend geschrieben und weist einige überraschende Wendungen auf.