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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.10.2019

Blick hinter die Fassade des Menschens

Mein Leben nach dem Tod
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Mark Beneckes Biographie "Mein Leben nach dem Tod" ist für mich keine klassische Biographie im klassischen Sinne, sondern eher ein Gespräch unter Freunden.

Trotzdem gibt es über Deutschlands bekanntesten ...

Mark Beneckes Biographie "Mein Leben nach dem Tod" ist für mich keine klassische Biographie im klassischen Sinne, sondern eher ein Gespräch unter Freunden.

Trotzdem gibt es über Deutschlands bekanntesten Kriminalbiologen einiges zu erfahren. Vom kölschen Jung bis zu den beruflichen Anfängen erfährt der Leser so einiges Interessantes aus seinem Leben. Nebenbei werden auch noch einige besondere Fälle eingeflochten.

Trotzdem klammert Mark Benecke auch einiges aus seinem Privatleben aus (wie beispielsweise seine Ehe mit Lydia Benecke), aber ich persönlich finde dies völlig okay. Es wird somit auch keine "schmutzige Wäsche" gewaschen und er respektiert damit auch die Privatsphäre seiner Mitmenschen.

Insgesamt man erfährt der Leser so einiges über den Menschen hinter dem Kriminalbiologe. Er scheint ein sehr vielschichtiger Mensch zu sein, der so einige Eigenarten in seinem Leben und in seiner Persönlichkeit pflegt.

Insgesamt habe ich mich sehr gut unterhalten gefühlt. Der Schreibstil ist genauso wie ich Herrn Dr. Benecke in seinen Vorträgen erlebt habe und manchmal hatte ich fast das Gefühl einem Gespräch unter Freunden beizuwohnen und weniger eine Lebensgeschichte zu lesen. Aus diesem Grund freue ich mich jetzt schon auf seinen nächsten Vortrag Anfang 2020 in Halle.

Veröffentlicht am 30.09.2019

Das Cello zum Glück

Find mich da, wo Liebe ist
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Grace ist eine junge Cellobauerin aus England, die vor lange Zeit ihren Traum von einer musikalischen Karriere aufgegeben hat. Seitdem leidet sie unter starken Komplexen, so dass sie sich nicht mehr traut ...

Grace ist eine junge Cellobauerin aus England, die vor lange Zeit ihren Traum von einer musikalischen Karriere aufgegeben hat. Seitdem leidet sie unter starken Komplexen, so dass sie sich nicht mehr traut vor Publikum zu spielen. Statt dessen baut und verkauft sie in ihrem eigenen Laden Cellos und andere Musikinstrumente.
Außerdem ist sie seit Jahren die heimliche Geliebte ihren französischen Freundes, der wegen seinen Kindern seine frau nicht verlassen will. Dabei sehnt sie sich selber nach einer eigenen Familie und Kindern.

Durch eine spontane Rettungsaktion in der Pariser Metro kommt ihr heimliches Liebesverhältnis ans Licht. Gleichzeitig Grace wird bei einem bekannten Musikinstrumentenwettbewerb angemeldet. Sie soll ein Cello bauen, was sie mit Liebe und Hingabe macht.

Nach einem Brief der Ehefrau ihres Geliebten liegt allerdings ihr ganzes Leben in Scherben und auch das wertvolle Cello wird zerstört.

Doch mit Hilfe der jungen Musikerin Nadine und ihres guten älteren Stammkunden Mr. Williams wagt Grace doch noch einen Neuanfang und versucht das Cello doch noch zu retten. Wird das Cello doch noch rechtzeitig restauriert werden und schafft Grace sich endlich von ihren Ängsten und Komplexen zu befreien?

Den Titel "Finde mich da, wo Liebe ist" von Anstey Harris finde ich nun nicht so wirklich gut gewählt. Irgendwie hätte ich dabei eine andere Geschichte erwartet. Grace kam mir an manchen Stellen ein wenig zu naiv und blauäugig vor, so dass ich manches in ihrem Verhalten nicht so wirklich nachvollziehen konnte. Außerdem wechselt mir die Autorin in manchen Bereichen zu sehr von einem extrem ins andere, so dass für mich die Wandlung die Grace durchmacht manchmal ein wenig zu unglaubwürdig rüber kommt.

Insgesamt war es ein ganz nettes Buch für zwischendurch, aber es hinterlässt bei mir nicht wirklich einen bleibenden Eindruck.

Veröffentlicht am 30.09.2019

Freundschaft und ein Neuanfang

Das Rezept unserer Freundschaft
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Die Köchin Billy steht mit Anfang 40 vor einem Wendepunkt in ihrem Leben. Ihren Traum vom eigenen Restaurant ist sie weiter entfernt als jemals und auch mit ihren besten Freundinnen hat sie sich zerstritten. ...

Die Köchin Billy steht mit Anfang 40 vor einem Wendepunkt in ihrem Leben. Ihren Traum vom eigenen Restaurant ist sie weiter entfernt als jemals und auch mit ihren besten Freundinnen hat sie sich zerstritten. Somit entschließt sie sich spontan ins beschauliche Hudson Valley zu ziehen und mit einem Bekannten, dem jungen Koch Ethan, einen Foodtruck aus Lebensmittelresten zu betreiben.

Doch schnell muss sie erkennen, dass sie ihrem alten Leben und vor allem ihren besten Freundinnen nicht so leicht entfliehen kann. Schließlich erkennt Billy, was in ihrem Leben wirklich wichtig ist und beginnt für ihren Lebenstraum zu kämpfen. Auch bei ihren Freundinnen läuft nicht alles so perfekt, wie es auf den ersten Blick scheint.

Kelly Killloren ist mit ihrem Roman "Das Rezept unserer Freundschaft" ein schöner Roman gelungen, der einen zeigt, das man sich auch in schwierigen Situationen auf seine Freunde verlassen kann und man manchmal neue Wege einschlagen muss um seinen Lebenstraum, doch noch zu verwirklichen.

Veröffentlicht am 21.09.2019

Der rätselhafte Mörder

Die Stille des Todes
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Der erste Band um den baskischen Inspector Ayala - genannt Kraken - beschäftigt sich in dem Buch "Die Stille des Todes" von Eva Garcia Saenz mit den mysteriösen Morden an immer einen Pärchen. Das eigenartige ...

Der erste Band um den baskischen Inspector Ayala - genannt Kraken - beschäftigt sich in dem Buch "Die Stille des Todes" von Eva Garcia Saenz mit den mysteriösen Morden an immer einen Pärchen. Das eigenartige und scheinbar auch Einzige verbindende ist, das die beiden Opfer gleich alt sind und immer nackt einander zugewandt liegen. Sie kennen sich nicht, so dass die Suche nach dem Mörder nicht einfacher wird.

Schnell scheint ein Täter gefunden zu sein, doch dieser sitzt seit einer Mordserie vor 20 Jahren und im Gefängnis und kann daher auch nicht der derzeitige Täter sein. Erschwerend kommt hinzu, dass er kurz vor einem Hafturlaub steht, was den Druck der Öffentlichkeit noch erhöht. Außerdem will der verurteilte Mörder helfen, den jetzigen Mörder zu überführen, aber er stellt so einige Bedingungen.

Die Autorin schafft es während des Romans immer mehr Details einzustreuen, die die Leser auf immer neue (falsche) Fährten ansetzt. Außerdem wird zwischendrin in Rückblenden immer auf die Vergangenheit zurück geblickt. Zunächst ist kein richtiger Zusammenhang mit dem aktuellen Fall zu erkennen, aber zum Ende zeigt sich dieser doch sehr gelungen. Das Ende hat mich ziemlich überrascht, aber ich fand es doch logisch und zu der Geschichte passend.

Den Thriller fand ich spannend und überzeugend, und ich freue mich auf weitere Fälle mit Inspector Ayala.

Veröffentlicht am 21.09.2019

Leuchtturmleben in Irland

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Live eine junge Journalistin aus Hamburg hat gerade durch eine Intrige einer Kollegin ihren Job verloren. Da ihr bisher der Job immer das wichtigste war und sie kaum soziale Kontakte pflegt, nimmt die ...

Live eine junge Journalistin aus Hamburg hat gerade durch eine Intrige einer Kollegin ihren Job verloren. Da ihr bisher der Job immer das wichtigste war und sie kaum soziale Kontakte pflegt, nimmt die spontan das verrückte Jobangebot an, einen Leuchtturm auf einer einsamen irischen Insel für 6 Monate zu hüten.

In Irland angekommen, Freunde sie dich schnell mit ein paar Inselbewohnern an u.a. Mit der Bed & Breakfast Besitzerin Airin und dem gutaussehenden Hobbymusiker Kjer.
Letzterer versorgt Liv auch regelmäßig mit Lebensmitteln, so dass es nicht lange dauert bis Liv sich in ihn verliebt.

Doch nicht nur die Einsamkeit macht ihr zunächst zu schaffen, sondern auch ihre panische Angst vor der Dunkelheit. Nach und nach schafft es Liv sich ihren Ängsten zu stellen und lernt sich auf ihr ungewöhnliches Leben einzustellen.

Hilft ihr dabei auch die Liebe zu Kjer oder bürgt sie eher neue Probleme?

Das Thema des Buches harte schon Potential mich zu fesselnd, aber leider ist der Funke nicht wirklich übergesprungen. Mir war es zum einen teilweise zu langatmig und zum anderen fehlten mir etwas weitere "Handlungsstränge".

So war es ein recht nettes Buch für zwischendurch, aber keins was mir in Erinnerung bleiben wird oder wo ich unbedingt die weiteren Bände der Trilogie lesen muss.