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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.10.2018

Menschliche und tierische Liebesgeschichte

Die Liebe trägt Giraffenpulli
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"Die Liebe trägt Giraffenpulli" von Susan Mallery ist der zweite Teil der HappyInc Serie und hat Carol und den jüngsten Mitchell Bruder Mathias als Hauptperson.

Carol lebt als Wildhüterin und betreut ...

"Die Liebe trägt Giraffenpulli" von Susan Mallery ist der zweite Teil der HappyInc Serie und hat Carol und den jüngsten Mitchell Bruder Mathias als Hauptperson.

Carol lebt als Wildhüterin und betreut liebevoll die Giraffendame Millie. Genauso wie Carol fühlt sich Millie in ihrem Leben einsam, so dass Carol alles mögliche in Gang setzt um Geld für eine größere Giraffenherde zusammen zu bekommen. Natürlich kann auch sie sich wieder auf die tatkräftige Unterstützung ihrer Freunde verlassen. So schlägt Mathias ihr eine Versteigerung mit einem Kunstwerk seines Bruders vor, das für den guten Zweck gespendet werden soll. Natürlich lassen sich alle ihre Freunde ebenfalls zum Thema Giraffen einfallen, so dass die Versteigerung ein voller Erfolg für Millie wird.

Neben der Giraffe Millie gibt es noch eine zweite tierische Nebenrolle, die die Herzen aller im Sturm erobert. Es ist die kleine Beagledame Sophie, die so einiges kräftig durcheinander wirbelt.

Neben Carol findet in diesem Roman auch ihre Schwester Violet ihre große Liebe und folgt ihrem adeligen Ulrich nach England.

Die Idee mit 2 Liebesgeschichten in einem Roman finde ich etwas ungewöhnlich und ehrlicherweise sind dadurch für mich beide Geschichten ein klein wenig zu kurz gekommen. Es hätte mir sicherlich besser gefallen, wenn jeder der beiden Schwestern ihre ganz "eigene" Geschichte erhalten hätte.

Trotz allem hat mir das Buch wiederum sehr gut gefallen. Der Schreibstil von Susan Mallery entführt einen wieder zum Träumen, mit einem gelungenen Ende. Auch das Cover finde ich nicht nur wunderschön, sondern es passt auch sehr gut zur Geschichte. Ich freue mich schon sehr auf den dritten Band "Familie ist, wenn man trotzdem liebt".

Veröffentlicht am 29.09.2018

Echte Fälle aus der Praxis eines Strafverteidigers

Mörderinnen
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Der Strafverteidiger Veikko Bartel erzählt in seinem Buch "Mörderinnen" von 4 ganz unterschiedlichen Fällen, in denen Frauen zu Täterinnen wird. Die Beweggründe der Frauen sind jeweils sehr unterschiedlich ...

Der Strafverteidiger Veikko Bartel erzählt in seinem Buch "Mörderinnen" von 4 ganz unterschiedlichen Fällen, in denen Frauen zu Täterinnen wird. Die Beweggründe der Frauen sind jeweils sehr unterschiedlich - manche kann man gut nachvollziehen und man bekommt fast Mitleid, während andere Fälle nur eiskalt waren.

Das Hauptaugenmerk der Geschichten liegt nicht auf den juristischen Aspekte, sondern vielmehr stehen die Lebensgeschichten der Frauen im Vordergrund.

Allerdings ist dies genau ein Kritikpunkt an dem Buch von mir, denn das juristische kam für mich hier meist zu kurz. Dadurch blieben die Fälle häufig zu "oberflächlich". Man hätte vielleicht beides mehr miteinander kombinieren können, was die Fälle für mich runder gemacht hätte. Am besten ist dies noch im ersten Fall gelungen.

Gut gefallen hat mir dagegen, die Mischung der Fälle, denn diese waren alle sehr abwechslungsreich und zeigt eine ziemliche Bandbreite der Strafverteidigerpraxis. Erschreckend ist, das es sich um echte Fälle handelt. Wieder einmal zeigt sich, dass das Leben nicht nur schwarz oder weiß ist, sondern dass es viele Zwischentöne gibt. So kann wahrscheinlich jeder zum Mörder werden, wenn die Umstände zum Überschreiten einer "moralischen" Grenze führen.

Veröffentlicht am 29.09.2018

Es ist nie zu spät, seine Träume noch in Angriff zu nehmen

Meeresrauschen und Inselträume
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Nina, ist eine junge Frau, die von klein auf die Rolle des Familienoberhauptes einnimmt, um ihrer Schwester eine möglichst unbeschwerte Kindheit zu ermöglichen. Ihre Mutter ist ein weiblicher Peter Pan, ...

Nina, ist eine junge Frau, die von klein auf die Rolle des Familienoberhauptes einnimmt, um ihrer Schwester eine möglichst unbeschwerte Kindheit zu ermöglichen. Ihre Mutter ist ein weiblicher Peter Pan, die nicht erwachsen werden will und keine Verantwortung für ihre beiden Kindern übernehmen will.

Durch diesen "Rollentausch" gibt Nina ihren eigenen Traum auf Medizin zu studieren und wird stattdessen Arzthelferin. Mit den Jahren wird Nina immer unzufriedener mit ihrer Situation.

Eines Tages wird ihr ruhiges Leben gehörig durcheinander gewirbelt, als plötzlich ihre Schwester wieder in ihr Elternhaus zurückkehrt, da sie sich noch nicht reif genug für ein Kind mit ihrem Ehemann fühlt. Gleichzeitig taucht Ninas ehemalige große Liebe auf, der als Arzt in die Praxis seines Vaters einsteigen wird. Schließlich taucht auch noch Kyle auf, ein Bekannter von früher, der zu einem sexy Pilot geworden ist.

Trotzdem beginnt Nina über ihr eigenes Leben nachzudenken und erkennt, dass sie für ihr Glück nur selber Verantwortung übernehmen kann. Findet Nina nicht nur das berufliche Glück, sondern auch das private?

Ich bin ein großer Fan der romantischen Bücher von Susan Mallery, aber dies war für mich irgendwie das schwächste ihrer Bücher. Mir kam die Entwicklung und die Erkenntnisse von Nina nicht wirklich überzeugend rüber. Nina, ihre Schwester und ihrer Mutter erkennen im Laufe des Buches schlagartig die Fehler der Vergangenheit und machen ab da alles anders und richtig. Das passte nicht so ganz rund in die Geschichte. Einerseits wird ausführlich auf alles eingegangen und der Schluss kommt dann sehr schnell und abgehackt rüber. Somit konnte mich das Buch dieses Mal leider nicht wirklich überzeugen.

Veröffentlicht am 29.09.2018

Für mich leider enttäuschend

Die letzte Terroristin
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"Die letzte Terroristin" von Andre Georgi erzählt die Geschichte der dritten RAF-Generation, die einen Anschlag auf den Treuhandchef planen.

Die Geschichte wird abwechselnd aus Sicht einer RAF-Terroristin ...

"Die letzte Terroristin" von Andre Georgi erzählt die Geschichte der dritten RAF-Generation, die einen Anschlag auf den Treuhandchef planen.

Die Geschichte wird abwechselnd aus Sicht einer RAF-Terroristin und einem BKA Beamten erzählt, der versucht das Attentat in letzter Sekunde zu verhindern. Darüber hinaus gibt es noch die Assistentin des Treuhandchefs, die sich als Spitzel der RAF entpuppt.

Eigentlich hatte ich mir einen tieferen Einblick in die RAF Strukturen erwartet, denn schließlich gehört diese zur jüngeren deutschen Vergangenheit der letzten 40 Jahre. Allerdings wurde ich mit der Geschichte nicht wirklich warm und musste mich zum Ende hin ziemlich durch quälen. Mir hat auch irgendwie die Spannung gefehlt, so dass ich persönlich dieses Mal keine Leseempfehlung geben kann.

Veröffentlicht am 07.09.2018

3 Freundinnen erfüllen den letzten Wunsch einer Toten

Wir sehen uns im Sommer
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Die drei Freundinnen Susanne, Meggan und Rebecka erfüllen in "Wir sehen uns im Sommer" den letzten Wunsch ihrer toten Freundin Sonja. Als diese vor mittlerweile 7 Jahren verstorben ist, hat sie eine Anwaltskanzlei ...

Die drei Freundinnen Susanne, Meggan und Rebecka erfüllen in "Wir sehen uns im Sommer" den letzten Wunsch ihrer toten Freundin Sonja. Als diese vor mittlerweile 7 Jahren verstorben ist, hat sie eine Anwaltskanzlei beauftragt, ihren drei Freundinnen 10 verschiedene Briefe nach und nach zu kommen zu lassen. Die drei Frauen sollen dabei immer ein wenig von Sonjas Asche an verschiedenen Orten verstreuen.

Die 10 Briefe führen die drei auf eine Reise um die Welt, wobei es alles Orte sind, zu denen Sonja in ihren Leben eine ganz besondere Beziehung hatte. Sie erfahren, dabei viel von Sonjas Lebensgeschichte, wovon ihnen einiges bisher noch nicht bekannt war.

Aber die Reise ist nicht nur eine Abschiedstour für Sonja, sondern Susanne, Meggan und Rebecka erfahren und überdenken ihr eigenes Leben ebenso. Alle drei leben in unterschiedlichen Ländern und scheinen ein glückliches Leben zu haben. Nach und nach müssen alle drei erkennen, dass dies nicht so ganz der Wahrheit entspricht. Um dies zu ändern, müssen sie sich auf sich selber besinnen und begreifen, dass sie alles erreichen können, wenn sie nur selber an sich glauben.

Asa Hellberg ist es in ihrem neusten Roman wieder einmal gelungen, starke Frauen über 50 zu zeigen, die beweisen, dass es nie zu spät für einen neuen Lebensweg ist. Das Wichtigste ist, das man sich selbst treu bleibt und das Glück in die eigene Hand nimmt.