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Veröffentlicht am 24.04.2017

Mord im Mostviertel

Mostschlinge
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Das schon aus „Mostviertler“ bekannte Personal, Kommissar Brandner und sein einheimischer Kollege Reitbauer ermitteln wieder im Mostviertel in Niederösterreich. Der Vorgänger hatte mir gut gefallen und ...


Das schon aus „Mostviertler“ bekannte Personal, Kommissar Brandner und sein einheimischer Kollege Reitbauer ermitteln wieder im Mostviertel in Niederösterreich. Der Vorgänger hatte mir gut gefallen und auch diesmal wurde ich nicht enttäuscht. Worum geht es?
Auf Wunsch seiner Mutter stalkt Hans seine Schwester Resi. Juliana ist auch wieder mit dabei. Sie will Rache. Denn sie gehörte zu den großen Verlierern in „Mostviertler“. Damals war sie noch mit Hans liiert. Beide waren beim örtlichen Sportschuhersteller Schuster angestellt.
Nun wird ihre Mitbewohnerin Monika ermordet. Erdrosselt mit einem blauen Schnürsenkel. Sie war ebenfalls für die Firma Schuster tätig. Der vorbestrafte Mechaniker Bernd S. wird verdächtigt, Monika getötet zu haben. Oder war er einfach nur zur falschen Zeit am falschen Ort?
Die Polizei tappt im Dunkeln. Schaltet sogar einen Profiler ein. Doch schon bald wird eine weitere Frau tot aufgefunden. Ähnlichkeiten zu fünf Fällen in Portugal, zwei in Wien und den beiden im Mostviertel lassen auf einen Serienkiller schließen.
Jede Menge Verdächtige, aber weit und breit kein Motiv. Brandner und Reitbauer kommen der Wahrheit nur langsam auf die Spur…
„Mostschlinge“ lässt sich wieder flott und flüssig lesen. Kurze Kapitel und wechselnde Perspektiven sorgen für Dynamik. Die Geschichte nimmt viele überraschende Wendungen bis zum unerwarteten Ende. Die Figurenzeichnung ist glaubhaft und durchdacht.
Immer mal wieder finden sich Bezüge zum Vorgänger. Doch so schön der Wiedererkennungswert, so schwierig macht er das aktuelle Buch für Neu-Einsteiger. Last but not least gelingt Helmut Scharner ein Cliffhanger der neugierig macht, wie der Autor diese Reihe abschließen wird.

Fazit: Teil 2 der Mostviertel-Trilogie. Brandner ermittelt in Waidhofen.

Veröffentlicht am 22.04.2017

Mmmh, lecker!

Mia liebt Pasta
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Mia liebt Pasta genau wie ich. Mia, die eigentlich Mirja Hoechst heißt, hat ein neues Kochbuch geschrieben und ich habe zwei ihrer Rezepte ausprobiert.
Der Inhalt gliedert sich in folgende Kapitel:
Grundrezepte
Gekocht
Gefüllt
Gebacken
Gekühlt
Gesüßt
Das ...


Mia liebt Pasta genau wie ich. Mia, die eigentlich Mirja Hoechst heißt, hat ein neues Kochbuch geschrieben und ich habe zwei ihrer Rezepte ausprobiert.
Der Inhalt gliedert sich in folgende Kapitel:
Grundrezepte
Gekocht
Gefüllt
Gebacken
Gekühlt
Gesüßt
Das meiste sind Hauptspeisen. Es gibt 3 Grundrezepte zu Pastateig, 4 x bunte Pasta, 4 Grundsaucen und 4 x Pesto. Ein Teil der Rezepte wird mit selbstgemachten Nudeln zubereitet. Bei einigen Rezepten hat man die Wahl, selbstgemachte oder gekaufte Nudeln zu verwenden und bei wieder anderen Rezepten stehen die fertigen Nudeln direkt in der Zutatenliste. Das finde ich prima.
Die Rezepte sind übersichtlich auf 2 Seiten ‚angerichtet‘: auf der einen Seite ein Foto, auf der anderen das Rezept. Diese sind in der Regel für 4 Personen und bestehen aus 4 Arbeitsschritten. Die Auswahl ist vielfältig, oft italienisch, manchmal asiatisch geprägt. Die Zutaten für die Gerichte sind problemlos zu beschaffen und auch die Zubereitung ist machbar. Das gefällt mir.
Last but not least, es handelt sich um ein vegetarisches Kochbuch. Spaghetti Bolognese sucht man hier also vergeblich…
Mias Kochbuch enthält Rezepte zum aktuellen Trend Gemüsenudeln sowie süße Pasta-Rezepte für außergewöhnlich köstliche Geschmackserlebnisse. One Pot Pasta mit Lauch und Pilzen hat mich unter „Gekocht“ besonders angesprochen. Bei „Gekühlt“ der Nudelsalat Caprese. Beide Gerichte waren einfach nach zu kochen und haben sehr gut geschmeckt.

Fazit: Ein gelungenes Kochbuch. Ein Muss für alle Pasta-Fans!

Veröffentlicht am 20.04.2017

Wahn oder Wirklichkeit?

Seelenfeindin
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„Seelenfeindin“ von Sabine Trinkaus ist ein fesselnder Psychothriller, der mit unseren Ängsten spielt. Was ist wahr und was ist nur das Ergebnis unserer Fantasie?
Sabine Trinkaus geht gleich in medias ...


„Seelenfeindin“ von Sabine Trinkaus ist ein fesselnder Psychothriller, der mit unseren Ängsten spielt. Was ist wahr und was ist nur das Ergebnis unserer Fantasie?
Sabine Trinkaus geht gleich in medias res: Wahn oder Wirklichkeit?
Zitat: » Er starrt sie an, bewegt die Lippen. Sie kann ihn nicht hören, da ist die Scheibe. Aber sie muss ihn nicht hören. Sie weiß, was er sagt, sie liest es von seinen Lippen, sie hat zu oft gesehen, wie diese Lippen diese Worte formen. Ich werde dich bestrafen, sagt er. Ich werde dich töten. «
Konstanze Friedrichs, eine prominente TV-Moderatorin, wird von ihrem Ex Klaus gestalkt. Aber stimmt das auch? Das nächste Kapitel wird in der Ich-Perspektive aus Sicht von Nadja Schönberg, der behandelnden Ärztin, erzählt. Auch Nadja hat Angst vor einem Mann. Wo ist die Verbindung?
Abschnitte in Kursivschrift verleiten zu unterschiedlichen Spekulationen und Deutungen.
Zitat:» Du denkst, die Angst ist nur in deinem Kopf. Du denkst, du verlierst den Verstand. Was, wenn du dich irrst? «
Nichts ist wie es scheint. Niemand ist so unschuldig wie er tut. Wer ist Täter, wer ist Opfer? Ein erbittertes Psychoduell um Schuld und Rache beginnt...
„Seelenfeindin“ ist mein erstes Buch von Sabine Trinkaus. Den Stil fand ich zunächst etwas gewöhnungsbedürftig. Bisschen abgehackt. Aber nach etwa 50 Seiten habe ich mich daran gewöhnt. Die Story ist spannend und wendungsreich erzählt. Das hat mich ein wenig an Fitzek und Strobel erinnert.

Fazit: Zwischen Wahn und Wirklichkeit. Ein hochspannender Psychothriller mit überraschendem Ende. Ich bin begeistert!

Veröffentlicht am 18.04.2017

Wenn Träume zerplatzen

Hyänengesang
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„Hyänengesang“ von Rainer Wittkamp ist bereits der fünfte Fall für den Berliner Kommissar Martin Nettelbeck. Dennoch handelt es sich um eine eigenständige, in sich abgeschlossene Geschichte, die ohne ...


„Hyänengesang“ von Rainer Wittkamp ist bereits der fünfte Fall für den Berliner Kommissar Martin Nettelbeck. Dennoch handelt es sich um eine eigenständige, in sich abgeschlossene Geschichte, die ohne Vorkenntnisse lesbar ist. Die Vorgänger hatte ich mit Begeisterung verschlungen und auch diesmal wurde ich nicht enttäuscht. Worum geht es?
Violetta, die als Escort arbeitet, wird in einem Luxushotel tot aufgefunden. Unfall oder Mord? Als sich herausstellt, dass ein Diplomat der omanischen Botschaft die Suite gebucht hatte, steigt der Druck. Es gilt, den Fall schnell und vor allem diskret zu lösen. Nettelbeck muss seinen lang geplanten Familienurlaub in Ghana verschieben.
In einem weiteren Handlungsstrang lernen wir den abgehalfterten Schlagersänger Roman Weiden kennen. Seine Restschuldbefreiung wird vom Amtsgericht widerrufen. Hierfür macht er seinen ehemaligen Investmentberater Maximilian Hollweg verantwortlich. Kurz darauf wird vor der omanischen Botschaft eine Bombe gezündet. Nettelbeck und sein Partner Wilbert Täubner haben es mit einem weiteren Toten zu tun. Wo ist die Verbindung?
Es geht um diplomatische Immunität. Und Menschen, die dieses Privileg skrupellos ausnutzen. Der zeitgeschichtliche Hintergrund ist bestens recherchiert. Informationen über den Teufelsberg, eine ehemalige Abhörstation der US-Amerikaner, die auch das Cover ziert. Daneben gibt es wieder einen Soundtrack zum Roman: Jazz und Posaune, bedeutende Musiker.
Rainer Wittkamp hat erneut eine wunderbar schräge Geschichte geschrieben, spannend, informativ und witzig zugleich mit lauter skurrilen Typen - und dem Monster-Hit Curry-Love. Alles in allem hat mir „Hyänengesang“ besser gefallen als „Stumme Hechte“, aber nicht so gut wie „Kalter Hund“ - nach wie vor - mein persönlicher Favorit.

Fazit: Spannender wie raffiniert komponierter Krimi. Mörderisch gute Unterhaltung!

Veröffentlicht am 16.04.2017

Zwischen Wahn und Wirklichkeit

Wenn das Eis bricht
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Die Krimi-Reihe um die Stockholmer Psychotherapeutin Siri Bergman hatte ich mit Begeisterung verschlungen und auch „Wenn das Eis bricht“ hat mich nicht enttäuscht. Worum geht es?
In der Wohnung des reichen ...


Die Krimi-Reihe um die Stockholmer Psychotherapeutin Siri Bergman hatte ich mit Begeisterung verschlungen und auch „Wenn das Eis bricht“ hat mich nicht enttäuscht. Worum geht es?
In der Wohnung des reichen Geschäftsmanns Jesper Orre wird die Leiche einer jungen Frau gefunden - brutal ermordet. Von ihm fehlt jede Spur. Vor zehn Jahren gab es einen ganz ähnlichen bis heute ungelösten Fall.
Hanne Lagerlind, die Kriminalpsychologin von damals, soll die Polizei deshalb unterstützen. Sie muss in die Vergangenheit eintauchen, dabei verschwimmt gerade ihre Gegenwart, denn sie ist an Alzheimer erkrankt.
Drei spannende Handlungsstränge gilt es zu verfolgen:
In der Ich-Perspektive erzählt, aus Sicht von Peter Lindgren, einem Kriminalpolizisten, der im Fall der ermordeten Frau ermittelt. Aus Sicht von Emma, einer jungen Frau, deren Mutter kürzlich verstorben ist und aus Sicht von Hanne.
Emma hat einen Liebhaber. Aber auch ein Problem. Denn Jesper ist ihr Chef. Deshalb muss er seine Liebe zu ihr verheimlichen. Emma ist von Jesper besessen. Offenbar wollte er sich gerade mit Emma verloben, als er spurlos verschwand.
Wer ist die ermordete Frau? Ist Jesper der Täter? Und wo ist die Verbindung zum Cold Case?
„Wenn das Eis bricht“ ist ein überaus fesselnder und raffiniert konstruierter Thriller mit vielen falschen Fährten und überraschenden Wendungen bis zum unerwarteten Ende. Camilla Grebe zeigt auch, dass sie mit den Erwartungen der Leser durchaus spielen und die Dinge wenden kann. So bleiben Täter und Motiv bis zum Ende unklar.
„Behutsam entfaltet Camilla Grebe ‚Wenn das Eis bricht‘ zu einem vielschichtigen und psychologisch nuancierten Thriller. Je näher man der Wahrheit zu kommen scheint, desto undurchsichtiger wird sie - bis sie mit voller Wucht zuschlägt.“ ARNE DAHL

Fazit: Vielschichtig und psychologisch nuanciert. Starker Stoff. So muss Thriller!