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Veröffentlicht am 21.02.2025

Familia ante omnia

Felsengrund
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„Meeresfriedhof“ von Aslak Nore hatte ich mit Begeisterung verschlungen und auch Band 2 der Trilogie, „Felsengrund“, überzeugt mit einem originellen Plot und einer Menge Spannung.
Die Falcks sind eine ...


„Meeresfriedhof“ von Aslak Nore hatte ich mit Begeisterung verschlungen und auch Band 2 der Trilogie, „Felsengrund“, überzeugt mit einem originellen Plot und einer Menge Spannung.
Die Falcks sind eine der mächtigsten Familien Norwegens. Jetzt geht die Falck-Saga in die zweite Runde. Neuer, geopolitisch wichtiger Schauplatz ist Spitzbergen.
Norwegen 2016: Longyearbyen auf Spitzbergen. Ein Russe wurde vergiftet. Seine letzten Worte: »Wir haben jemanden innerhalb der SAGA.« Ein Maulwurf in der Falck-Familie?
Kurz darauf ist Sasha Falck als SAGA-Direktorin Geschichte. Auch ihr Anwesen auf Rederhaugen, Oslo, muss die Familie räumen. Denn Hans Falck, vom Bergenser Zweig der Familie, kann beweisen, dass Sasha das Testament ihrer Großmutter verbrannt hat. Veras Sohn Olav, Sashas Vater, stammt nicht in direkter Linie von Store-Thor ab, ist somit nicht erbberechtigt.
Sasha sinnt auf Rache. Um die Aktienmehrheit an SAGA zurück zu gewinnen, will sie Connie, eine entfernte Cousine, ihren Grundbesitz auf Spitzbergen abkaufen. Der Verkauf soll laut Vereinbarung in Aktienanteile an SAGA gewandelt werden. Fünfzig Aktien, 5 Prozent. Damit hätte der Osloer Zweig die Mehrheit.
„Felsengrund“ ist spannend und unterhaltsam. Wie schon in „Meeresfriedhof“ geht es um politische Machenschaften, geheimdienstliche Aktivitäten. Macht und Geld. Sehr viel Geld. Verbotene Liebe. Intrigen und Verrat. Und am Ende wird auch wieder ein Familiengeheimnis gelüftet. Felsengrund ist hochpolitisch und brandaktuell, geht es doch auch um den Libanon und Gaza.
Und so freue ich mich schon auf »Schattenfjord«, der dritte Teil der Falck-Saga, der im Frühjahr 2026 erscheinen soll.

Fazit: Fesselnde Fortsetzung einer Trilogie aus Norwegen. Fast so gut wie der Vorgänger, aber eben nur fast.

Veröffentlicht am 13.02.2025

Terroralarm

Echokammer
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Ingar Johnsrud kannte ich bisher nicht. Aber „Echokammer“ hat mich sofort gefesselt. Denn ich liebe Politthriller und Verschwörungstheorien.
Während die Wahl des norwegischen Parlaments immer näher rückt, ...


Ingar Johnsrud kannte ich bisher nicht. Aber „Echokammer“ hat mich sofort gefesselt. Denn ich liebe Politthriller und Verschwörungstheorien.
Während die Wahl des norwegischen Parlaments immer näher rückt, herrscht bei der Terrorabwehr höchste Alarmbereitschaft: Es gibt Hinweise auf einen bevorstehenden Anschlag. Im Verdacht stehen rechtsnationale Extremisten, die im Besitz einer großen Menge Rizin sind.
Wird es den Ermittlern Liselott Benjamin und Martin Tong gelingen, den Anschlag zu verhindern? Perfide ist, der Angriff kommt in Wellen. Unterdessen geht der Wahlkampf in die heiße Phase. Christina Nielsen, die stellvertretende Vorsitzende der Arbeiterpartei, sieht sich auf der Zielgeraden zur Machtübernahme.
Mittendrin: Jens Meidell, ihr juristischer Berater. Wie weit ist er bereit zu gehen: um der Partei zurück an die Macht zu verhelfen? Um die Demokratie vor rechten Umsturzplänen zu retten? Und vor allem: um seine eigene dunkle Seite zu verbergen?
„Echokammer“ ist spannend und unterhaltsam, herausfordernd und anspruchsvoll. Es geht um Macht und Intrigen. Wer wird verlieren, wer wird gewinnen? Und um welchen Preis?
Die Figurenzeichnung ist gut gelungen. Immer neue Wendungen fordern die beiden Helden heraus, bis zum bitteren Ende. „Echokammer“ ist der Auftakt einer Thriller-Trilogie und ich bin sicher, dass ich Band 2 auch lesen werde.

Fazit: Brandaktueller Politthriller, der soziale Medien, Terrorismus und politische Ränkespiele thematisiert. Spannend!

Veröffentlicht am 08.02.2025

Spannend, düster, klaustrophobisch

Die Kammer
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„Die Kammer“ von Will Dean, habe ich mit großer Freude gelesen. Denn so viele Romane, die Tauchen thematisieren, gibt es nicht. Der Thriller überzeugt mit einem ungewöhnlichen Setting und vielen grausigen ...


„Die Kammer“ von Will Dean, habe ich mit großer Freude gelesen. Denn so viele Romane, die Tauchen thematisieren, gibt es nicht. Der Thriller überzeugt mit einem ungewöhnlichen Setting und vielen grausigen Einfällen. Worum geht es?
Irgendwo in der Nordsee: Eine Gruppe von Tiefseetauchern - fünf Männer und eine Frau -, müssen während ihres Einsatzes in hundert Metern Tiefe einen Monat lang in einer engen Kammer unter demselben Druck leben wie auf dem Meeresboden.
Alles läuft nach Plan, bis es plötzlich einen verdächtigen Todesfall gibt, dem weitere folgen. Zitat: „Einer könnte ein Unfall sein. Zwei sind ein Verbrechen.“ Besonders perfide, das Öffnen der Luke oder ein zu schneller Aufstieg würde für alle Insassen den sofortigen Tod bedeuten.
Also ein Locked-Room Mystery? Weit gefehlt! Denn die Taucher werden von einer etwa neunzigköpfigen Crew versorgt. Offiziere, Ingenieure, Köche, Sanitäter und und und. Während des Wartens erzählen sie sich ihre Lebensgeschichten…
„Die Kammer“ ist ein sehr ruhig angelegter Roman, der sich ausführlich dem Seelenleben seiner Protagonisten widmet und punktet mit einem langsamen, aber intensiven Erzählstil. Der Thriller verknüpft Spannung nicht mit unbändiger Action, sondern mit psychologischer Tiefe.
Will Dean überzeugt mit einer dichten, düsteren Atmosphäre. Erzählt wird die Geschichte in der Ich-Perspektive aus der Sicht von Ellen Brooke. In der Mitte gibt es eine überraschende Wendung. Holla, die Waldfee! Damit hatte ich nicht gerechnet. Am Ende ist alles stimmig aufgelöst.
Für mich als Taucherin ist dieses Buch ein absolutes Muss. Die Druckkammerfahrt ist sehr realistisch beschrieben. Zudem gibt es im Anhang ein Glossar. Ich habe im Rahmen meiner Tauchlehrer-Ausbildung auch mal eine Tieftauchsimulation in einer Druckkammer mitgemacht. Micky Maus-Stimme und Tiefenrausch inklusive.

Fazit: Das Buch hat mich echt umgehauen. Hammer!

Veröffentlicht am 03.02.2025

Gerechtigkeit durch Mord?

Mörderfinder – Das Muster des Bösen
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Die Krimis und Thriller von Arno Strobel haben mal mehr mal weniger überzeugt. „Mörderfinder - Das Muster des Bösen“ ist bereits der fünfte Fall für Fallanalytiker Max Bischoff. Dennoch handelt es sich ...


Die Krimis und Thriller von Arno Strobel haben mal mehr mal weniger überzeugt. „Mörderfinder - Das Muster des Bösen“ ist bereits der fünfte Fall für Fallanalytiker Max Bischoff. Dennoch handelt es sich um einen eigenständigen Roman, der auch ohne Vorkenntnisse gelesen werden kann. Worum geht es?
Max und Handschriftenexperte Marvin Wagner stehen vor der Eröffnung ihrer gemeinsamen Detektei WaBi Investigations, als in Düsseldorf ein kleiner Junge entführt und tot aufgefunden wird. Sein Vater, ein Richter, hatte einen Täter, der Kinder sexuell belästigt hat, mit einer Bewährungsstrafe davonkommen lassen.
„Mörderfinder 5“ ist spannend und unterhaltsam Wechselnde Perspektiven, auch aus Tätersicht, sorgen für Dynamik. Der Täter scheint religiös verblendet und findet seine Opfer auf einer Website im Darknet, die Richterinnen und Richter an den Pranger stellt.
Schuldig an der Gesellschaft! Es geht um Gerechtigkeit und wie sozialromantische Richter damit umgehen. Arno Strobel spart in seinem Thriller nicht mit Gesellschaftskritik: Viel zu oft kümmert sich der Staat mehr um die Täter, als um die Opfer.
Triggerwarnung: „Mörderfinder - Das Muster des Bösen“, ist auch ein Buch, das Gewalt und Missbrauch thematisiert.

Fazit: Fesselnder Thriller, der lange nachhallt.

Veröffentlicht am 03.02.2025

Schuldig oder nicht schuldig?

Der zweite Verdächtige
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„Der zweite Verdächtige“ von Michael Tsokos und Florian Schwiecker, der fünfte und vermutlich letzte Justiz-Krimi um den Anwalt Rocco Eberhardt und den Rechtsmediziner Dr. Justus Jarmer, habe ich gern ...


„Der zweite Verdächtige“ von Michael Tsokos und Florian Schwiecker, der fünfte und vermutlich letzte Justiz-Krimi um den Anwalt Rocco Eberhardt und den Rechtsmediziner Dr. Justus Jarmer, habe ich gern gelesen. Worum geht es?
Rocco steht vor einem Rätsel: Sein Mandant Jan Staiger soll in einem Berliner Nachtclub einen Bekannten mit Liquid Ecstasy umgebracht haben. Staiger beteuert seine Unschuld, und auch für Jarmer deutet nichts auf eine vorsätzliche Tat hin. Also ein Unfall?
Als es ein weiteres Opfer mit demselben Modus Operandi gibt, liegen plötzlich belastende Beweise gegen Staiger vor. Hat da jemand nachgeholfen, Zeugen zu einer Falschaussage genötigt und Beweise gefälscht?
Das Buch gliedert sich in vier Teile. Der Schwerpunkt liegt auf dem Prozess. Dieser Teil hat mich am meisten gefesselt. Wechselnde Perspektiven, auch aus Tätersicht, sorgen für Dynamik. Nichts ist, wie es scheint.
Florian Schwiecker präsentiert als ehemaliger Strafverteidiger wieder interessante Einblicke in die Tätigkeit eines Rechtsanwalts und in seine Arbeit vor Gericht. Vor allem Zeugenvernehmungen stellt der Autor realistisch dar.
„Der zweite Verdächtige“ ist ein Buch, das queere Schicksale und korrupte Ermittler thematisiert. Einige Abschnitte und Fakten machen den Leser stutzig. Auch, wenn vieles vorhersehbar ist, ist das Buch interessant. Das Ende hat mich schockiert.

Fazit: Fall Nr. 5 für Eberhardt & Jarmer. Spannend!