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Veröffentlicht am 12.06.2021

Eine einzige Liebesbekennung

Fritz und Emma
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Marie zieht mit ihrem Mann Jacob nach Oberkirchbach, wo er als neuer Pastor der Gemeinde beginnt. Marie, das Großstadtleben gewohnt, fällt die Ankunft im Dorf schwerer als Jacob - bis zur Planung ...

Marie zieht mit ihrem Mann Jacob nach Oberkirchbach, wo er als neuer Pastor der Gemeinde beginnt. Marie, das Großstadtleben gewohnt, fällt die Ankunft im Dorf schwerer als Jacob - bis zur Planung der großen 750-Jahre-Feier. Plötzlich steckt sie mittendrin in den Plänen, knüpft Kontakte zu den Dorfbewohnerinnen und lernt so auch den mürrischen Fritz und Emma kennen. Die beiden waren vor dem Krieg ein Liebespaar und planten ihre Hochzeit. Als Fritz jedoch zurückkommt, ist etwas anders zwischen ihnen und sie reden fast 70 Jahre nicht mehr miteinander. Beide wohnen jeweils am anderen Dorfende und gehen sich erfolgreich aus dem Weg. Aufgrund ihrer berührenden Geschichte nimmt sich Marie vor, das zu ändern und die beiden wieder zusammenzuführen.

Wie von Barbara Leciejewski gewohnt, trifft sie von Anfang an den passenden Ton, beschreibt Oberkirchbach und dessen Einwohner
innen sehr eindrücklich, mit viel Liebe zu Charakterzügen und zum Detail. Die Figuren sind sehr sorgfältig ausgearbeitet und berührten mich immer wieder. Dabei sind die Dialoge authentisch, die Kapitel angenehm lang und der Schreibstil flüssig, atmosphärisch und humorvoll - je nach Stimmungslage und Situation.
In zarten und melancholischen Tönen werden Themen wie Freundschaft, Verlust, Trauer und Liebe behandelt - wobei vor allem die Liebe zum Dorfleben und der Gemeinschaft innerhalb der Gemeinde durchkommt.

Mal wieder ein absolut empfehlenswertes Buch einer meiner Lieblingsautor*innen - für alle (Liebesroman)liebhaberinnen, die es idyllisch mögen!

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Veröffentlicht am 12.06.2021

Bewegende Reise

Als wir uns die Welt versprachen
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Edna, die recht abgeschieden in einem kleinen Südtiroler Ort lebt, entdeckt in einer deutschen Zeitschrift ein Foto von Jacob - ihrem Freund aus Kindertagen. Gemeinsam waren sie auf dem Hof eines Großbauern ...

Edna, die recht abgeschieden in einem kleinen Südtiroler Ort lebt, entdeckt in einer deutschen Zeitschrift ein Foto von Jacob - ihrem Freund aus Kindertagen. Gemeinsam waren sie auf dem Hof eines Großbauern in Ravensburg, wo sie hart schufteten und eine tiefe Freundschaft entwickelten. Nun macht sie sich mit dem Papagei Emil erneut auf den Weg nach Ravensburg, um Jacob nach etwa 80 Jahren endlich wieder zu sehen und eine alte Schuld einzulösen.

Romina Casagrande legt hier einen sehr ruhigen, teilweise fast sperrigen Schreibstil an den Tag, mit dem sie Ednas Eigenheiten, ihre Beziehungen zu ihren Mitmenschen und den Kindheitserinnerungen schildert. Dabei finden regemläßige Wechsel zwischen der Gegenwart und der Vergangenheit statt und Kapitel für Kapitel erhalten Leser*innen immer mehr Informationen über die Geschehnisse auf dem Hof.

Der historische Ausgangspunkt des Romans sind die Schwabenkinder, die während des 18. bis 20. Jahrhunderts auf deutsche Höfe geschickt wurden, um dort zu arbeiten, und teilweise Schreckliches erfahren mussten. Edna gelang damals die Flucht, doch es wird schnell klar, dass es damals einen unvorhergesehenen Bruch zwischen ihr und Jacob gab.

In der Gegenwartserzählung kämpft Edna gegen Hürden auf ihrer Reise, begegnet ungewöhnliche Persönlichkeiten, zu denen sie schnell einen Draht aufbaut, denen sie Teile ihrer Geschichte offenbart und daraufhin Zuspruch, Bewunderung und tatkräftige Unterstützung erhält.

Das hohe Alter, in dem Edna sich befindet, und einige Szenen wirken sehr ausgedacht und unrealistisch, aber im Zuge des Ziels und des Tons des Romans konnte ich mich darauf einlassen und Edna auf ihrer emotional aufreibenden Reise begleiten.

Ein schönes Buch, das durch historisches Fundament, eine starke Protagonistin und eine intensive Erzählweise überzeugt.

Veröffentlicht am 30.05.2021

Mehr Lebensgeschichte als tatsächlich Tipps

Selbst investiert die Frau
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Ich habe mir von Frau von Hardenberg hier aufgrund des Klappentextes doch etwas ganz anderes vorgestellt, als ich schließlich hörte. Mehr als 3/4 des Buches dreht sich um die persönliche Lebensgeschichte ...

Ich habe mir von Frau von Hardenberg hier aufgrund des Klappentextes doch etwas ganz anderes vorgestellt, als ich schließlich hörte. Mehr als 3/4 des Buches dreht sich um die persönliche Lebensgeschichte der Autorin. Sie erzählt davon, wie sie quasi in Reichtum hineingeboren wurde, früh sehr viel geerbt und bereits als Kind clevere Geschäftsmodelle auskundschaftet hat. Dann erzählt sie von ihren Immobilien, wie ihre Söhne erste Erfahrungen mit Geldverdienst, Aktienkäufen und Investitionen machen. Unterm Strich konnte ich mich mit all dem überhaupt nicht identifizieren und kann mir vorstellen, dass die wenigsten Frauen so priviligiert und von Haus aus vermögend sind. Lediglich der letzte Teil war hilfreich, in dem verschiedene Investitionsmodelle, Beispielrechnungen und Tipps vermittelt wurden.

Wer einen unterhaltsamen Einstieg in die Finanzierungs- und Anlagenwelt sucht, kommt hier sicher auf seine*ihre Kosten. Wer allerdings fundiertes Fachwissen, lebensnahe Tipps und differenzierte Erläuterungen sucht oder sich bereits grundlegend auskennt, ist wohl eher enttäuscht.

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Veröffentlicht am 30.05.2021

Stimmungsvoller Liebesroman - perfekt für den Sommer

Alles, was du für mich bist
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Luis, einer der besten Kitesurfer weltweit, erlitt einen schweren Unfall und kehrt nach langem Klinikaufenthalt auf die heimische Hacienda zurück. Dort arbeitet Nuria, seine beste Freundin aus der Kindheit, ...

Luis, einer der besten Kitesurfer weltweit, erlitt einen schweren Unfall und kehrt nach langem Klinikaufenthalt auf die heimische Hacienda zurück. Dort arbeitet Nuria, seine beste Freundin aus der Kindheit, als gefragte Physiotherapeutin. Keine Frage also, dass sie sich um seine Rückkehr und seinen weiteren Trainingsplan kümmert. Im Gegenzug soll er ihr in Sachen Liebe auf die Sprünge helfen.

Der grobe Plot ist hier - wie bei den meisten Liebesromanen - nicht sonderlich überraschend, aber Nora Welling gestaltet den Weg zum Ziel auf sehr stimmungsvolle und gefühlvolle Art. Mit ihrem flüssigen, emotionalen und oftmals poetischen Schreibstil lässt sie die Figuren, allen voran Luis und Nuria, immer weiter wachsen und sich in Beziehung zu anderen, aber vor allem zu sich selbst, weiterentwickeln. Beide sind mir auf Anhieb sympathisch, ihre Charakterzüge und grundsätlich übereinstimmenden Einstellungen werden recht schnell deutlich. Ihre Dialoge sind authentisch - genau wie die alltäglichen Herausforderungen, denen beide auf ihre Art gegenübertreten und immer wieder meistern müssen. Kein Wunder also, dass sich hier ein Sparring-Team gefunden hat, das sich optimal ergänzt und bereichert - obwohl Nuria und Luis auch gemeinsam die eine oder andere Hürde nehmen müssen.

Die beschriebene Atmosphäre auf der Hacienda vermittelt ein sommerliches, fast schon urlaubiges Gefühl. So fiel es mir ganz leicht, mich mit Nuria und Luis in die turbulente Gefühlswelt zu schmeißen und mit ihnen mitzufiebern. Einzig das Ende kam für mich etwas überstürzt und schnell - gemessen an dem vorangehenden, eher langsamen Entwicklungstempo.

Ein sehr schöner, emotionaler Liebesroman, der für mich ein toller Einstieg in die Sommerlektüre war!

  • Einzelne Kategorien
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  • Gefühl
Veröffentlicht am 24.05.2021

Schönes Buch für zwischendurch

Traummann gesucht. Katzen vorhanden.
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Beatrix Vogelsang, Tierarzthelferin und von allen nur Trixie genannt, ist ganz vernarrt in ihre drei Kater und alle anderen Tiere. Umso erfreuter ist sie, dass nach dem Tod ihres Mannes nun Finn, frisch ...

Beatrix Vogelsang, Tierarzthelferin und von allen nur Trixie genannt, ist ganz vernarrt in ihre drei Kater und alle anderen Tiere. Umso erfreuter ist sie, dass nach dem Tod ihres Mannes nun Finn, frisch gebackener Tierarzt, an ihrer Seite im Einsatz ist. Doch sie umsorgt nicht nur die Tiere mit Leidenschaft und Liebe, sondern möchte auch Finn auf die Sprünge helfen und ihn verkuppeln.

Der Schreibstil von Sophie Faber ist sehr flüssig, leicht und brachte mich oft zum Schmunzeln. Die Dialoge sind teilweise einfach sehr skurril, absurd und witzig. Trixie verarbeitet den Tod ihres Mannes und vermenschlicht Tiere, was ihr einen schrulligen Charakter verleiht. Gelegentlich konnte ich ihr Verhalten und ihre Figurenentwicklung nicht ganz nachvollziehen, aber im Großen und Ganzen war alles rund. Die Autorin schreibt hier nicht nur eine Liebesgeschichte, sondern verarbeitet weitere Themen - an dieser Stelle möchte ich nicht spoilern. So sorgt sie für überraschende Wendungen, spannende Momente des Mitfieberns und schöne Liebesmomente.

Ein schöner Roman für zwischendurch, der voller Charme und tierischem Spirit steckt.