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Veröffentlicht am 02.01.2022

MItreißend

Misfits
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Misfits – Ein Manifest ist wie der Titel schon sagt, ein Manifest über das Leben als Außenseiter*in. Michaela Coel schreibt hier über ihre Perspektive als Außenseiterin in einer Welt, die Menschen die ...

Misfits – Ein Manifest ist wie der Titel schon sagt, ein Manifest über das Leben als Außenseiter*in. Michaela Coel schreibt hier über ihre Perspektive als Außenseiterin in einer Welt, die Menschen die anders als die Norm sind, ausgrenzt und benachteiligt und diskriminiert. Sie beschreibt in einer Vorlesung ihren eigenen Weg zu einer erfolgreichen Drehbuchautorin, Regisseurin, Produzentin und Schauspielerin und dass sie sich auf diesem immer wieder ihre eigene Gruppe von Misfits gesucht hat.

Mir hat besonders ihr Stil gefallen. Sie schreibt locker und leicht über schwierige und wichtige Themen, wechselt zwischen Subjekten hin und her und schafft es doch den roten Faden und die Spannung zu halten. Ich zumindest habe das Buch in einem Rutsch gelesen.

Das Einzige was mich irritiert hat, waren die extra nochmal hervorgehobenen Sätze, die auf einzelnen Seiten zu lesen waren. Die hätte ich nicht unbedingt gebraucht. Aber sonst hat mir dieses Manifest sehr gut gefallen, wie sie ein rassistisches und ausgrenzendes System kritisiert, das Menschen benachteiligt, die nicht der Norm entsprechen. Definitiv eine Empfehlung!

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Veröffentlicht am 31.12.2021

Eindrucksvoll

Schwarzes Herz
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Das ist ein Buch über Gewalt. Das sollte einem klar sein, bevor man mit dem Lesen anfängt. Es geht um Gewalt in einer Beziehung, Gewalterfahrung in der Familie, Gewalterfahrung über Generationen hinweg. ...

Das ist ein Buch über Gewalt. Das sollte einem klar sein, bevor man mit dem Lesen anfängt. Es geht um Gewalt in einer Beziehung, Gewalterfahrung in der Familie, Gewalterfahrung über Generationen hinweg. Das ist aufwühlend und bedrückend zu lesen, schwierig zu bewältigen und hängt lange nach.

Jasmina Kuhnke ist hier ein sehr drastisches Buch gelungen, in der die Ich-Erzählerin ihre Gewalterfahrungen schildert, die gesellschaftlich und persönlich an ihr verübt werden. Die psychische und physische Gewalt ist unglaublich eindrücklich geschrieben und wirkt so tief, weil es einfach nicht nachlässt und immer und immer wieder irgendetwas passiert.

Mich hat dieses Buch auch lange nach der Lektüre nicht losgelassen und die Erlebnisse der Ich-Erzählerin lange beschäftigt. Denn obwohl es ihr am Ende gelingt aus der Beziehung zu entkommen und ihre Erfahrungen in einem Buch zu verarbeiten, bleibt ein ungutes Gefühl nach der Lektüre.

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Veröffentlicht am 15.12.2021

Sehr gelungen!

nICHt genug (nICHt genug-Reihe - Band 1)
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Ich mag diesen Comic-Roman sehr! Ich mag die klassische Geschichte von dem Mädchen, das mit Freundschaften zu kämpfen hat, mit niedrigem Selbstbewusstsein und das am Ende eine riesige Entwicklung durchmacht, ...

Ich mag diesen Comic-Roman sehr! Ich mag die klassische Geschichte von dem Mädchen, das mit Freundschaften zu kämpfen hat, mit niedrigem Selbstbewusstsein und das am Ende eine riesige Entwicklung durchmacht, neue Freundschaften schließt, Selbstbewusstsein erlangt und eine Erfolgserlebnis hat, also eigentlich ja ganz viele.
Natalie steht im Mittelpunkt dieses Romans, sie hat oft Zweifel über ihre (ehemals) beste Freundin und ihre Talente, ihr Aussehen und ihre Art zu sein. Was sie jedoch ausmacht und was sie gut kann, sieht sie selbst gar nicht. Bis sie mit ihrer neuen Freundin Zoe lernt, was echt Freund*innen sind und dass es besser ist sie selbst zu sein, als sich zu verstellen und um unechte Freundschaften zu kämpfen. Am besten fand ich dabei tatsächlich Zoe, die schon eine ganz klare Haltung zu haben scheint und die Katze und den Hund, die eine kleine Nebengeschichte haben, die echt lustig ist.
Die Comics sind wie kurze Geschichten zu einer großen zusammenhängenden Erzählung verbunden und ich liebe den Witz und den Charakter, der aus diesen kurzen Comicstrips entsteht! Man merkt, dass die Autorin für Zeitungen arbeitet. Ich mag die Zeichnungen, die Charaktere, die Diversität ist vorhanden, auch wenn nur in Nebenrollen, aber es ist für mich ein runder, gelungener Comic entstanden, der so schnell zu lesen ist, dass es schon fast schade ist, wenn es vorbei ist.

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Veröffentlicht am 15.12.2021

Privilegiertes Blabla

Berauscht vom Leben
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Hier schreiben zwei weiße, reiche Frauen darüber wie es ist, wenn man sein Leben nicht mehr mit Alkohol trinken verbringt sondern stattdessen andere wunderbare Sachen macht, wie zum Beispiel zu „sparen“ ...

Hier schreiben zwei weiße, reiche Frauen darüber wie es ist, wenn man sein Leben nicht mehr mit Alkohol trinken verbringt sondern stattdessen andere wunderbare Sachen macht, wie zum Beispiel zu „sparen“ und sich ein Jahr lang ein Hotelzimmer in Miami zu nehmen und nur mit einem Bikini und einem Lippenstift und einem Kleid und Büchern dort einziehen.

Die Autorinnen schreiben dabei von sich selbst in der dritten Person was irritierend und zunehmend nervig ist. Sie berichten über diverse Problemchen die sie haben, weil sie zu viel trinken und beschlossen irgendwann, dass es jetzt genug ist und sie eine Ersatzbefriedigung brauchen, die sie als Achtsamkeit und Dankbarkeit und was-weiß-ich-barkeit verkaufen.

Ich weiß nicht wer hier die Zielgruppe sein soll, aber an mir geht das Buch leider meilenweit vorbei, vor allem weil ich finde, dass Alkoholkonsum, wie er hier geschildert wird, verharmlost und verherrlicht wird, obwohl die Prämisse ja das Gegenteil verhieß. Deshalb kann ich leider keine Leseempfehlung aussprechen, eher eine Abstandsempfehlung.

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Veröffentlicht am 09.12.2021

Empfehlenswert!

Fanny und die Liebe
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Fanny geht in die Schule und spielt dort am liebsten mit ihrer Freundin Ester. Eines Tages sagt Ester, dass sie verliebt in Fanny ist. Fanny will herausfinden was verliebt sein überhaupt bedeutet und fragt ...

Fanny geht in die Schule und spielt dort am liebsten mit ihrer Freundin Ester. Eines Tages sagt Ester, dass sie verliebt in Fanny ist. Fanny will herausfinden was verliebt sein überhaupt bedeutet und fragt ihre Mama und ihre Oma um Rat.
Dieses Buch ist eine süße Geschichte vor allem von Fanny und ihrer Oma, die beide einen Hang zum Chaos teilen und am liebsten den ganzen Tag Sachen entdecken würden. Ihre Oma steht Fanny aber auch mit Rat und Tat zur Seite, wenn es um die alltäglichen Dinge geht, wie wenn die beste Freundin einem erzählt, dass sie in einen verliebt ist! Fanny teilt ihre Gefühle aber nicht und findet jetzt heraus wie sie am besten damit umgehen kann, ohne Esters Gefühle zu verletzen.
Ich mochte an dem Buch die Sprache, mit der aus Fannys Sicht erzählt wird und die sehr gut zu ihr passt. Schön fand ich auch, dass Fannys Mama ganz selbstverständlich mal eine Beziehung mit einer Frau hatte. Alles in allem ein Buch, das empfehlenswert ist und das eine schöne Geschichte erzählt.

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