Hat mir leider nicht gut gefallen
Die an den Tod nicht glaubenBerlin 1910: Perditas Vater arbeitet als Helfer in der Gerichtsmedizin. Weil Perdita ohne Mutter aufwächst, nimmt er sie schon als Kind mit zu seiner Arbeitsstelle. Seitdem steht für sie fest, daß sie ...
Berlin 1910: Perditas Vater arbeitet als Helfer in der Gerichtsmedizin. Weil Perdita ohne Mutter aufwächst, nimmt er sie schon als Kind mit zu seiner Arbeitsstelle. Seitdem steht für sie fest, daß sie Gerichtsmedizinerin werden will. Schon als junge Studentin arbeitet sie als Assistentin bei Obduktionen. Als die Leiche einer jungen Frau aus der Spree gezogen wird, wird der Tod schnell als Selbstmord abgetan. Die junge Mutter war arm und alleinstehend. Da fragt keiner nach. Perdita kommen aber Zweifel und sie untersucht den Fall im Alleingang weiter. Dabei trifft sie immer wieder auf den zwielichtigen Bestatter Charon Czerny. Obwohl Perdita überzeugt ist, daß er in den Fall verwickelt ist, arbeitet sie mit ihm zusammen, denn ihr Leben ist auch in Gefahr.
Cleo Sternberg eröffnet mit dem Roman "Die an den Tod nicht glauben" ihre Serie um eine junge Frau, die in der Kaiserzeit in Berlin den außergewöhnlichen Wunsch hat, Gerichtsmedizinerin zu werden. Die verschnörkelte Schreibweise und die gezierte Sprache in diesem Roman erfordern ein hohes Maß an Konzentration beim Lesen. Das Buch liest sich deshalb nicht so einfach weg. Man hat es hier nicht mit Personen aus der besseren Gesellschaft zu tun, sondern begegnet Menschen, die in Armut leben müssen oder einfach in den Tag hinein leben. Einige von ihnen umgibt etwas geheimnisvolles. Man bekehren Charakter nicht zu fassen und weiß nicht, ob sie zu den Guten oder den Bösen gehören. Mit dieser Ungewissheit wird der Leser in den zweiten Teil geschickt. Ich finde, jedes Buch hat eine Chance verdient. Hier mußte ich allerdings eine Menge Geduld aufbringen, um es bis zum Ende zu lesen.