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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.12.2024

Ein besonderes Buch

Leuchten am Meeresgrund
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Im Sommer 1934 sitzt Gloria Hollister an Bord eines Schiffes vor der Atlantikinsel Nonsuch und schreibt in ein Notizbuch, während sie durch eine Telefonleitung mit einer Tauchkugel verbunden ist. In dieser ...

Im Sommer 1934 sitzt Gloria Hollister an Bord eines Schiffes vor der Atlantikinsel Nonsuch und schreibt in ein Notizbuch, während sie durch eine Telefonleitung mit einer Tauchkugel verbunden ist. In dieser Kugel sitzt in 900 m Tiefe William Beebe und beobachtet die fremde Unterwasserwelt. Er beschreibt bisher unbekannte Kreaturen und faszinierende Licht- und Farbeffekte. Von diesem Abenteuer handelt das Buch "Leuchten am Meeresgrund" von Brad Fox. Er verwebt hier real existierende Logbücher der Expedition, Tagebucheinträge der Teilnehmer sowie einen spannenden Bericht zu einem perfekten Ganzen. Durch diese Mischung wird man selbst mitgenommen auf den Meeresgrund und liest fasziniert, wie sich die Erforschung damals gestaltete. Die Schwierigkeiten und Gefahren sind mit den heutigen Forschungsexpeditionen in keinster Weise zu vergleichen. Ebenso vermittelt Brad Fox hier völlig nebenbei historische Wissen, welches den Leser staunen läßt. Hier merkt man deutlich die intensive Recherchearbeit, die der Autor für dieses Buch geleistet hat. Auch die Forscher bekommen hier ihren Platz, werden nicht nur während der Expedition dargestellt, sondern man erfährt auch viel über ihren privaten und beruflichen Lebensweg. Angereichert ist dieses Buch mit tollen Zeichnungen und Fotos rund um diese faszinierende Expedition.

Für mich ist dieses Buch ein absolutes Highlight, das ich gern empfehle!

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Veröffentlicht am 04.12.2024

Grandioser Weihnachtsspaß

Der Weihnachtsmannkiller 2
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Der Weihnachtsmannkiller Tobias Henner hat bereits 17 Törchen seines Adventskalenders abgearbeitet - und somit 17 Weihnachtsmänner getötet. Nun ist er während eines Haftausfluges auf den Weihnachtsmarkt ...

Der Weihnachtsmannkiller Tobias Henner hat bereits 17 Törchen seines Adventskalenders abgearbeitet - und somit 17 Weihnachtsmänner getötet. Nun ist er während eines Haftausfluges auf den Weihnachtsmarkt geflohen und macht sich auf den Weg nach Ostfriesland, um seinen Kalender zu vervollständigen. Doch diesmal macht er es nicht selbst. Er nimmt die Familie als Geisel, die in seinem ehemaligen Haus wohnt, der Vater soll seine tödlichen Pakete an den jeweiligen Adressen abgeben. Die Jagd auf den Weihnachtsmannkiller beginnt für Ann Kathrin Klaasen und ihr Team erneut!

"Der Weihnachtsmannkiller 2" ist eine absolut gelungene Fortsetzung des ersten Bandes, den man jedoch nicht zwingend gelesen haben muß, um den neuen Krimi zu verstehen. Klaus-Peter Wolf gelingt es gekonnt, evtl. auftretende Wissenslücken zu schließen, ohne endlos auszuschweifen, so daß sich Kenner des ersten Bandes nicht langweilen. Langeweile kommt hier ohnehin nicht auf. Vom ersten Satz an spannend, hält das Buch die Spannung bis zum Schluß. Man fragt sich die ganze Zeit, ob Henner seinen Adventkalender abschließen kann - oder ob man auf einen dritten Band hoffen kann. Genau wie im ersten Weihnachtsmannkiller kommt auch hier der Humor nicht zu kurz. Ein Mörder, der sich beim Transport der Leiche den Rücken verknackst und von seiner Geisel mit Voltaren eingerieben werden muß, ist da nur die Spitze des Eisberges. Auch Rupert sorgt mit seiner ihm speziellen Art wieder für einige Lachtränen. Auch wenn seine Art gewöhnungsbedürftig ist, mag ich ihn unheimlich gern. Wie gewohnt läßt Klaus-Peter Wolf sein Ostfriesland hier lebendig werden und läßt seinen Krimi an real existierenden Orten spielen. Diese sind so wunderbar beschrieben, daß man sie wiedererkennt, sofern man selbst schon dort war. Andernfalls wird man Lust bekommen, sie kennenzulernen!

Ich mag diese kleine Nebenserie rund um das Norddeicher Team und würde mich freuen, wenn diese Serie für Klaus-Peter Wolf zu einer festen Tradition würde!

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Veröffentlicht am 03.12.2024

Ein urgemütlicher Weihnachtskrimi

Der Weihnachtsmannmord
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Im Kaufhaus Härtling ist es Tradition, daß in der Adventszeit ein Weihnachtsmann seinen großen Auftritt hat. In diesem Jahr hat der Ex-Ganove Eddi Hempel diesen Job übernommen und er spielt seine Rolle ...

Im Kaufhaus Härtling ist es Tradition, daß in der Adventszeit ein Weihnachtsmann seinen großen Auftritt hat. In diesem Jahr hat der Ex-Ganove Eddi Hempel diesen Job übernommen und er spielt seine Rolle besonders gut. Die Kinder lieben ihn und auch die Erwachsenen kommen in Scharen, um ihn zu sehen. Das Entsetzen ist deshalb besonders groß, als er während seines Auftrittes aus dem vierten Stock stürzt und sofort tot ist. Der Kaufhausdetektiv Kurt Ebert, ein pensionierter Kriminalkommissar, glaubt nicht an einen Unfall. Da sein Ex-Kollege aber intensiv mit einem Juwelendiebstahl beschäftigt ist, übernimmt Kurt kurzerhand die Ermittlungen. Er kann dabei auf die Hilfe von einigen Freunden bauen und zusammen kommen sie der Wahrheit schneller auf die Spur, als es ein paar Leuten lieb ist.

Das gemeinschaftlich geschriebene Buch von Anja Marschall und Carolyn Srugies ist ein gelungener Weihnachtskrimi mit dem Titel "Der Weihnachtsmannmord". Den beiden Autorinnen ist es hervorragend gelungen, die Weihnachtsstimmung, oder auch Weihnachtshektik, einzufangen. Sie beschreiben den Alltag von ganz normalen Menschen. Da sind die Sorgen nicht einfach verschwunden, bloß weil Weihnachten ist und die Einsamkeit wird dadurch noch größer. Trotzdem gibt es auch eine Menge humorvoller Momente in dieser Geschichte. Der Mordfall erscheint auf den ersten Blick ziemlich verwirrend, denn wer könnte einen Weihnachtsmann so hassen, daß er ihn ermordet? Aber im Laufe der Geschichte kommen kuriose Wendungen ins Spiel und am Schluß ergibt alles einen überraschenden Sinn. Der Roman ist ein urgemütlicher Weihnachtskrimi, der für schöne Lesestunden sorgt. Man bekommt hier eine kleine Auszeit vom Weihnachtsstreß!

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Veröffentlicht am 28.11.2024

Eine schrecklich nette Familie

Stille Nacht, mörderische Nacht
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Clothilde Anthamatten lebt das ganze Jahr zurückgezogen in ihrem prunkvollen Herrenhaus Winterstern bei Zermatt. Nur in der Adventszeit lädt sie ihre Verwandtschaft zu sich ein. So auch in diesem Jahr. ...

Clothilde Anthamatten lebt das ganze Jahr zurückgezogen in ihrem prunkvollen Herrenhaus Winterstern bei Zermatt. Nur in der Adventszeit lädt sie ihre Verwandtschaft zu sich ein. So auch in diesem Jahr. An Heiligabend tobt ein gewaltiger Schneesturm und das Haus Winterstern wird von der Außenwelt abgeschnitten. Da findet der Butler Arthur die Hausherrin tot im Schnee. Die Familie ist außer sich und jeder verdächtigt jeden, Clothilde umgebracht zu haben. Anna, die Lieblingsenkelin der Toten, versucht etwas Ordnung in das Chaos zu bringen und übernimmt die Ermittlungen zum Tode ihrer Großmutter. Sie stellt schnell fest, daß so ziemlich jeder der Anwesenden es nicht erwarten konnte, daß die alte Frau zu Tode kam und man über ihr Vermögen verfügen könnte. Also sucht Anna den Mörder in der eigenen Familie.

"Stille Nacht, mörderische Nacht" ist ein Weihnachtskrimi aus der Schweiz. Die Autorin Silvia Götschi entführt ihre Leser in die märchenhafte Winterwelt von Zermatt. Doch diese Idylle wird überschattet von einem Todesfall und damit beginnt der Krimi. Die Verdächtigen werden so herrlich kurios dargestellt, daß man schnell das Grausen bekommt. Ihre Gier auf das Erbe macht sie alle verdächtig und der wahre Charakter kommt zum Vorschein. Das beschreibt Silvia Götschi so wahrhaftig, daß man alle Personen genau vor Augen hat. Wer sich an der Mördersuche beteiligen will, ist schnell ratlos, denn jeder könnte es gewesen sein. Die Spannung steigt bis zum Ende - und das hat es in sich. Dieses Buch ist genau richtig für gemütliche Lesestunden in der Weihnachtszeit.

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Veröffentlicht am 24.11.2024

Perfekte Sammlung

Besuch aus der Schattenwelt
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"Besuch aus der Schattenwelt" ist eine kleine, aber feine Sammlug von gruseligen Geschichten. Man findet hier Geschichten bekannter Schriftsteller wie Edgar Allan Poe, Margaret Atwood oder H. P. Lovecraft ...

"Besuch aus der Schattenwelt" ist eine kleine, aber feine Sammlug von gruseligen Geschichten. Man findet hier Geschichten bekannter Schriftsteller wie Edgar Allan Poe, Margaret Atwood oder H. P. Lovecraft neben eher unbekannteren Schriftstellern wie z. B. Marie Luise Kaschnitz. Die Mischung der Geschichten ist ebenso gelungen wie die Auswahl der Schriftsteller. Abwechslungsreich, mal bekannt, mal unbekannt, aber alle sehr spannend und auch wenn die Geschichten zum Teil schon sehr alt sind, in der heutigen Zeit gut lesbar ohne verstaubt zu wirken. Dabei weist jede Geschichte Spannung auf, man begegnet unvorhersehbaren Wendungen und trifft auf die verschiedensten Charaktere, die alle eines gemeinsam haben: Sie befinden sich plötzlich in einer Welt des Unerklärlichen. Positiv überrascht war ich, daß hier Geschichten ausgewählt wurden, denen man nicht bereits in fast jeder Anthologie dieser Thematik begegnet ist. Hier findet selbst der Leser, der meint schon alles zu kennen, neue Perlen! Die Kapitel weisen allesamt eine angenehme Länge auf, so daß man dieses Buch perfekt immer wieder zwischendurch zur Hand nehmen kann.

Absolute Empfehlung für alle, die sich zwischendurch gern einmal auf klassische Art gruseln möchten!

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