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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.05.2026

Weist Längen auf

Der Kuckucksjunge
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"Der Kuckucksjunge" von Sören Sveistrup hat zwei Seiten. Einerseits einen spannenden Fall, andererseits weist das Buch Längen auf, die durch zu viele Privatinformationen entstehen. Diese sind zwar für ...

"Der Kuckucksjunge" von Sören Sveistrup hat zwei Seiten. Einerseits einen spannenden Fall, andererseits weist das Buch Längen auf, die durch zu viele Privatinformationen entstehen. Diese sind zwar für die Auflösung hinterher wichtig, hätten aber kürzer gefasst werden können. Auch das Privatleben der Ermittler hat sich hier sehr in die Länge gezogen, dazu wird manches auch direkt aus Sicht verschiedener Charaktere erzählt, so daß sich dies auch noch wiederholt. Hier kam dann Langeweile auf. Auch die Auflösung wird für meine Begriffe zu lang gezogen erklärt. Wenn man aufmerksam gelesen hat, wußte man diese Details bereits. Der eigentliche Fall hingegen ist spannend und temporeich - dies wird jedoch leider immer wieder durch die angesprochenen Längen unterbrochen. Dazu dann noch die Ignoranz und die Fehlentscheidungen der Ermittler - viel Spaß hat dieses Buch nicht bereitet.

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Veröffentlicht am 12.05.2026

Kein Krimi - aber spannend

Giftiger Grund
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Joran, der nach sieben Jahren Knast wieder in Freiheit ist, sucht mitten in der Nacht an einer Tankstelle nach der Beute des damaligen Raubzuges. Er findet dabei eine Leiche. Zeitgleich ist Charu an der ...

Joran, der nach sieben Jahren Knast wieder in Freiheit ist, sucht mitten in der Nacht an einer Tankstelle nach der Beute des damaligen Raubzuges. Er findet dabei eine Leiche. Zeitgleich ist Charu an der Tankstelle, eine Lost-Place-Fotografin. Bei Sichtung ihrer nächtlichen Aufnahmen entdeckt sie ein kleines Mädchen, bekleidet mit Schlafanzug, Gummistiefeln und Regenjacke, die ebenfalls nachts an der Tankstelle war. Wer ist sie und was will sie dort?

Thomas Knüwer betitelt sein Buch "Giftiger Grund" zwar als Krimi, jedoch ist dies eher nicht der Fall. Für mich handelt es sich eher um eine spannende Erzählung. Er erzählt die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven, was dem Leser das Geschehen und die Charaktere näher bringt. Die Charaktere wurden mir erst nach und nach sympathisch, ich mußte sie tatsächlich erst näher kennenlernen. Sie sind keine Helden, leben eher am Rande der Gesellschaft und haben ihre Bündel zu tragen. Die Hintergründe von Joran und Charu sind schnell bekannt, jedoch fragt man sich die ganze Zeit, welchen Hintergrund das Mädchen Edda hat. Dies erfährt man erst ganz am Schluß. Ein kleiner Kritikpunkt ist für mich der Schreibstil von Thomas Klüwer. Die Sätze wirken abgehackt und das ständige Einstreuen von englischen Phrasen - dies hat mich gestört und den Lesefluss etwas unterbrochen. Dies ist aber auch alles, was mich an diesem spannenden Buch gestört hat.

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Veröffentlicht am 11.05.2026

Richtig gut

Abgrund
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"Abgrund" ist bereits der vierte Teil der Serie rund um Huldar und Freyja. Ich mag das Setting in Island sehr, schafft es die Autorin doch immer wieder mir Island ein kleines Stück näher zu bringen Dabei ...

"Abgrund" ist bereits der vierte Teil der Serie rund um Huldar und Freyja. Ich mag das Setting in Island sehr, schafft es die Autorin doch immer wieder mir Island ein kleines Stück näher zu bringen Dabei verliert sie die Spannung nicht aus den Augen. Die Fälle sind stets von düsterer Atmosphäre umgeben und nichts für schwache Nerven. Dabei wirkt alles sehr realistisch, was das Leseerlebnis noch intensiver macht. Ihre Charaktere hat Yrsa Sigurdardottir wieder sehr gut gezeichnet. Diesmal gibt es etwas weniger Freya, was mich weniger gestört hat. Auch wenn es interessant ist, ihr Leben zu verfolgen.

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Veröffentlicht am 11.05.2026

Perfekt

Bornholmer Geheimnis
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SarahPirohl erhält einen Auftrag der deutschen Polizei. Auf Bornholm ist Monica Seffgen auf dem Weg zum Strand überfallen und getötet worden. Das Opfer war sehr wohlhabend, was für eine Seniorenpflegerin ...

SarahPirohl erhält einen Auftrag der deutschen Polizei. Auf Bornholm ist Monica Seffgen auf dem Weg zum Strand überfallen und getötet worden. Das Opfer war sehr wohlhabend, was für eine Seniorenpflegerin eher ungewöhnlich erscheint. Ihr letzter Parient war ein hochrangiger Marineoffizier, für den sich die Geheimdienste interessierten. War Monica eine Spionin?

"Bornholmer Geheimnis" ist der fünften Band der Serie und leider auch mein erster. Leider deshalb, weil mir dieses Buch super gefallen hat! Trotz des späten Einstieges kam ich hier sehr gut klar, hatte nie das Gefühl, etwas verpasst zu haben. Sarah Pirohl ist eine sehr sympathische Charaktere mit Ecken und Kanten. Sie macht das, was sie für richtig hält und hat dadurch nicht nur Freunde. Auch die restlichen Charaktere sind sehr bildhaft beschrieben, so daß sie vor Augen lebendig werden. Der Fall selbst hat es in sich, stellt er Sarah vor die Herausforderung zu ermitteln und dabei Geheimdienste im Nacken zu haben. Sie muß sehr vorsichtig vorgehen, darf nie preisgeben, wie viel sie weiß. Für mich wieder perfekte Unterhaltung von Katharina Peters!

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Veröffentlicht am 11.05.2026

Eine Luxusreise mit Überraschungen

Grand Express – Nachtzug in ein neues Leben
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Am Anhalter Bahnhof in Berlin ist im Jahr 1925 viel Betrieb. Besonders wenn der Grand Express zur Abfahrt an den Gleisen bereit steht, wird es hektisch. Unter der Oberaufsicht des Kondukteurs Egon Schröter ...

Am Anhalter Bahnhof in Berlin ist im Jahr 1925 viel Betrieb. Besonders wenn der Grand Express zur Abfahrt an den Gleisen bereit steht, wird es hektisch. Unter der Oberaufsicht des Kondukteurs Egon Schröter sollen den Fahrgästen der exklusiven ersten Klasse alle Wünsche von den Augen abgelesen werden. Das wird diesmal nicht einfach für das Personal, denn es mischen sich einige Gäste unter die Passagiere, die nicht das sind, was sie vorgeben. Allen voran die Industriellenfamilie von Bosch. Das Familienoberhaupt Ernst von Bosch ist ein herrschsüchtiger Mann, selbstgerecht und arrogant. Seine Frau Olga erträgt ihn mit stoischer Gleichmut und seine Tochter Franziska geht ihren eigenen Weg. Doch Egon Schröter ist nicht so leicht aus der Ruhe zu bringen. Er kennt die Menschen und ihre vielen Eigenarten.


Mit dem Roman "Grand Express - Nachtzug in ein neues Leben" unternimmt man eine Luxusreise - ähnlich wie mit dem Orient Express. In Paula Nicolais Roman geschieht zwar kein Mord, aber die Passagiere nehmen es mit der Gesetzestreue trotzdem nicht so genau. So entstand eine kurzweilige Geschichte, in der es von kuriosen Typen nur so wimmelt. Das Zugpersonal ist wirklich nicht zu beneiden. Paula Nicolais Schreibstil ist erfrischend, jedoch versteht sie es auch, manchmal nachdenkliche Töne anzuschlagen. Beides gelingt ihr vorzüglich. Sie beschreibt die Menschen so, daß man sie genau vor Augen hat. In dem Roman kommt wirklich keine Langeweile auf. Es passiert stets etwas und zum Schluß überraschen einige Charaktere den Leser!

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