Ein Toter im Lavafeld. Eine verschwundene Mutter. Abgrundtiefe Grausamkeit – Der neue Thriller von Bestsellerautorin Yrsa Sigurdardóttir!
Ein Toter, erhängt auf einer alten Hinrichtungsstätte in einem Lavafeld nahe des Präsidentensitzes. Eine ominöse Nachricht, mit einem Nagel in dessen Brust gerammt. Ein kleiner Junge, den man schließlich in der Wohnung des Toten findet. Schwer traumatisiert. Ohne jegliche Erinnerung.Band 4 der Erfolgsreihe: Kommissar Huldar und Psychologin Freyja auf der Spur eines schwer zu fassenden Verbrechens.
"Abgrund" ist bereits der vierte Teil der Serie rund um Huldar und Freyja. Ich mag das Setting in Island sehr, schafft es die Autorin doch immer wieder mir Island ein kleines Stück näher zu bringen Dabei ...
"Abgrund" ist bereits der vierte Teil der Serie rund um Huldar und Freyja. Ich mag das Setting in Island sehr, schafft es die Autorin doch immer wieder mir Island ein kleines Stück näher zu bringen Dabei verliert sie die Spannung nicht aus den Augen. Die Fälle sind stets von düsterer Atmosphäre umgeben und nichts für schwache Nerven. Dabei wirkt alles sehr realistisch, was das Leseerlebnis noch intensiver macht. Ihre Charaktere hat Yrsa Sigurdardottir wieder sehr gut gezeichnet. Diesmal gibt es etwas weniger Freya, was mich weniger gestört hat. Auch wenn es interessant ist, ihr Leben zu verfolgen.
Kommissar Huldar hat es dieses Mal mit einem besonders brutalen und ausgefallenden Verbrechen zu tun. Sein Team, Chefin Erla, sein junger Kollege Ludlangur und Praktikantin Lina nehmen voller Grauen den ...
Kommissar Huldar hat es dieses Mal mit einem besonders brutalen und ausgefallenden Verbrechen zu tun. Sein Team, Chefin Erla, sein junger Kollege Ludlangur und Praktikantin Lina nehmen voller Grauen den Tatort im Lavafeld in Augenschein. Einem Mann, Helgi Fridriksson, wurde ein Nagel in die Brust geschossen. Anschließend wurde er erhängt und bietet, in Sichtweite eines Empfangs für ranghohe chinesische Politiker, einen bizarren Anblick.
Alle Ermittlungsansätze führen zunächst ins Leere, bis die Ermittler eine Spur auf Helgis Computer entdecken…….
Wenn man wie ich bereits den vierten Band über Kommissar Huldar und Psychologin Freyja liest, ist es wie nach Hause kommen. Man ist wieder in Island, das Yrsa Sigurdardóttir so atmosphärisch beschreibt, dass man Land und Leuten näherkommt. Auch die Namensgebung erscheint immer unkomplizierter, erklärt sie doch jedes Mal die Art und Weise der Namensentstehung. Huldar und Freyja werden mit jedem Buch detaillierter gezeichnet und ihre Charaktere neu beleuchtet. Die Hintergrundgeschichte der Beiden macht Spaß und gibt oft zum Schmunzeln Anlass.
Das Verbrechen oder vielmehr die Verbrechen sind allemal verabscheuungswürdig.
Das schlimmste daran ist, dass viele Taten und Verbrechen nicht justiziabel verfolgbar sind. Wenn überhaupt Gerichtsverfahren eingeleitet werden, erhalten die Täter geringe Strafen, aber das Leben der vielen Opfer ist zerstört. Da kann man schon fast für Selbstjustiz Verständnis aufbringen.
Von diesen Gedanken abgesehen, empfand ich die Ermittlungen zielgerichtet und mit ruhiger Hand durchgezogen. Trotz Druck von Oben wurde in alle Richtungen ermittelt. Die Polizeiarbeit wird von Yrsa Sigurdardóttir stimmig, zwar nicht immer genau den Regeln entsprechend, aber zielstrebig und konsequent gezeigt.
Ich freue mich schon auf den nächsten Band, mit viel isländischem Lokalkolorit und vielleicht hat ja Huldars und Fryjas Beziehung doch noch eine Chance.
In einem Lavafeld, eine ehemalige Hinrichtungsstätte, wird ein Toter gefunden. Erhängt, mit einem Nagel der ihm in die Brust gerammt wurde. Als Huldar mit seinem Kollegen die Wohnung des Toten aufsucht ...
In einem Lavafeld, eine ehemalige Hinrichtungsstätte, wird ein Toter gefunden. Erhängt, mit einem Nagel der ihm in die Brust gerammt wurde. Als Huldar mit seinem Kollegen die Wohnung des Toten aufsucht finden sie dort einen Jungen vor, Siggi, der nicht weiß wie er hierhergekommen ist, wo er wohnt, wie seine Eltern mit Nachnamen heißen. Nur seine Bilder lassen für die Kinderpsychologin Freyja auf ein Verbrechen deuten…die Zeit rennt…denn die Mutter von Siggi ist hochschwanger und wie der Vater nicht auffindbar…wie hängen das Verschwinden und der Mord zusammen?
Dies ist der 4.te Thriller mit dem Ermittler Huldar sowie der Kinderpsychologin Freyja. Ich finde man kann die Bände unabhängig voneinander lesen, aber um ein Gefühl für die Protagonisten zu erhalten, auch was sie so erlebt haben würde ich empfehlen alle Bände der Reihe nach zu lesen.
Der Schreibstil ist wie immer gewohnt ruhig, nicht effekthaschend, die Autorin beschreibt ihr Island, die Umgebung, die Geschichte gekonnt mit in ihrem Thriller, schafft so ein schönes und anschauliches Bild. Die Spannung baut sich langsam auf, das mag ich aber an ihrer Schreibart, es knallt nicht alles einem gleich um die Ohren, sondern man geht Schritt für Schritt und relativ schnell zu Beginn wirft hier die Autorin wieder so ein Stückchen der Bildes ein welches den Leser neugierig werden lässt und man somit unbedingt weiterlesen möchte, ja eigentlich will.
Huldar und Freyja habe ich schon bei Band 1 in mein Herz geschlossen, ich mag beide mit ihrer Eigenwart und ja, ihrem Hin und Her ob sie denn nun zusammenkommen sollen oder nicht. Ich hoffe dass sich das mit den weiteren Büchern endlich mal etwas ändert, aber die Autorin räumt dieser kleinen „Schwärmerei und Liebelei“ nicht zu viel Raum ein.
Auch in ihrem 4.ten, gemeinsamen Fall haben die beiden wieder hart zu knappern. Der Mord selbst wird von der Autorin nicht „ausgeschlachtet“, blutig oder brutal niedergeschrieben. Hier geht es um mehr und mit den Protagonisten setzt sie dieses „Mehr“ gekonnt in Szene. Man leidet mit dem kleinen Siggi mit, der nur die Vornahmen der Eltern weiß, was sie arbeiten und alle nach seinem Zuhause oder nahen Verwandten suchen damit er bei ihnen unterkommen kann. Die Bilder die Siggi malt lassen aber einem das Schlimmste befürchten und eine Gänsehaut aufkommen.
In „Abgrund“ beleuchtet die Autorin eine Cliquenfreundschaft die seit der Schule besteht, was aber eine Gruppendynamik in die falsche Richtung ausrichten kann. Auch wie sich diese Dynamik mit den Jahren verändert, was sie mit den jeweiligen Personen anstellt und was daraus entsteht. Gutes wie Schlechtes. Das hat mich doch oft sehr zum nachdenken gebracht, aber auch schockiert wenn man bedenkt dass es sich hier um erwachsene Leute handelt.
Die Auflösung im Allgemeinen war schon überraschend aber verdammt gut. Allerdings setzt die Autorin mit den letzten Seiten noch eine kleine Brise obendrauf und hat mich dann doch sehr sprachlos zurückgelassen. Und doch kann man es, auf der anderen Seite, fast erschreckenderweise nachvollziehen.
Für Thrillerfans die einfach mal was Neues lesen und kennenlernen wollen kann ich Yrsa Sigurdardóttir nur empfehlen.
Ein gutsituierter Investmentbanker wird am historischen Galgenfelsen erhängt aufgefunden. Mit einem angenagelten Zettel an seiner Brust und starken Beruhigungsmitteln im Blut geben die Umstände seines ...
Ein gutsituierter Investmentbanker wird am historischen Galgenfelsen erhängt aufgefunden. Mit einem angenagelten Zettel an seiner Brust und starken Beruhigungsmitteln im Blut geben die Umstände seines Todes viele Rätsel auf. Kommissar Hulda von der Polizei in Reykjavik und sein Team übernehmen den Fall und stoßen in der Wohnung des Toten auf ein vierjähriges Kind, das weder weiß, wie es dorthin gekommen ist, noch wo seine Eltern sind. Auch eine Befragung durch die Psychologin Freya bringt keinen Erfolg. Und so nimmt eine nervenaufreibende Suche ihren Lauf, die weit in die Vergangenheit des toten Investmentbankers führt und neben einer spektakulären Erfolgsgeschichte auch ungeheuerliche Dinge ans Tageslicht bringt.
„Abgrund“ ist der vierte Band der erfolgreichen Thrillerserie um den isländischen Kommissar Hulda und die im Kinderhaus tätige Psychologin Freya. Zwei charismatische Figuren, die bereits vor ihrer beruflichen Zusammenarbeit privat aufeinandergetroffen sind. Allerdings war die nach einer Kneipentour gemeinsam verbrachte Nacht von einigen Irrtum geprägt, sodass ihre noch immer vorhandenen Gefühle nicht ausreichend für eine feste Beziehung sind. Doch trotz dieser für sie heiklen Situation agieren beide auf der Suche nach einem perfiden Mörder und den verschollenen Eltern eines kleinen Jungen als unschlagbares Team, das mit viel Professionalität zu werke geht.
Der Fall ist ungemein spannend und wartet mit einer überraschenden und lange Zeit nicht vorherzusehenden Lösung auf. Dabei benötigt der Leser einiges an Geduld, da die Ermittlungsarbeit mit allen ihren umfangreichen Facetten und dem dazugehörigen Arbeitspensum abgebildet wird. Ein Genuss für alle Krimifans, die gerne selbst auf Spurensuche gehen und neben der Rekonstruktion des Tatherganges, Vermutungen zu Motiv und Täter anstellen. Den Anhänger rasanter Thrillerhandlungen hingegen werden die Schilderungen etwas zu ausufernd und detailliert geraten sein. Dafür aber wartet die vielschichtig konstruierte Mordermittlung mit atmosphärischen Schauplätzen und glaubhaften Figuren auf und einem Ermittlerteam, das dem Leser schnell ans Herz gewachsen ist.
Fazit:
Ein glaubwürdiger Thriller mit einem interessanten Kriminalfall und einer ordentlichen Portion Ermittlungsarbeit.
Mit Abgrund hat die isländische Autorin Yrsa Sigurdardottir bereits ihren vierten Thriller um den Kommissar Huldar und die Kinderpsychologin Freyja geschrieben.
Helgi wird in einem zerklüfteten Lavafeld ...
Mit Abgrund hat die isländische Autorin Yrsa Sigurdardottir bereits ihren vierten Thriller um den Kommissar Huldar und die Kinderpsychologin Freyja geschrieben.
Helgi wird in einem zerklüfteten Lavafeld erhängt mit einem Nagel in der Brust und einer leider nicht mehr lesbaren Nachricht aufgefunden. Zur gleichen Zeit finden aufgrund eines anonymen Hinweises Freyja und ein Mitarbeiter des Jugendamtes den kleinen Siggi in der Wohnung des Toten. Der Junge kennt lediglich seinen Vornamen sowie den der Eltern. Er weiß nicht, wo er wohnt und wie er in die Wohnung gekommen ist.
Der Thriller beginnt sehr spannend und packend mit der Ermordung von Helgi, der unter Drogen gesetzt so gut wie nichts von seiner Ermordung mitbekommt. Außer der Brieftasche des Toten gibt es keine Hinweise und keine Spuren auf das Verbrechen. Helgi war ein scheinbar unbescholtener Bürger. Die Grundspannung in diesem Buch wird durchgängig gehalten. Die eigentliche mühsame Ermittlungsarbeit zu den beiden Fällen wird sehr gut und fesselnd dargestellt. Für mich war es zu keinem einzigen Zeitpunkt auch nur ansatzweise langweilig. Akribisch werden Spuren gesammelt und ausgewertet, Puzzleteile zusammengesetzt. Bis auf die Anfangsszene kommt das Buch ohne Blutvergießen aus. Die Auflösung des Falles hat mich voll überzeugt und ist in sich absolut schlüssig. Die gesamte Story ist gut aufgebaut. Die beiden Handlungsstränge – die Ermordung Helgi’s und die Suche der Eltern von Siggi – werden sehr gekonnt miteinander verknüpft und gut aufgelöst.
Wie immer in dieser Reihe stehen auch die zwischenmenschlichen Beziehungen im Mittelpunkt. Wie bereits in den vorigen Büchern gehen die Akteure mehr oder weniger harmonisch mit einander um. Kommen Huldar und Freyja doch zusammen? Mit Humor und Sarkasmus geht Huldar an diesen Fall heran und bemüht sich einfallsreich um eine Annäherung an Freyja. Wie wird sich die berufliche Beziehung zwischen Huldar und Erla, der Vorgesetzten von Huldar, weiter entwickeln? Wie geht es mit Gudlaugur weiter nach seinem Coming Out? Wird er es den Kollegen mitteilen? Und welche Rolle wird Lina in den weiteren Büchern spielen, die Berufspraktikantin, die neunmalklug Erla mit ihren Anmerkungen und Vorschlägen zur Weißglut treibt?
In dem Buch tun sich wahrlich menschliche Abgründe auf. Als Stichworte sind hier lediglich zu nennen häusliche Gewalt, Sexvideos im Internet und Vergewaltigung.
Mir hat dieser vierte Band enorm gut gefallen, da er von Anfang bis Ende sehr harmonisch und eindrucksvoll geschrieben ist, so dass man das Buch in wenigen Tagen durchgelesen hatte.