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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.10.2025

Bären - groß und empfindsam

Botschafter des Waldes
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Michaela Skuban forscht seit fast 20 Jahren in der Slowakei zu wildlebenden Bären. Ihre Mission ist das Miteinander von Bären und Menschen. In ihrem Buch "Botschafter des Waldes" vermittelt sie ihr Wissen ...

Michaela Skuban forscht seit fast 20 Jahren in der Slowakei zu wildlebenden Bären. Ihre Mission ist das Miteinander von Bären und Menschen. In ihrem Buch "Botschafter des Waldes" vermittelt sie ihr Wissen und klärt auf, was Bären uns über uns und unseren Umgang mit der Natur lehren. Die jedoch nicht mit mahnend erhobenem Zeigefinger, sondern auf unterhaltsame und zum Teil vergnügliche Art. Sie berichtet von ihren Begegnungen und Erlebnissen mit "ihren" Bären. Hier bekommt jeder Bär nicht nur einen Namen, nein, auch sein Charakter wird hier sehr liebevoll beschrieben. Denn eines ist der Autorin wichtig: Jeder Bär ist ein individuelles Lebewesen mit Stärken und Schwächen. Es gibt die Heimatverbundenen, die nach einer Umsiedlung unbedingt zurück in ihre Heimat wollen, die zurückgezogen lebenden, sowie Bären, die Fast-Food lieben. Anhand der einzelnen Bären werden ihr Leben, Verhalten und die Ernährung beleuchtet. Michaela Skuban verherrlicht die Bären jedoch nicht, sondern berichtet auch von auffälligen Bären und Todesfällen. Sie beschäftigt sich auch mit der Frage, ob Bären im deutschsprachigen Alpenraum als Segen oder Fluch anzusehen sind und was der Mensch von ihnen lernen kann und muß, damit es ein problemloses Miteinander geben kann. Das Buch beinhaltet einen wunderbaren Bildteil, dessen Bilder das Herz eines jeden Tierfreundes höher schlagen läßt. Ich kann dieses Buch wirklich jedem ans Herz legen, der sich für Tiere interessiert!

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Veröffentlicht am 08.10.2025

Wieder sehr gelungen

Salute - Das letzte Gebet
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Eines Morgens will Immacolata die Kirche von Bardolino aufschließen, als sie bemerkt, daß die Tür aufgebrochen wurde. In der Kirche entdeckt sie einen Toten im Weihwasserbecken. In seinem Mund stecken ...

Eines Morgens will Immacolata die Kirche von Bardolino aufschließen, als sie bemerkt, daß die Tür aufgebrochen wurde. In der Kirche entdeckt sie einen Toten im Weihwasserbecken. In seinem Mund stecken ein paar Seiten aus einem Gesangbuch. Commissario Lanza stellt fest, daß es sich bei dem Toten um Ferretti handelt, der eine Erfindung gemacht hat, die sich positiv auf die Wasserqualität des Gardasees auswirken könnte. Aber warum mußte der ungläubige Mann in der Kirche sterben?

"Salute - Das letzte Gebet" ist der dritte Fall für Lanza und Zeitler von Friedrich Kalpenstein. Der Autor hat es wieder geschafft, mich an Bardolino und seine Bewohner zu binden. Mit Paul Zeitler, dem deutschen Ex-Polizisten, leidet man diesmal richtig mit, muß er sich doch um die Zukunft seines Cafés und somit auch um seine Zukunft sorgen. Da er mir im Laufe der verschiedenen Bücher sehr ans Herz gewachsen ist, habe ich seine Sorgen geteilt. Aber nicht nur er hat einen festen Platz in meinem Leserherz erobert. Auch Lisa und ihre kleine Hündin Principessa haben dort einen festen Platz. Gerade mit Principessa erlebt man einige humorvolle Szenen, die die ansonsten spannende Handlung auflockern. Denn an Spannung mangelt es hier nicht, kann man doch prima miträtseln und wird immer wieder auf eine falsche Fährte gelenkt. Friedrich Kalpenstein schafft es mit seiner bildhaften Schreibweise, die Region und seine Bewohner lebendig werden zu lassen. So fühlt man sich durch die liebevolle Beschreibung des Gardasees direkt an sein Ufer und vor allem mitten hinein nach Bardolino versetzt. Mit diesem Krimi hat mich Friedrich Kalpenstein wieder begeistert und ich hatte wunderbare Lesestunden. Ich bin schon jetzt gespannt, wie es in Bardolino weitergeht und freue mich auf die Fortsetzung!

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Veröffentlicht am 02.10.2025

Richtig gut

Eisenblume
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In der ehemaligen Psychiatrie von Lund wird in einer Wand eine stark verweste Leiche gefunden. Fredrika Storm und Henry Calment ermitteln, ob ein Zusammenhang mit zwei in den 80er Jahren verschwundenen ...

In der ehemaligen Psychiatrie von Lund wird in einer Wand eine stark verweste Leiche gefunden. Fredrika Storm und Henry Calment ermitteln, ob ein Zusammenhang mit zwei in den 80er Jahren verschwundenen Patienten besteht. Dabei stoßen sie in der Vergangenheit der Anstalt auf ein Geheimnis, das besser verborgen geblieben wäre.

"Eisenblume" ist der zweite Fall für Fredrika Storm aus der Feder von Frida Skybäck. Ich hatte keinerlei Verständnisprobleme, obwohl ich mit diesem Band gestartet bin. Einziges Problem: Mir hat das Buch so gut gefallen, daß ich jetzt unbedingt noch den Vorgänger, "Schwarzvogel", lesen möchte. Denn "Eisenblume" hat mich komplett begeistert. Die Autorin schreibt von Beginn an mit hoher Spannung und hält dies konstant bis zum Ende. Sie beschreibt die Atmosphäre sehr bildhaft, so daß man hier den Schrecken förmlich auf der Haut spürt. Denn dieser Schrecken ist leider keine Fiktion, sondern entspringt, wie die Autorin in ihrem Vorwort erläutert, der Realität. Dies läßt wohl keinen Leser kalt und man denkt noch lange darüber nach, welch Zustände in einer Psychiatrie herrschten. Die Autorin hat mit Fredrika und Henry zwei sehr glaubhafte Charaktere geschaffen. Beide wirken sympathisch und aufgrund ihrer Gegensätzlichkeit macht dies Ermittlerduo richtig Spaß. Ich bin schon jetzt gespannt, um welchen Fall es für dieses Duo demnächst geht!

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Veröffentlicht am 01.10.2025

Ein Überraschungsbuch

A Taste of Cornwall: Eine Prise Liebe
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Sophie Wilde ist eine einflußreiche Restaurantkritikerin aus London. Doch auch sie hat manchmal einen schlechten Tag. Am Ende eines dieser Tage schreibt sie eine vernichtende Kritik über ein neues Restaurant ...

Sophie Wilde ist eine einflußreiche Restaurantkritikerin aus London. Doch auch sie hat manchmal einen schlechten Tag. Am Ende eines dieser Tage schreibt sie eine vernichtende Kritik über ein neues Restaurant des Topmodels Annabelle Scott. Sofort bricht ein Sturm der Entrüstung über Sophie herein. Ihr Chef schickt sie daraufhin in ein verschlafenes Dorf an der Küste Cornwalls. Dort soll sie das heruntergekommene Lokal "Smuggler’s Inn" übernehmen und daraus ein angesagtes Szene-Restaurant machen. Das Personal ist nicht begeistert von der neuen Chefin. Besonders der Koch Lennox treibt Sophie immer wieder auf die Palme. Trotzdem ist Sophie wild entschlossen, diese Aufgabe zu meistern. Um jeden Preis?

Der Roman "A Taste of Cornwall - Eine Prise Liebe" ist der erste Teil einer neuen Serie von Katharina Herzog. Es ist eine wunderbar unkomplizierte Geschichte über eine junge Frau, die irgendwann in ihrem Leben in die falsche Richtung abgebogen ist. Jetzt muß sie auf die harte Tour lernen, was wirklich wichtig im Leben ist. Katharina Herzog beschreibt diesen Lernprozess mit viel Herz und Humor, aber auch manchmal sehr tiefgründig. Die Menschen in dieser Geschichte sind nicht makellos und haben alle einen Hintergrund, der sie geprägt hat. Doch sie geben nicht auf. Deshalb erobern sie schnell die Herzen der Leser. Die Erzählweise der Autorin ist erfrischend, die Sprache locker. Das macht die ganze Geschichte so sympathisch. Das Buch ist eine entspannende Feierabendlektüre, die Lust auf mehr macht.

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Veröffentlicht am 29.09.2025

Mit ganz viel Urlaubsflair

Comisario Canario
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Jorge Alturo, Kommissar aus Teneriffa, muß im Mordfall Don Federico auf La Gomera ermitteln. Der alte Mann wurde am Strand von hinten erschossen. Kaum auf La Gomera angekommen, explodiert Jorges Wagen. ...

Jorge Alturo, Kommissar aus Teneriffa, muß im Mordfall Don Federico auf La Gomera ermitteln. Der alte Mann wurde am Strand von hinten erschossen. Kaum auf La Gomera angekommen, explodiert Jorges Wagen. Ihm bleibt nichts anderes übrig, als sich von dem deutschen Aussteiger Carlos durch die Gegend fahren zu lassen. Jorge merkt schnell, daß die Einheimischen ihre Geheimnisse bewahren wollen. Vor allem, wenn es um das in den 80er Jahren verschwundene Hippie-Mädchen geht, auf dessen Suche Don Federico war....

Mit "Comisario Canario - Der Maulwurf unter Palmen" entführt Elisabeth Florin ihre Leser in ihre Wahlheimat La Gomera. Daß sie diese Insel liebt, kann sie in diesem Buch nicht verbergen. Voller Wärme erzählt sie hier vom Leben auf La Gomera, den besonderen Speisen und der wunderschönen Landschaft. Dies stört hier in keinster Weise, eher im Gegenteil. Es gibt dem Buch seinen ganz eigenen Charme und vermittelt das Gefühl von Urlaub. Dabei verliert sie den Kriminalfall jedoch nie aus den Augen. Und dieser hat es in sich, denn eigentlich ermittelt Jorge Alturo direkt in zwei Fällen, die offensichtlich zusammenhängen, er jedoch einfach immer wieder in die Irre geleitet wird - genau wie der Leser. Ihre Charaktere hat Elisabeth Florin so dargestellt, daß man sie zunächst alle sympathisch findet, jedoch böse überrascht wird. Jorge mit seinen Eigenarten war jedoch von Anfang an sympathisch und blieb dies auch bis zum Schluß. Von ihm würde ich gern noch mehr lesen! Bei diesem Buch stimmt einfach alles: ein spannender Fall vor traumhafter Kulisse - genau mein Geschmack!

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