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Veröffentlicht am 02.07.2023

Bee yourself

Dreams so golden
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„Dreams so golden“ von Sophia Como ist ein gefühlvoller Selbstfindungsroman, in dem eine Influencerin einen ungewöhnlichen Neuanfang wagt.
Amelia liebt ihren Instagramblog, den sie mit viel Herzblut aufgebaut ...

„Dreams so golden“ von Sophia Como ist ein gefühlvoller Selbstfindungsroman, in dem eine Influencerin einen ungewöhnlichen Neuanfang wagt.
Amelia liebt ihren Instagramblog, den sie mit viel Herzblut aufgebaut hat. Leider lässt der Erfolg auch nach einigen Jahren zu wünschen übrig und Amelia muss akzeptieren, dass sie ihre Zukunftsträume umschreiben muss. Als sie auch noch ihren aussichtsreichen Praktikumsplatz verliert, flüchtet Amelia von München zurück zu ihren Eltern in ein kleines Dorf in der Schweiz. Die idyllische Auszeit in der familieneigenen Imkerei wird nur von Imkerlehrling Nick gestört, dem Amelia im Laufe der Zeit immer näherkommt. Doch Nick hat Geheimnisse vor Amelia, die die zarte Beziehung der beiden wieder bedrohen könnten.

Ich habe schon einige Bücher der Autorin gelesen und mag ihren gefühlvollen Schreibstil. Diesmal sticht dieser besonders hervor, vor allem in Verbindung mit dem gewählten Thema. Das Bewusstsein für die Natur und hier insbesondere für das zunehmende Verschwinden der Bienenvölker sind extrem wichtige und aktuelle Punkte, die Sophie Como mit ihrer ruhigen Slow Burn Lovestory verknüpft.
Die Postkartenidylle des ländlichen Bergdorfes, in dem Amelia zuhause ist, ist auf den ersten Blick wunderschön und erzeugt automatisch eine Wohlfühlatmosphäre. Auf den zweiten Blick muss man jedoch erkennen, dass auch vor diesem malerischen Zufluchtsort, die rasante Entwicklung der Gesellschaft und die damit verbundenen Probleme nicht halt machen.
Amelia ist ein gutes Beispiel dafür, wie leicht man sich in der schönen Scheinwelt selbst verlieren kann und wie verführerisch die Selbstbestätigung durch kalkulierte Likes ist. Der Weg zurück ist nicht einfach und es ist interessant, Amelias Entwicklung zu beobachten. Genauso spannend ist der Einblick in die Welt der Imker, den man nebenbei bekommt.
Nick ist ein gelungener Gegenpart, der voller Überraschungen und Widersprüche steckt. Seine Geschichte ist sehr berührend und macht seine Reaktionen in manchen Situationen nachvollziehbar.
Diese Geschichte regt zum Nachdenken an und wärmt gleichzeitig das Herz.

Mein Fazit:
Von mir gibt es gern eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 02.07.2023

Selbst ist die Frau

Neon Gods - Helena & Achill & Patroklos
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„Neon Gods – Helena & Achill & Patroklos“ von Katee Robert ist der dritte Band ihrer neu interpretierten Reihe um die griechische Mythologie.
Helena Kasios ist nach außen die loyale Schwester von Zeus ...

„Neon Gods – Helena & Achill & Patroklos“ von Katee Robert ist der dritte Band ihrer neu interpretierten Reihe um die griechische Mythologie.
Helena Kasios ist nach außen die loyale Schwester von Zeus und ein oberflächliches Partygirl. Doch hinter der Oberfläche brodelt es gewaltig und Helena plant schon längst, sich aus den Fängen der Bevormundung und der Intrigen in Olympus zu befreien. Nachdem der Platz von Ares frei geworden ist, steigt Helena überraschend als Kandidatin in den Ring, um in drei gefährlichen Prüfungen gegen die anderen Bewerber zu kämpfen. Als Ares wäre sie endlich unantastbar und keine hilflose Schachfigur im Machtpoker mehr. Doch Helenas Entscheidung ist äußerst brisant, denn sie ist gleichzeitig der Preis, den Zeus ausgerufen hat. Sie soll die Ehefrau des neuen Ares werden, was ihren Siegeswillen umso mehr anstachelt.

Ich gebe zu, dass mich der erste Band der Reihe nicht ganz so überzeugen konnte, aber irgendwie wird die Story mit jedem Buch besser und besser. Katee Robert lässt diesmal eine vermeintlich schwache und von wirklich allen unterschätze Frau zeigen, was tatsächlich in ihr steckt. Das finde ich absolut hervorragend, denn die Rollen der weiblichen Protagonistinnen waren bisher zumeist auf ihre Funktion als Frau an der Seite eines mächtigen Helden geprägt.
Helena gefällt mir mit ihrer Kick-Ass-Attitude, auch wenn sie immer wieder von Zweifeln geplagt wird. Sie hat es verdient, über ihr Schicksal selbst zu entscheiden, auch wenn dieser Kampf Opfer erfordert. Helena ist eine starke Frau, die sich aus einer toxischen Beziehung befreit hat und niemals wieder an diesem Punkt landen will. Ihr Weg ist fesselnd beschrieben und ich habe natürlich mit ihr mitgefiebert.
Als Gegenpart wird Helena das männliche Duo Achill und Patroklos zur Seite gestellt, die leider das gleiche Ziel wie sie haben. Das harte Konkurrenzverhältnis ändert sich jedoch ziemlich schnell, zumal die Funken zwischen allen drei Beteiligten heftig sprühen.
Wer wird am Ende den Platz des Kriegsgottes einnehmen und was bedeutet das für die Verlierer? Die ungewöhnliche Konstellation verspricht viel Spannung und auf jeden Fall hochkochende Emotionen.

Mein Fazit:
Von mir gibt es diesmal sehr gute 4,5 Sterne und eine klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 30.06.2023

Magische Bindung

Die rastlosen Geister des Salon Nocturne
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„Die rastlosen Geister des Salon Nocturne“ von Stefanie Schuhen erzählt eine spannende Urban Fantasy voller Magie und französischem Charme.
Jackie betreibt in Paris ein beliebtes Café, den Salon Nocturne. ...

„Die rastlosen Geister des Salon Nocturne“ von Stefanie Schuhen erzählt eine spannende Urban Fantasy voller Magie und französischem Charme.
Jackie betreibt in Paris ein beliebtes Café, den Salon Nocturne. Die Besonderheit ist, dass der Salon hauptsächlich ein Treffpunkt für magiebegabte Wesen ist, die hier einen Anlaufpunkt haben und gegebenenfalls auch Hilfe finden können. Jackie selbst ist durch einen Bindungszauber seit ihrer Jugend an das Haus gefesselt und kann es nur als Geist mithilfe ihrer streunenden Katzen verlassen. Als ein unbekannter Magier in Paris mit Bindungszaubern experimentiert, gerät Jackie in den Fokus der ASRAM. Die Agentur zur Kontrolle der Magie schickt ausgerechnet ihren Agenten Gabriel Rivera, um Jackie zu einer Zusammenarbeit zu bewegen. Mit Gabriel verbindet Jackie eine gemeinsame Vergangenheit, die sie längst verdrängt hatte.

Das Setting in Paris ist der Autorin sehr gut gelungen und sie fängt das französische Flair perfekt ein. Das ist mal eine schöne Abwechslung zu anderen Geschichten und es verleiht der Story einen ganz besonderen Charme.
Der Schreibstil liest sich leicht und flüssig, so dass man schnell in die Handlung einsteigen kann. Die gesamte Story wird aus der Perspektive von Jackie erzählt, aber das bedeutet noch lange nicht, dass sie all ihre innersten Geheimnisse teilt.
Jackie ist quasi an das Gebäude gefesselt und hat nur einen sehr eingeschränkten Handlungsspielraum. Nur als Geist in einer Katze kann sie kurzzeitig und in einem begrenzten Areal herumstreifen. Mit ihrem Schicksal hat sich Jackie bisher ganz gut arrangiert, aber das Auftauchen von Gabriel lässt plötzlich ganz andere Gedanken und Wünsche in ihrem Kopf auftauchen.
Die Urban Fantasy ist eher cosy unterwegs, was mich nicht gestört hat und was ganz eindeutig zur Atmosphäre des Buches passt. Es gibt trotzdem einige Spannungs- und Gänsehautmomente, die es nicht zu gemütlich werden lassen. Am Ende bleiben für mich viele Fragen offen und ich könnte mir eine Fortsetzung absolut vorstellen.

Mein Fazit:
Ein magisches Abenteuer, welches von mir gern eine Leseempfehlung bekommt!

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Veröffentlicht am 29.06.2023

Es bleibt spannend

Vergissmeinnicht - Was bisher verloren war
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„Vergissmeinnicht – Was bisher verloren war“ von Kerstin Gier ist der lang erwartete zweite Band ihrer fantastischen Trilogie über den magischen Saum.
Quinn hat seine Fähigkeiten akzeptiert, auch wenn ...

„Vergissmeinnicht – Was bisher verloren war“ von Kerstin Gier ist der lang erwartete zweite Band ihrer fantastischen Trilogie über den magischen Saum.
Quinn hat seine Fähigkeiten akzeptiert, auch wenn er in der magischen Welt des Saum mehr Fragen als Antworten findet. Außerdem vermisst er Matilda, die ihn mit ihrer Neugier und ihren Ideen immer vorangebracht hat. Eigentlich wollte Quinn Matilda mit der Trennung nur beschützen, doch die Gefahren bleiben trotzdem bestehen und so könnte Quinn doch auch seinem Herzen folgen. Als an ihrem Gymnasium plötzlich eine alte Bekannte als angebliche Schülerin auftaucht, findet das Dream-Team endlich wieder zusammen. Schließlich gibt es unzählige neue Rätsel, unglaubliche Erkenntnisse, neue gefährliche Gegenspieler und unerwartete Verbündete.

Ich gebe zu, dass ich nach der langen Wartezeit nochmal zum ersten Band greifen musste, um meine Erinnerungen aufzufrischen. Ja, auch wenn die Reihe Vergissmeinnicht heißt.
Die packende Handlung schließt nahtlos an den Vorgänger an und es fällt leicht, wieder in die fantastischen Welten abzutauchen. Der fesselnde Schreibstil von Kerstin Gier lässt einen förmlich an den Seiten kleben und es kommt keine Sekunde Langeweile auf.
Quinn ist offenbar der Auserwählte, auch wenn ihn niemand wirklich über seine vorherbestimmte Mission aufklärt. Da kann man seinen Frust und seine mangelnde Motivation durchaus nachvollziehen, vor allem, weil ihm zu Beginn, sein größter Antrieb, seine geliebte Matilda, fehlt.
Matilda ist genauso frustriert, denn erstens leidet sie unter der Trennung und zweitens liebt sie die Abenteuer, die sie mit Quinn erleben könnte. Die beiden sind einfach zuckersüß zusammen und zum Glück müssen wir nicht lange auf eine Reunion warten.
Ich liebe den humorvollen Schreibstil von Kerstin Gier und ihre schillernden und facettenreichen Charaktere. Die fantasievolle Story steigert ihre Spannung immer weiter und viele der Figuren sind mir längst ans Herz gewachsen. Der Cliffhanger am Ende ist absolut fies und ich hoffe, wir müssen nicht allzu lange auf das Finale warten.

Mein Fazit:
Von mir gibt es die vollen fünf Sterne und eine klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 29.06.2023

Der Kreis schließt sich

Mile High Love – Glück jenseits des Ozeans
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„Mile High Love – Glück jenseits des Ozeans“ von J. H. Petra ist der dritte und abschließende Band ihrer Mile High Trilogie.
Zoella hat nicht nur ihren Ehemann an eine andere Frau verloren, sondern kurze ...

„Mile High Love – Glück jenseits des Ozeans“ von J. H. Petra ist der dritte und abschließende Band ihrer Mile High Trilogie.
Zoella hat nicht nur ihren Ehemann an eine andere Frau verloren, sondern kurze Zeit später bei einem Unfall auch das ungeborene Kind der beiden. Alles was ihr wichtig war, ist unwiderruflich zerbrochen, und deshalb flieht sie spontan so weit weg wie möglich. Dabei landet Zoella durch einen Zufall in Spanien, wo sie die Scherben zusammenkratzen und wieder zu sich selbst finden will. In den Bergen Malagas beginnt Zoella zu heilen, aber gleichzeitig wird sie ausgerechnet hier mit ihrer Vergangenheit konfrontiert. Gleich zwei Männer stürzen Zoella in ein Gefühlschaos, aber letztendlich muss sie endlich ihre eigenen Entscheidungen für ihre neue Zukunft treffen.

J. H. Petra erzählt in ihrer emotionalen Reihe sicher keine konventionellen Liebesgeschichten und dieser Linie bleibt sie auch im Abschlussband treu. Der Schreibstil liest sich gewohnt leicht und flüssig und die Handlung wird aus der Perspektive von Zoella erzählt.
Zoella kam in den Vorgängerbänden nicht unbedingt positiv weg, wobei man aber gerade die Ereignisse des zweiten Teils niemandem wünschen würde. Jetzt dürfen wir ihre andere Seite kennenlernen und die Gedanken und Gefühle, die sie bisher lieber verborgen hielt. Dabei muss man anerkennen, dass Zoella bei weitem nicht die emotionslose und manipulative Eiskönigin ist, als die sie oft hingestellt wurde. Ihre Entwicklung ist sehr interessant und man wünscht ihr unbedingt, dass sie doch noch ihr Glück findet.
Ian und Nate sind ebenfalls keine Unbekannten und es ist schon fast ein wenig zu viel Zufall, dass Zoella ausgerechnet auf diese beiden Männer trifft. Ian mochte ich bisher sehr gern und zu Nate hatte ich eine neutrale Meinung. Auch Ian und Nate zeigen neue Facetten, die Zoella auf eine Gefühlsachterbahn schicken.
Für mich persönlich ist die Gesamtkonstellation aller Charaktere einen Tick zu konstruiert und bei Familientreffen sollte hier lieber keiner der Beteiligten betrunken Wahrheit oder Pflicht vorschlagen. Trotzdem ist Zoellas Geschichte durchaus gelungen und konnte mich in vielen Teilen berühren.

Mein Fazit:
Der Kreis schließt sich und ich gebe gern eine Leseempfehlung!

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