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Veröffentlicht am 02.01.2023

Emotionale Lovestory

Weil ich dich nicht vergessen kann
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„Weil ich dich nicht vergessen kann“ von Corinne Michaels ist der dramatische Auftakt zu ihrer Romance Reihe um die vier Brüder der Familie Arrowood.
Connor Arrowood trifft am Abend vor seinem Eintritt ...

„Weil ich dich nicht vergessen kann“ von Corinne Michaels ist der dramatische Auftakt zu ihrer Romance Reihe um die vier Brüder der Familie Arrowood.
Connor Arrowood trifft am Abend vor seinem Eintritt ins Militär eine ganz besondere Frau und verbringt eine unvergessliche Nacht mit ihr. Noch acht Jahre später träumt er von seinem Engel, den er nie vergessen konnte. Niemals hätte Connor damit gerechnet, die schöne Unbekannte jemals wiederzutreffen. Doch nach seiner unfreiwilligen Rückkehr auf die heimatliche Farm entpuppt sich der Engel von damals als seine neue Nachbarin, die inzwischen verheiratet ist und eine Tochter hat. Obwohl sich Connor eigentlich fernhalten will, merkt er schnell, dass Ellie in ihrer Ehe alles andere als glücklich ist. Kann es doch noch eine zweite Chance geben?

Corinne Michaels spricht in ihrer emotionalen und sehr bewegenden Lovestory einige ernste und heftige Themen an, die sie auch mit schonungslos klaren Worten beschreibt. Die Handlung wird abwechselnd aus den Perspektiven von Connor und Ellie erzählt, so dass man in ihre Gefühlswelten und Beweggründe ganz tief eintauchen kann. Beide Hauptfiguren sind unglaublich sympathisch und es fällt leicht, ihnen endlich ein Happy End zu wünschen.
Connor musste in seiner Kindheit Schlimmes mitmachen und noch immer wirkt die Gewalttätigkeit und Boshaftigkeit seines Vaters nach. Genau wie seine drei Brüder hat er sich selbst geschworen, niemals so wie sein Erzeuger zu werden und versagt sich deshalb Liebe und jegliche romantischen Beziehungen. Es ist zuckersüß, wie er sich mit Ellies Tochter anfreundet, die für mich eines der Highlights in diesem Buch ist.
Ellie steckt in einer gewalttätigen Ehe fest und sucht verzweifelt nach einem Ausweg, um ihre kleine Tochter schützen. Ihr Martyrium ist eindringlich geschildert und man kann ihre inneren Kämpfe gut nachvollziehen.
Zwischen Ellie und Connor herrscht eine fast schon magische Chemie, die die beiden gebrochenen Seelen zusammenführt. Es ist sehr berührend, wie sich Ellie und Connor annähern und um ihre Chance auf Glück kämpfen. Diese dramatische Lovestory trifft mitten ins Herz und ich bin jetzt schon neugierig, wie es mit den anderen drei Brüdern weitergehen wird.

Mein Fazit:
Eine wunderschöne und emotionale Geschichte, die von mir sehr gern eine Leseempfehlung bekommt!

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Veröffentlicht am 30.12.2022

Neue Mission

Der Clan der Highlanderin
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„Der Clan der Highlanderin“ von Eva Fellner ist der dritte Band ihrer abenteuerlichen historischen Saga um die außergewöhnliche Kriegerin Enya.
Enya ist von ihrem schweren Unfall genesen und führt ein ...

„Der Clan der Highlanderin“ von Eva Fellner ist der dritte Band ihrer abenteuerlichen historischen Saga um die außergewöhnliche Kriegerin Enya.
Enya ist von ihrem schweren Unfall genesen und führt ein Leben an der Seite ihres Ehemannes, des Clanführers James Douglas. Ihre kämpferische Natur kann sie auch als Ehefrau und Mutter nicht unterdrücken, was bei der immer noch bestehenden Bedrohung durch die Engländer auch nicht nötig ist. Als James eine schwangere Unbekannte ohne weitere Erklärung auf ihrer Burg einquartiert, ist Enya außer sich. Umso dankbarer nimmt sie den Auftrag des schottischen Königs an, für ihn als Spionin nach Irland zu gehen. Dort will sie gleichzeitig ihren engsten Vertrauten Cathal suchen, aber sie trifft auch auf eine Verbindung zu ihrer eigenen Vergangenheit.

Es ist auf jeden Fall von Vorteil, wenn man die vorangegangenen Bände gelesen hat. Die komplizierte Dynamik zwischen Enya und James, aber auch die gemeinsame Vergangenheit mit Cathal, kann man mit Vorkenntnissen definitiv besser nachvollziehen.
Eva Fellner verknüpft geschickt historische Fakten mit ihrer spannenden Geschichte um die fiktive Heldin Enya. Enya hat mich seit dem ersten Teil absolut beeindruckt und ich kann dadurch auch ihre vielleicht nicht so glücklichen Entscheidungen verstehen. Die Handlung spielt diesmal ausschließlich im Jahr 1315 und führt nicht erneut in die Vergangenheit von Enya, die bereits ausreichend beleuchtet wurde. Es geht nach Irland, wo die Schotten nach den Siegen über die Engländer neuen Boden gewinnen wollen. Enya darf auf ihrer gefährlichen Mission mit ihren Erfahrungen als Spionin, Kriegerin und Medizinerin punkten. Doch sie bleibt auch Frau und Mutter, auch wenn dies zu schweren inneren Konflikten führt.
Ich mag diese außergewöhnliche und starke Frauenfigur, die ihren eigenen Weg geht und immer ihrer inneren Stimme folgt. Aber auch die übrigen Charaktere hat die Autorin vielschichtig und interessant angelegt. James bleibt diesmal eher im Hintergrund, während Cathal ganz neue Seiten zeigen darf. Ragnar ist für mich persönlich nicht nur der gefühllose Söldner, sondern hat auch seine weichen und emotionalen Seiten. Gerade diese Widersprüche machen die Geschichte lebendig.

Mein Fazit:
Das neue Abenteuer von Enya konnte mich wieder komplett fesseln und ich gebe eine klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 29.12.2022

Zu offensichtlich

Blutige Tarnung
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In „Blutige Tarnung“ von Jessica Potthast führt ein Serienmörder alle an der Nase herum.
Patricia Wagner hat einen außergewöhnlichen Geruchssinn, dem sie auch ihren tollen Job verdankt. Vor kurzem hat ...

In „Blutige Tarnung“ von Jessica Potthast führt ein Serienmörder alle an der Nase herum.
Patricia Wagner hat einen außergewöhnlichen Geruchssinn, dem sie auch ihren tollen Job verdankt. Vor kurzem hat sie für ihre Firma ein neues Parfum entwickelt, für welches Patricia auch das Aushängeschild und Werbegesicht ist. Leider zieht der neue Duft auch unschöne Aufmerksamkeit auf sich, als ein Serienmörder seine Opfer mit genau diesem Parfum zeichnet. Auch Patricias beste Freundin ist eines der übel zugerichteten Opfer und die Drohbriefe, die Patricia erhält, machen deutlich, dass es der Killer letztendlich auf sie abgesehen hat. Verzweifelt beginnt Patricia auf eigene Faust zu ermitteln, denn die Polizei tappt auf der Jagd nach dem selbsternannten Tiger völlig im Dunkeln.

Dies ist mein erstes Buch der Autorin und mich hat die Grundidee und Beschreibung sofort angesprochen. Bei der Umsetzung ist für einen guten Thriller aber noch einige Luft nach oben, denn sowohl die Charaktere als auch die Konstruktion der Handlung sind ausbaufähig. Der Schreibstil liest sich aber grundsätzlich leicht und flüssig, so dass man schnell in die Geschichte einsteigen kann.
Mein Hauptproblem war für mich persönlich die unsympathische Hauptfigur Patricia, deren Gedankengänge und Handlungen ich fast nie nachvollziehen konnte. Sie ist oft hochgradig naiv, urteilt voreilig und unüberlegt und ist blind für die Ansichten anderer. Da konnte ich auch kein Mitgefühl entwickeln.
Die ermittelnden Polizisten sind zwar deutlich gefestigter, agieren jedoch auch ziemlich unprofessionell. Durch jede Menge falsche Fährten ergibt sich ein bunter Reigen von Verdächtigen, wobei der eigentliche Täter recht früh überdeutlich heraussticht. Das wird aber komplett ignoriert, obwohl es so offensichtlich ist. Bei den Charakteren werden mir zu viele Klischees bedient, wodurch sie letztendlich leider oberflächlich und platt bleiben.
Die Grundidee finde ich gut, genau wie die gelegentlichen verstörenden Ausflüge in den Kopf des Täters. Das Katz-und-Maus-Spiel des Killers hatte absolut Potenzial und macht diesen Thriller lesenswert.

Mein Fazit:
Konnte mich nicht ganz überzeugen, aber die Ansätze sind vielversprechend.

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Veröffentlicht am 29.12.2022

Heimliche Abgründe

Verirrt
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„Verirrt“ von Nika Michaelis ist der Auftakt zu einer neuen Krimireihe um das Ermittlerteam Carmen Kollinger und Matthias Zastrow, die im schönen Hamburg spielt.
Auf einem abgelegenen Grundstück am Stadtrand ...

„Verirrt“ von Nika Michaelis ist der Auftakt zu einer neuen Krimireihe um das Ermittlerteam Carmen Kollinger und Matthias Zastrow, die im schönen Hamburg spielt.
Auf einem abgelegenen Grundstück am Stadtrand von Hamburg wird die grausam zugerichtete Leiche einer jungen Frau gefunden. Der Täter hat sie ganz besonders inszeniert, was die Ermittler vor ein Rätsel stellt. Carmen Kollinger und ihr jüngerer Kollege Matthias Zastrow finden schnell heraus, dass das Opfer psychisch krank und Patientin in einem exklusiven Sanatorium war. Die Klinikchefin zeigt sich wenig kooperativ, genau wie das enge Umfeld der Toten. Doch irgendetwas ist gewaltig faul an dieser Nervenheilanstalt, was sich spätestens dann zeigt, als die nächste junge Patientin spurlos verschwindet und eine verzweifelte Sprachnachricht hinterlässt.

Die Beschreibung hat mich neugierig gemacht und meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht. Der Auftakt ihrer Krimireihe um Carmen Kollinger ist der Autorin absolut gelungen und ich bin schon gespannt auf die Fortsetzung. Ich mag die kurzen Kapitel, die der Story zusätzliche Dynamik verleihen, aber auch so liest sich der Schreibstil leicht und flüssig.
Carmen ist eine sympathische Hauptfigur, die ich auf Anhieb mochte. Auch ihr Sohn Linus ist eines meiner Highlights im Buch und mir gefiel die humorvolle Chemie der beiden. Matthias als zweiter Ermittler ist ebenfalls ein vielschichtiger und gelungener Charakter, genau wie der Rest des bunten Teams. Nika Michaelis meistert die schwierige Balance zwischen eigentlichem Kriminalfall und dem Privatleben der Ermittler hervorragend, so dass es nie langweilig wird und man wissen möchte, wie es weitergeht.
Die Handlung ist packend konstruiert und die Spannung bleibt bis zum Ende auf hohem Niveau. Die düstere Grundstimmung wird durch die sympathischen Ermittler aufgelockert, wobei alles authentisch bleibt und nicht überzeichnet wirkt. Einige Dinge wurden mir zu schnell und einfach abgehandelt, aber insgesamt funktioniert dieser Krimi sehr gut. Sowohl die Haupt- als auch die Nebencharaktere sind für mich in all ihren Facetten absolut gelungen, weshalb ich die Fortsetzung sehnsüchtig erwarte.

Mein Fazit:
Ein großartiger Auftakt, der Lust auf mehr macht. Von mir gibt es gern eine Empfehlung!

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Veröffentlicht am 28.12.2022

Packender Krimi

Der Gesuchte
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„Der Gesuchte“ von Gabriella Ullberg Westin ist der fünfte Band ihrer Krimireihe um den kantigen Kommissar Johan Rokka.
Kriminalinspektor Johan Rokka hat seine große Klappe nicht unter Kontrolle, was ...

„Der Gesuchte“ von Gabriella Ullberg Westin ist der fünfte Band ihrer Krimireihe um den kantigen Kommissar Johan Rokka.
Kriminalinspektor Johan Rokka hat seine große Klappe nicht unter Kontrolle, was ihm eine Abordnung in seine alte Heimatstadt Stockholm zur Abteilung für Schwerverbrechen einbringt. Nach vier Jahren Nordschweden ist das für Johan ein ziemlich abrupter Wechsel, aber die Umstellung auf die anonyme Großstadt bleibt nicht das einzige Problem. Ein spektakulärer Juwelenraub beschäftigt die Stockholmer Polizei und der Hauptverdächtige ist für Johan kein Unbekannter. Viktor Berger ist ein enger Jugendfreund von Johan, der ihm einst das Leben gerettet hatte. Vor ein paar Tagen brach Viktor aus dem Gefängnis aus und der Raub passt genau in sein Schema.

Gabriella Ullberg Westin schafft es auch im fünften Teil der spannenden Reihe, mich mit ihrer geschickt konstruierten Story zu fesseln. Ihr Hauptcharakter Johan Rokka hat viele Ecken und Kanten, und trotzdem ist er sehr charismatisch und hat meine Sympathien. Johan wird diesmal noch stärker von seiner Vergangenheit eingeholt und man kann seinen inneren Kampf mit den unterschiedlichen Loyalitäten nachempfinden.
Vom beschaulichen Hudiksvall und Johans kleinem Team wechselt das Setting in die Großstadt Stockholm, in der es temperaturmäßig vielleicht wärmer ist, aber trotzdem ein raueres Klima herrscht. Viktor war Johans bester Freund, bevor ihre unterschiedlichen Lebenswege sie trennten, und Johan zweifelt noch immer an seiner damaligen Entscheidung.
Ich finde es überaus gelungen, wie berührend und glaubhaft die Autorin erzählt, dass es eben nicht nur Gut und Böse gibt, sondern jede Menge Grauzone dazwischen, in der sich sowohl Viktor aber auch Johan befinden. Vor allem Viktors Charakter und seine Emotionen sind sehr intensiv und bewegend beschrieben.
Die Handlung ist packend aufgebaut und die Auflösung hat mich tatsächlich kalt erwischt. Dabei sind die aufgezeigten menschlichen Abgründe wieder einmal erschreckend und düster. Die Spannung wird durchgehend gehalten und lebt von ihren tiefgründigen Protagonisten. So muss ein skandinavischer Krimi sein.

Mein Fazit:
Ich freue mich jetzt schon auf den nächsten Fall von Johan Rokka und gebe eine ganz klare Leseempfehlung!

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