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Veröffentlicht am 06.01.2022

Nette Lovestory

All The Things That Matter
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„All The Things That Matter“ von Mira Manger ist ein gelungener New Adult Roman, der für nette Lesestunden sorgt.
Victoria hat noch ein Semester vor sich und dann kann sie endlich ihr Studium in Seattle ...

„All The Things That Matter“ von Mira Manger ist ein gelungener New Adult Roman, der für nette Lesestunden sorgt.
Victoria hat noch ein Semester vor sich und dann kann sie endlich ihr Studium in Seattle beenden und zurück in ihre Heimat Kanada ziehen. Nur ihre beste Freundin war der Grund, warum sie einer Schwesternschaft beitrat und im Verbindungshaus wohnte. Ansonsten hat Vic mit ihren wohlhabenden Mitbewohnerinnen nichts gemeinsam. Als sie zufällig den sympathischen Austin kennenlernt und auch noch ihren Traumjob in Seattle angeboten bekommt, gerät ihr Entschluss ins Wanken. Aber sollte sie ihre Zukunft tatsächlich von Austin abhängig machen? Denn bei bestimmten Fragen weicht er ständig aus und hält Vic auf Abstand.

Mira Manger hat einen leichten und flüssigen Schreibstil, der einen schnell durch die Seiten fliegen lässt. Die Handlung wird abwechselnd aus den Perspektiven von Vic und Austin erzählt, so dass man einen Einblick in beide Gefühlswelten und ihre jeweiligen Beweggründe erhält. Das angesprochene Geheimnis von Austin wird aber erst gegen Ende des Buches aufgelöst.
Vic ist bodenständig, loyal und sehr sympathisch. Es ist leicht, sie zu mögen, und man schließt sie schnell ins Herz. Für ihre Freunde ist sie immer zur Stelle und es fällt ihr nicht ganz leicht, sich auf Austin einzulassen. Als sie merkt, dass er irgendetwas zurückhält, bestätigt das ihre Vorbehalte.
Austin ist offensichtlich einer von den Guten, obwohl er Vic ganz klar wichtige Sachen verschweigt. Man kann seine Gründe aber absolut nachvollziehen, zumal man sein Geheimnis irgendwann erraten kann. Ich mag den engen Zusammenhalt in seiner Familie, den man in den gemeinsamen Szenen deutlich spürt.
Die Lovestory von Vic und Austin ist schön erzählt, aber sie hebt sich auch nicht außergewöhnlich von anderen ab. Das obligatorische Drama ist absehbar und am Ende werden alle Handlungsfäden harmonisch aufgelöst. Für zwischendurch ist diese leichte New Adult hervorragend geeignet, aber sie wird wohl nicht länger im Gedächtnis bleiben.

Mein Fazit:
Die nette College Romance bekommt von mir gern eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 05.01.2022

Packende Fortsetzung

Teufelsnetz
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„Teufelsnetz“ von Max Seeck ist der zweite Thriller mit der streitbaren und faszinierenden Kommissarin Jessica Niemi.
In Helsinki verschwinden zwei bekannte Blogger nach einer Party spurlos. Kurze Zeit ...

„Teufelsnetz“ von Max Seeck ist der zweite Thriller mit der streitbaren und faszinierenden Kommissarin Jessica Niemi.
In Helsinki verschwinden zwei bekannte Blogger nach einer Party spurlos. Kurze Zeit darauf wird auf ihrem Account eine rätselhafte Botschaft gepostet. Handelt es sich dabei nur um einen Prank, um neue Follower zu gewinnen? Als fast zum gleichen Zeitpunkt am Strand die Leiche einer jungen Frau gefunden wird, die Manga-Kleidung trug, vermutet die Polizei einen Zusammenhang. Jessica Niemi ermittelt und stößt bald auf ein Wespennest, welches erschreckend weite Kreise zieht. Dabei sitzt ihr ihre neue Chefin im Nacken, die Jessica lieber gestern als heute aus dem Weg haben möchte.

Nachdem mich der erste Band bereits total begeistert hat, war ich sehr gespannt auf die Fortsetzung. Max Seeck legt in seiner Reihe einen großen Fokus auf das Privatleben seiner Ermittlerfiguren, was ich normalerweise nicht so mag. Hier hat mich jedoch die Geschichte von Jessica Niemi derart in ihren Bann gezogen, dass sie fast genauso fesselnd ist, wie der eigentliche Fall. Ich würde daher auch empfehlen, vorher unbedingt den ersten Teil zu lesen, damit man die Zusammenhänge besser verstehen kann.
Die kurzen Kapitel verleiten einfach dazu, immer weiterzulesen, und unterstützen das rasante Erzähltempo. Der Fall ist nicht ganz so komplex wie der Vorgänger, aber trotzdem geschickt und mitreißend konstruiert, so dass man immer wieder überrascht wird. Ich mochte Jessica Niemi von Anfang an, gerade weil sie ein äußerst facettenreicher Charakter mit düsteren Abgründen ist. Das übrige Team wächst einem genauso schnell ans Herz, auch wenn ohne den alten Chef eine neue Dynamik entstanden ist. Der Autor wechselt zwischen den Perspektiven der einzelnen Figuren, wobei der Fokus auf Jessica liegt. Insgesamt steigert sich dadurch die Spannung immer weiter, da immer neue Puzzleteile auftauchen, bevor sich am Schluss das Gesamtbild ergibt.

Mein Fazit:
Ein geschickt konstruierter und packender Thriller, der nicht der letzte der Reihe für mich gewesen sein wird. Klare Empfehlung!

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Veröffentlicht am 04.01.2022

Fluch der Unsterblichkeit

Infinitas – Fluch aus Glut und Asche
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„Infinitas – Fluch aus Glut und Asche“ von Marina Neumeier ist der erste Band ihrer neuen Fantasy-Dilogie, die in die Welt der Götter führt.
Viele Jahrhunderte lang war die junge Aliqua unter der Vulkanasche ...

„Infinitas – Fluch aus Glut und Asche“ von Marina Neumeier ist der erste Band ihrer neuen Fantasy-Dilogie, die in die Welt der Götter führt.
Viele Jahrhunderte lang war die junge Aliqua unter der Vulkanasche des Vesuvs in völliger Isolation gefangen. Als sie überraschend befreit wird, findet sie sich in der Gegenwart wieder und kann sich an ihre Vergangenheit erinnern. Sie landet mitten in einem gefährlichen Konflikt zwischen den Familien Omodeo und Pomponio, auf denen ein uralter Fluch lastet. Zu dem geheimnisvollen und düsteren Santo fühlt Aliqua eine besondere Verbindung, aber dadurch gerät sie auch immer weiter in Gefahr, denn die Unsterblichen verfolgen skrupellos ihre dunklen Ziele.

Nach der Aquarius-Trilogie war ich sehr neugierig, in welche Welt uns Marina Neumeier diesmal entführen wird. Infinitas unterscheidet sich total von der Vorgängerreihe, außer dass es natürlich genauso spannend und mitreißend erzählt ist.
Die Handlung wechselt zwischen der Gegenwart und Aliquas und Santos Erzählperspektive und Rückblicken in die Vergangenheit, die ausschließlich Aliqua betreffen. Der Fluch der Unsterblichkeit hat über die Jahrhunderte verfeindete Gruppierungen ausgebildet und Aliqua ist der unbekannte Faktor, der plötzlich in diesem Konflikt auftaucht. Welches Geheimnis sie umgibt, wird im Auftaktband natürlich noch nicht komplett gelüftet, aber Stück für Stück enthüllen sich immer mehr Details.
Ich mag die sympathischen Charaktere um Santo und seine Familie, die vor allem die Schattenseiten der Unsterblichkeit kennenlernen mussten. Santo hütet irgendein dunkles Geheimnis, welches ihn mit Aliqua verbindet, und die Autorin schafft es sehr geschickt, dass die Spannungskurve nicht abflaut. Die Balance zwischen Andeutungen und Antworten ist gerade so eingehalten, damit man nicht die Lust verliert und weiter mitfiebert. Das schließt auch den obligatorischen fiesen Cliffhanger mit ein.
Jetzt heißt es warten auf Band 2 und zum Glück dauert dies nicht Jahrhunderte, wie Aliquas Zeit in der Vulkanasche.

Mein Fazit:
Spannende Story, düstere Geheimnisse und facettenreiche Charaktere lassen es nicht langweilig werden. Klare Empfehlung!

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Veröffentlicht am 04.01.2022

Rockstar im Schnee

Winter Blues - Ein Song für dich (Seasons of Music - Reihe 1)
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„Winter Blues – Ein Song für dich“ von Carolin Keck ist der Auftakt zur Seasons of Music Reihe und erzählt eine süße Rockstar Romance, die im verschneiten Kanada beginnt.
Violet glaubt, dass sie mit ihrem ...

„Winter Blues – Ein Song für dich“ von Carolin Keck ist der Auftakt zur Seasons of Music Reihe und erzählt eine süße Rockstar Romance, die im verschneiten Kanada beginnt.
Violet glaubt, dass sie mit ihrem Job bei Sullivan Media endlich angekommen ist. Ihr Boss Daniel ist Manager der Rockband Rule of Three, deren Drummer Xander King spurlos abgetaucht ist. Angeblich soll er sich tief in der verschneiten kanadischen Provinz aufhalten. Violet ist wenig begeistert, als sie von New York ins winzige Kearney reisen muss, um den Superstar zur Rückkehr zu bewegen. Leider gestaltet sich die Suche nach Xander schwieriger als gedacht, zumal Violet auch noch von dem attraktiven Alex abgelenkt wird.

Der Einstieg in die Geschichte ist mir sehr leicht gefallen, da ich mit der Protagonistin Violet direkt auf einer Wellenlänge lag und sie auf Anhieb mochte. Sowohl ihre Aversion gegen Schneemassen als auch ihre strikte Haltung zu Kaffee sind mir außerordentlich sympathisch.
Violet bekommt von ihrem Chef immer mehr unliebsame Aufgaben aufgebrummt, während er gefühlt gar nichts tut. Ihre Überforderung sorgt dafür, dass sie dank lauter Schnee nicht sieht, was direkt vor ihrer Nase ist.
Obwohl die Handlung natürlich vorhersehbar ist, gibt es trotzdem ein paar überraschende Twists, die es nicht langweilig werden lassen. Außerdem hat mir sehr gefallen, dass auf bestimmte offensichtliche Dramen verzichtet und dafür eine andere Richtung eingeschlagen wurde. Zudem gab es keine konstruierten Missverständnisse oder ein ewiges Hin und Her, sondern die Story blieb trotz kleiner Dramen locker und leicht. Zwischen Alex und Violet stimmt die Chemie und der Funke springt klar über. Diese süße Rockstar Romance sorgt für unterhaltsame und humorvolle Lesestunden und erfüllt damit alle meine Erwartungen.

Mein Fazit:
Die Autorin hat hier ein überaus gelungenes Debüt hingelegt und ich freue mich auf weitere Bücher aus ihrer Feder. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 02.01.2022

Starke Frau

Der Weg der Highlanderin
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„Der Weg der Highlanderin“ von Eva Fellner ist die gelungene Fortsetzung der Geschichte um die toughe Assassine Enja.
Schauplatz der Story ist Schottland zum Anfang des 14. Jahrhunderts. Der Kampf der ...

„Der Weg der Highlanderin“ von Eva Fellner ist die gelungene Fortsetzung der Geschichte um die toughe Assassine Enja.
Schauplatz der Story ist Schottland zum Anfang des 14. Jahrhunderts. Der Kampf der Schotten um die Unabhängigkeit und die Macht von König Robert durchzieht das ganze Land und lässt auch bald die Kriegerin Enja nicht mehr außen vor. Bisher wahrte sie ihre Unabhängigkeit, aber nun muss sie sich für eine Seite entscheiden. An der Seite von James Douglas kämpft Enja für die Schotten und ihre eigene Zukunft und gegen die Unterdrückung der Engländer. Aber obwohl sie ihre Seite gewählt hat, kann sie nicht aus ihrer Haut und trifft weiterhin ihre eigenen Entscheidungen.

Mir hat der erste Band außerordentlich gut gefallen und ich war absolut gespannt, wie die fesselnde und faszinierende Geschichte von Enja weitergeht. Die Handlung wechselt wie im Vorgängerband zwischen Enjas Vergangenheit und den Geschehnissen in Schottland. Endlich erfährt man, wie sie überhaupt dort gelandet ist und wie sie zu ihrer Burg kam. An ihrer Seite ist weiterhin der loyale und unerschütterliche Hal, der ihr treu ergeben ist und sie ohne Worte versteht.
Enja ist einfach nur beeindruckend und besitzt eine äußere und innere Stärke, die die der meisten Männer weit übertrifft. Obwohl es historisch zutreffend ist, macht es einen trotzdem wütend, dass ihr Wert als Frau auch nach all ihren Erfolgen immer noch daran gemessen wird, dass sie letztendlich unter der Kontrolle eines Mannes stehen muss. Ich hätte sie auch gefeiert, wenn sie (historisch komplett inkorrekt) Robert the Bruce nach seinem fiesen Move den Rücken gekehrt und mit Hal in den Sonnenuntergang geritten wäre. Aber man kann nicht alles haben.
Eva Fellner ist es auf jeden Fall gelungen, Fiktion und Historie so gekonnt zu verschmelzen, dass die Story packend und mitreißend ist und trotzdem nicht völlig an der tatsächlichen Geschichte vorbei. Für mich waren die Rückblicke genauso spannend wie Enjas Erlebnisse in Schottland und auch das Ende ist absolut rund.

Mein Fazit:
Dieser Zweiteiler um die außergewöhnliche Frauenfigur Enja ist unbedingt lesenswert und bekommt von mir eine ganz klare Empfehlung!

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