Profilbild von tkmla

tkmla

Lesejury Star
offline

tkmla ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit tkmla über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.09.2021

Grandios

Berlin Monster - Nachts sind alle Mörder grau
0

„Berlin Monster – Nachts sind alle Mörder grau“ von Kim Rabe ist eine packende und abwechslungsreiche Fantasy-Story, die mich von Anfang bis Ende begeistern konnte.
Lucy Wayne ist Privatdetektivin und ...

„Berlin Monster – Nachts sind alle Mörder grau“ von Kim Rabe ist eine packende und abwechslungsreiche Fantasy-Story, die mich von Anfang bis Ende begeistern konnte.
Lucy Wayne ist Privatdetektivin und eine Expertin für Übersinnliches in Berlin. Vor dreißig Jahren ließ die Strahlung einer Bombe den Aberglauben der Menschen weltweit lebendig werden. Da Berlin der Ursprung des ganzen war, sammeln sich vor allem hier die übersinnlichen Phänomene. Ihre neue Auftraggeberin sucht verzweifelt nach ihrer Freundin, einer verschwundenen Fee. Doch je tiefer Lucy gräbt, desto gefährlichere Gestalten schreckt sie auf. Zudem ergeben sich immer mehr Zusammenhänge zur der brutalen Mordserie an Übersinnlichen, die Berlin montan in Atem hält.

Die Beschreibung klingt einfach interessant, so dass ich nicht lange gezögert habe. Selbst mit all den übersinnlichen Kreaturen büßt Berlin nichts von seinem unvergleichlichen Charme ein. Ich kann mir die Szenerie bildlich vorstellen und nirgendwo anders als in Berlin könnte sie normaler und selbstverständlicher wirken.
Lucy hat ihre ganz persönliche Vergangenheit mit der versehentlich gezündeten Bombe und ich hatte den Eindruck, sie versucht immer noch, Wiedergutmachung zu leisten. Sie ist tough, neugierig und selbstbewusst und ist damit eigentlich perfekt für ihren Job. Leider hat sie auch die Tendenz, sich immer wieder in Schwierigkeiten zu bringen, was für sie solange in Ordnung ist, wie ihre Lieben nicht mit hineingezogen werden.
Der bunte Moloch Berlin wird durch den manifestierten Aberglauben noch farbenprächtiger und der lebhafte und lockere Schreibstil lässt nie Langeweile aufkommen. Kim Rabe lässt ihre faszinierende Welt lebendig werden, ohne sich in langatmigen Details zu verlieren. Die Handlung schlägt immer wieder ungeahnte Richtungen ein und man weiß nie, was einen als nächstes erwartet. Spannung, Action, Humor und eine winzige Prise Romantik sind ebenfalls vorhanden, so dass man mit der ungewöhnlichen Heldin mitfiebern darf. Lucys Fall ist am Ende abgeschlossen, aber es bleiben noch jede Menge Fragen offen, die ausreichend Stoff für eine Fortsetzung bereithalten. Ich persönlich würde gern sofort weiterlesen.

Mein Fazit:
Die schillernden Charaktere und die atmosphärische und fesselnde Story haben mich komplett überzeugt. Von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung und ich freue mich jetzt schon auf den nächsten Band!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 24.09.2021

Explosive Chemie

The Game – Wild Desire
0

„The Game – Wild Desire“ ist der erste Band der neuen knisternden Trilogie von Lauren Rowe.
Georgina steht kurz vor dem Abschluss ihres Journalistikstudiums und hofft auf einen Job bei einem erfolgreichen ...

„The Game – Wild Desire“ ist der erste Band der neuen knisternden Trilogie von Lauren Rowe.
Georgina steht kurz vor dem Abschluss ihres Journalistikstudiums und hofft auf einen Job bei einem erfolgreichen Musikmagazin. Bei einem Vortrag der Musikfakultät am College will sie ihrer potenziellen neuen Chefin einige Schreibproben überreichen. Aber fast ihre gesamte Aufmerksamkeit wird von dem heißen Musikproduzenten Reed Rivers abgelenkt, der offensiv mit Georgina flirtet. Die Funken sprühen zwischen ihnen sprühen immer intensiver, bis ein scheinbares Missverständnis das Feuer bei Georgina abrupt zum Erlöschen bringt. Aber Reed ist nicht bereit, aufzugeben, und setzt alle Hebel in Bewegung, um Georgina wiederzusehen.

Fans der Autorin kennen Reed Rivers bereits aus ihrer „The Club“ – Reihe, aber man kann das Buch problemlos ohne Vorkenntnisse lesen.
Die Story startet mit einem Rückblick auf ein traumatisches Ereignis in Reeds Leben, welches seine Zukunft stark beeinflussen und permanent überschatten wird. Man ist schnell in der Geschichte drin, denn der Schreibstil von Lauren Rowe liest sich gewohnt leicht und locker. Die Perspektiven wechseln zwischen Reed und Georgina, so dass man die Gedankengänge und inneren Konflikte beider Seiten absolut nachvollziehen kann. Auch wenn man natürlich nicht jede Reaktion gutheißen muss.
Die Dynamik der beiden Hauptfiguren als explosiv zu bezeichnen, ist schon fast eine Untertreibung, denn manchmal hat man das Gefühl, die Seiten werden sich jeden Moment spontan selbst entzünden. Die Flammen lodern heiß und es ist sehr amüsant und einfach nur großartig, dass Georgina dem älteren und dominanten Reed absolut gewachsen ist und ihr italienisches Temperament oft mit ihr durchgeht. Die zwei liefern sich jede Menge spritzige Schlagabtausche, die wie ein sehr langes Vorspiel wirken und viel Spaß machen. Georgina hat echt Rückgrat und ich liebe ihren Charakter.
Die Autorin lässt ihren Auftaktband diesmal recht sanft und ohne fiesen Cliffhanger ausklingen. Aber trotzdem ist die Neugier geweckt, wie die turbulente Nichtbeziehung von Reed und Georgina weitergehen wird. Ich bin auf jeden Fall sehr gespannt und fiebere jetzt schon mit den Charakteren mit.

Mein Fazit:
Der Auftakt ist für meinen Geschmack perfekt gelungen und ich gebe eine klare Leseempfehlung!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 24.09.2021

Süßer als Lebkuchen

Weihnachtsglück in Willowbrook
0

„Weihnachtsglück in Willowbrook“ von Sophie Claire ist eine wunderschöne Lovestory, die sich nicht am klassischen Weihnachtsfest orientiert.
Evie hat sich ihren langersehnten Traum erfüllt und einen kleinen ...

„Weihnachtsglück in Willowbrook“ von Sophie Claire ist eine wunderschöne Lovestory, die sich nicht am klassischen Weihnachtsfest orientiert.
Evie hat sich ihren langersehnten Traum erfüllt und einen kleinen Handarbeitsladen im idyllischen Städtchen Willowbrook eröffnet. Leider wirft ihr Geschäft bisher keinen Gewinn ab und so muss sie sich nicht nur dem Druck der Bank, sondern auch den Gemeinheiten ihrer bevormundenden Eltern und denen ihres Ex-Verlobten aussetzen. Ein lukrativer Auftrag führt sie in das Haus des mürrischen Jake, der aus seiner Abneigung gegen ihre positive und fröhliche Art keinen Hehl macht. Doch je öfter sie Mr. Arktis über den Weg läuft, desto mehr freunden sich beide langsam an.

Wer eine Alternative zu kalorienreichen Naschereien in der Vorweihnachtszeit sucht, der hat mit dieser süßen und romantischen Lovestory den perfekten Ersatz gefunden. Die Autorin hat mit dem verschneiten Willowbrook und seinen äußerst liebenswerten Bewohnern ein traumhaftes Setting erschaffen, in dem sich die beiden sympathischen Hauptfiguren näherkommen dürfen.
Evie ist eine unerschütterlich Optimistin und ein wahrer Sonnenschein, was bewundernswert ist, denn das Leben hat ihr fast nur Zitronen mitgegeben. Trotzdem leuchtet sie wie ein bunter Schmetterling und strahlt voller Lebensfreude.
Jake hat sich nach dem Tod seiner geliebten Frau komplett zurückgezogen und bleibt lieber für sich. Nur widerwillig und ohne es zu merken lässt er ganz langsam zu, dass Evie sein Einsiedlerdasein erhellt. Und bei der gemeinsamen Flucht vor den Feiertagen muss er sich zu seinem Entsetzen eingestehen, dass er längst mehr in ihr sieht.
Die herzerwärmende Geschichte steckt voller Humor, Hoffnung und Romantik, aber sie ist auch eine Gefühlsachterbahn für die beiden Hauptfiguren. Sophie Claire beschreibt ihre zarte Annäherung so berührend und authentisch, dass man ihnen die Entwicklung komplett abnimmt. Evie muss man einfach lieben und auch Jake wächst einem im Laufe der Handlung ans Herz, wobei ihm sein süßer Dalmatiner große Konkurrenz macht.

Mein Fazit:
Dieses Buch, eine gemütliche Couch und eine heiße Schokolade bilden die perfekte kleine Auszeit im Weihnachtsstress. Ich gebe sehr gern eine Leseempfehlung!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.09.2021

Spannend bis zum Schluss

Die verhängnisvolle Stille
0

„Die verhängnisvolle Stille“ von Kendra Elliot ist ein spannender Thriller, in dem es für die FBI-Agentin Ava MacLane sehr persönlich wird.
Detective Mason Callahan und sein Partner ermitteln in einem ...

„Die verhängnisvolle Stille“ von Kendra Elliot ist ein spannender Thriller, in dem es für die FBI-Agentin Ava MacLane sehr persönlich wird.
Detective Mason Callahan und sein Partner ermitteln in einem brutalen Mordfall in Portland. Das Opfer scheint ein Verschwörungstheoretiker und Polizistenhasser zu sein, denn die Spurensicherung findet detaillierte Bombenpläne für einen Anschlag noch am gleichen Tag. Da er auch noch ein Informant von Ava war, wird sie auch zum Fall hinzugezogen. Der Anschlag findet tatsächlich statt, doch viel perfider und völlig anders als erwartet. Vom skrupellosen Täter gibt es keine Spur, aber bald findet sich das nächste Opfer im Umfeld der Verdächtigen.

Ich kenne die Ermittler bereits aus einem anderen Thriller von Kendra Elliot, aber man kann die Bücher problemlos ohne Vorkenntnisse lesen.
Mason und Ava sind ein Paar und stehen kurz vor ihrer Hochzeit. Aber nicht nur die drängenden Ermittlungen halten sie in Atem, sondern auch Avas Zwillingsschwester, die aus ihrem Entzug verschwunden ist und offensichtlich wieder für Chaos in Avas Leben sorgen will.
Ava ist absolut tough und ich mag ihren Charakter sehr gern. Ihre einzige Achillesferse ist ihre Schwester, deren Handlungsstrang sich im Laufe der Story immer mehr verdichtet und überraschende Richtungen einschlägt.
Der Mord zu Beginn der Geschichte ist nur der Stein, der die folgenden komplexen Ereignisse ins Rollen bringt. Kendra Elliot hat ihren Thriller geschickt konstruiert und ich war mehr als einmal völlig erstaunt von den Wendungen, die die Handlung an vielen Stellen nimmt.
Ein absoluter Pluspunkt sind die detaillierten und berührenden Charakterzeichnungen, die jeder noch so kleinen Figur Tiefe verleihen. Die Spannungskurve bleibt kontinuierlich auf hohem Niveau und es wird bis zum Schluss nicht langweilig. Avas Familiengeschichte sorgt immer wieder für emotionale Momente, bei denen man der zurückhaltenden Agentin noch näher kommt.

Mein Fazit:
Spannende Handlungsstränge und eine düstere und fesselnde Atmosphäre zeichnen diesen Thriller aus. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 19.09.2021

Fuchs im Hühnerstall

Der Käfig: Entkommen ist tödlich
0

„Der Käfig: Entkommen ist tödlich“ von Mike Chick ist ein packender Psychothriller, der nichts für schwache Nerven ist.
Marcus Nolte wacht in einem dunklen Eisenkäfig auf. Er kann sich zunächst an nichts ...

„Der Käfig: Entkommen ist tödlich“ von Mike Chick ist ein packender Psychothriller, der nichts für schwache Nerven ist.
Marcus Nolte wacht in einem dunklen Eisenkäfig auf. Er kann sich zunächst an nichts erinnern und weiß nicht, was geschehen ist. Langsam lichtet sich der Nebel in seinem Kopf und ihm wird klar, dass der nette Samariter, der ihm in seiner verzweifelten Lage Unterschlupf und eine warme Mahlzeit spendierte, alles andere als gute Absichten hatte. Eddie Gal hat nicht nur Marcus in einen Käfig gesperrt, sondern auch andere Frauen und Männer und sogar junge Teenager. Was er mit ihnen vorhat, sprengt die Grenzen des Vorstellbaren.

Mike Chick gelingt es spielend leicht, mit seiner Story einen finsteren Sog zu erzeugen, dem man sich nicht entziehen kann. Man mag das Buch gar nicht zur Seite legen, denn die Spannung lässt niemals nach. Nicht nur Marcus und seine Gedanken stehen im Fokus, sondern auch das Leben von Eddie Gal und die Gründe, warum er so geworden ist, werden in Rückblicken erzählt. Das schafft jedoch nicht unbedingt eine Verschnaufpause von der grausamen und bedrohlichen Atmosphäre der Käfighaltung, sondern zeigt nur eine andere, subtile Art des Grauens und der menschlichen Abgründe. Man sollte auf jeden Fall nicht allzu zart besaitet sein, denn die bildhaften Darstellungen sparen nicht an blutigen Details.
Der Schreibstil ist absolut fesselnd und nur an wenigen Stellen haben sich kleine Längen eingeschlichen. Die Charaktere sind voller unterschiedlicher Seiten, so dass man mit vorschnellen Urteilen vorsichtig sein sollte. Hier gibt es keine echten Gewinner und selbst Eddie war nie von Grund auf böse. Marcus ist ebenfalls eine streitbare Figur und trotzdem fiebert man atemlos bei seinem Kampf und seinen Fluchtversuchen mit.

Mein Fazit:
Der Aufbau, die Wendungen, die Charaktere und vor allem der Spannungsfaktor konnten mich trotz kleiner Abstriche komplett überzeugen. Von mir gibt es gern eine Leseempfehlung!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere