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Veröffentlicht am 06.04.2021

Wind und Schatten

Jäger der Schatten
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„Jäger der Schatten“ von Rebecca Andel ist eine viktorianisch angehauchte Fantasy, die in die Welt des Zirkus entführt.
Louise ist ein Schattenmädchen. Zumindest in der Welt des Kuriositätenzirkus, in ...

„Jäger der Schatten“ von Rebecca Andel ist eine viktorianisch angehauchte Fantasy, die in die Welt des Zirkus entführt.
Louise ist ein Schattenmädchen. Zumindest in der Welt des Kuriositätenzirkus, in der sie seit ihrer Kindheit zuhause ist. Manchmal ist sie auch Monster, Dämonin, Scheusal oder Schlimmeres. Ein Lichtblick in ihrem Leben ist der Trapezkünstler Eli, der ihr unvoreingenommen begegnet und ihr Herz zum Flattern bringt. Doch eines Tages verschwindet Eli und als er zurückkehrt ist er völlig verändert. Von ihrem einstigen Freund scheint nichts mehr übrig zu sein. Louise sucht nach den Gründen und stößt auf die uralte Legende der Achai, die sich an den Menschen rächen wollen.

Zuerst einmal muss ich sagen, dass die Autorin die düstere und mystische Atmosphäre des bizarren Wanderzirkus und seiner Attraktionen mit ihrem Schreibstil perfekt eingefangen hat. Man taucht völlig in Louises Welt ein und kann ihre Emotionen nachempfinden.
Die Geschichte wird komplett aus Louises Perspektive erzählt, aber trotzdem sind die Gefühle der anderen Figuren beim Lesen spürbar. Alle vereint das Schicksal als Außenseiter, die sich zu einer kleinen Gemeinschaft zusammengeschlossen haben. Dabei fühlt sich Louise besonders zu Eli hingezogen, dem es offenbar ähnlich ergeht, der aber auch gefährliche Geheimnisse vor ihr verbirgt.
Louise ist ein sehr spannender Hauptcharakter, denn sie hat Stärken und Schwächen und entwickelt sich im Laufe der Geschichte unglaublich weiter. Das Schattenmädchen hat mich mehrfach überraschen können und ich habe bis zum Ende mit ihr mitgefiebert.
Die dunkle und geheimnisvolle Grundstimmung zieht sich durch die gesamte Handlung, die einige überraschende Twists auf Lager hat. Ich habe mich von dem Buch völlig gefangen nehmen lassen und war richtig verzaubert. Der Romantikfaktor ist hier vielleicht nicht dominierend, aber in der Gesamtbetrachtung finde ich die Geschichte von Eli und Louise einfach nur wunderschön.

Mein Fazit:
Mich konnte das Buch auf ganzer Linie überzeugen und ich gebe gern eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 06.04.2021

Jamie from the Block

Feuer fängt mit Funken an
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„Feuer fängt mit Funken an“ von Isobelle Heart ist ein humorvoller Liebesroman, der aber auch ernstere Töne anschlagen kann.
Jamie hatte in ihrem Dating-Leben bisher eher wenig Erfolg. Ständig landet die ...

„Feuer fängt mit Funken an“ von Isobelle Heart ist ein humorvoller Liebesroman, der aber auch ernstere Töne anschlagen kann.
Jamie hatte in ihrem Dating-Leben bisher eher wenig Erfolg. Ständig landet die chaotische Singlefrau in der Friendzone statt in der Kategorie Traumfrau. Ein grottenschlechtes Date an ihrem 22. Geburtstag setzt dem ganzen die Krone auf, so dass Jamie der Suche nach Mr. Right komplett abschwört und sich lieber drei Katzen zulegt. Ein Jahr später zweifelt sie an ihrem Entschluss, denn der sexy Feuerwehrmann und alleinerziehende Vater Victor sorgt ab der ersten Begegnung für einen romantischen Kurzschluss in ihrem Gehirn. Doch Victors Leben dreht sich bisher nur um seine kleine Tochter Ella.

Das rosarote Cover passt ziemlich gut zu Jamies Welt. Aber entgegen der anfänglichen Annahme herrschen in dem Kopf der liebenswerten Chaotin nicht nur ein täglicher Kindergeburtstag, sondern durchaus auch ernste Gedanken und tief verankerte Unsicherheiten. Die tollpatschige Jamie trägt das Herz auf der Zunge, was für viele witzige Dialoge sorgt. Ich mag vor allem ihre grandiose Support-Crew, die in jeder Situation komplett hinter ihr steht und sie bedingungslos auffängt. Dabei hat vor allem der leicht abgedrehte Teddy die tiefgründigsten Gedanken und Ansichten.
Victor hat schon einige schwere Schicksalsschläge hinter sich, wie zuletzt das Verschwinden von Ellas Mutter kurz nach der Geburt. Sicherheit gibt ihm sein eng gestricktes Netz von Plänen, an denen er sich festhält. Jamie haut ihn förmlich aus seinen Feuerwehrstiefeln, aber ob die leicht planlose Nachhilfelehrerin seiner Tochter tatsächlich in sein Leben passt, muss man unbedingt selbst im Buch herausfinden.
Die Chemie zwischen den Protagonisten stimmt auf jeden Fall und die Funken fliegen so hoch, dass Victor einen mobilen Feuerlöscher parat haben sollte. Der locker leichte Schreibstil der Autorin liest sich sehr gut und ich bin nur so durch die Seiten geflogen. Auch in den ernsteren Momenten trifft Isobelle Heart genau den richtigen Ton und fängt die Emotionen ihrer Charaktere perfekt ein.

Mein Fazit:
Die unterhaltsame Lovestory wirkt wie mitten aus dem Leben gegriffen und sorgt für ein Lächeln im Gesicht. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 06.04.2021

Gekonnt konstruiert

Das Robinson-Projekt
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„Das Robinson-Projekt“ von Alexandra Maibach ist ein spannendes Katz-und-Maus-Spiel auf einer einsamen Insel in der Karibik.
Eigentlich sind die neun Kandidaten auf die wunderschöne Karibikinsel gekommen, ...

„Das Robinson-Projekt“ von Alexandra Maibach ist ein spannendes Katz-und-Maus-Spiel auf einer einsamen Insel in der Karibik.
Eigentlich sind die neun Kandidaten auf die wunderschöne Karibikinsel gekommen, um ein neues Format einer Castingshow zu drehen. Abgeschnitten von der Außenwelt, allen Telefon- und Internetverbindungen sollen die bekannten Social-Media-Größen rund um die Uhr gefilmt werden. Außer ihnen sind nur die Produzentin und ihr Assistent auf der Insel, aber eben diese Produzentin liegt zwölf Stunden nach ihrer Ankunft ermordet in ihrem Zimmer. Sie soll nicht die erste Leiche bleiben und von Anfang an ist klar, dass alle Kandidaten dunkle Geheimnisse haben, die sie um jeden Preis verbergen wollen.

Der Thriller startet sofort mit der ersten Leiche und ab da beginnt ein geschickt konstruiertes Hin- und Herspringen zwischen den einzelnen Charakteren und verschiedenen Zeitpunkten in der Handlung. Dazu gibt es zusätzlich Rückblicke in das Leben der einzelnen Kandidaten, von denen die zurückhaltende Mia eindeutig im Fokus der Story steht und dem Leser am nächsten kommt.
Am Anfang kann das etwas verwirrend sein, aber schnell ist man in dem komplexen Konstrukt der Handlung gefangen und fiebert jedem neuen Hinweis entgegen. Niemand scheint hier zu sein, wer er vorgibt und man weiß dank der unzähligen falschen Fährten nicht, wem man trauen kann oder wer ein falsches Spiel spielt. Bald folgen die nächsten Toten und das gegenseitige Misstrauen und die umgreifende Paranoia eskalieren immer mehr. Man kann sich der Spannung in diesem Thriller nicht entziehen, wenn durch die Zeitsprünge immer neue Puzzleteile auftauchen und sich zu einem verstörenden Bild zusammenfügen.
Mia ist eindeutig Dreh- und Angelpunkt der Geschichte, auch wenn sich erst nach und nach enthüllt, warum. Es bleibt aber bis zum Ende spannend und unvorhersehbar, wer hinter dem perfiden Spiel steckt. Der fesselnde Schreibstil, der ungewöhnliche Aufbau und die ambivalenten Charaktere haben mich persönlich bei diesem Thriller absolut überzeugt.

Mein Fazit:
Von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 06.04.2021

Genau die richtige Lady

Die falsche Lady für den Earl
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„Die falsche Lady für den Earl“ von Helena Heart ist der zweite Band ihrer The Pot and Pineapple Reihe.
Der Earl of Stourton hat der Londoner Gesellschaft nach einigen tragischen Ereignissen in seinem ...

„Die falsche Lady für den Earl“ von Helena Heart ist der zweite Band ihrer The Pot and Pineapple Reihe.
Der Earl of Stourton hat der Londoner Gesellschaft nach einigen tragischen Ereignissen in seinem Leben den Rücken gekehrt. Erst ein Brief seiner Mutter führt ihn zurück in die Hauptstadt, wo er sich ihrer Meinung nach eine neue Frau suchen soll, um für einen Erben zu sorgen. Lady Alexandra kommt zur gleichen Zeit erstmals nach London, da ihre Schwester endlich einen Ehemann wählen muss. Alexandra bleibt lieber im Hintergrund, da für sie keine Ehe vorgesehen ist. Obwohl ihr Herz beim Anblick von Lord Gregory deutlich höherschlägt, den sie rein zufällig abseits des gesellschaftlichen Parketts kennengelernt hat.

Mir hat schon der erste Band total gut gefallen, in dem Gregory eher eine Nebenrolle spielte und sein Bruder die eigentlich ihm zugedachte Braut wegschnappte. Man kann das Buch aber sicher auch problemlos unabhängig davon lesen.
Alexandra wird neben ihrer Schwester als das hässliche Entlein der Familie gesehen. Daher kommt ihr auch gar nicht in den Sinn, dass irgendwer Interesse an ihr haben könnte. Sie ist eher zurückhaltend, ehrlich und bodenständig, was sie sehr sympathisch macht.
Gregory ist von Anfang an von Alexandra fasziniert, die so gar nicht in die strengen Konventionen des Adels passt. Da er sich selbst auch eher als Außenseiter sieht, fühlt er sich umso mehr zu ihr hingezogen. Aber er ist mit seiner grüblerischen und geheimnisvollen Aura zum Zielobjekt einer anderen Lady geworden, die auch mit unfairen Mitteln zu kämpfen bereit ist.
Die unterhaltsame Story enthält einige überraschende Twists, die es nie langweilig werden lassen und die Protagonisten ordentlich auf Trab halten. Humor und Drama halten sich die Waage und der Schreibstil liest sich gewohnt gut.

Mein Fazit:
Auch der zweite Band hat mir richtig gut gefallen und ich gebe sehr gern eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 06.04.2021

Trip ins Ungewisse

Dreaming Hearts Reihe / Dreaming Hearts
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„Dreaming Hearts“ von Juna Grey erzählt einen turbulenten und aufschlussreichen Roadtrip quer durch Kanada bis nach Alaska.
Hayley ist vor drei Jahren nach New York zu ihrem Freund Seth gezogen, um endlich ...

„Dreaming Hearts“ von Juna Grey erzählt einen turbulenten und aufschlussreichen Roadtrip quer durch Kanada bis nach Alaska.
Hayley ist vor drei Jahren nach New York zu ihrem Freund Seth gezogen, um endlich ihren Traum zu leben. Doch auch hier fühlt sie sich gefangen und unzufrieden. Nach dem abrupten und schockierenden Beziehungsende schnappt sie sich den Van ihrer Freundin Sarah und fährt einfach ohne Plan drauflos. Auf dem spontanen Weg nach Kanada trifft sie eines Nachts auf Noah, der mit Spontanität nichts anfangen kann. Trotzdem lässt er sich nach kurzer Überlegung auf ihr Angebot ein und begleitet Hayley auf ihrem Roadtrip ins Ungewisse.

Ich war schnell in der Story drin, die abwechselnd aus den Perspektiven von Hayley und Noah erzählt wird. Der Schreibstil liest sich sehr gut und bei den traumhaften Landschaften, durch die der abenteuerliche Roadtrip führt, kann man nur ins Schwärmen geraten.
Hayley ist noch im Schockzustand, als sie in den Van ihrer vermeintlichen Freundin springt und einfach drauflos fährt. Erst langsam sickern die Geschehnisse in ihr Bewusstsein, denen sie auch tausende Kilometer entfernt nicht entfliehen kann. Ich mag Hayley, die hier mutig und draufgängerisch unterwegs ist und einfach für sich noch den richtigen Weg im Leben sucht.
Auf diesem Weg trifft sie den regelkonformen und kontrollierten Noah, den sie mit ihrer ungestümen Art wie einen Tsunami überrollt und aus seiner Lethargie reißt. Zu seiner eigenen Überraschung lässt er sich auf das spontane Abenteuer ein und sie begeben sich auf eine Reise, die für beide einige aufschlussreiche Erkenntnisse bereithält.
Die Autorin zeichnet ihre Charaktere sehr facettenreich und mit Ecken und Kanten, die ihnen nicht in jeder Situation Sympathiepunkte einbringen, aber die sie vor allem sehr menschlich und nahbar machen. Wie der wilde Trip für Hayley und Noah ausgeht, muss jeder im Buch selbst herausfinden, aber das lohnt sich auf jeden Fall.

Mein Fazit:
Unterhaltsam, dramatisch, emotional, romantisch und vor allem lesenswert! Von mir gibt es eine klare Empfehlung!

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