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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.10.2019

Mörderisch gut

Rapunzel, mein (Ein Grall-und-Wyler-Thriller 2)
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Auch der zweite Fall für Wyler und Grall wird wieder mörderisch spannend.
Rabea Wyler wird hellhörig, als eine junge Frau tot in einem Theater aufgefunden wird. Das Opfer wurde mit seinem eigenen langen ...

Auch der zweite Fall für Wyler und Grall wird wieder mörderisch spannend.
Rabea Wyler wird hellhörig, als eine junge Frau tot in einem Theater aufgefunden wird. Das Opfer wurde mit seinem eigenen langen blonden Zopf erdrosselt und in der Kulisse einer Märchenaufführung von Rapunzel zur Schau gestellt. Außerdem fehlen der Frau beide Hände. Das bringt dunkle Erinnerungen für Rabea zurück. Ihre Schwester Marie verschwand als Kind spurlos. Nur ihre abgetrennte Hand wurde im Wald gefunden. Der Zusammenhang ist für die Profilerin glasklar. Sie bittet ihren ehemaligen Partner Jan Grall um Hilfe, denn sie darf nicht offiziell ermitteln und setzt alles aufs Spiel.

Dieser Thriller packt den Leser schon im Prolog. Die gruselige Szenerie verursacht sofort eine Gänsehaut. Danach wird es nicht weniger spannend. Der grausame Fall setzt Rabea sehr zu, aber endlich sieht sie eine Chance, ihre vermisste Schwester wiederzufinden. Jan Grall ist alles andere als begeistert. Er hat sich eigentlich zur Ruhe gesetzt und will ein Buch schreiben. Zunächst glaubt er, dass Rabea nur ihren Hirngespinsten nachjagt. Aber dann tauchen immer mehr Indizien auf, dass doch eine Zusammenhang zwischen diesem Mord und Maries Verschwinden bestehen könnte.
Das Profilerduo findet schnell zur alten Dynamik zurück. Leider geht damit auch das Talent einher, sich in lebensgefährliche Schwierigkeiten zu manövrieren. Die Spannungskurve bleibt bis zum Ende konstant oben. Der Autor legt falsche Fährten, überrascht an einigen Stellen und wirft am Ende sehr interessante Fragen auf.
Ich konnte das Buch gar nicht zur Seite legen, so sehr hat mich die hochspannende Story in ihren Bann gezogen. Ich hoffe, das wird nicht der letzte Fall für die beiden Profiler gewesen sein. Ich bin schon sehr neugierig auf die Fortsetzung.
Von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung und volle Punktzahl!

Veröffentlicht am 11.10.2019

Der Star und seine Muse

Sing My Lovesong
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Anja hat ihren großen Traum von einer Karriere innerlich längst aufgegeben. Sie leidet unter extremem Lampenfieber und steht nicht gern im Mittelpunkt. Obwohl sie eine tolle Stimme hat, verzichtet sie ...

Anja hat ihren großen Traum von einer Karriere innerlich längst aufgegeben. Sie leidet unter extremem Lampenfieber und steht nicht gern im Mittelpunkt. Obwohl sie eine tolle Stimme hat, verzichtet sie freiwillig auf die Hauptrollen und bleibt lieber in der letzten Reihe des Chors. Als sich die Hauptdarstellerin ein Bein bricht, muss Anja unter Protest einspringen. Ausgerechnet bei ihrer Vorstellung sitzt auch noch der Hauptsponsor in der ersten Reihe des kleinen Theaters. Andreas Cavelli ist ein sehr bekannter Sänger, für den Anja seit ihrer Jugend schwärmt. Andreas scheint ihr Auftritt zu ihrer Verblüffung aber gefallen zu haben, denn irgendwie taucht er ständig in Anjas Nähe auf.

Anja hat leider überhaupt kein Selbstbewusstsein. Ihr großes Hobby ist das Singen im Laientheater, das sie von ihrem monotonen Job als Kellnerin in einem Café ablenkt. Ich mag sie und sie tut mir fast schon leid, wie sie immer wieder ins Rampenlicht gezerrt wird. Ihr Unbehagen ist überdeutlich zu spüren.
Andreas ist ein von allen angehimmelter Popstar, der in Anja seine neue Muse gefunden hat. Sie inspiriert ihn und hilft ihm aus seiner Schaffenskrise. Mir persönlich war er am Anfang nicht so sympathisch, da er Anjas Wünsche komplett ignoriert. Er meint es zwar gut, aber ich finde ihn ziemlich egoistisch in seinem Verhalten. Anja gibt für ihn ihr gesamtes Leben, das Theater, ihren Job und ihre Wohnung auf, damit sie zu seinem Leben passt. Das hat mich etwas gestört. Erst am Ende hatte ich den Eindruck, dass die beiden in etwa wieder auf Augenhöhe sind.
Der Schreibstil liest sich leicht und flüssig. Ich muss zugeben, dass ich erst nicht so richtig warm mit der Geschichte wurde. Aber je weiter ich gelesen habe, desto besser hat mir die Handlung gefallen.
Die Entwicklung der Charaktere ist durchaus interessant und unterhaltsam. Das Ende war für mich stimmig und hat mir gut gefallen.
Von mir gibt es gute 4/5 Sterne für diese ungewöhnliche Lovestory.

Veröffentlicht am 10.10.2019

Interessante Beziehung

Playground Chess
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In diesem Buch wechseln die Protagonisten vom Online-Flirt auf dem Schachbrett hinüber in die Realität, die nicht immer so rosarot ist wie das wunderschöne Cover.
Catrin spielt in ihrer Freizeit gern Schach ...

In diesem Buch wechseln die Protagonisten vom Online-Flirt auf dem Schachbrett hinüber in die Realität, die nicht immer so rosarot ist wie das wunderschöne Cover.
Catrin spielt in ihrer Freizeit gern Schach und hat Spaß auf der Online-Plattform „Playground Chess“. Ihr Online-Gegner Magnus besiegt sie haushoch und bietet eine Revanche an. Bald entspinnt sich ein Flirt mit dem mysteriösen Spieler, der zunehmend immer aufregender für Catrin wird. Sie fiebert jedem Spiel und jeder Nachricht von ihm förmlich entgegen. Magnus heißt eigentlich Jon und ist genauso fasziniert von Caissa, der Schachgöttin, wie sich Catrin auf der Plattform nennt. Er will sie auch im wahren Leben treffen und Catrin kann einfach nicht widerstehen.

Jedes Kapitel beginnt mit dem Zitat einer bekannten Person, das einen Bezug zum Schachspiel hat. Dieser Schachzug passt hervorragend zum Thema und ist gut gelungen.
Die einzelnen Kapitel sind nicht nur aus der Perspektive von Catrin und Jon geschrieben, sondern auch die Nebenfiguren dürfen ihre ganz eigene Ansicht teilen. Das ist mal eine tolle Abwechslung, die man nicht häufig findet und die mir sehr gefallen hat.
Catrin ist ein sympathischer Charakter. Sie ist nach der Trennung von ihrem Freund noch in der Findungsphase. Sie weiß noch nicht, was sie vom Leben und ihrer Zukunft erwartet. Genau zu diesem Zeitpunkt tritt Jon in ihr Leben. Ob das gut oder schlecht für sie ist, muss jeder selbst entscheiden. Jon ist ganz gewiss nicht mein Lieblingscharakter. Aber er ist interessant und spannend angelegt.
Diese Liebesgeschichte ist anders und entspricht nicht den üblichen Klischees. Das muss man aushalten können, vor allem am Ende. Dafür ist die Handlung eine ganze Spur realistischer als in anderen Büchern. Im wahren Leben verschwinden Probleme nicht auf Knopfdruck und alle sind glücklich bis ans Lebensende. Dieser Ansatz hat mir richtig gut gefallen, obwohl ich sonst eher auf Happy Ends stehe.
Der Schreibstil liest sich gut und konnte mich bis zum Ende fesseln. Von mir gibt es gern eine Leseempfehlung für diese ungewöhnliche Lovestory.

Veröffentlicht am 09.10.2019

Freundschaft plus

Campus Love
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Schauplatz dieser Young Adult Lovestory ist der Campus der Brown University, an der sowohl Kayla als auch Jason studieren.
Kayla hat durch Ehrgeiz und harte Arbeit ein Vollstipendium ergattert. Gleich ...

Schauplatz dieser Young Adult Lovestory ist der Campus der Brown University, an der sowohl Kayla als auch Jason studieren.
Kayla hat durch Ehrgeiz und harte Arbeit ein Vollstipendium ergattert. Gleich bei ihrem Einzug ins Wohnheim trifft sie auf die zweite Art von Studenten an der Elite Uni. Der Typ auf ihrem Bett ist attraktiv, trägt Markenklamotten und ist offenbar Sportler. Genau so eine Art Klischee, von dem Kayla die Nase voll hat und das sie zutiefst verachtet. Dies macht sie auch bei jeder Gelegenheit deutlich, aber Jason scheint davon nicht abgeschreckt. Genau genommen zeigt er in keiner Weise das von Kayla erwartete arrogante Verhalten. Und langsam muss sie ihre Vorurteile wirklich hinterfragen.

Im Laufe der Handlung wird deutlich, warum Kayla eine solche Abneigung gegen attraktive Sportler hat. Das ist zum Teil verständlich, aber sie braucht ganz schön lange, bis sie Jason nach seinem tatsächlichen Verhalten beurteilt und nicht nach ihren Erfahrungen aus der Vergangenheit. Dabei ist sie auch etwas scheinheilig, denn sie fühlt sich von reichen Studenten missachtet, obwohl sie selbst unbegründet und unverhohlen ihre negative Meinung kundtut. Auch wenn ich ihr Verhalten nicht immer nachvollziehen konnte, ist sie mir irgendwie ans Herz gewachsen.
Jason ist ein echt liebenswerter Charakter, der nach außen der fröhliche Sunnyboy ist und seine Probleme tief im Inneren verschließt. Er hat nur wenige echte gute Freunde, die ihm immer zur Seite stehen. Es ist bewundernswert, dass er sich von Kayla nicht abschrecken lässt. Der Funke zwischen den beiden ist unbestreitbar. Aber manchmal möchte man sie einfach nur schütteln, damit sie endlich einmal miteinander reden. Fehlende Kommunikation ist hier das Hauptproblem.
Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Ich mag die Charaktere und freue mich schon, wenn die bisherigen Nebenfiguren in weiteren Teilen ihre eigene Geschichte bekommen. Mir hat dieses Buch bis auf kleine Nebensächlichkeiten sehr gut gefallen und ich vergebe 4,5 Sterne.

Veröffentlicht am 08.10.2019

Was kommt nach dem Happy End

Cinder & Ella
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In dieser Fortsetzung geht es darum, was nach dem Happy Ever After kommt und wie sich die Liebe von Cinder und Ella im Alltag bewährt.
Wobei mit Alltag hier nicht Zahnpasta im Waschbecken und liegengebliebene ...

In dieser Fortsetzung geht es darum, was nach dem Happy Ever After kommt und wie sich die Liebe von Cinder und Ella im Alltag bewährt.
Wobei mit Alltag hier nicht Zahnpasta im Waschbecken und liegengebliebene Socken gemeint sind, sondern der plötzliche Prominentenstatus von Ella, mit dem sie erst einmal zurechtkommen muss.
Brian und Ella sind nun seit einer Woche ein offizielles Paar und haben sich bisher komplett zurückgezogen. Brian will Ella verständlicherweise beschützen, aber gleichzeitig muss er sie auf den Ansturm der Medien und Fans vorbereiten. Ella hingegen hat mit ihren Prüfungen zu kämpfen und versucht herauszufinden, was sie nach ihrem Abschluss mit ihrem Leben anfangen will.
Dabei muss sie auf die harte Tour lernen, dass ihr Privatleben nun von öffentlichem Interesse ist. Sie ist wirklich liebenswert und ich mag sie sehr, aber manchmal verhält sie sich etwas zu naiv. Der Prominentenstatus von Brian kann ihr ja bisher nicht entgangen sein, insofern ist sie am Anfang etwas blauäugig. Ihren Wunsch nach einem eigenständigen leben kann ich aufgrund ihrer Vorgeschichte dagegen voll verstehen. Ich kenne sie als starke Frau und war etwas überrascht, wie unsicher und voller Selbstzweifel sie in dieser Fortsetzung die meiste Zeit ist. Aber vielleicht hat Kelly Oram dies bewusst so herausgestellt, um ihre persönliche Entwicklung im Laufe des Buches noch mehr hervorzuheben.
Brian darf in diesem Buch nur an wenigen Stellen voll aus sich herauskommen. Diese Stellen sind dafür umso spannender und unterhaltsamer. Die Liebe der beiden ist stark und unerschütterlich. Aber alles andere rundherum muss sich erst finden.
Man kann darüber streiten, ob diese Fortsetzung nötig war. Ich fand die Idee ganz interessant, wie es nach der Schlussblende vom Happy End weitergeht. Für mich macht dieses Buch die ganze Geschichte noch runder und ich würde sie allen Fans von Cinder & Ella auf jeden Fall empfehlen.