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Veröffentlicht am 06.06.2025

Vertrauen

Der letzte erste Blick
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„Der letzte erste Blick“ von Bianca Iosivoni ist der erste Band ihrer gefühlvollen FIRSTS-Reihe.
Für Emery Lance ist das Fotografie-Studium in West Virginia ein Neubeginn, für den die zweitausend Meilen ...

„Der letzte erste Blick“ von Bianca Iosivoni ist der erste Band ihrer gefühlvollen FIRSTS-Reihe.
Für Emery Lance ist das Fotografie-Studium in West Virginia ein Neubeginn, für den die zweitausend Meilen Abstand zu ihrer eigentlichen Heimat Montana fast nicht ausreichen. Hier kennt sie niemand und endlich kann Emery die Schatten ihrer Vergangenheit hinter sich lassen. Obwohl sie von allen Menschen, außer ihrer Familie, immer nur enttäuscht wurde, findet sie ziemlich schnell neue Freunde, die sie offen und freundlich aufnehmen. Dass man diesem Frieden nicht trauen kann, hat Emory jedoch auf die sehr harte Tour gelernt. Und so ist sie auch misstrauisch, als der charmante Dylan Westbrook, der beste Freund ihres Mitbewohners, immer wieder ihr Nähe sucht. Langsam beginnt Emery ihre Schutzmauern zu senken, aber sie ahnt nicht, dass auch Dylan nicht ganz ehrlich zu ihr war.

Das Setting am College in West Virginia versprüht genau die richtige Wohlfühlatmosphäre für diese emotionale und wunderschöne New Adult Reihe und ich mag den lockeren und leichten Schreibstil von Bianca Iosivoni, der genau zu ihren sympathischen Protagonisten passt. Der Perspektivwechsel zwischen Emery und Dylan sorgt dafür, dass man beide Sichtweisen und Beweggründe gut nachvollziehen kann. Auch wenn man bei manchen Entscheidungen schon weiß, dass sie sich als verhängnisvoll herausstellen werden.
Emerys Vertrauen in Menschen ist mehr als schwer erschüttert und praktisch nicht mehr vorhanden. Sie hat Flucht und Kampf gewählt, denn ihre Collegewahl ist eine Flucht und ihr Körper ist immer im Kampfmodus. Ich kann sie echt verstehen, denn was ihr passiert ist, ist absolut grauenhaft und traumatisierend. Es ist aber schön zu sehen, wie sie langsam aufblüht und dass es noch Menschen gibt, die ihr Hoffnung geben.
Dylan ist definitiv einer von den Guten, auch wenn er nicht immer gute Entscheidungen trifft. Er weiß aber zumindest, dass sie falsch sind, und tut dies auch nur, da er keine andere Wahl hat. Ich mochte ihn sehr gern, denn er würde wirklich alles für Emery oder seine Freunde tun.
Der lustige Freundeskreis um Dylan und Emery ist das klare Highlight dieser Reihe. Ich freue mich schon auf die Geschichten der anderen Charaktere, die in den folgenden drei Teilen erzählt werden. Der Umgang der Autorin mit schwierigen und sensiblen Themen konnte mich auf jeden Fall überzeugen, denn das gelingt nicht immer so gut wie hier.

Mein Fazit:
Von mir gibt es sehr gern eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 06.06.2025

Verloren

Preston Brothers, Band 2 - Losing Logan
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„Losing Logan“ von Jay McLean ist der zweite Band ihrer emotionalen und mitreißenden New Adult Reihe über die Preston Brothers.
Logan Preston ist das ultimative Sandwichkind der sieben Preston-Geschwister ...

„Losing Logan“ von Jay McLean ist der zweite Band ihrer emotionalen und mitreißenden New Adult Reihe über die Preston Brothers.
Logan Preston ist das ultimative Sandwichkind der sieben Preston-Geschwister und er macht den Vorurteilen alle Ehre. Logan ist das schwarze Schaf der Familie, ein stadtbekannter Bad Boy, Kiffer und hat die Highschool abgebrochen. Sein Ruf eilt ihm voraus, als er die neu zugezogene Aubrey O’Sullivan trifft. Es ist Abneigung auf den ersten Blick und beide liefern sich bei jeder Begegnung fiese Schlagabtausche. Aber eines Nachts ist alles anders und sie sehen sich auf einmal mit ganz anderen Augen. Aubrey hat jedoch Angst, erneut jemandem zu vertrauen und wieder verletzt zu werden. Doch in dieser winzigen Kleinstadt ist es gefühlt unmöglich, den Prestons aus dem Weg zu gehen. Zudem verbringt Logans kleiner Bruder fast jeden Tag in ihrem Schreibwarengeschäft und somit sieht sie unweigerlich auch Logan.

Nach Lucas folgt Logan, der schon im Auftaktband zeigte, dass er seinen ganz eigenen Weg geht und auf die Meinung der anderen nichts gibt. Trotzdem wurde auch dort schon deutlich, dass der unangepasste Rebell innerlich ein Familienmensch ist, der hinter seiner Bad Boy Fassade ein riesiges Herz besitzt. Aber er hat noch mehr Geheimnisse, die er bisher keiner Menschenseele erzählt hat.
Jay McLean hat offensichtlich eine Schwäche für grausame Twists, die immer dann eintreffen, wenn man denkt, dass die Protagonisten endlich Richtung Happy End steuern. Auch diesmal greift sie unangenehme Themen auf und zeigt, wie daran Menschen zerbrechen können. Es bleibt aber auch Raum für Heilung und Hoffnung, so dass wir bis zum Schluss mit Logan und Aubrey mitfiebern dürfen.
Ein Highlight ist wie im Auftaktband die warmherzige und eng verbundene Familie Preston, die zwischendurch mit ihren Chaos-Aktionen für lautes Lachen sorgt. Dadurch bleibt es auch nicht zu düster und tragisch und es wird noch deutlicher, wofür es sich zu kämpfen lohnt.

Mein Fazit:
Diese Reihe kostet mich zwar einige Taschentücher, aber das lohnt sich auf jeden Fall. Fünf Sternchen von mir!

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Veröffentlicht am 06.06.2025

Herzzerreißende Lovestory

Preston Brothers, Band 1 - Loving Lucas
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„Loving Lucas“ von Jay McLean ist der erste Band ihrer emotionalen Preston Brothers Reihe.
Lucas Preston ist der Älteste seiner fünf Brüder und der Zweitälteste aller sieben Preston-Geschwister. Seit dem ...

„Loving Lucas“ von Jay McLean ist der erste Band ihrer emotionalen Preston Brothers Reihe.
Lucas Preston ist der Älteste seiner fünf Brüder und der Zweitälteste aller sieben Preston-Geschwister. Seit dem Tod seiner Mutter hat er die Elternrolle mit übernommen und kümmert sich aufopfernd um seine Familie. Dabei hilft ihm auch seine beste Freundin Laney, in die er seit ihrer ersten Begegnung mit elf Jahren unsterblich verliebt ist. Mittlerweile ist aus dem schmächtigen Nerd ein durchtrainierter Sportler und Mädchenschwarm geworden, der bereits die halbe Schule gedatet hat. Trotzdem liegt Lucas fast jede Nacht in Laneys Bett, auch wenn er sich nicht traut, ihr seine Gefühle zu gestehen. Laney Sanders ist ebenfalls schon immer in Lucas verliebt, doch sie glaubt, dass er nicht mehr als eine platonische Freundin in ihr sieht. Als eines Nachts endlich die Wahrheit ans Licht kommt, könnte sie nicht glücklicher sein. Aber dann zerbricht ihr Traum in tausend Stücke.

Jay McLean hat die Small Town Vibes in ihrem Buch perfekt eingefangen, aber sie zeigt auch die Schattenseiten dieser kleinen Gemeinschaft, in der jeder jeden kennt. In die Preston-Family kann man sich nur verlieben, und dies ist definitiv nicht nur auf Lucas beschränkt. Der liebevolle Umgang, der enge Zusammenhalt und die kleinen stillen Momente treffen mitten ins Herz, obwohl ich Lucas für seine Blindheit gegenüber Laney oft schütteln wollte.
Lucas liebt Laney. Ja. Aber er zeigt auch anfangs wenig Empathie oder Einfühlungsvermögen, wenn es um ihre Gefühle geht. Ich war im ersten Teil des Buches ziemlich sauer auf ihn, auch wenn viele Dinge auf schlichter Fehlkommunikation basieren. Teilweise fand ich ihre Dynamik fast schon ein wenig toxisch, da Lucas Laney unbewusst jeden Tag neue seelische Mikroverletzungen beibringt. Später wird dies deutlich besser und ich mochte Lucas viel lieber.
Laney kämpft mit Unsicherheiten und Ängsten und ist immer nur für andere da. Ihre eigenen Bedürfnisse und Wünsche gehen dabei unter, so dass es kein Wunder ist, dass sie Entscheidungen trifft, die Lucas nicht gefallen. Ich finde ihre Entwicklung sehr gut beschrieben und ich konnte ihre Beweggründe immer nachempfinden.
Der größte Twist in diesem Buch ist echt brutal und reißt einem den Boden unter den Füßen weg. Er macht diese Lovestory aber gleichzeitig zu etwas besonderem und zeigt die Tiefe dieser Liebe, die gegen alle Widerstände kämpft. Die ernsten Themen werden sensibel umgesetzt und die geschickte Erzählweise bzw. der Wechsel oder Nichtwechsel der Perspektiven lässt viele Enthüllungen sehr überraschend kommen. Insgesamt ist diese rasante Gefühlsachterbahn viel mehr als eine schlichte From-Friends-to-Lovers und hat mich sehr berührt.

Mein Fazit:
Ich gebe eine klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 06.06.2025

Unsichtbarer Feind

Kings of Retribution MC: Seeking Peace
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„Seeking Peace“ von Crystal Daniels und Sandy Alvarez ist der siebzehnte Band ihrer Biker Romance Reihe Kings of Retribution MC, Montana Chapter.
Blake würde die Schatten seiner Vergangenheit am liebsten ...

„Seeking Peace“ von Crystal Daniels und Sandy Alvarez ist der siebzehnte Band ihrer Biker Romance Reihe Kings of Retribution MC, Montana Chapter.
Blake würde die Schatten seiner Vergangenheit am liebsten hinter sich lassen und früher betäubte er die dunklen Erinnerungen mit Drogen. Inzwischen hat er in den Kings of Retribution eine neue Familie gefunden und sein Herz hat er an das Clubmädchen Ember verloren. Seit langer Zeit ist sie schon sein Anker, aber bisher wahrte Blake immer Abstand. Er wollte Ember nicht mit seiner Dunkelheit in den Abgrund reißen und machte es nie offiziell. Ember liebt Blake, aber sie wartet nun schon ewig, dass er den entscheidenden Move macht. Als jedoch eines Tages sowohl Embers als auch Blakes Vergangenheit direkt vor den Toren des MC steht, müssen sie sich entscheiden, wofür es sich zu kämpfen lohnt.

Ich liebe diese spannende Reihe und habe mich gefreut, dass es diesmal wieder zum Montana Chapter geht, wo der verrückte Quinn für gute Laube sorgt. Und ich wurde definitiv nicht enttäuscht, denn Quinn hat einige witzige Momente.
Das Autorinnenduo sorgt aber auch wie gewohnt für Hochspannung, denn eine unsichtbare Bedrohung belauert den MC. Blake hat zwar mit seiner Vergangenheit aufgeräumt, aber es gibt immer noch ein paar Verbindungen, die er nicht kappen konnte. Seine Albträume quälen ihn und es ist herzerwärmend, wie er bei Ember Ruhe findet. Gleichzeitig quält er damit aber auch sie, denn ihr zerreißt es jedes Mal das Herz, wenn er wortlos verschwindet.
Ich mochte sowohl Blake als auch Ember sehr gern, denn sie sind beide liebenswert und sympathisch. Ihre Vergangenheit hat sie beide für immer gezeichnet, aber es gibt immer Hoffnung auf eine glücklichere Zukunft. Die Story ist wie gewohnt mitreißend erzählt und hat mich bestens unterhalten. So langsam gehen dem MC aber die Singles aus, was schön, aber auch schade ist.

Mein Fazit:
Ich gebe sehr gern eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 02.06.2025

Auf Anfang

Beyond Shattered Moons
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„Beyond Shattered Moons“ von Anna Savas ist der zweite Band ihrer emotionalen Reihe London is Lonely, der direkt an den heftigen Cliffhanger der Vorgängerbandes anschließt.
Am Schluss des ersten Teils ...

„Beyond Shattered Moons“ von Anna Savas ist der zweite Band ihrer emotionalen Reihe London is Lonely, der direkt an den heftigen Cliffhanger der Vorgängerbandes anschließt.
Am Schluss des ersten Teils blieb man sprachlos zurück, denn die herzzerreißende Lovestory von Madelyn und Wes, den beiden Erben der alteingesessenen Verlagshäuser in London, endete tragisch und mit tausend offenen Fragen. Viele dieser Fragen werden mit der Fortsetzung endlich beantwortet und vor allem erfahren wir, was die Familie von Wes damals wirklich auseinandergerissen hat.
Mir hatte der Auftakt richtig gut gefallen, denn Anna Savas fängt die tiefen Emotionen ihrer Charaktere wirklich absolut gekonnt ein. Die Zerrissenheit von Madelyn und Wes wurde überdeutlich und genauso die Heilung, die im Laufe ihrer Beziehung einsetzte. Doch wie geht es nun weiter?
Ich bin ehrlich, ich hatte mit dem beherrschenden Twist der Story überhaupt nicht gerechnet. Gefallen hat er mir auch nicht unbedingt, denn alles fühlt sich für mich irgendwie nur wie ein Déjà-vu an. Ich will keinesfalls spoilern und jeder sollte sich seine eigene Meinung darüber bilden, ob ihn die Entwicklung der Charaktere überzeugt, oder eben nicht.
Der gefühlvolle Schreibstil der Autorin ist trotzdem ein Highlight und ihre Erzählweise bleibt großartig. Nur die Richtung, in die sich die Geschichte entwickelt, konnte mich eben in diesem Fall nicht catchen. Meiner Meinung nach wird die wunderschöne Story aus dem ersten Band mit dieser Fortsetzung ein wenig kaputtgemacht, zumal mir der Bezug zu einem bestimmten Charakter fehlte. Sein Verhalten war für mich ebenso wenig nachvollziehbar, genau wie die dafür gefundenen Gründe.
Das Beste sind die tollen Nebencharaktere, wie Lucy, die mir oft aus dem Herzen spricht. Ich vergebe Punkte für Originalität und den Überraschungseffekt, da die Autorin eben nicht die üblichen Wege beschreitet. Schwierig war es für mich trotzdem, aber wenigstens sind nun fast alle Fragen beantwortet.

Mein Fazit:
Von mir gibt es gute vier Sterne.

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