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Veröffentlicht am 01.12.2025

Schatten der Vergangenheit

True King
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„True King“ von L.M. Dalgleish ist der dritte und abschließende Band ihrer Empty Kingdom Reihe.
Roman King ist der älteste der drei Brüder und ein pflichtbewusster Workaholic. Das Erbe seines nichtsnutzigen ...

„True King“ von L.M. Dalgleish ist der dritte und abschließende Band ihrer Empty Kingdom Reihe.
Roman King ist der älteste der drei Brüder und ein pflichtbewusster Workaholic. Das Erbe seines nichtsnutzigen Vaters wiegt bei Roman besonders schwer, denn er ist ihm am ähnlichsten und deshalb versucht Roman besonders, niemals auch nur ansatzweise so zu sein, wie sein Erzeuger. Das ist auch der Hauptgrund, warum er die junge und attraktive Chloe Callahan keinesfalls als seine persönliche Assistentin einstellen möchte. Chloe fasziniert ihn auf den ersten Blick und das darf niemals sein. Trotzdem lässt sich Chloe nicht vergraulen, denn sie braucht den Job dringend. Auch sie fühlt sich zu Roman hingezogen und beide balancieren hart an der Grenze ihrer Professionalität.

Roman ist der letzte seiner Brüder, der noch Single ist, aber bei seinem Arbeitspensum ist das auch kein Wunder. L.M. Dalgleish hat sich bei ihm für eine Slow Burn Romance entschieden, was auch perfekt zu seinem kontrollierten und zurückhaltenden Charakter passt.
Es ist berührend, wie Roman ein wenig neidisch auf das Glück seiner Brüder ist, denn für sich selbst legt er viel zu strenge Maßstäbe an. Ich kann seine Bedenken hundertprozentig nachvollziehen, da sein Erbe wirklich schwierig ist. Seine Gefühle für Chloe hält er ziemlich lange unter Verschluss und er hat Glück, dass sie ihn trotzdem nie aufgibt.
Chloe ist selbstlos, fürsorglich und loyal. Sie kümmert sich aufopferungsvoll um ihren kranken Vater und man muss sie einfach lieben. Ich sehe definitiv die Chemie zwischen ihr und Roman, aber für meinen Geschmack dauert die gegenseitige Schmachterei diesmal einen Tick zu lang.
Slow Burn ist in Ordnung, aber in diesem Buch geht es mir persönlich zu langsam und die Charaktere treten zu lange auf der Stelle. Das ist aber Geschmackssache und die Lovestory konnte mich letztendlich trotzdem abholen. Die beiden ersten Teile haben mir ein wenig besser gefallen, aber das Ende der Reihe ist rundum gelungen.

Mein Fazit:
Ein gelungener Abschluss, der von mir gern eine Leseempfehlung bekommt!

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Veröffentlicht am 01.12.2025

Unfreiwillig versprochen

The Unwanted Marriage
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„The Unwanted Marriage“ von Catherina Maura ist der dritte Band um die arrangierten Ehen der einflussreichen Familie Windsor.
Im Gegensatz zu seinen Geschwistern wusste Dion Windsor schon seit seiner Kindheit, ...

„The Unwanted Marriage“ von Catherina Maura ist der dritte Band um die arrangierten Ehen der einflussreichen Familie Windsor.
Im Gegensatz zu seinen Geschwistern wusste Dion Windsor schon seit seiner Kindheit, dass er einmal Faye Matthews heiraten würde. Faye ist zwar einige Jahre jünger, aber nicht nur deshalb hat sich Dion immer von ihr ferngehalten. Seine Dunkelheit sollte das helle Licht der erfolgreichen Konzertpianistin nicht trüben. Dion war sich Faye trotzdem immer sicher, aber als er sie eines Tages offensichtlich verliebt mit einem anderen Mann sieht, erwacht seine Eifersucht. Er will Faye für sich gewinnen, damit sie ihn so ansieht, wie den anderen. Aber das ist nicht so einfach, denn die Vergangenheit spricht nicht unbedingt für ihn und auch Faye hat Geheimnisse, die sie hinter ihrer unerschütterlichen Fassade verbirgt.

Irgendwo meint es Grandma Windsor tief in ihrem Herzen gut, aber ihre starren Heiratspläne und die damit verbundenen Eheauflagen sind teilweise echt grausam und ich kann nicht nachvollziehen, warum ihre Enkel da mitspielen. Die Happy Ends scheinen ihr recht zu geben und wir dürfen gespannt sein, ob auch Dion und Faye glücklich werden. Zumindest wird die strenge Matriarchin im Laufe der Bücher wesentlich einsichtsfähiger und kompromissbereiter.
Dion war bisher eher der Ruhige und Nette, aber hinter seiner zurückhaltenden Fassade verstecken sich dunkle Geheimnisse und Tonnen von Schuldgefühlen. Anfangs wirkt es zwar so, als wollte er nur die Besitzansprüche klarstellen, als jemand anderes mit seinem liegengelassenen Spielzeug spielt. Aber Dion ist aber weitaus tiefgründiger und die Entwicklung seiner Gefühle für Faye wirkt echt.
Faye wurde ihr ganzes Leben darauf trainiert, die perfekte Frau für Dion zu sein. Sie weiß gar nicht, wer sie ansonsten wäre und steckt trotz oder gerade wegen ihrer Verlobung in einer toxischen Falle fest. Sie tat mir so leid und ich habe mich über jeden ihrer kleinen Fortschritte gefreut.
Die berührende Lovestory zwischen Dion und Faye gehört eindeutig zu meinen Favoriten dieser Reihe. Ich mag die beiden sehr und habe ihnen unbedingt ein Happy End gewünscht.

Mein Fazit:
Hier gibt es sehr gern eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 01.12.2025

Spiel der Götter

Wild Reverence
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„Wild Reverence“ von Rebecca Ross ist das Prequel zu ihrer magischen Divine Rivals Dilogie, die mich echt verzaubert hatte.
Matilda ist eine junge Göttin, die schon in früher Kindheit gelernt hat, dass ...

„Wild Reverence“ von Rebecca Ross ist das Prequel zu ihrer magischen Divine Rivals Dilogie, die mich echt verzaubert hatte.
Matilda ist eine junge Göttin, die schon in früher Kindheit gelernt hat, dass sie am besten unsichtbar bleibt, um sich in der grausamen Welt der Götter nicht zur Zielscheibe zu machen. Bis zu einem gewissen Zeitpunkt gelingt ihr dies ganz gut, aber dann rückt sie das Schicksal plötzlich in den Fokus. Die Tatsache, dass sie einen Menschen liebt, macht das Ganze nicht einfacher und Matilda zusätzlich angreifbar. Vincent ist ein junger Lord der Menschen, den Matilda als Kind immer wieder in seinen Träumen trifft. Auch Jahre der Funkstille lassen ihre gegenseitigen Gefühle nicht verblassen. Und als Vincent dringend Hilfe braucht, eilt ihm Matilda zur Seite und gerät dabei selbst in tödliche Gefahr.

Divine Rivals war eines meiner absoluten Highlights und ich liebe die gefühlvolle und epische Lovestory von Iris und Roman. Wer sich dort bereits gefragt hatte, wie es überhaupt zu dem Krieg der Götter kam und wie ihre Welt funktioniert, der bekommt in diesem Buch einige Antworten, aber längst nicht alle.
Rebecca Ross lässt den Konflikt zwischen Dacre und Enva nur in einem fast nebensächlichen Teil der Handlung laufen, während sie sich eher auf die Geschichte von Matilda und Vincent konzentriert. Trotzdem greifen letztendlich alle Handlungsfäden gekonnt ineinander und bilden ein gelungenes Konstrukt.
Wenn die Autorin eines kann, dann mit Worten malen. Sie erzählt wunderschön und fließend, aber im Gegensatz zu ihrer magischen Dilogie konnte ich diesmal die Gefühle zwischen Matilda und Vincent nicht wirklich greifen. Mir persönlich fehlte ein wenig die Entwicklung und die gemeinsame Basis, denn das kam für mich persönlich einfach zu kurz. Natürlich gab es viele berührende Momente zwischen den beiden, aber diese eine unzerstörbare Liebe habe ich nur in wenigen Szenen gespürt.
Die Charaktere stecken voller Überraschungen und sind facettenreich gezeichnet. Man weiß nie, wem man trauen kann und es gibt nur wenige, die trotz ihrer Ecken und Kanten ein gutes Herz haben. Dadurch bleibt die Spannung bis zum Schluss erhalten und man kann sich nie sicher sein, wohin die Reise führt und welche Opfer sie kosten wird. Das Ende wurde für meinen Geschmack zu kurz abgehandelt. Hier hätte ich mir etwas mehr gewünscht.

Mein Fazit:
Für Fans der Geschichte gern zu empfehlen, aber das Prequel kommt für mich nicht ganz an die Qualität der Originalstory heran.

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Veröffentlicht am 01.12.2025

Gefährlicher Coup

Royal Heist
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„Royal Heist“ von Lena Kiefer ist der Auftakt ihrer neuen Romance Trilogie, die diesmal mitten ins englische Königshaus führt.
Darcy und ihre Crew sind geniale und äußerst gerissene Diebe und Betrüger, ...

„Royal Heist“ von Lena Kiefer ist der Auftakt ihrer neuen Romance Trilogie, die diesmal mitten ins englische Königshaus führt.
Darcy und ihre Crew sind geniale und äußerst gerissene Diebe und Betrüger, deren spektakuläre Coups weltweit für Aufsehen sorgen. Als moderne Robin Hoods stehlen sie nur von gewissenlosen und reichen Menschen und spenden ihre Beute denen, die das Geld wirklich benötigen. Ihr neuester Plan ist jedoch sehr persönlich. Vor vielen Jahren sorgte die englische Königin dafür, dass Darcys Familie zerstört wurde und sie alles verloren. Jetzt ist die Zeit der Rache gekommen, denn Kronprinz Spencer will heiraten und sucht die passende Frau. Also schleicht sich Darcy unter die Kandidatinnen, um Zugang zum innersten Kreis zu bekommen. Dazu gehört jedoch auch Prinz Tristan, der ihre sonst so professionelle Fassade immer wieder zum Einstürzen bringt. Die Gefühle für ihn könnten alles gefährden, wofür Darcy gekämpft hat.

Fans von Westwell und Coldhart werden hier auf jeden Fall auf ihre Kosten kommen, denn einer meiner Lieblingscharaktere, Prinzessin Mathilda, spielt jetzt eine nicht unwesentliche Rolle. Lena Kiefer schickt uns mitten in das Zentrum der englischen Monarchie, wo man schnell merkt, dass hier jeder seine zugewiesene Rolle spielt und so gut wie alles auf Lügen, Geheimnissen und Manipulation aufgebaut ist. Perfekt also für eine spannende Story und ich liebe vor allem das Robin-Hood-Trope.
Darcys Beweggründe sind für mich hundertprozentig nachvollziehbar. Ihr Wunsch nach Rache treibt sie an, aber im Laufe der Handlung hinterfragt sie immer stärker, ob dies alle Opfer wert ist. Darcy bewegt sich permanent in einer moralischen Grauzone, aber gerade ihre Ecken und Kanten machen ihren Charakter so interessant.
Tristans Rolle im Königshaus ist äußerst undankbar, aber er ist stark genug, das auszuhalten. Aber auch er bekommt zunehmend Zweifel, ob er für den intakten Ruf seiner Familie weiterhin sein Glück opfern möchte.
Die Twists kommen ehrlich gesagt nicht unbedingt überraschend. Auch der obligatorische Cliffhanger war durchaus abzusehen. Trotzdem konnte mich diese Royal Romance von Anfang bis Ende mitreißen und ich bin gespannt, wie es weitergehen wird. Es sind noch unzählige Geheimnisse ungeklärt und damit jede Menge Potenzial für die folgenden beiden Teile vorhanden.

Mein Fazit:
Für diesen gelungenen Auftakt gebe ich sehr gern eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 30.11.2025

Death is calling

Whispers of Destiny
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„Whispers of Destiny“ von Justine Pust ist eine bitterböse Dystopie, in der der Tod sein Geschäft um das Ableben jetzt professioneller betreibt.
Ende des 21. Jahrhunderts ist die Erde überbevölkert und ...

„Whispers of Destiny“ von Justine Pust ist eine bitterböse Dystopie, in der der Tod sein Geschäft um das Ableben jetzt professioneller betreibt.
Ende des 21. Jahrhunderts ist die Erde überbevölkert und hat nur noch sehr begrenzte Ressourcen zur Verfügung. Diese werden größtenteils den privilegierten Bevölkerungsschichten zur Verfügung gestellt, die zu den höheren Zonen zählen. In Zone 3, wo die 21-jährige Blue lebt, sind Armut, Hunger, Atemnot und Säureregen an der Tagesordnung. Doch darüber muss sich Blue nicht mehr lange den Kopf zerbrechen, da sie gerade eine tödliche Diagnose erhalten hat, denn medizinische Behandlung gibt es ebenfalls nicht mehr. Zur Verfügung steht lediglich Death Call, ein Unternehmen des Todes, wo man sein Ableben professionell managen kann. Überraschend bietet Creek, ein Mitarbeiter von Death Call, Blue einen Deal an. Wenn sie dort einen Job annimmt, darf sie weitere 30 Jahre leben. Doch dafür ist sie es nun, die über Leben und Tod entscheidet.

Justine Pust zeichnet eine wirklich düstere und dystopische Welt, die gar nicht so viele Jahre von der Gegenwart entfernt ist. Leider sind auch die bitteren Folgen des Umgangs mit den Ressourcen gar nicht derart unrealistisch, so dass vielleicht lediglich die Erscheinung des personifizierten Todes garantiert in den Bereich der Fantasy fällt.
Ich mag den Schreibstil der Autorin und der Einstieg in die fesselnde Handlung ist wirklich nicht schwer. Blue ist eine Hauptfigur mit Ecken und Kanten, die ich von Anfang an mochte.
Sie ist direkt, schonungslos ehrlich und loyal, aber auch desillusioniert und pessimistisch. Ihre Ablehnung gegen das Todesgeschäft ist aufgrund ihrer Vergangenheit nachvollziehbar. Aber es werden auch unbequeme und wichtige Fragen aufgeworfen, die die Gegenseite nahbarer machen. Wer sollte über Leben und Tod entscheiden? Wer bekommt eine neue Chance und wer hat durch seine Entscheidungen alles verspielt? Ich glaube, niemand möchte diese Verantwortung tragen, und doch wird Blue mit all diesen Fragen konfrontiert.
Die Handlung ist ungewohnt düster, aber absolut mitreißend. Es gibt einige überraschende Twists und herzzerreißende Momente, aber auch humorvolle Szenen und natürlich etwas Romantik.
Die Thematik ist aufrüttelnd und regt zum Nachdenken an, damit hoffentlich einige ziemlich realitätsnahe Aspekte des Buches niemals Wirklichkeit werden.

Mein Fazit:
Ich gebe eine unbedingte Leseempfehlung!

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