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Veröffentlicht am 20.07.2020

Sanktus ermittelt wieder

Weißbier-Requiem
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Inhaltsangabe, übernommen: "Eigentlich möchte der Sanktus das Eröffnungswochenende im Bier-Wellnesshotel „Holledauer Hof“ mit seiner Familie genießen, doch dann taucht eine Leiche im Pool auf - um kurz ...

Inhaltsangabe, übernommen: "Eigentlich möchte der Sanktus das Eröffnungswochenende im Bier-Wellnesshotel „Holledauer Hof“ mit seiner Familie genießen, doch dann taucht eine Leiche im Pool auf - um kurz darauf wieder spurlos zu verschwinden. Alfred Sanktjohanser, der den Toten entdeckt hat, macht sich gemeinsam mit seinem Freund Graffiti auf die Suche nach Leiche und Mörder. Alle geladenen Ehrengäste scheinen ein Motiv zu haben und das Weißbier, das der Sanktus als Eröffnungssud in der hauseigenen Brauerei brauen muss, wird zum Totensud …"

Sanktus ermittelt wieder, und das in bester Sherlock Holmes Manier. Die Sanktus-Krimis im Bierbrauer-Milieu haben für mich inzwischen Kultstatus, Sanktus ist einfach ein Original und der Sanktus-Schreibstil hat Wiedererkennungswert. Passt scho.

In seinem fünften Fall ermittelt Sanktus im Umfeld eines Bier-Wellnesshotels, in dem sich eine illustre Gesellschaft zur Eröffnung trifft. So klasse, die verschiedenen Figuren aus der Münchner "High-Society" sind mit spitzer Feder skizziert, ich hatte die einzelnen plastisch vor Augen. Dumm nur, dass sie sich alle nicht ganz grün sind, Neid und Mißgunst überall. Was für ein Schreck als Sanktus eine Leich im Pool findet, Ermittlungen quasi selbstverständlich. Und Verdächtige mit Motiven gibt es genug.

Tatkräftige Unterstützung bekommt Sanktus von den schon bekannten Protagonisten aus den vorigen Teilen, so dass es sich fast wie ein Wiedersehen mit alten Bekannten anfühlt. Natürlich ist seine Familie mit dabei, seine Schwester Anna, der Drengler, der Graffiti und mein Liebling, der Bhupinder. Sie Szenen mit dem Hansä sind so schräg und sorgen für so einige Lacher. Mit viel Humor, aber auch Spannung wird dieser Fall aufgerollt, der sich um ein dunkles Geheimnis dreht, das tief in der Vergangenheit begraben ist. Sanktus hat wieder mal den richtigen Riecher, aber mehr wird hier nicht verraten.

Dazu erfährt man ganz nebenbei wieder viele Facts zum Thema Bier brauen und guckt dem Sanktus über die Schulter, wenn er in der Bierwerkel werkelt Am Ende gibt es einen genialen Showdown, der sich gewaschen hat.

Fazit: Auch der fünfte Band hat mich auf ganzer Linie überzeugt. Eine geniale Mischung aus Krimi, Humor, Situationskomik und viel Lokalkolorit. Ich freue mich jetzt schon auf den nächsten Teil. 5 verdiente Sterne.

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Veröffentlicht am 20.07.2020

42 Grad

42 Grad
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42 Grad, ein Thriller auf den ich wirklich gespannt war. Die Thematik interessiert mich, vor allem da die letzten beiden Sommer heiß und regenarm waren, das Szenario vorstellbar ist. Insofern hatte ich ...

42 Grad, ein Thriller auf den ich wirklich gespannt war. Die Thematik interessiert mich, vor allem da die letzten beiden Sommer heiß und regenarm waren, das Szenario vorstellbar ist. Insofern hatte ich hohe Erwartungen, die leider nicht erfüllt wurden.

Vom Aufbau her erinnert das Buch an diverse Katastrophen-Blockbuster, man springt von einem Strang zum anderen, lernt verschiedene Protagonisten kennen, deren Wege sich erst gegen Ende kreuzen. Was mir normalerweise gut gefällt, da dadurch eine ganz eigene Dynamik entsteht. Hier jedoch waren es mir zu viele Stränge, immer wieder wird die Spannungskurve durch Perspektivwechsel unterbrochen. Schade. Ein weiterer Punkt ist der Schreibstil, der sehr schlicht ausfällt. Klar, so lässt sich die Story schnell und flüssig lesen, macht aber nicht wirklich viel Spaß. Ein etwas anspruchsvollerer Schreibstil geht auch bei Thrillern.

Ich habe die Story verfolgt, aber so wirklich fesseln konnte mich die Handlung trotz des spannenden Themas leider nicht. Streckenweise zäh, zu ausufernd, es fehlte der Drive. Hier hätte man die Handlung straffen können. Die Protagonisten waren ganz sympathisch, mehr auch nicht, keine herausragende Figur, sondern Durchschnitt. Einige Stellen waren für mich leider zu unrealistisch, eine Seniorin verdurstet innerhalb kürzester Zeit, sie wird bei der Evakuierung vergessen, keiner merkt es? Ne, das war mir zu unrealistisch.

Alles in allem habe ich das Buch gern gelesen, ein wirklicher Thriller ist es in meinen Augen nicht. Meine Erwartungen waren wohl zu hoch. 3 Sterne.

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Veröffentlicht am 17.06.2020

Nicolas Guerlains fünfter Fall

Sturmwand
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In "Sturmwand" ermittelt der Personenschützer Nicolas Guerlain in seinem fünften Fall, und der hat es in sich. Auf einer Todesliste stehen fünf Namen, an letzter Stelle Nicolas selbst. Zwei Morde hat es ...

In "Sturmwand" ermittelt der Personenschützer Nicolas Guerlain in seinem fünften Fall, und der hat es in sich. Auf einer Todesliste stehen fünf Namen, an letzter Stelle Nicolas selbst. Zwei Morde hat es schon gegeben, jeweils spielt eine Flaschenpost eine wesentliche Rolle. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt, sowohl die Polizei als auch Nicolas ermitteln fieberhaft. Währenddessen steht der Präsident im Fokus einer Gruppe, die ihn angreift und lächerlich machen möchte. Nicolas und seine Truppe werden vom Dienst suspendiert.

Ich kenne nicht alle Teile der Reihe, hatte aber keine Probleme in die Handlung einzusteigen. "Sturmwand" spielt an der Normandie, auf der kleinen Insel Chausey und Granville am Festland, zwei Orte, die der Autor wunderbar atmosphärisch beschreibt. Ich hatte die Insel mit ihrer rauen Schönheit direkt vor Augen, die Natur, die wenigen Menschen, die Wetterlagen, alles gekonnt beschrieben. Man merkt dem Autor die Verbundenheit zu Frankreich und dieser Region an.

Die Handlung ist komplex und durchweg spannend, zum einen geht es um die Anschläge auf den französischen Präsidenten, im Vordergrund steht jedoch die Ermittlung in den Mordfällen, die Polizei versucht fieberhaft weitere Morde zu verhindern.

Die Story ist temporeich und bietet einen super spannenden Showdown. Da einige Blindspuren ausgelegt werden hatte ich bis zum Ende keine Ahnung, was Motiv und Täter betrifft.

Fazit: Atmosphärischer Krimi mit viel Frankreich-Feeling, nicht nur für Frankreich-Fans lesenswert. 5 Sterne

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Veröffentlicht am 08.06.2020

eine Story, die unter die Haut geht

Ich bin dein Tod (Ein Kommissar-Dühnfort-Krimi 9)
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Der 9. Fall für den Münchner Kommissar Konstantin Dühnfort geht unter die Haut. Eine Story, die streckenweise nur schwer zu ertragen ist.

Dühnfort wagt einen Neustart bei der Abteilung Operative Fallanalyse, ...

Der 9. Fall für den Münchner Kommissar Konstantin Dühnfort geht unter die Haut. Eine Story, die streckenweise nur schwer zu ertragen ist.

Dühnfort wagt einen Neustart bei der Abteilung Operative Fallanalyse, obwohl der Wechsel genau seinem Wunsch entspricht, ist der Start holprig. Dühnfort ist nun nicht mehr Chef, sondern Teamplayer, hat neue Kollegen, von denen ihm einer fast feindselig gegenüber steht. Nicht die besten Voraussetzungen für einen gelungenen Start in der neuen Abteilung.

Der erste Fall führt ihn und seine Kollegen zu einem Doppelmord. Obwohl alles auf einen missglückten Einbruch hinweist, kommen Dühnfort und seine Kollegen zu einem anderen Ergebnis. Weitere Todesfälle, teils nicht auf den ersten Blick als Morde erkennbar, rufen Dühnforts Intuition auf den Plan. Er sieht Verbindungen zwischen den Todesfällen, stößt aber auf wenig Zustimmung bei seinen Kollegen und seinem Chef.

Parallel rollt sich die Geschichte eines jungen Mädchens auf, eine Geschichte die betroffen macht. Lea beschreibt in einem Videotagebuch, was ihr widerfahren ist.

Ich habe fast alle Teile der Reihe gelesen, aber "Ich bin dein Tod" ist für mich einer der besten. Alleine wegen der Thematik um Lea, die die Autorin mit so viel Sensibilität angeht und die doch so verstörend ist.

Der Plot ist dicht, die Spannung hoch, er ist emotional aufwühlend und zu jeder Zeit fesselnd. Er macht betroffen, weil von der Autorin so realistisch geschildert. Wer weiß, wie viele reale Schicksale es gibt?

Kommissar Dühnfort, für den das Thema neu ist, fragt sich, wieso die Medien nicht auf dieses Thema anspringen, wieso in den Schulen nicht darüber aufgeklärt wird oder eine Fernsehserie sich mit diesem Thema beschäftigt. Der Frage schließe ich mich an!

Wenn man die Reihe um Dühnfort kennt, fühlt es sich wie ein Wiedersehen mit alten Bekannten an. Dühnfort ist sich selbst treu geblieben, ein menschlich gebliebener Ermittler, der auch privat immer wieder mit Problemen konfrontiert wird. Die bekannten Protagonisten sind sehr gut skizziert, besitzen Tiefe, aber auch die neuen sind gut gezeichnet. Sowohl, die Guten, als auch die Bösen.

Fazit: Psychologisch raffiniert, die Grenzen zwischen Tätern und Opfern verschwimmen. Ein Mörder, dessen Motive nachvollziehbar sind. Selbst Dühnfort gerät in einen Gewissenskonflikt.

Für mich einer der besten Teile der Reihe. Harter Tobak, emotional fordend. Ein Thema, das so schnell nicht vergessen sein wird. Definitiv ein Lesehighlight 2020, von mir gibt es eine uneingeschränkte Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 04.06.2020

Tempe ermittelt wieder

Das Gesicht des Bösen
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Ich habe einige der ersten Teile der Reihe um Tempe Brennen gelesen, das ist aber schon viele Jahre her. Trotz der langen Pause fiel mir der Einstieg nicht allzu schwer, zumal die Autorin die wichtigsten ...

Ich habe einige der ersten Teile der Reihe um Tempe Brennen gelesen, das ist aber schon viele Jahre her. Trotz der langen Pause fiel mir der Einstieg nicht allzu schwer, zumal die Autorin die wichtigsten Details in die Handlung einarbeitet. Es ist Sommer, Tempe Brennan hat einen schweren Eingriff hinter sich, von dem sie sich erst noch erholen muss. Als Tempe Nachrichten mit Fotos einer verstümmelten Leiche erhält, gerät sie ins grübeln und stellt Nachforschungen an, auch gegen den Willen ihrer Chefin.

Also spannend ist der Thriller allemal, ich habe mich beim lesen von Cliffhanger zu Cliffhanger gehangelt. Allerdings ist es nicht leicht, den roten Faden zu finden und alle Stränge und Themen unter einen Hut zu bringen. Für meinen Geschmack zerfasert die Handlung zu sehr, wirkt verworren. Hier wären weniger mehr gewesen. Ein zweiter Punkt ist die Übersetzung aus dem englischen, die teils sperrig ist. Sich nicht wirklich flüssig lesen lässt bzw. Formulierungen bringt, die einfach nicht passen wollen. Gut hingegen hat mir gefallen, dass an einigen Stellen Humor aufkommt, der mich schmunzeln ließ.

Fazit: Insgesamt fand ich den Thriller lesenswert, er blieb aber hinter meinen Erwartungen zurück. 3,5 Sterne, aufgerundet auf 4

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