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Veröffentlicht am 20.12.2018

du wirst schon bald vor mir kriechen...

Die Essenz des Bösen
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"Die Essenz des Bösen" ist der fünfte Teil der Max-Wolfe-Reihe und befasst sich mit einem wieder mal sehr aktuellen Thema. Max befindet sich in einem Einkaufszentrum in London, als die Hölle losbricht ...

"Die Essenz des Bösen" ist der fünfte Teil der Max-Wolfe-Reihe und befasst sich mit einem wieder mal sehr aktuellen Thema. Max befindet sich in einem Einkaufszentrum in London, als die Hölle losbricht und er sich verwundet aus den Trümmern eines Flammeninfernos kämpfen muss. Der Absturz eines Rettungshubschraubers hat große Teile des Einkaufszentrums zerstört, viele Tote und Verletzte sind zu beklagen. Schnell steht fest, dass der Hubschrauber mittels einer Drohne zum Absturz gebracht wurde, die Suche nach den Attentätern läuft.

Eine Woche später ist Max Wolfe mit einem Einsatzkommando unterwegs, das Haus der Attentäter zu stürmen. Der Einsatz läuft schief, am Ende sind drei Menschen tot. Die Attentäter eröffnen das Feuer, DS Alice Stone wird vor den Augen ihrer Kollegen erschossen, auch die Attentäter überleben nicht. Die Straße wird zum Pilgerort für die Menschen, die um Alice trauern. Tagtäglich legen Trauernde Blumen nieder, doch auch Fanatiker bekommen hier ihre Plattform und versuchen, die Wut der Menschen auf die Familie der Terroristen zu lenken.

Tony Parsons hat mit diesem Krimi den Nerv der Zeit getroffen, nur allzu realistisch ist die Handlung. Dabei beleuchtet er sowohl den islamistischen Terror als auch die verblendeten Fanatiker, die die Tat für ihre Zwecke missbrauchen. Beide Seiten werden wertfrei beleuchtet, ohne erhobenen Zeigefinger. Mittendrin ist Max Wolfe, der mit seinem Team die Wogen glättet und versucht, weitere Opfer zu vermeiden.

Wo die Essenz des Bösen zu finden ist, ist die zentrale Frage dieses Krimis. Wenn man die vorigen Teile gelesen hat, kann man zu dem Schluss kommen, dass der Fall an sich nicht ganz so spektakulär wie die anderen ist. Trotzdem ist dieser Teil für mich einer der besten der Reihe. Wieso?

Was mich hier überzeugt hat ist das Gesamtpaket, dass sowohl der Fall als auch das Privatleben von Max eine Einheit bilden, untrennbar verwoben sind. Und Max muss dieses mal an allen Fronten kämpfen, nicht nur den Fall klären, sondern sich gegen Kollegen und die Dienstaufsicht behaupten. Auch privat muss er um seine kleine Familie kämpfen. Und hier wird es sehr emotional. Max hat im Verlauf charakterlich eine Entwicklung durchlaufen, er ist ein Sympathieträger, auch weil er sich treu bleibt und sich nicht verbiegen lässt. In diesem Teil beweist er Stärke und handelt selbstlos, man merkt dass ihm das Wohl seiner Tochter über alles geht. Neben Max sind auch alle anderen Protagonisten gekonnt charakterisiert, vielschichtig und für Überraschungen gut, sowohl die altbekannten, als auch die neuen. Für mich fühlt es sich inzwischen an wie nach Hause kommen, da ich die Reihe von Anfang an verfolgt habe.

Der Fall an sich geht unter die Haut, Max Kampf, der Versuch die Familie der Terroristen zu beschützen. Die Ermittlungsarbeit kommt authentisch rüber und eine gewisse Grundspannung zieht sich durch die gesamte Handlung, steigert und entlädt sich immer wieder in einzelnen Aktionen. Durch die Ich-Perspektive war ich ganz nah an Max, seinen Gedanken und Gefühlen dran, habe mit ihm mitgefiebert, gelitten, ein Wechselbad der Gefühle durchlebt. Die Story ist fesselnd, ich habe die häuslichen Szenen genossen, die eine kleine Verschnaufpause bieten. Das Ende hat es in sich, Leute, haltet die Taschentücher bereit!

Fazit: Ein Krimi der sehr nachdenklich macht, für mich einer der besten Teile der Reihe. Ein brisantes sowie aktuelles Thema, viel Spannung und Emotionen. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Spannung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Handlung
Veröffentlicht am 20.12.2018

Geld regiert die Welt

Blutacker
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Klappentext: "Seit der junge Anwalt Nicolas Meller den Angstmörder zur Strecke gebracht hat, geht es für ihn bergauf. Er hat zahlungskräftige Mandanten, ein neues Büro in der Innenstadt von Köln und mehrere ...

Klappentext: "Seit der junge Anwalt Nicolas Meller den Angstmörder zur Strecke gebracht hat, geht es für ihn bergauf. Er hat zahlungskräftige Mandanten, ein neues Büro in der Innenstadt von Köln und mehrere Angestellte. Privat ist er mit Nina zusammengezogen, einst seine Referendarin und jetzt Lebenspartnerin. Doch dann bringt Hauptkommissar Rongen eine beunruhigende Nachricht: Ein Paketbote wurde brutal ermordet – und das einzige Paket, das entwendet wurde, war adressiert an: Nicolas Meller. Die Schlinge um den Kopf von Nic und Nina zieht sich erbarmungslos zusammen!"

Den ersten Teil habe ich noch nicht gelesen, hatte aber keinerlei Probleme in die Handlung einzusteigen. Ich fand Nic als Protagonisten sympathisch, er versucht mit seiner Kanzlei beruflich vorwärts zu kommen, bleibt sich dabei aber selbst treu und lässt sich nicht kaufen. Auch die anderen Personen sind gut beschrieben, sowohl seine neuen "Freunde" aus der High Society als auch sein Spezi Pjotr, der Mann, für den nichts unmöglich ist. Neben Nic hat mir der gute Geist der Kanzlei, Frau Zollinger sehr gut gefallen. Mit seiner Freundin Nina bin ich nicht so recht warm geworden, mal sehen wie es hier im nächsten Teil weiter geht.

Ich fand den Abstecher in die Welt der Reichen und Schönen sehr amüsant, keiner lässt sich in die Karten schauen, mehr Schein als Sein, und Nic muss mit seiner Menschenkenntnis sortieren, wem er trauen kann und wem nicht. Der Autor beschreibt die feine Gesellschaft mit spitzer Feder, herrlich!

Die Handlung ist für einen Krimi spannend, was hinter allem steckte hat mich überrascht, ist aber in sich stimmig und wohl nicht weit weg von der Realität. Geld regiert die Welt, an dem Spruch ist was dran.

Fazit: Gelungener Krimi mit einem sympathischen Protagonisten, ich werde mir Teil 1 auch noch kaufen und warte dann mal gespannt auf die Fortsetzung.

Veröffentlicht am 12.12.2018

geniales Thriller-Debüt

Ich weiß, wo sie ist
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Francines Tochter Autumn ist vor 10 Jahren verschwunden. Seitdem das Kind in einem Einkaufzentrum verschwunden ist, fehlt jede Spur. Die Ehe von Francine und Will zerbrach, Francine konnte den Schmerz ...

Francines Tochter Autumn ist vor 10 Jahren verschwunden. Seitdem das Kind in einem Einkaufzentrum verschwunden ist, fehlt jede Spur. Die Ehe von Francine und Will zerbrach, Francine konnte den Schmerz nur mit Alkohol ertragen. Inzwischen hat sie sich wieder im Griff, treibt exzessiv Sport und trinkt nur noch gelegentlich.

Als sie in ihrer Wohnung einen Zettel findet, wird sie von der Botschaft aus der Bahn geworfen. "Ich weiß wo sie ist" steht in krakeligen Buchstaben darauf, von einem Kind geschrieben oder jemand, der seine Handschrift absichtlich verstellt hat? Für Francine ist klar, dass die Botschaft nur ihre Tochter Autumn betreffen kann.

Als am nächsten Tag eine junge Frau neben ihrem Auto steht, erfährt sie, was wirklich mit ihrer Tochter passiert ist. Ihr fällt es zuerst schwer, der verwirrten Frau zu glauben, doch ihre Argumente überzeugen. Für Francine steht fest, dass sie alles tun wird, um ihre Tochter zurück zu bekommen.

Was für ein Pageturner! Es ist kaum zu glauben, dass es sich hier um ein Debüt handelt, sowohl was die Handlung, die Spannung als auch das Setting angeht. Das Thema geht unter die Haut, ist fesselnd, die Atmosphäre ist düster, bedrohlich. Der Autor beschreibt die Handlungen, die an Autumn und anderen Mädchen ausgeführt werden so plastisch, dass es schwer zu ertragen ist. Dabei aber auch sehr realistisch, also durchaus vorstellbar.

Francine ist gut charakterisiert, eine Mutter die über sich hinauswächst. Auch wenn einige Handlungen auf den ersten Blick nicht nachvollziehbar sind, so sind sie doch verständlich, je weiter die Handlung voranschreitet. Ich denke, an ihrer Stelle hätte ich mich ähnlich verhalten. Sie muss ihre Tochter wieder bekommen, egal was es sie kostet, auch wenn ihr eigenes Leben in Gefahr gerät.

Ich habe hier mitgefiebert und gelitten, ein Wechselbad der Gefühle erlebt, ungläubig den Kopf geschüttelt über die unfassbaren Taten. Am Ende wird nicht alles detailliert geklärt, ich hoffe sehr dass es noch eine Fortsetzung geben wird.

Fazit: Genialer Thriller mit viel Atmosphäre und Spannung. Aber man braucht auch starke Nerven bei dieser Thematik. 5 verdiente Sterne.

Veröffentlicht am 07.12.2018

fesselnder Debütkrimi

Im Fokus
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Klappentext: Er tötet spurlos, wählt seine Opfer zufällig.Profiler Thorsten Büthe ist knallhart, unbestechlich und schwört auf sein Team. Erfahrung und Schmerz haben ihn zu dem gemacht, was er ist: Ein ...

Klappentext: Er tötet spurlos, wählt seine Opfer zufällig.Profiler Thorsten Büthe ist knallhart, unbestechlich und schwört auf sein Team. Erfahrung und Schmerz haben ihn zu dem gemacht, was er ist: Ein Ruheloser! Ein Suchender! Sein Bauchgefühl trügt ihn nie. Das macht ihn zum schlimmsten Feind der Täter ...
Doch dieser tötet spurlos. Wählt seine Opfer zufällig. Sie verlieren die Stimme, dann ihr Leben. Ein Stich in die Kehle. Ein Schnitt durch den Hals. Exitus. Nur tote Augen schreien.
Büthe hat den Mörder im Fokus, doch der dreht den Spieß um. Niemand kann aus seiner Haut. Der Profiler ist auch Mensch und Vater. Jetzt wird was er liebt zur Beute. Das Tier in ihm erwacht. Er muss handeln. Wird er den nächsten Zug des Täters kennen?
Erst auf hoher See entscheidet sich beider Schicksal.

Von diesem Debütkrimi bin ich begeistert, man merkt deutlich, dass der Autor vom Fach ist und weiß, worüber er schreibt.

Der Schreibstil lässt sich flüssig lesen, die Story ist von Anfang an spannend, wobei die Spannung weiter bis zum unerbittlichen Showdown steigt.

Die Protagonisten sind sehr gut gezeichnet, so dass ich schnell ein Feeling für Thorsten Büthe und sein Team bekommen habe. Menschliche Figuren die lebendig wirken und glaubhaft rüberkommen. Der Plot ist in sich stimmig und bietet einige überraschende Wendungen, mit denen ich nicht gerechnet habe.

Fazit: fesselnder Debütkrimi, der nach einer Fortsetzung schreit. Bitte mehr davon.

Veröffentlicht am 04.12.2018

von der Vergangenheit eingeholt

Hypoxie
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Emilia und ihr Freund Lukas begeben sich auf einen Roadtrip von Hamburg nach Portugal, wo ein Onkel von Emilia verstorben ist. Als der Brief kommt, kann sich Emilia erst keinen Reim darauf machen, da sie ...

Emilia und ihr Freund Lukas begeben sich auf einen Roadtrip von Hamburg nach Portugal, wo ein Onkel von Emilia verstorben ist. Als der Brief kommt, kann sich Emilia erst keinen Reim darauf machen, da sie sich an den Onkel überhaupt nicht mehr erinnern kann. Ihre Mutter erzählt ihr, dass sie als Kind viel Zeit in Portugal bei ihrem Onkel verbracht hat, bis es zu einem Badeunfall kam. So entschließen sich Emilia und Lukas, zur Beerdigung nach Portugal zu fahren und gleich noch einige Urlaubstage ranzuhängen. Die Reise dauert lange, sie erleben schöne unbeschwerte Stunden, bis Lukas merkt, dass mit Emilia etwas nicht stimmt.

Locker flockig geschrieben verfolgt man die Reise der beiden Protagonisten. Beide wirken sympathisch, lieben sich nach vier Jahren immer noch wie am ersten Tag und turteln, wann immer sich Gelegenheit bietet. Während sie auf der Fahrt in einige gefährliche Situationen kommen, ändert sich die anfangs gelöste und heitere Stimmung allmählich. Erst schleichend, dann aber immer intensiver. Die Laune wechselt, sinkt ab und wie Lukas merkt man als Leser, dass sich Emilia verändert. Es scheint etwas mit ihrer Vergangenheit zu tun zu haben, wobei man nicht wirklich Konkretes erfährt.

Ich fand diesen Wandel der Stimmung super beschrieben, langsam, schleichend, bis es zur Gewissheit wird, dass etwas ganz und gar nicht stimmt. Das Ende hat es in sich, obwohl ich schon etwas in der Richtung vermutet hatte. Ich hätte mir noch einige weitere Details gewünscht was die Vergangenheit anbetrifft, davon abgesehen ist die Geschichte fesselnd und spannend.

Fazit: Spannender Roadtrip mit dichter Atmosphäre.