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Veröffentlicht am 27.05.2025

Wenn Aberglaube und Gefühle um die Oberhand kämpfen

Something Old, Someone New
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John macht Shea einen Heiratsantrag mit einem Ring, der ein Familienerbstück ist. So weit, so gut so schön könnte man meinen: Shea ist jedoch etwas abergläubisch und erinnert sich an die Worte ihrer Oma, ...

John macht Shea einen Heiratsantrag mit einem Ring, der ein Familienerbstück ist. So weit, so gut so schön könnte man meinen: Shea ist jedoch etwas abergläubisch und erinnert sich an die Worte ihrer Oma, dass ein gebrauchter Ehering Unglück bringt. Die Freude über die Verlobung ist da und John erklärt auch, warum er ihr trotz allem einen Antrag mit einem Erbstück gemacht hat. Dennoch möchte Shea sich nicht darauf verlassen, dass ihre Großmutter sich irrt und macht sich auf die Suche nach den Vorbesitzern des Ringes.

Es war schön mit der Hauptdarstellerin durch verschiedene Städte und Länder zu reisen, um die Geschichte des Erbstück Verlobungsringes zu erforschen. Die Charaktere waren aufregend und wurden lebendig beschrieben. Man verliert sich in den guten Beschreibungen der Städte und die Aufgabe die Vorbesitzer zu finden ist spannend. Wir lernen einige Liebesgeschichten kennen und erfahren, dass jeder sein Päckchen zu tragen hat.

Etwas zu kurz kommt mir die Beziehung zu John, denn eigentlich wartet der einfach mit Engelsgeduld zu Hause. Passend zu einem Liebesroman mit der Möglichkeit zu Drama, geht Shea jedoch mit ihrer Schwester und einem Journalisten, der von dem Thema Aberglauben fasziniert ist, auf die Reise. Dennoch ist die Geschichte ist für mich weniger ein Liebesroman, als ein Selbstfindungsroman.

Die Geschichte als solches, nämlich alles stehen und liegen zu lassen und ein ganzes Land zu durchstreifen, um die Vergangenheit eines Erbstückes zu erfahren, ist wohl eher nicht sehr realistisch. Für mich ist auch nicht ganz klar, warum Shea sich jetzt unbedingt auf die Suche nach der Vorgeschichte des Ringes machen muss und warum John zum Beispiel keine größere Rolle dabei spielt. Dennoch sind viele Konzepte und Tatsachen im Buch um die Themen Liebe und Entscheidungen und Familie realistisch.

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Veröffentlicht am 27.05.2025

Der Wunsch und die Last Kinder zu bekommen

Hello Baby
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Die Geburtenrate in Südkorea gehört zu den niedrigsten der Welt und viele Wissenschaftler versuchen der Ursache auf den Grund zu gehen. Die Autorin stellt in ihrem Buch nun im speziellen sechs Frauen vor, ...

Die Geburtenrate in Südkorea gehört zu den niedrigsten der Welt und viele Wissenschaftler versuchen der Ursache auf den Grund zu gehen. Die Autorin stellt in ihrem Buch nun im speziellen sechs Frauen vor, die sich in einer der begehrtesten Kinderwunschkliniken Südkoreas in Behandlung sind. Über den gemeinsame „Hello Baby“ Gruppenchat und persönliche Treffen tauschen sie sich aus und geben sich gegenseitig Halt.

Anhand der verschiedenen Lebenssituationen der sechs Frauen erfährt bzw. erahnt der Leser welche Strapazen eine IVF-Behandlung mit sich zieht und welch eine emotionale Achterbahnfahrt dies sein kann. Jede trägt ihr eigenes Päckchen und hat zeigt unterschiedliche Gründe für einen beschwerlichen Weg zum Wunschkind. Man erahnt, dass es gesellschaftlich wohl nie den richtigen Zeitpunkt für ein Kind gibt, es aber dann auch nicht wirklich erwünscht ist kein Kind zu haben.

Der Schreibstil ist einfach und die Kapitel zu den entsprechenden Frauen relativ kurz. Alle 25-30 Seiten wechselt man zu einer neuen Charakterin. Durch das dadurch erzeugte Tempo und die Vielzahl an Frauen wird man nur so durch ihre Lebensrealitäten geschleudert. Ich hätte mir schon etwas mehr Länge bei den jeweiligen Geschichten gewünscht, um die Person besser zu verstehen und mich mehr darauf einlassen zu können.

Insgesamt ein sehr berührendes Thema in einem lehrreicher Text, der einem allerdings doch eher roh begegnet.

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Veröffentlicht am 26.05.2025

Spannende Vorstellung der Zukunft

Astro-Tims Sternstunden
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Astro-Tim zeigt uns in seinem Buch, wie er sich die Welt bzw. das Universum in 50, 100, 200, 400, 800 und 100 Jahren vorstellt. Natürlich ist das die Vorstellung einer einzelnen Person und eben Vorstellung, ...

Astro-Tim zeigt uns in seinem Buch, wie er sich die Welt bzw. das Universum in 50, 100, 200, 400, 800 und 100 Jahren vorstellt. Natürlich ist das die Vorstellung einer einzelnen Person und eben Vorstellung, jedoch schafft es der Autor wirklich gut Fakten, Erklärungen und den derzeitigen Wissensstand einzubauen.

Das Buch lässt sich grundsätzlich leicht lesen und ist sehr humorvoll geschrieben. Die Kapitel sind immer gleich aufgebaut – ein Rückblick auf den entsprechenden Zeitrahmen in der Vergangenheit. Eine Beschreibung des Zeitpunktes in z.B. 400 Jahren und wie er sich darstellt. Oft wird hier das Stilmittel eines Interviews oder Tagebucheintrages einer in dieser Zeit lebenden Person verwendet, die durchwegs sehr humorvoll sind. Zwischenzeitlich wird in speziell gekennzeichneten Absätzen der Ist-Stand der Wissenschaft, oder die Theorie, auf die man sich bezieht, erklärt. Abschließend folgt eine Zusammenfassung.

Es sind durchwegs Illustrationen und Graphiken in den Text eingearbeitet. Jedoch hätte ich mir durchwegs noch mehr gewünscht erklärende Graphen gewünscht, schon alleine um besser einordnen zu können in welchem Bereich der Galaxie die Menschheit sich gerade schon befindet. Auch ein Glossar hätte ich angenehm gefunden.

Für mich ist das Buch schon rein auf Grund des Zeithorizontes Zukunft, das es beschreiben möchte, doch eher in die Science Fiktion Literatur anzusiedeln. Allerdings ist es auch mit Fakten und Erklärungen gespickt, wodurch man auch als Astronomie Neuling durchwegs etwas lernen kann.

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Veröffentlicht am 22.05.2025

atmosphärischer Roman über die Japanische Kultur und die Schönheit der Kalligraphie

Hatokos wunderbarer Schreibwarenladen
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Die junge Hatoko auch Poppo-chan genannt, übernimmt nach dem Tod ihrer Großmutter deren Schreibwarenladen. Doch gemäß einer alten Familientradition ist sie auch weiter als öffentliche Schreiberin tätig.
Im ...

Die junge Hatoko auch Poppo-chan genannt, übernimmt nach dem Tod ihrer Großmutter deren Schreibwarenladen. Doch gemäß einer alten Familientradition ist sie auch weiter als öffentliche Schreiberin tätig.
Im Roman wird nun der Alltag der Protagonistin im Laufe eines Kalenderjahres erzählt. Man lernt die liebevoll gestalteten Personen in ihrer Umgebung kennen und belgeitet Poppochan auf einer Reise in ihre eigene Vergangenheit und ihre Beziehung zu ihrer Vorgängerin, ihrer Großmutter.
Das Buch gibt Einblick in japanische Traditionen allgemein und zeigt im speziellen welch eine Kunstform die Kalligrafie ist. Nämlich nicht nur allein Worte zu Papier zu bringen, sondern auch welchen Einfluss Papier, Tinte, Gestaltung und Handschrift haben kann.
Besonders hervorheben möchte ich die schöne Gestaltung des Buches. Es ist schlicht und doch außergewöhnlich und spiegelt schon den Inhalt wieder, die Liebe zu Schreibwaren und Schrift. Im Gesamten Buch begleiten den Leser Schriftzeichen und die verfassten Briefe, wodurch die Geschichte in meinen Augen sehr atmosphärisch wird.
Es ist einfach der Erzählung zu folgen, trotz japanischer Begriffe. Generell ist die Geschichte eher von atmosphärischen Beschreibungen gekennzeichnet als von großen, rasanten Spannungsbögen.
Ich würde das Buch Liebhabern der japanischen Kultur bzw. der Schreibwaren allgemein ans Herz legen und natürlich auch jedem der sich gerne in einer atmosphärischen, ruhigen Geschichte wiederfinden möchte.

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Veröffentlicht am 22.05.2025

Mord an San Gennaro

Commissario Gaetano und der lügende Fisch
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Das Cover zeigt gleich, wo das Unglück geschehen wird, im sehr turbulenten und eigenen Neapel. Gerade am Tag des Stadtheiligen St. Gennaro wird eine enthauptete Leiche gefunden. Zu allem Überfluss noch ...

Das Cover zeigt gleich, wo das Unglück geschehen wird, im sehr turbulenten und eigenen Neapel. Gerade am Tag des Stadtheiligen St. Gennaro wird eine enthauptete Leiche gefunden. Zu allem Überfluss noch in einer doch eher bizarren Form.
Mit diesem Buch lernt man Neapel und die neapolitanische Seele etwas kennen. Auch etwas Neapolitanisch konnte ich wieder üben, dank des hilfreichen Anhangs. Man greift das Spannungsfeld von Nord und Süd in Italien auf und spinnt sogar die Geschichte etwas darum herum. Wer schon in Neapel oder auch generell in Italien war und vielleicht abseits der üblichen Touristenpfade unterwegs war erkennt wie treffend vieles geschildert wird: Der neapolitanische Aberglaube, die Wichtigkeit des Stadtheiligen und des Wunders und wie das Leben in der Stadt allgemein geschildert wird. Generell wird jedoch ein etwas düsteres Bild von Neapel gezeichnet.
Der Ermittler Commissario Gaetano erscheint über große Teile der Geschichte eher als Antiheld. Er trinkt regelmäßig und steht im Konflikt mit seiner doch tragischen Familiengeschichte. Er liebt und hasst Neapel und seine Bewohner oft gleichfalls. Er ist aufbrausend und cholerisch.
Die Ermittlungen selbst zeigen doch viel Ähnlichkeit mit der Realität. Es gibt Sackgassen und Ermittlungsfehler.
Allgemein liest sich der Text meiner Meinung nach sehr leicht, auch weil das Buch passend in Ermittlungstage geteilt ist. In manchen Teilen ist die Schilderung wohl doch etwas zu sehr auf die Beschreibung der Atmosphäre in Neapel ausgelegt und auch wohl die mehrfache Erklärung der Geschichte des St. Gennaro hätte es wohl nicht gebraucht.
Wer einen NICHT Cozy Crime sucht und vielleicht auch etwas Neapel kennen lernen möchte, kann ich dieses Buch ans Herz legen. Speziell auch wenn man einen Ermittler mit Ecken und Kanten sucht.

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