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Veröffentlicht am 22.02.2026

Essen und Büroalltag - wie schafft man die Balance

Richtig gutes Essen
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In einem japanischen Büro arbeitet ein buntes Team von Arbeitskräften unter anderem Nitani, Oshino und Ashikawa als Vollzeitkräfte.

Nitani, der Essen als Notwendigkeit erachtet und am Instantsuppensüchtig ...

In einem japanischen Büro arbeitet ein buntes Team von Arbeitskräften unter anderem Nitani, Oshino und Ashikawa als Vollzeitkräfte.

Nitani, der Essen als Notwendigkeit erachtet und am Instantsuppensüchtig ist, hat seine liebe Not mit dem Brauch gemeinsam als Abteilung essen zu gehen, oder mehr Zeit in die Zubereitung von Speisen zu verwenden. Oshio, die auch eher unkonventionellere Ansichten hat und öfters mit Nitani nach der Arbeit einen trinken geht. Ashikawa ist nicht unbedingt die belastbarste Arbeitskraft und genießt den Schutz ihres Chefs und etlicher anderer Arbeitskräfte. Sie ist öfters krank und beendet ihren Arbeitstag im Gegensatz zu den anderen Vollzeitkräften pünktlich, auch bei größerem Arbeitspensum. Um die Stimmung im Büro für sich positiv zu gestalten, bringt sie immer wieder Süßspeisen mit. Nitani und Oshino entwickeln eine gewisse Abneigung gegen Ashikawa, auf Grund der Tatsache, dass sie nicht in der Lage ist ihre Arbeit entsprechend selbst zu erledigen. Doch die Sache wird auch komplizierter als Nitani eine Beziehung mit Ashikawa beginnt.

Es ist ein Roman der sich neben dem Thema Essen, vor allem um das Thema Umgang und Beziehungen am Arbeitsplatz dreht.

Man lernt viele japanische Gerichte kennen, hilfreich dabei ist das Glossar im Anhang. Zusätzlich bekommt man aber damit eben auch einen Einblick in die japanische Arbeitswelt bzw. in den Büroalltag. Die Tatsache, dass die Arbeitstage in Japan sehr lang sind, weiß man aus so manchem Klischee. Auch die Tatsache, dass alles sehr strikt hierarchisch bzw. sehr höflich gehandhabt wird, ist bekannt. Mit dieser Tatsache im Hintergrund, ist die Geschichte, die hier erzählt wird, natürlich in Japan brisanter als für unseren Kulturraum. Dort kann das Buch sicher leichter als Gesellschaftskritik verstanden werden als in unseren Breiten. Nichtsdestotrotz wird man sich auch hier in manchen Bereichen wiederfinden.

So manches wird sehr repetitiv erzählt und die effektive Handlung ist gering. Arbeitstage und Probleme wiederholen sich. Die Personen leben größtenteils nebeneinanderher. Generell ist der Erzählstil eher distanziert, wobei dennoch zwischen der Ich-Perspektive und der der dritten Person gewechselt wird.

Für mich war es aber eine leichte Lektüre für zwischendurch, wie ein kurzer Blick in ein Büro auf der anderen Seite der Welt. Und trotz aller kulturellen Unterschiede gleichen sich hier die Probleme auch.

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Veröffentlicht am 16.02.2026

Ist denn nichts heilig? Ein toter Pater in der Kirche

Vino, Mord und Bella Italia! Folge 8: Unheilige Geschäfte
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Ein Pater aus dem Vatikan besucht Fonteneia um Kunstschätze der Kirche zu katalogisieren. Mit seinem Charme versucht er den Ort zu bezaubern. Doch dann wird es turbulent. Don Benedetti der Pfarrer des ...

Ein Pater aus dem Vatikan besucht Fonteneia um Kunstschätze der Kirche zu katalogisieren. Mit seinem Charme versucht er den Ort zu bezaubern. Doch dann wird es turbulent. Don Benedetti der Pfarrer des Ortes wird von Tameo und seinem Hund Peppo gefunden - er wurde niedergeschlagen. Dann findet man auch noch den Pater aus dem Vatikan ermordet gefunden und ein Kunstwerk aus der Kirche scheint verschwunden zu sein. Auch privat wird es für Anna etwas turbulenter als bisher, ist doch ihre Mutter Paola endlich einmal wieder zu Besuch.

Für alle Kenner der Serie sei gesagt - auch dieser Band ist es wieder als wäre man bei alten Freunden zu Besuch. Man ist rasch drinnen in der Geschichte und trifft alte Bekannte wieder. Eben wie ein Urlaub bei Freunden, in der Toskana, die wir nun in einem Herbstsetting erleben dürfen. Annas Privatleben wird dieses Mal zum großen Nebenthema.

Wie immer kommt man leichtfüßig durchs Buch - Beschreibungen des Alltags in Fontenaia wechseln sich mit kriminalistischen Ermittlungen. Die Charaktere des Buches tragen das Werk und es ist besonders schön ihre Entwicklung mitzuerleben - allen voran bei Comissario Vico, der nun vollkommen im kleinen Ort angekommen zu sein scheint. Auch an der kriminalistischen Front wird es nicht langweilig - bringt die doch auch hier so manche unerwartete Wendung und Höhepunkt hervor.

Für alle die diese Serie noch nicht kennen, kann ich nur sagen, probiert die Serie aus - es ist jedes Mal wie ein Kurzurlaub. Eine schöne Auszeit aus dem Alltag und die Charaktere und der Charme wachsen einem ans Herz. Und ja eigentlich kann man mit jedem Band beginnen. Man darf sich auf eine Mischung von Humor, etwas Crime und viel Urlaubsstimmung freuen.

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Veröffentlicht am 16.02.2026

ein Roman mit einer tieferen Botschaft als zuerst gedacht

Der unsichtbare Elefant
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In einer renommierten Anwaltskanzlei in Düsseldorf stürzt Thomas Siebenmorgen in den Tod auf ein wertvolles Kunstwerk. Maria, eine Kollegin, beobachtet die Szene und ist sich sicher, dass Thomas es sich ...

In einer renommierten Anwaltskanzlei in Düsseldorf stürzt Thomas Siebenmorgen in den Tod auf ein wertvolles Kunstwerk. Maria, eine Kollegin, beobachtet die Szene und ist sich sicher, dass Thomas es sich mit dem Selbstmord anders überlegt hat, da er wieder auf das Geländer greift. Doch was hat den Anwalt zu generell dazu getrieben. Viktor kommt als Mitarbeiter der Krisenintervention und betreut nun Maria und dann Thomas Eltern. Parallel dazu wird auch ein Anwalt der Kanzlei mit Untersuchungen beauftragt.

In kurzen Kapiteln wird aus wechselnden Blickwinkeln die Geschichte aufgerollt. Präzise ist der Roman in große Abschnitte unterteilt – Causa, Instruktion und Conclusio, passend zu einem Setting im Rechtsmilieu.

Einerseits wird in der in der Anwaltskanzlei ermittelt und andererseits begleitet man verschiedene Personen im Umgang mit der Trauer um den Tod von Thomas. Warum hat der Anwalt daran gedacht sich umzubringen und wer trägt die Schuld an diesem Unglück. Es zeigt sich, dass die glamouröse Anwaltskanzlei doch auch so einige Abgründe hat. Wie man vielleicht vermuten mag, herrscht großer Konkurrenzkampf und auch ein hohes Arbeitspensum.

Doch auch im Familienleben herrscht nicht nur eitel Wonne wie es die adrette Kleinstadtidylle vermuten lässt. Überall zeigt sich ein unsichtbarer Elefant im Raum, wie die Redewendung die gleichzeitig Buchtitel ist, so schön formuliert. Etwas über das nicht gesprochen wird, das aber dennoch für alle greifbar ist – nämlich die Auswirkung der Familiengeschichte auf nachfolgende Generationen. Speziell Handlungen und Erfahrungen aus dem Zweiten Weltkrieg prägen hier die Generation um Thomas, auch wenn diese Generation nicht alles direkt erzählt bekommen hat.

Sehr gelungen fand ich auch, wie der Autor es versteht die verschiedensten Personen wie Trauerbegleiter, Kollegin, den Aufklärer aus der Anwaltskanzlei und so etliche Schulkollegen von Thomas in Handlungssträngen miteinander zu verknüpfen. Die Geschichte zieht immer weitere Kreise. Man nimmt die Charaktere sehr authentisch wahr und merkt wie berührt sie von der Geschichte des toten Anwalts sind und wie sehr sie über ihr eigenes Leben nachdenken.

Ein Roman, der sich grundsätzlich leicht liest, allerdings viel mehr transportiert als man zu Beginn denkt.

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Veröffentlicht am 10.02.2026

Spannung in der Unwetterkatastrophe

Grenzfall – Ihr Grab in den Fluten
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In der Grenzregion Karwendel geht ein heftiges Unwetter nieder – so stark, dass Bäche über die Ufer treten und etliche Vermisste gemeldet werden. Minütlich werden die Meldungen mehr und die Polizei in ...

In der Grenzregion Karwendel geht ein heftiges Unwetter nieder – so stark, dass Bäche über die Ufer treten und etliche Vermisste gemeldet werden. Minütlich werden die Meldungen mehr und die Polizei in beiden Ländern ist gefordert. Während Alexa Jahn auf der deutschen Seite voll gefordert ist, ist Chefinspektor Bernhard Krammer in Österreich nach einer Verletzung noch nicht voll dienstfähig. Schließlich wird in einer Schlucht ein Toter entdeckt. Doch es ist nicht ein Opfer des Unwetters, sondern wurde ermordet.

Auch wenn dies bereits der sechste Band einer Reihe um das Ermittlerduo Jahn und Krammer ist, lässt er sich auch gut ohne Vorkenntnisse lesen.

Die Sprache ist wie für Anna Schneider typisch flüssig, detailreich lebhaft. Man bekommt im Unwetter richtig gehende Beklemmungen und bekommt die Gefährlichkeit gut transportiert. Der Spannungsbogen baut sich langsam und sukzessive auf, von einem Prolog der einen passenden Vorgeschmack liefert, landet man in einer Region, in der das Unwetter immer größeren Schaden anrichtet. Stündlich steigt die Gefahr und diese wird auch transportiert. Die Spannung durch den Fund der Leiche tritt erst spät auf, ab Mitte des Buches. Allgemein werden einige Einzelfälle präsentiert und man rätselt als Leser über die Zusammenhänge. So wie auch bei den immer wieder eingestreuten Briefen einer Mutter. Die Ermittlungen bzw. die Auflösung war für mich zwar logisch, allerdings auch etwas abrupt.

Wie auch in den Vorgängerbänden ist auch hier das Ermittlungsduo sehr charmant und authentisch. Alexa Jahn kämpft von Beginn an mit der Anzahl an Anrufen und Problemen. Man merkt die innere Zerrissenheit und Verzweiflung nicht ausreichend Hilfe zur Verfügung stellen zu können. Bernhard Krammer, Alexas Vater, durchleuchtet Alexas neuen Partner und zeigt damit seine fürsorgliche Seite. Aber auch er bekommt auf der österreichischen Seite bald mit einer Gruppe junger Abiturenten in Not zu tun.

Für mich ein würdiger sechster Band der Reihe, der für mich allerdings vor allem durch die detaillierte atmosphärische Schilderung des Unwetters getragen wird.

Veröffentlicht am 10.02.2026

Die Rache eines gefangenen Bauern im dreißig Jährigen Krieg

TINTE und SCHWERT, Sonderedition
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Im Bachthal, einem kleinen Ort im Umfeld zu Würzburg, wächst Jacob als katholischer Bauernsohn auf. Durch Förderung des örtlichen Pfarrers lernt er lesen und schreiben, und soll eine Ausbildung zum Priester ...

Im Bachthal, einem kleinen Ort im Umfeld zu Würzburg, wächst Jacob als katholischer Bauernsohn auf. Durch Förderung des örtlichen Pfarrers lernt er lesen und schreiben, und soll eine Ausbildung zum Priester beginnen. Doch im letzten Sommer vor Beginn, wird Jacob im Zuge eines Überfalls verschleppt und Teil eines Söldnertrupps, der nach Böhmen unterwegs ist. Heinrich von Hohenfels ist der skrupellose Kommandant dieses Trupps der sich als Söldner General Mansfeld anschließen möchte. Auch in seiner Zeit als Schanzknecht bei der Belagerung der Stadt Pilsen schwört Jacob Rache an seinen Angreifern und Mördern seiner Familie. Eine schwierige Aufgabe mit vielen Hindernissen.

Der Autor erzählt die Geschichte im Großen und Ganzen aus drei Blickwinkeln – man folgt Jacob, Heinrich von Hohenfels und General Mansfeld auf ihren Erlebnissen um die Zeit Belagerung der Stadt Pilsen. Während Mansfeld und Heinrich von Hohenfels ihrem Charakter grundsätzlich sehr treu bleiben und beständig handeln, wenn auch nicht sehr sympathisch, macht Jacob die größte Entwicklung durch. Von einem unscheinbaren, aber talentierten Bauernjungen, der von anderen Burschen drangsaliert wird, gewinnt er Kraft durch den Wunsch Rache auszuüben. Ist er von seinen Erfahrungen, dem Glauben und seiner Herkunft geprägt, erfährt er auch auf Grund des Dienstes als Schanzknechts und der rauen Realität des Krieges eine Verwandlung. Seine bisherigen Glaubenssätze und Moralvorstellungen kommen in Wanken. All das sehr glaubwürdig.

Natürlich ist die Geschichte um Jacob erfunden, jedoch ist diese glaubwürdig in ein geschichtliches Netz eingebunden. Beschreibung der Zeit und der Situation im Lager sind detailliert und dürften auf Grund gründlicher Recherche des Autors so gut fundiert sein, wie sie scheinen. Auch werden manche Situationen exemplarisch für so viele Einzelschicksale sein.

Generell wird die Geschichte sehr dicht und atmosphärisch erzählt. Die Sprache ist der Zeit und den handelnden Personen angepasst. Die eher kurzen und nicht zu komplexen Satzkonstruktionen erlauben eine gute Lesbarkeit und sorgen auch für gewisses Tempo. Nichts wird beschönigt und so wird der Leser auch mit Brutalität im Krieg und im Rundherum konfrontiert.

Etwas kompliziert war es für mich, da ich wenig Ahnung vom militärischen Hintergrund hatte. Grundsätzlich war dies allerdings nicht hinderlich für den Lesefluss und man lernt dadurch ja auch. Auch die Zahl an Personen, vor allem Militärs und Befehlshabern, ist doch groß und sorgte ab und an für Verwirrung bei mir. Eine Orientierungshilfe bietet hier die Liste an historischen Personen im Anhang.

Das Buch ist definitiv zu empfehlen, wenn man einen historischen Roman dieser Zeit sucht, der nichts geschönt, sondern realistisch darstellt. Spannend ist er auch, weil es erst der Auftakt einer Serie ist.

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