Cover-Bild Bad Actors
Band 8 der Reihe "Slow Horses"
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19,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Diogenes
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Seitenzahl: 464
  • Ersterscheinung: 10.12.2025
  • ISBN: 9783257301144
Mick Herron

Bad Actors

Ein Fall für die Slow Horses
Stefanie Schäfer (Übersetzer)

Eine wichtige Mitarbeiterin des Premierministers verschwindet spurlos, und ausgerechnet Claude Whelan, ehemaliger MI5-Chef und als solcher Erzfeind seiner Nachfolgerin Diana Taverner, soll sie finden. Doch die Spur führt ihn direkt zurück zum Hauptquartier im Regent’s Park – und über Umwege und etliche Gehässigkeiten zu Jackson Lamb. Mit ihrer unvergleichlichen Mischung aus tiefschwarzem Humor, nerdigem Narzissmus und Chaos bringen die Slow Horses eine instabile Situation endgültig ins Wanken.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.02.2026

Genialer Schlagabtausch mit bissigem Humor

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Der ehemalige MI5-Chef Whelan erhält den Auftrag, eine verschwundene Mitarbeiterin des Premierministers ausfindig zu machen. Im Zuge der Ermittlungen trifft er unweigerlich auf seine frühere Rivalin und ...

Der ehemalige MI5-Chef Whelan erhält den Auftrag, eine verschwundene Mitarbeiterin des Premierministers ausfindig zu machen. Im Zuge der Ermittlungen trifft er unweigerlich auf seine frühere Rivalin und Erzfeindin Diana Taverner. Auch die Spuren führen bald nach Slough House, zu Jackson Lamb und seiner berüchtigten Abteilung.

Bad Actors ist der achte Band der Reihe um die sogenannten „Slow Horses“ – eine Gruppe mehr oder weniger ausrangierter Geheimdienstmitarbeiter, die aufgrund früherer Verfehlungen ins Abseits geraten sind. Unter der Leitung von Jackson Lamb, einem Vorgesetzten, der kaum als Vorbild an Empathie gelten kann, dafür jedoch über ein ausgeprägtes Gespür für Intrigen und politische Machtspiele verfügt, geraten die Ermittlungen immer wieder in komplexe und gefährliche Bahnen.

Ich selbst habe die Reihe erst durch die Serienadaption bei Apple+ kennengelernt. Beim Lesen Gary Oldman in der Rolle des Jackson Lamb vor Augen zu haben, hat den Einstieg in die Romanwelt spürbar erleichtert. Die Handlung gleicht einem fortwährenden verbalen Schlagabtausch in alle Richtungen, geprägt von schwarzem Humor, scharfem Sarkasmus und einem dichten Geflecht aus politischen und persönlichen Intrigen. Gerade für Neueinsteiger ist dies durchaus anspruchsvoll und erfordert Aufmerksamkeit, da das Verständnis nicht immer leichtfällt.

Doch genau darin liegt die besondere Stärke der Reihe: Jedes Wort scheint präzise gesetzt, jede Dialogzeile sitzt wie maßgeschneidert. Nicht selten fragt man sich beim Lesen, wie es den Slow Horses bislang überhaupt gelungen ist, unbeschadet durchs Leben zu kommen. Bad Actors ist anspruchsvoll, pointiert und zugleich ein literarischer Genuss.

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Veröffentlicht am 12.01.2026

Wohin führt die Spur?

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„Eine wichtige Mitarbeiterin des Premierministers verschwindet spurlos, und ausgerechnet Claude Whelan, ehemaliger MI5-Chef und als solcher Erzfeind seiner Nachfolgerin Diana Taverner, soll sie finden.“

Lange ...

„Eine wichtige Mitarbeiterin des Premierministers verschwindet spurlos, und ausgerechnet Claude Whelan, ehemaliger MI5-Chef und als solcher Erzfeind seiner Nachfolgerin Diana Taverner, soll sie finden.“

Lange ist es her, dass ich einen Band aus der Reihe Bad Actors gelesen habe. Durch die Verfilmung flammte mein Interesse wieder auf.

Es hat sich nichts geändert. Jackson Lamb Ist immer noch derselbe Mensch mit vielen üblen Angewohnheiten. Die Gehässigkeiten, der tiefschwarze Humor und das Chaos der Agenten machen die Geschichte spannend. Die Charaktere sind sehr gut beschrieben. Die Stimmung der Slow Horses ist depressiv, alle versuchen diesem Abstellgleis zu entkommen.

Mick Herron schreibt routiniert. Die Anzahl der Protagonisten ist am Anfang fast zu viel. Das Buch steckt voller Anspielungen, Sarkasmus und Zynismus. Ich hoffe, im wahren Leben geht es nicht so böse und chaotisch zu. Ein guter intelligenter und komplexer Agententhriller. Er hat Spaß gemacht.

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Veröffentlicht am 04.01.2026

schlagfertiger, britischer Politkrimi

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Das aktuelle Regierungskabinett in London ist anders als bisherige – ein Berater des Regierungschefs, der alles anders macht als Bisherige – er holt eine Superforcasterin ins Team. Doch eines Tages verschwindet ...

Das aktuelle Regierungskabinett in London ist anders als bisherige – ein Berater des Regierungschefs, der alles anders macht als Bisherige – er holt eine Superforcasterin ins Team. Doch eines Tages verschwindet diese. Über Umwege wird der ehemalige MI5 Chef Claude Wheelan mit der Untersuchung beauftragt. Er nimmt die Untersuchung bei seiner Nachfolgerin Diana Taverner auf, derzeitige Chefin des MI5 – auch weil der Verdacht laut wird, dass der Geheimdienst mit einem illegalen Programm am Verschwinden beteiligt sein soll. Die Spur schließlich zum legendären bzw. berüchtigten Jason Lamb – Chef der Slow Horses. Einer Abteilung des MI5 bei dem in Ungnade gefallene Agenten landen.

Man findet sich rasch in einem Strudel aus Irrungen und Wirrungen, Intrigen und Überraschungen. Die Handlung ist komplex, verstrickt und gut konstruiert. Geschickt sind aktuelle Ereignisse – gemessen am ursprünglichen Erscheinungstermin- eingeknüpft- der Brexit, die Nachwirkungen der Covid-Pandemie, ein Premierminister mit spannenden Post-Brexit-Visionen. Sollte man sich etwas mit der britischen Politik beschäftigt haben, hat man auch rasch ein entsprechendes Bild im Kopf.

Die Charaktere sind sehr speziell- scharf gezeichnet und unterhaltsam – auch wenn man sie nicht unbedingt alle ins Herz schließt. Vor allem ihre weniger liebenswürdigen Charakterzüge werden gut dargestellt. Man hat eine eher intrigante Chefin des MI5. Jason Lamb, einen Spion, der nicht sehr umgänglich mit den meisten Personen ist, speziellen Charm besitzt und messerscharf kombiniert. Slow Horses die koksabhängig sind, weltfremde Nerds sind und noch so einige spannende Macken haben.

Wichtig ist es der Geschichte aufmerksam zu folgen, da es rasche Szenenwechsel bzw. Blickwinkelwechsel gibt. Eine Einteilung in ordentliche Kapitel gibt es nicht. Auch wird nicht linear erzählt – die Zeitebenen wechseln, richtig klar wird dem Leser das aber erst später.

Das vorliegende Buch – Bad Actors – ist mittlerweile der achte Band einer Serie um Agent Jason Lamb und seinem Team von Agenten – den Slow Horses. Für mich war es der erste Band der Serie den ich gelesen habe, jedoch kannte ich das Thema von der entsprechenden Serie. Grundsätzlich lässt sich die Geschichte auch so verstehen, jedoch profitiert man denke ich, wenn man die Bände entsprechend der Reihenfolge liest und Zusammenhänge und Hintergründe besser zu verstehen.

Ich werde mich definitiv in die Vorgängerbände stürzen, denn es war für mich ein gelungener Politkrimi. Mit schlagfertigem, bösen ja britischen Humor.

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Veröffentlicht am 28.12.2025

Red Queen

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Im Hauptquartier der Slow Horses, einer Abteilung des britischen Geheimdienstes MI5, herrscht nicht gerade rege Betriebsamkeit, denn diese Abteilung ist ein Abschiebebahnhof. Hier sind alle Agenten zu ...

Im Hauptquartier der Slow Horses, einer Abteilung des britischen Geheimdienstes MI5, herrscht nicht gerade rege Betriebsamkeit, denn diese Abteilung ist ein Abschiebebahnhof. Hier sind alle Agenten zu Hause, die aus dem MI5 verbannt wurden. Chef dieses Slough House ist Jackson Lamb. Als nun eine Sonderbeauftragte des Premierministers verschwindet und der ehemalige Chef des Geheimdienstes mit der Suche beauftragt wird, sind auch die Slow Horses mit an Bord. Dies Abteilung scheint nur aus Versagern zu bestehen, doch kann jeder sich auf Lamb verlassen und deshalb suchen sie auch dieser Person, aber unter dem Radar. Doch bald stellt sich heraus, dass die jetzige Chefin abgesetzt werden soll, ein Red Queen Alarm. Nun bündeln sich alle Kräfte im Slough House, um das zu verhindern.
Der Krimi von Mick Herron „Bad Actors“ ist der mittlerweile achte Fall um die Slow Horses und ihren Chef Jackson Lamb. Es ist eine irgendwie andere Agentengeschichte, die der Autor hier erzählt, Alle Personen, die in dieser Abteilung arbeiten, waren mal beim britischen Geheimdienst MI5, oder sind es immer noch. Sie spielen keine Rolle mehr, aber sind immer noch verlässliche Agenten. Ihr Chef Lamb hält die Hand über sie, denn er weiß sie werden, wenn nötig ihren Einsatz leisten. Es ist eine Story, die nicht geradlinig verläuft, sondern schon einige Abzweigungen nimmt, die manchmal nicht einfach zu verstehen sind, die aber für diese Reihe total normal sind. Sie spielen so ein bisschen Versteck mit dem Geheimdienst, bzw. nimmt Herron diesen ein wenig auf die Schüppe. Denn es wird immer klarer die Agenten der Slow Horses, sind genauso wie der Name sagt, sie gehen keinen Schritt mehr als sie müssen. Sie tragen aber immer wieder zum Erfolg dieses Abteilung bei, doch sind es nicht die normalen Wege, die sie beschreiten, sondern immer außergewöhnliche. So ist auch die Beschreibung der einzelnen Personen sehr unterhaltsam und wie der Autor in diesem Band Jackson Lamb beschreibt, schon äußerst ungewöhnlich. Die Sprache, die Mick Herron hier benutzt ist sehr beschreibend und dass auch noch sehr detailliert. Auch wenn man meint, dass die Spannung nicht so hoch ist, hat er den Spannungsbogen gut angelegt.
Dieses Buch ist keines von der Stange, sondern es ist sehr komplex zu lesen, aber trotzdem hat es für mich einen hohen Unterhaltungswert. Allerdings ist es auch ein Buch, dass ich sicherlich nochmal in die Hand nehmen werde, um mir einige Passagen ein zweites oder drittes Mal durchzulesen. Dies ist kein Buch für das schnelle Lesen, aber gute Unterhaltung ist garantiert.
Im Hauptquartier der Slow Horses, einer Abteilung des britischen Geheimdienstes MI5, herrscht nicht gerade rege Betriebsamkeit, denn diese Abteilung ist ein Abschiebebahnhof. Hier sind alle Agenten zu Hause, die aus dem MI5 verbannt wurden. Chef dieses Slough House ist Jackson Lamb. Als nun eine Sonderbeauftragte des Premierministers verschwindet und der ehemalige Chef des Geheimdienstes mit der Suche beauftragt wird, sind auch die Slow Horses mit an Bord. Dies Abteilung scheint nur aus Versagern zu bestehen, doch kann jeder sich auf Lamb verlassen und deshalb suchen sie auch dieser Person, aber unter dem Radar. Doch bald stellt sich heraus, dass die jetzige Chefin abgesetzt werden soll, ein Red Queen Alarm. Nun bündeln sich alle Kräfte im Slough House, um das zu verhindern.
Der Krimi von Mick Herron „Bad Actors“ ist der mittlerweile achte Fall um die Slow Horses und ihren Chef Jackson Lamb. Es ist eine irgendwie andere Agentengeschichte, die der Autor hier erzählt, Alle Personen, die in dieser Abteilung arbeiten, waren mal beim britischen Geheimdienst MI5, oder sind es immer noch. Sie spielen keine Rolle mehr, aber sind immer noch verlässliche Agenten. Ihr Chef Lamb hält die Hand über sie, denn er weiß sie werden, wenn nötig ihren Einsatz leisten. Es ist eine Story, die nicht geradlinig verläuft, sondern schon einige Abzweigungen nimmt, die manchmal nicht einfach zu verstehen sind, die aber für diese Reihe total normal sind. Sie spielen so ein bisschen Versteck mit dem Geheimdienst, bzw. nimmt Herron diesen ein wenig auf die Schüppe. Denn es wird immer klarer die Agenten der Slow Horses, sind genauso wie der Name sagt, sie gehen keinen Schritt mehr als sie müssen. Sie tragen aber immer wieder zum Erfolg dieses Abteilung bei, doch sind es nicht die normalen Wege, die sie beschreiten, sondern immer außergewöhnliche. So ist auch die Beschreibung der einzelnen Personen sehr unterhaltsam und wie der Autor in diesem Band Jackson Lamb beschreibt, schon äußerst ungewöhnlich. Die Sprache, die Mick Herron hier benutzt ist sehr beschreibend und dass auch noch sehr detailliert. Auch wenn man meint, dass die Spannung nicht so hoch ist, hat er den Spannungsbogen gut angelegt.
Dieses Buch ist keines von der Stange, sondern es ist sehr komplex zu lesen, aber trotzdem hat es für mich einen hohen Unterhaltungswert. Allerdings ist es auch ein Buch, dass ich sicherlich nochmal in die Hand nehmen werde, um mir einige Passagen ein zweites oder drittes Mal durchzulesen. Dies ist kein Buch für das schnelle Lesen, aber gute Unterhaltung ist garantiert.

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Veröffentlicht am 23.12.2025

Jackson und die Joes

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Es gibt nur wenige Reihen aus dem Krimi-/Thrillerbereich, deren Bücher ich ein zweites oder drittes Mal in die Hand nehme. Zwei Autoren gibt es aber, die mich zur Wiederholungstäterin machen: Alan Parks ...

Es gibt nur wenige Reihen aus dem Krimi-/Thrillerbereich, deren Bücher ich ein zweites oder drittes Mal in die Hand nehme. Zwei Autoren gibt es aber, die mich zur Wiederholungstäterin machen: Alan Parks mit der im Glasgow der 70er Jahre verortete Harry McCoy-Reihe und Mick Herron, dessen Einzelbände um die abgeschobenen MI5-Agenten ich ausnahmslos mehrfach lese, um im zweiten, dritten oder vierten Durchgang in den beiläufig hingeworfenen Sätzen dessen geistreiche und immer zutreffende Kommentare zur politischen Gegenwart Großbritanniens zu genießen. Insbesondere dann, wenn man Spionageromane nicht mag, ist es schon allein deshalb einen Versuch wert.

Nun also „Bad Actors“ (Bd. 8), und wer damit gemeint ist, wird sich im Lauf der Handlung herausstellen. Im Haifischbecken tummeln sich die altbekannten Akteure: Ein unfähiger Premier, Geheimdienstchefin Diana Taverner sowie Jackson Lamb und seine Slow Horses. Ergänzt wird dieses Personentableau durch Claude Wheelan (Taverners Vorgänger auf dem Chefposten), den mehr als zwielichtigen Sonderberater und Strippenzieher des Premiers, einen Neuzugang im Slough House sowie der spurlos verschwundenen Schweizerin aus dem politischen Thinktank des Premiers, mit deren Auffinden Wheelan beauftragt wird. Als ein Red-Queen-Alarm ausgelöst wird, der den Kopf der „Königin“ fordert, eskaliert die Situation. Die einzigen, die jetzt noch helfen können, sind Lamb und die Slow Horses. Aber wehe, jemand vergreift sich an ihnen, denn auch wenn es scheint, als ob Lamb nicht viel von ihnen halten würde, sind sie doch seine „Joes“. Und deshalb sollte man sich tunlichst nicht mit Lamb anlegen.

Die Slow Horses-Reihe und so auch „Bad Actor“ lebt von ihren schrägen Charakteren, den bissigen Dialogen, dem schwarzer Humor und den punktgenauen Analysen der britischen Gegenwartspolitik. Das alles sprachlich on top und hervorragen übersetzt von Stefanie Schäfer. Wer allerdings knallharte Action sucht, wird enttäuscht sein, denn die Story ist vielschichtig und verzwickt, entwickelt sich langsam und braucht ihre Zeit, bis sämtliche Informationen in ihrer Komplexität verbunden sind – was übrigens für alle Bände der Reihe gilt, die ich euch uneingeschränkt empfehlen kann.

Als Einstieg ist meiner Meinung dieser Band allerdings meiner Meinung nach nicht geeignet, fehlen doch sehr viele Hintergrundinformationen/Vorgeschichten sowohl zu den Personen als auch zu einschneidenden Geschehnissen aus den Vorgängern.