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Veröffentlicht am 16.06.2018

Dünenzauber an der Ostsee

Dünenzauber
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Klara und Jessi, zwei beste Freundinnen, reisen nach Prerow an die Ostsee. Klara haßt die Ostsee, da sie aber die Hochzeit ihrer Freundin hier organisieren muß, bleibt ihr nichts anderes übrig. Das muß ...

Klara und Jessi, zwei beste Freundinnen, reisen nach Prerow an die Ostsee. Klara haßt die Ostsee, da sie aber die Hochzeit ihrer Freundin hier organisieren muß, bleibt ihr nichts anderes übrig. Das muß in drei Wochen gelungen sein, also packen sie es sofort an. Dann verrät Jessi Klara ein Geheimnis und warum sie die Hochzeit platzen lassen will.Klara überzeugt sie vom Gegenteil. So ist dann eine Menge zu tun. Klara beschäftigt ein einsamer (alter) Angler, der sie retten will und ihr öfter begegnet. Da Klara sehr mit ihrer Schwangerschaft zu tun hat, ist Klara auch mal alleine unterwegs. Im "Binnen und Butten" bei einem Grog, glaubt sie eine sehr bekannte Frau zu entdecken. Das wäre für sie, die Redakteurin eines kleinen Blättchens natürlich der Knaller. Aus diesem Grund sind die Freundinnen ab und zu getrennt unterwegs, denn Klara hat herausgefunden, wo die Frau wohnt. Sie zieht in die Pension gegenüber, ihrem Chef hat sie schon davon erzählt.Sie muß es schaffen, die vermeintliche Person zu enttarnen.
Schafft sie das, wer ist der zweite Trauzeuge, gewöhnt sich Klara an die Ostsee, heiraten Jessi und ihr Freund wirklich, wer ist Tom? Viele Fragen!
Ich fand die Geschichte unterhaltsam, vor allem durch Klara´s Teil. Prerow muß ein sehr schöner Ort sein, auch Binnen und Butten gibt es wirklich. An der Geschichte gefällt mir sehr, daß man ein bißchen nachgoogeln kann und so eine bessere Vorstellung von den Örtlichkeiten und den Wegen der Protagonisten hat.
Insgesamt eine schöne Geschichte für den Strand oder ein paar andere gemütliche Lesestunden.

Veröffentlicht am 26.05.2018

Interessant, die Geburt einesParfüms und ein Stück weit dasLeben einer interessanten Frau

Mademoiselle Coco und der Duft der Liebe
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Meinung: ein sehr interessanter Teilausschnitt aus dem Leben Coco Chanels. Es wird hauptsächlich aus den Jahren 1919-1921 erzählt. In dieser Zeit entwickelt sie ein Monument ihrer Liebe zu Boy, Chanel ...

Meinung: ein sehr interessanter Teilausschnitt aus dem Leben Coco Chanels. Es wird hauptsächlich aus den Jahren 1919-1921 erzählt. In dieser Zeit entwickelt sie ein Monument ihrer Liebe zu Boy, Chanel No.5. Im Prolog lesen wir ein kleines Stück von ihrer sicherlich nicht leichten Kindheit. Sehr lange trauert sie um Boy, ihren bis dahin besten Freund, der bei einem Unfall ums Leben kam. In der Geschichte kommen sehr bekannte Persönlichkeiten vor, zum Beispiel Igor Strawinsky, mit dem sie eine kurzfristige Affäre verband, Picasso, ein russischer Fürst, der als Zarewitsch galt. Im Rahmen der Entwicklung ist auch sehr interessant von Francoise Coty und Lalique zu lesen,Sergej Djagilew, den Impresario von "Ballets Russes" finden sie auch in "Die Schwester des Tänzers" von Eva Stachniak. Von Picasso und ungefähr der gleichen Zeit, lesen sie viel in "Madame Picasso" von Annie Girard. Wer Coco Chanel und die Stimmung in Paris und in der Weltpolitik um 1920 besser verstehen will, dem möchte ich diese 2 Bücher noch empfehlen.

Bei der Schöpfung von Chanel No.5 fand ich interessant, daß Coco ein Duft gefiel, der extra für eine russische Fürstin hergestellt wurde, Bouquet de Catherine!

Auch die Geschichte von Fürst Romanow ist interessant zu lesen.

Im Anhang werden nochmal die Hauptcharaktere beschrieben und wie ihr Leben verlief.

Alles in allem ein Buch, daß sehr gut recherchiert wurde, einen interessanten Teil von Cocos Leben beschrieben hat und mich angeregt hat, eine richtige Biographie zu kaufen, sogar ein kleines Fläschchen Chanel No.5 hab ich mir zugelegt und natürlich hab ich viel gegoogelt.

Lesen sie es, meine Damen, vielleicht finden sie ja ein neues Dufterlebnis.



Veröffentlicht am 23.05.2018

Agneta muß sich entscheiden

Die Frauen vom Löwenhof - Agnetas Erbe (Die Löwenhof-Saga 1)
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1913 in Stockholm, hier lebt Agneta als Kunststudentin. Hier kann sie frei sein und leben wie sie mag. Sie hat sehr zum Ärger ihrer Eltern das heimatliche Gut verlassen, wo sie ständig in Pflichten und ...


1913 in Stockholm, hier lebt Agneta als Kunststudentin. Hier kann sie frei sein und leben wie sie mag. Sie hat sehr zum Ärger ihrer Eltern das heimatliche Gut verlassen, wo sie ständig in Pflichten und Konventionen gepresst wurde und leider nur das zweite Kind und eine Tochter war. Sie lebt mit einem angehendenArzt Michael zusammen und ist Anhängerin der aufbrechenden Frauenbewegung. Eine beste Freundin Marit gibt es auch. Doch dann, der Schock, ein Telegramm trifft ein. Ihre Mutter schreibt, daß Vater und Bruder verunglückt sind und ihre sofortige Heimkehr erforderlich ist. Im ersten Überschwang der Gefühle verspricht sie Michael und Marit auf jeden Fall zurück nach Stockholm zu kommen.
Zuhause auf Gut Lejongard wird sie von ihrer Mutter kühl empfangen und erlebt gleich den nächsten Schock, ihr Vater ist tot. Ihr schwerverletzter Bruder nimmt ihr das Versprechen ab für das Gut zu sorgen.
Agneta fällt nachdem Tod des Bruders mit einem Schlag in das Leben ihrer Kindheit zurück. Sie hat sich entschieden für das elterliche Gut da zu sein. Jetzt gelten wieder andere Gesetze. Eine Gräfin muß sich schon mal anders kleiden. Ab jetzt wird es spannend. Es gilt den Brand aufzuklären, bei dem Vater und Bruder ums Leben kamen. Susanna ein Hausmädchen ist schwanger. Von wem? Agneta kümmert sich um sie. Sie verschafft ihr mit Hilfe von Marit ein normales Leben mit einem Scheingatten. Warum spielt Susannas Kind auch noch später eine Rolle in Agnetas Leben? Eines Tages kommt Max, er wird neuer Gutsleiter und erweckt in Agneta alte Sehnsüchte. Er verschwindet eines Tages plötzlich. Warum muß Agneta noch lange an ihn denken? Da gibt es auch noch Lennard, den Jugendfreund! Auch ihre Mutter Stella ist eine harte Nuß, die aber so langsam Agnetas Leistung anerkennt. Zum Schluß lösen Agenta und Lennard noch ein großes Problem und auch ihre Mutter ist glücklich.
Meine Meinung:
Eine schöne Geschichte als Auftakt einer Trilogie. Ich mag Agneta, sie ist ein starker Charakter und läßt ihr Freiheitsdenken nie ganz los und ist trotzdem für die Familie da. Interessant fand ich die Stellen über die aufkeimende Frauenbewegung. Puh, man konnte sich mit 25 als volljährig erklären lassen, aber immerhin, ich hätte das nicht mal gedacht! Auch das Susanna praktisch das Eigentum ihres Arbeitgebers war, gottseidank hat ja Agneta nicht mehr so gedacht. Auch die Geschichten vom Gut gefallen mir, viel Schweden, viel Pferde und auch ein bißchen Adel.
Vorn vorne, man kann Agneta gut erkennen auf dem Cover bis hinten eine tolle Geschichte. Ich bin schon gespannt auf den nächsten Band,vor allem da Susannas Töchterchen ja Matilda heißt und diese Agneta versprochen hat, Matilda eines Tages von ihrem Vater zu erzählen.

Veröffentlicht am 11.05.2018

SüßeTräume machen nicht immer glücklich, aber manchmal schon

Die Tortenkönigin
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Eine unterhaltsame Sommerlektüre, leicht zu lesen. Der Leser weiß ziemlich schnell worauf es hinaus geht.Die Geschichte ist gut gemacht und die verschiedenen Charaktere sehr gut ausgearbeitet.Sei es jetzt ...

Eine unterhaltsame Sommerlektüre, leicht zu lesen. Der Leser weiß ziemlich schnell worauf es hinaus geht.Die Geschichte ist gut gemacht und die verschiedenen Charaktere sehr gut ausgearbeitet.Sei es jetzt die hochnäsige Schwester, die treue Freundin, Leon und sein Manager, der eine erstaunliche Wandlung durchmacht. die Eltern und noch viele mehr. Sehr gut merkt man, daß die Autorin von dem Metier Kochen und Backen eine Menge versteht.Mehr als einmal wurde mein Appetit kräftig angeregt.
Die Geschichte:
Helene, ist der Liebe wegen nach Paris gezogen. Ihr Freund ein Mittelklassesänger und sein Manager sehen hier größere Chancen und auch Helene möchte eine kleine Konditorei eröffnen.Der Laden ist auch schon gefunden, die Hochzeitstorte geplant, da fällt Helene auf den Boden der Tatsachen.Sie geht zurück in ihren Heimatort.Die Eltern beleidigt, wollen nichts mehr von ihr wissen.
Wie es Helene schafft, ihre Eltern umzudrehen, was Patrick für eine Rolle spielt und wer Majestic ist, daß müssen sie lieber Leser selber rauskriegen. Spaß und Lust auf Süßes garantiert.

Veröffentlicht am 24.04.2018

Interessant, liebevoll, feinfühlig

Die kleine Welt der Madame Jeanne
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Ein wunderbares Buch. Schon von außen macht es einen fröhlichen Eindruck. Es faßt sich wunderbar an, fast wie ein altes Notizbuch.
Madame Jeanne, die uns hier ihre garnicht so kleine Welt schildert, ist ...

Ein wunderbares Buch. Schon von außen macht es einen fröhlichen Eindruck. Es faßt sich wunderbar an, fast wie ein altes Notizbuch.
Madame Jeanne, die uns hier ihre garnicht so kleine Welt schildert, ist 90 Jahre alt, schon lange verwitwet. Sie lebt mitten in der Pampa und ist noch recht rüstig, fährt relativ große Strecken mit dem Auto, trifft sich mit ihren Freundinnen zum Bridge und versucht ansonsten mit den Erschwernissen des Alters zurechtzukommen.
Die Geschichte fängt mit dem ersten Tag des Frühlings an. Madame ist froh den Winter überstanden zu haben und beschließt ab sofort Tagebuch zu schreiben. Sie kommt mit dem alleine sein ganz gut zurecht und auch das Alter plagt sie nicht so sehr. Ab und zu bekommt sie Besuch von der Familie, dann bereitet sie tagelang allerhand Essen vor. Ihre zunehmende Tüteligkeit sieht sie nicht ganz so ernst, ja sie überprüft ja auch den Stand ihrer "Demenzfähigkeit" mit einem Test und ist stolz nur 2 Punkte erreicht zu haben, was ein tolles Ergebnis ist. All ihre Freundinnen sind auch schon lange Witwen und jetzt mehr oder weniger gut beieinander. Am Ende des Buches ist wieder Winter und die Stimmung sehr getrübt, zudem sind wieder einige Bekannte gestorben sind. Auch Jeanne fühlt sich nicht mehr sowohl, ihr Kopf macht auch nicht mehr so richtig mit und so bereitet sie ihre Sachen für den Fall ihres Todes vor und beschließt tatsächlich am Ende des Winters zu sterben und Rene wiederzusehen.
Das ganze Buch wirkt sehr lebendig, obwohl doch von sehr alten Leuten erzählt wird. Es gibt sehr originelle Charaktere, zum Beispiel die zuckersüchtige Marcelle.Es wird auch sehr feinfühlig das Leben der Älteren geschildert und wie so langsam die "Sucht " zu leben nachläßt und andere Sachen wichtig werden.Aus eigenem Erleben, ich habe eine 94jährige Mutter, mußte ich bei den vielen roten Lichtpunkten schmunzeln, die stören meine Mutter auch gewaltig. Auch Demenz ist ein Thema. Trotz allem ist das Buch eine Ermunterung zum Leben auch im hohen Alter. Die Geschichten, die von Jeanne und ihren Bekannten handeln sind es wert gelesen zu werden. Eine besondere Leseempfehlung für Familien in denen es sehr alte Personen gibt.
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