Die 2364. Dimension
QwertQwert, der Gallertprinz aus der 2364. Dimension, ist verwirrt. Er ist sich selbst fremd und seine Umgebung ist ihm auch fremd. Wieso fühlt er sich auf einmal wie ein Ritter Kaltbluth? Und, zum Donnerwetter, ...
Qwert, der Gallertprinz aus der 2364. Dimension, ist verwirrt. Er ist sich selbst fremd und seine Umgebung ist ihm auch fremd. Wieso fühlt er sich auf einmal wie ein Ritter Kaltbluth? Und, zum Donnerwetter, wieso sieht er auch noch wie ein Prinz Kaltbluth aus? Das ist doch der Typ aus den Ritterromanen, die er so gerne liest. Offensichtlich ist er in ein Dimensionsloch gefallen und im Körper dieses attraktiven Ritters gelandet ist. Als er sich umblickt, sieht er eine junge Frau, die gefesselt ist. Sie wird von einem dreiköpfigen Monster bewacht. Natürlich muss Ritter Kaltbluth die holde Jungfer befreien.
Dies ist bereits der elfte Roman, der irgendwie in Zamonien angesiedelt ist. Die Bücher beziehen sich meist nicht direkt aufeinander. Allerdings ist Qwert, der Gallertprinz aus der 2364. Dimension, vielleicht schon aus Käpt’n Blaubär bekannt. Hier muss sich Qwert sowohl in einem anderen Körper als auch in einer anderen Dimension zurechtfinden. Und schnell merkt er, dass ihm bei der Rettung der jungen Dame ein kleines Missgeschick unterlaufen ist. Damit hat sich Prinz Kaltbluth den Unmut etlicher anderer Bewohner des Paralleluniversums, in dem er gelandet ist, auf sich gezogen. Zum Glück stößt seine Knappe Oyo zu ihm, der ihm die Welt Orméa ein wenig erklären kann.
Ein neuer Zamonien-Roman von Walter Moers kann schon mal auf einem Weihnachtswunsch-zettel landen. Die liebevolle Gestaltung die phantasievollen Zeichnungen machen unbedingt was her. Und mit einem Ritteroman aus einer anderen Dimension hat der Autor auch eine Idee verwirklicht, die schon beim Lesen des Klappentextes den unbedingten Wunsch weckt, das Buch zu lesen. Im Roman entspinnt sich ein Feuerwerk von Einfällen, skurrilen Person, absurden Situationen und unerwarteten Settings. Dabei gewinnt man den Eindruck, dass das Ganze mit Liebe und Witz entwickelt wurde. Irgendwie fühlt man sich tatsächlich ein wenig wie in einem klassischen Ritterroman, mit dem romantischen Helden und der holden Maid. Dass die Protagonisten ihre Rollen nur bedingt erfüllen, macht den Lesespaß eher größer.