Ein Schwergewicht unter den leicht wirkenden Krimis
Tote Vettern erben nichtBuchmeinung zu Vera Nentwich – »Tote Vettern erben nicht«
»Tote Vettern erben nicht« ist ein Kriminalroman von Vera Nentwich, der 2026 bei Vera Books erschienen ist. Dies ist der neunte Band um die Detektivin ...
Buchmeinung zu Vera Nentwich – »Tote Vettern erben nicht«
»Tote Vettern erben nicht« ist ein Kriminalroman von Vera Nentwich, der 2026 bei Vera Books erschienen ist. Dies ist der neunte Band um die Detektivin Biene Hagen, die am ländlichen Niederrhein ermittelt.
Zum Autor:
Vera Nentwich, geboren 1959, ist Entertainerin durch und durch und schreibt seit Jahren erfolgreich humorvolle Krimis und Romane.
Zum Inhalt:
Cousine Franziska bittet Sabine „Biene“ Hagen um Hilfe, weil ihr Bruder Paul, ein Finanzbeamter, verschwunden ist. Die beiden Frauen finden Paul tot im Müllcontainer und Biene hat einen neuen Fall.
Meine Meinung:
Meine erste Begegnung mit Sabine Hagen hat Spuren hinterlassen, denn ich mochte diese Figur von Anfang an. Mit ihrer herzlichen Art, ihrer Selbstständigkeit, ihren Herausforderungen und auch mit ihrer Oma Trudi hat sie mich überzeugt. Das „Ach, Kengk“ weckt Heimatgefühle und sorgt mit den deftigen Gerichten für Kindheitserinnerungen bei mir. Biene ist ganz sicher kein Superwoman, aber genau daraus erwachsen ihre Stärken. Sie ist hartnäckig, steckt voller Ideen und stellt sich den meisten ihrer Problemen, wenn da nicht die Beziehung mit Jochen wäre. Sie spricht mit vielen Menschen, zieht ihre manchmal voreiligen Schlüsse und macht sich an die Umsetzung ihres Plans. Unterstützung erhält sie von ihrem Chef Jago und natürlich von Jochen. Jago hat einen Hauch von Superman und kann mich immer wieder überraschen. Manche Szenen sind überzeichnet wie der Einschüchterungsversuch mittels LKW, aber Biene kann einstecken und dann wieder aufstehen. Oft vertraut sie auf ihr Gefühl und wirkt manchmal etwas naiv. Und doch stehen am Ende gelöste Fälle, ein kaputtes Auto und ein zufriedener Leser. Mich hat dieser leicht wirkende Krimi mit den typischen Zutaten eines Cozys sehr gut unterhalten und angenehme Lesestunden beschert.
Fazit:
Ein Cozy aus meiner Heimatregion, der mich mit Schreibstil und Figurenzeichnung voll und ganz überzeugen konnte. Deshalb bewerte ich diesen Titel mit fünf von fünf Sternen (90 von 100 Punkten) und spreche eine klare Leseempfehlung aus.