Schmerz und Schuld - Opfer und Täter
DARKROOMSIn einem abgelegenen irischen Dorf lebt Deedee, deren Schwester Roisin vor vielen Jahren spurlos verschwand. Niemals hat sie aufgehört Antworten zu suchen. Ihre Berufswahl Polizisten ist daher kein Zufall.
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In einem abgelegenen irischen Dorf lebt Deedee, deren Schwester Roisin vor vielen Jahren spurlos verschwand. Niemals hat sie aufgehört Antworten zu suchen. Ihre Berufswahl Polizisten ist daher kein Zufall.
In dieses Dorf kehrt nach dem Tod einer alleinstehenden Frau deren Tochter Caitlin zurück. Auch sie ist von Roisins Schicksal bis heute traumatisiert.
Deedee und Caitlin sind weiter sehr darum bemüht, die dunklen Geheimnisse der Vergangenheit zu ergründen. Mit gegenseitigem Misstrauen recherchiert Jede auf ihre eigene Art.
Umso tiefer sie in die Geheimnisse des trügerisch ruhig und idyllisch anmutenden Ortes vordringen, desto offensichtlicher werden zwei Tatsachen: Im Dorf ist die Wahrheit bekannt und um die Vergangenheit ruhen zu lassen und um das Geheimnis weiter zu hüten, würde jemand alles tun.
Damals wie heute: Verdächtigungen, Verstrickungen, Interessens-Konflikte und Intrigen.
Wen kann man noch vertrauen? Wer verfolgt aus welcher Motivation heraus welche Ziele?
Von Beginn an ist man IN dem Kriminalfall.
Der spannende und strukturiert aufgebaute Erzählstil machen das flüssige Lesen einfach.
Die einfühlsame Sprache machen die Atmosphäre und Örtlichkeiten spürbar.
Das Gefühl für die Charaktere sowie die Beziehungen der Menschen untereinander sind deutlich wahrzunehmen.
Die Vielfalt der Charaktere und Persönlichkeiten der Mitwirkenden erscheinen absolut real.
Emotional kann man sich gut in die Personen einfühlen.
Interessant ist auch die Erzählform aus unterschiedlichen Blickwinkeln heraus.
Der Kriminalfall sowie das Hintergrund-Thema sind real vorstellbar.
Im Verlauf gibt es viele Verdächtige, zahlreiche Motive, Ungereimtheiten und Wendungen.
Schlussendlich macht dann plötzlich alles Sinn. Die Gedanken und das Verhalten der Beteiligten werden nachvollziehbar.
Mein Fazit zu diesem Buch:
Ein einfühlsamer und hervorragend geschriebener Krimi mit einem erschreckenden, tragischen aber durchaus realen Hintergrund-Thema.
Trauer, Schuldgefühle, Enttäuschungen, Einsamkeit, verlorenes Vertrauen, Traum - all dieses Gefühle haben die Protagonisten geprägt und sie zu denen gemacht, die sie heute sind.
Dieser Debüt-Thriller der Irisch/Britischen Jung-Autorin Rebecca Hannigan überzeugt sehr und macht Lust auf mehr.
Liebhabern spannender und menschlicher Krimis mit gesellschaftlichem Hintergrund-Thema kann ich dieses Buch unbedingt empfehlen.