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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 31.08.2025

typischer Allende

Mein Name ist Emilia del Valle
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Ich lese die Bücher von Isabel Allende immer wieder gerne. Ich mag es einfach, wie sie erzählt und ihre Themen haben einen großen Wiedererkennungswert und sind wohltuend anders als die meisten anderen ...

Ich lese die Bücher von Isabel Allende immer wieder gerne. Ich mag es einfach, wie sie erzählt und ihre Themen haben einen großen Wiedererkennungswert und sind wohltuend anders als die meisten anderen Romane US-amerikanischer Schriftstellerinnen.

Wie immer hat die Story eine politische Dimension und wie oft spielt sie vor allem im Süden der USA und in Chile. Im Zentrum steht eine starke junge Frau, die trotz komlipzierter Familienverhältnisse eine glückliche Kindheit hat und ihren Traum zu Schreiben verwirklichen kann, was für eine Frau im ausklingenden 19. Jahrhundert keineswegs Normalität war. Emilia del Valle wird Journalistin und reist nach Chile, um dort über den Bürgerkrieg zu berichten.

Die Charaktere sind allesamt sehr eindringlich und facettenreich beschrieben. Die Kriegsgeschehnisse erinnern an all die anderen Kriege und sind dramatisch, teilweise schwer erträglich und erschreckend. Und deshalb so realistisch und eindringlich.

Das Buch hat mir neue Einblicke und spannende Lesestunden beschert.

Veröffentlicht am 24.07.2025

Krieg in Norwegen

Wir sehen uns wieder am Meer
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Von wusl
Band drei einer losen Trilogie, in der die verschiedenen Blickwinkel im Norwegen des zweiten Weltkrieges behandelt wurden. Eine spannende Perspektive. Das Land war ja von den Deutschen besetzt ...

Von wusl
Band drei einer losen Trilogie, in der die verschiedenen Blickwinkel im Norwegen des zweiten Weltkrieges behandelt wurden. Eine spannende Perspektive. Das Land war ja von den Deutschen besetzt und es gab also deutsche Besatzer aber auch norwegische Nazis, die das Land unter ihrer Knute hielten. Im Mittelpunkt stehen vor allem zwei Frauen, Birgit und Nadja, die auf unterschiedliche Weise den Krieg erleben. Die eine als Krankenschwester die irgendwann zum Widerstand findet, die andere als ukrainische Zwangsarbeiterin.

Das Setting ist sehr interessant gewesen und ich mochte den lakonischen und eher zurückhaltenden Erzählstil sehr gerne. Manches konnte man nur ganz zart zwischen den Zeilen erahnen. Ungesagtes schrie einen dennoch ganz laut an. Diese Art des Schreibens ist speziell aber wenn man sich darauf einlässt, dann bekommt man ganz viel geboten.

Ich habe leider mit diesem Band die Trilogie begonnen, werde aber jetzt auf jeden Fall noch die anderen zwei lesen müssen.

Veröffentlicht am 24.07.2025

Drachen sprechen doch

Die Sprache der Drachen
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London im Jahr 1923. Ein gebrochener Friedenspakt zwischen Drachen und Menschen. Also für Fantasykenner klar, dass es eine Art Steampunk ist, der in "Der Sprache der Drachen" vorherrscht. Zugegeben nicht ...

London im Jahr 1923. Ein gebrochener Friedenspakt zwischen Drachen und Menschen. Also für Fantasykenner klar, dass es eine Art Steampunk ist, der in "Der Sprache der Drachen" vorherrscht. Zugegeben nicht ganz mein Genre aber bei Drachen kann ich einfach schwer nein sagen. Und das Buch ist aber auch wirklich ein Kaufmagnet.

Vivien Featherswallow - wow was für ein wilder Name. Die Heldin ist eine, die erst mal gar nicht mit den gängigen Waffen kämpfen kann, sondern ihr Metier ist die Sprache. Sie ist eine Art Übersetzerin und zu ihren Spezialitäten gehört eben auch die Sprache der Drachen. Mehr unabsichtlich rutscht sie plötzlich in eine Position, die schwierig zu händeln ist und am Ende sogar für sie und ihre Familie gefährlich werden kann.

Interessant fand ich die Idee, in einem historischen England ein nach indischen Maßstäben erdachtes Kastensystem aufzuziehen. Das gibt der ganzen Geschichte einen sehr speziellen Flair, der mir gut gefallen hat. Man merkt, dass es ein erster Band ist und die Autorin Lust hat, lang und ausführlich zu erzählen. Bin gespannt auf die Fortsetzung

Veröffentlicht am 24.07.2025

Crime auf Mallorca

Das Teufelshorn
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Ich mag Krimis, die in Gegenden spielen, in denen ich persönlich noch nie war. Ich erhoffe mir davon neben einer spannungsgeladenen Handlung auch immer eine Art geistige Reise in ein fremdes Land, zu fremden ...

Ich mag Krimis, die in Gegenden spielen, in denen ich persönlich noch nie war. Ich erhoffe mir davon neben einer spannungsgeladenen Handlung auch immer eine Art geistige Reise in ein fremdes Land, zu fremden Kulturen mit überraschenden Einblicken. Deshalb habe ich zu "Das Teufelshorn" von Anna Nicholas gegriffen, welcher auf Mallorca spielt. Außerdem handelt es sich um den ersten Band einer Reihe. Denn quer einsteigen find ich auch immer blöd.

Es ist über weite Strecken ein eher "freundlicher" und ruhiger Krimi, der viel Wert auf Charakterzeichnung und Gegendbeschreibung legt. Das hat sich gut gelesen wenn mir auch ein wenig mehr Action recht gewesen wäre.

Der Fall ist berührend für mich gewesen, da es um die Entführung eines kleinen Mädchens geht und ich selbst eine kleine Enkeltochter habe, so dass ich mir die Gefühle der Mutter annähernd vorstellen kann. Isabel Flores ist eine sympathische Ermittlerin, die sich vor allem durch Hartnäckigkeit und ein eher freundliches Wesen auszeichnet.

Ich habe das Buch gerne gelesen und werde auch beim zweiten Band nicht nein sagen. Man bekommt schon ein wenig Lust auf die Insel - vor allem auf die ruhigen Ecken.

Veröffentlicht am 24.07.2025

tolles Buch

Atmosphere
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Ich schätze Taylor Jenkins Read unter anderem dafür, dass sie sich in ihren Büchern nicht ständig wiederholt sondern immer neue Themen für sich findet. Und auch neue Erzähltechniken. Atmosphere ist mein ...

Ich schätze Taylor Jenkins Read unter anderem dafür, dass sie sich in ihren Büchern nicht ständig wiederholt sondern immer neue Themen für sich findet. Und auch neue Erzähltechniken. Atmosphere ist mein zweites Buch von ihr und diesmal geht es um Frauen in der Raumfahrt und um Gleichberechtigung in einer lange Zeit von Männern dominierten Berufwelt. Ein überaus spannendes Thema.

Die Geschichte spielt in den 1980ern und Joan Goodwin will zu den Sternen fliegen. Aber es wird ihr auf alle nur erdenklichen Arten schwer gemacht. Ich habe ihre Ausdauer und ihre Resilienz bewundert.

Natürlich gibt es auch eine Liebesgeschichte aber die ist ganz anders als erwartet und ich habe sie auch nicht im Zentrum der Story gesehen.

Ein Buch über eine Frau, die Karriere und Erfüllung im Beruf sucht und die ihren Weg geht, auch wenn er manchmal schmerzhaft und schwer ist.