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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.03.2026

Fesselnd, emotional, unvorhersehbar

Firewatch
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WOW - was für ein Buch, so intensiv und fesselnd! Es war so fesselnd, dass ich es fast in einem Rutsch gelesen habe.

Die Geschichte umfasst zwei Zeitperioden - vor und nach Aarons Verschwinden - und schafft ...

WOW - was für ein Buch, so intensiv und fesselnd! Es war so fesselnd, dass ich es fast in einem Rutsch gelesen habe.

Die Geschichte umfasst zwei Zeitperioden - vor und nach Aarons Verschwinden - und schafft so einen extrem fesselnden Spannungsbogen. Auf diese Weise ist man nicht nur nah an den Ereignissen, sondern auch emotional tief mit der Geschichte verbunden. Die abgelegenen Feuerwarten im kalifornischen Nationalpark schaffen eine geheimnisvolle Atmosphäre, die das Setting besonders und perfekt macht.

Ein flüssiger und fesselnder Schreibstil sorgt dafür, dass man die Seiten umblättert. Die Charaktere fand ich besonders gelungen. Robin wirkt verzweifelt auf der Suche nach Antworten, und Kian bleibt bis zum Ende ein Rätsel. Ich habe immer wieder meine eigenen Theorien entwickelt, lag aber jedes Mal falsch.

Die Wendungen sind unerwartet, aber alles fühlt sich durchweg stimmig an.

Ein weiterer Pluspunkt, den dieses Buch bietet, ist die gelungene Kombination aus Spannung und Emotion. Die Romanze fügt sich organisch in die Geschichte ein, ohne die Thrillerelemente zu überlagern – im Gegenteil: Sie verstärkt sogar die Intensität der Geschichte.

Das Ende hat mich total überrascht und die letzten Seiten waren ein absoluter Wirbel. Mir hat es so gut gefallen und ich empfehle es allen, die packende Thriller mit vielen Emotionen mögen!

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Veröffentlicht am 09.03.2026

Wenn Geheimnisse und Schicksale aufeinandertreffen

Giftiger Grund
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Thomas Knüwers „Giftiger Grund“ ist ein außergewöhnlicher Kriminalroman, der weniger auf traditionelle Ermittlungsarbeit setzt und mehr von Atmosphäre, Charakteren und psychologischer Spannung geprägt ...

Thomas Knüwers „Giftiger Grund“ ist ein außergewöhnlicher Kriminalroman, der weniger auf traditionelle Ermittlungsarbeit setzt und mehr von Atmosphäre, Charakteren und psychologischer Spannung geprägt ist. Der Einstieg mit drei Unbekannten an einer einsamen Tankstelle und einer Leiche im Kanalschacht weckt bereits Neugier und markiert einen kraftvollen Auftakt.

Die drei Protagonist*innen Charu, Joran und Edda stehen im Fokus, wobei ihre Geschichten aus variierenden Ich-Perspektiven erzählt werden. So lernt man die Figuren sehr gut kennen und gewinnt eine vertiefte Einsicht in ihre Gedanken, Ängste und Geheimnisse. Ein besonders gelungener Aspekt ist, wie sich ihre verschiedenen Lebensgeschichten nach und nach miteinander verknüpfen. Edda ist gerade eine Figur, die einen besonders berührt und lange im Gedächtnis bleibt.
Das ungenutzte Gelände am Priusring stellt den finsteren Mittelpunkt der Erzählung dar und ist maßgeblich für die bedrückende Stimmung verantwortlich. Die Spannung rührt weniger von actionreichen Szenen her, sondern vielmehr von psychologischen Abgründen, Geheimnissen und der Frage, wie alles miteinander verbunden ist. Auch Themen wie Gewalt, Drogen und herausfordernde Lebenssituationen sind von Bedeutung. Daher ist das Buch an manchen Stellen nichts für schwache Nerven.

Insgesamt verläuft der Roman ruhig und widmet seinen Figuren ausreichend Zeit. Obwohl die Handlung dadurch gelegentlich etwas ausladend wirkt, bleibt das Interesse daran, wie sich die einzelnen Schicksale entwickeln und schließlich zusammentreffen, immer bestehen. Gegen Ende wird das Tempo merklich schneller, und das Finale bringt noch einmal zusätzliche Spannung.

Giftiger Grund ist insgesamt ein psychologisch stimmungsentwickelnder Krimi mit interessanten Charakteren, in dem viel mit Atmosphäre und einem deutlichen psychologischen Element gearbeitet wird, wobei die Charaktere und die düstere Stimmung im Vordergrund stehen. Wer anstelle eines klassischen Ermittlerkrimis mehr an einer durch die Charaktere bestimmten Erzählung mit einer Vielzahl von Perspektiven, mehr an Atmosphäre als an Handlung und einem stimmungsvollen Setting interessiert ist, wird an diesem Krimi seine Freude haben.

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Veröffentlicht am 05.02.2026

Gemischte Gefühle

Middle of the Night
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3.75/5 (aufgerundet 4)

Während mir andere Bücher von Sager sehr gut gefallen haben, hat mich "Middle of the Night" mit gemischten Gefühlen zurückgelassen.

Der Schreibstil liest sich in typischer Sager-Manier. ...

3.75/5 (aufgerundet 4)

Während mir andere Bücher von Sager sehr gut gefallen haben, hat mich "Middle of the Night" mit gemischten Gefühlen zurückgelassen.

Der Schreibstil liest sich in typischer Sager-Manier. Einfach und flüssig. Man kommt easy durch die Geschichte hindurch und kann sie auch lesen, wenn man gerade nicht die beste Konzentration hat. Solche Bücher braucht man manchmal einfach.
Wie so oft wird mit übernatürlichen Elementen gespielt, ohne ins Unglaubwürdige abzudriften.
Leider konnte mich diese Handlung dieses Mal nicht vollkommen packen. Gerade anfänglich gab es unendlich viele Wiederholungen. Als hätte der Autor Angst, man könne Billys Verschwinden plötzlich vergessen.
Während Riley Sager in einigen seiner anderen Werke tolle Hauptcharaktere geschaffen hat, fühlte sich Ethan flach und oberflächlich an. Ich konnte keine Bindung und auch kein Interesse aufbauen. Zwischenzeitlich war er mir auch etwas zu weinerlich.
Generell verlief die Story langsamer, als ich es von Sager gewohnt bin. Die erste Hälfte plätschert es so vor sich hin. Spannung wollte keine sowirklich mehr mir aufkommen. Jedoch war ich doch ziemlich interessiert, was wohl nun wirklich mit Billy geschehen ist. Auch hat Sager eine angenehm beklemmende Atmosphäre geschaffen.
Tja... das Ende ließ mich mit einem "hm" zurück. Es war keine schlechte Auflösung. Solide, gut durchdacht und glaubwürdig. Aber dennoch irgendwie ein bisschen unbefriedigend.
"Middle of the Night" wird kein Werk werden, welches mir lange in Erinnerung bleibt. Ein angenehmer Zeitvertreib war es dennoch. Gerade Thriller-Einsteigern könnte dieses Buch gefallen.
Wer auf der Suche nach einer ruhigeren, beklemmenden –statt extrem und blutig– Geschichte ist, kann dieser Geschichte eine Chance geben, und vielleicht einige gute Stunden mit ihr verbringen.

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Veröffentlicht am 03.02.2026

CSI: Gartenzaun

Mord im Nacktschnecken-Milieu
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„Mord im Nacktschnecken-Milieu“ macht kurzen Prozess mit der Vorstellung, der Garten sei ein idyllischer Ort – hier wird er kurzerhand zum Tatort. In zwanzig unterhaltsamen Fällen geht das Buch ganz alltäglichen ...

„Mord im Nacktschnecken-Milieu“ macht kurzen Prozess mit der Vorstellung, der Garten sei ein idyllischer Ort – hier wird er kurzerhand zum Tatort. In zwanzig unterhaltsamen Fällen geht das Buch ganz alltäglichen Gartenrätseln auf den Grund: angeknabberte Blätter, verschwundene Pflanzen und andere kleine Dramen werden wie echte Kriminalfälle behandelt. Mit Tatorten, Indizien, Zeugenaussagen und einer Liste möglicher Verdächtiger ist man als Leserin mitten im Geschehen und ertappt sich schnell dabei, die eigenen Beete plötzlich viel genauer zu mustern.

Besonders charmant ist die Art, wie fundiertes Naturwissen mit einer humorvollen Krimi-Erzählweise verknüpft wird. Biologische Zusammenhänge werden verständlich erklärt, ohne belehrend zu sein, und zeigen, dass hinter dem vermeintlichen „Verbrechen“ meist ganz normale Überlebensstrategien stecken. Fotos und die liebevolle Gestaltung laden zusätzlich zum Miträtseln ein und machen das Buch auch optisch zu einem echten Vergnügen.

Unterm Strich ist „Mord im Nacktschnecken-Milieu“ viel mehr als ein klassischer Gartenratgeber: Es ist witzig, lehrreich und angenehm anders. Eine Empfehlung für Gartenfans, neugierige Leser
innen und alle, die Freude an ungewöhnlichen Blickwinkeln haben. Und wer weiß – vielleicht schaut man der nächsten Nacktschnecke danach mit etwas mehr Verständnis und einem kleinen Schmunzeln entgegen.

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Veröffentlicht am 28.09.2025

Makaber, mitreißend, meisterhaft

Not Quite Dead Yet
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Intensiv, originell und emotional – ein Thriller, der unter die Haut geht.

Not Quite Dead Yet ist ein außergewöhnlicher Thriller, der sich tief ins Gedächtnis brennt. Holly Jackson nimmt eine ebenso makabere ...

Intensiv, originell und emotional – ein Thriller, der unter die Haut geht.

Not Quite Dead Yet ist ein außergewöhnlicher Thriller, der sich tief ins Gedächtnis brennt. Holly Jackson nimmt eine ebenso makabere wie brillante Idee – eine junge Frau, die ihren eigenen Mord aufklärt – und macht daraus einen mitreißenden, vielschichtigen Roman, der sowohl durch Spannung als auch durch Emotion überzeugt.

Schon der Einstieg ist elektrisierend: Jets Schicksal trifft einen mit voller Wucht. Ihre Verletzlichkeit, ihr bissiger Humor und ihre unbeirrbare Entschlossenheit machen sie zu einer der eindrucksvollsten Protagonistinnen, die ich seit Langem gelesen habe. Unterstützt wird sie von Billy, einem sensiblen, loyalen Charakter, der der Geschichte zusätzliches Herz verleiht. Die Chemie zwischen den beiden wirkt nie aufgesetzt, sondern authentisch und berührend.

Was diesen Roman besonders auszeichnet, ist die raffinierte Struktur: Jeder Hinweis, jede Szene, jedes Gespräch hat Bedeutung. Jackson spielt gekonnt mit Twists und Perspektiven – gerade wenn man glaubt, die Lösung zu kennen, wird man erneut überrascht. Dabei gelingt es ihr, düstere Themen sensibel zu behandeln, ohne die Spannung zu verlieren.

Die handgeschriebenen Briefe, die musikalischen Zwischentöne und die kluge Einbindung medizinischer Details verleihen der Geschichte eine ganz eigene Tiefe. Zwar hätte ich mir stellenweise eine stärkere Konfrontation mit Schuld und Verantwortung gewünscht, doch gerade das offene, bittersüße Ende wirkt lange nach.

*Fazit: Not Quite Dead Yet* ist ein intensives Leseerlebnis voller Wendungen, Emotionen und kluger Ideen. Für Fans von psychologisch dichten Thrillern mit originellem Konzept eine absolute Empfehlung.

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