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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.02.2025

Marie

Chopin in Kentucky
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Chopin in Kentucky ist ein kleiner, amüsanter Roman, der durch die umwerfende 10jährige Icherzählerin Marie getragen wird. Ein quirliges, phantasiebegabtes Mädchen, dass ausgerechnet Chopin als unsichtbaren ...

Chopin in Kentucky ist ein kleiner, amüsanter Roman, der durch die umwerfende 10jährige Icherzählerin Marie getragen wird. Ein quirliges, phantasiebegabtes Mädchen, dass ausgerechnet Chopin als unsichtbaren Freund hat und mit ihm schlagfertige Dialoge austauscht.
Das Buch spielt 1977 und das prägt das Buch mit.
Marie ist lebhaft, leidet aber durch de Gewalttätigkeit des cholerischen Vaters. Dennoch kann sie sich furchtlos ein Stück weit befreien und beginnt sogar mit Ballett, während ihre beste Freundin Misty eine Elvis-Imitatorin wird. Die Handlung streckt sich über ca. 4 Jahre. Wie sich Marie weiterentwickelt, ist interessant zu lesen.

Elizabeth Heichelbech legt Tempo vor und entwickelt viel Wortwitz.
Eine vielversprechende Autorin, die ich gerne wieder lesen würde.

Veröffentlicht am 27.02.2025

Eine zerbrechliche Gemeinschaft

Hier. Dort. Fort
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Angelika Waldi ist eine erfahrene Schweizer Autorin mit einem ganz eigenen, eigenwilligen Stil, an den man sich erst gewöhnen muss. Es sind kurze Sätze, prägnant. Die Perspektiven wechseln. Am wichtigsten ...

Angelika Waldi ist eine erfahrene Schweizer Autorin mit einem ganz eigenen, eigenwilligen Stil, an den man sich erst gewöhnen muss. Es sind kurze Sätze, prägnant. Die Perspektiven wechseln. Am wichtigsten sind Mina und ihr Mann Rick sowie die Jugendliche Effi, die schließlich aufeinandertreffen. Denn Mon ist bereit die elternlose und orientierungslose Effi bei sich aufzunehmen. Und dann ist da noch Tom, in den Effi sich verliebt. Wie es mit dieser zerbrechlich wirkenden Gemeinschaft weitergeht, sei hier noch nicht verraten. Es ist ein interessantes Buch.

Veröffentlicht am 27.02.2025

Der Familiengeschichte auf der Spur

Unentdeckt
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Gabriela Wiener vereint mehrere Themen in ihrem ungewöhnlichen, autofiktionalen Buch.
Zum einen ist es die Geschichte ihres Vaters, der lange Jahre eine Geliebte hatte, mit der auch ein Kind und der gerade ...

Gabriela Wiener vereint mehrere Themen in ihrem ungewöhnlichen, autofiktionalen Buch.
Zum einen ist es die Geschichte ihres Vaters, der lange Jahre eine Geliebte hatte, mit der auch ein Kind und der gerade gestorben ist.
Zudem spürt Wiener der Geschichte ihres Urgroßvaters, Charles Wiener nach.
Und zuletzt ist es auch ihre Geschichte zwischen Peru und Spanien, z.B. wie sie schon als Kind Rassismus erlebte oder wie sie in Madrid in einer Dreierbeziehung Freiheit empfand.

Einiges an dem Buch fand ich interessant, stilistisch blieb ich etwas skeptisch. Manches erreichte mich, anderes weniger. Insgesamt ist es aber eine gute Arbeit.

Das Buch war auf der Longlist des Booker Awards und hatte viel Aufmerksamkeit bekommen.

Veröffentlicht am 27.02.2025

Kates Kaltschnäuzigkeit

Weit draußen in Alaska
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Mit Weit draußen in Alaska geht Dana Stabenows Reihe um Kate Shugak weiter. Es ist der direkter Nachfolger von In der Kälte Alaskas, kann aber vollkommen unabhängig gelesen werden.
Noch immer lebt Kate ...

Mit Weit draußen in Alaska geht Dana Stabenows Reihe um Kate Shugak weiter. Es ist der direkter Nachfolger von In der Kälte Alaskas, kann aber vollkommen unabhängig gelesen werden.
Noch immer lebt Kate mit ihrer Hündin Mutt in der abgelegene Wildnis von Alaska, mit gelegentlich Besuchen ihres on-off-Boyfriends Jack.
Es geht schon ziemlich dramatisch los. Ein geradliniger Plot. Es wird sehr konzentriert, vor allem im letzten Drittel des Buches.
Kates Kaltschnäuzigkeit ist imponierend. Doch thematisch tiefer wird es nicht, dabei gäbe es einiges an Potential, der im ersten Teil angelegt wurde. Es bleibt also noch viel in den kommenden Teilen auszuschöpfen.

Veröffentlicht am 26.02.2025

Frankas Weg

Unter Grund
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Unter Grund ist ein Buch, das Sogwirkung hat und mich sehr gefesselt hat.
Die Protagonistin Franka ist junge Lehrerin, die durch ein Wort getriggert wird, das bei ihr Erinnerung an ihre Zeit als Jugendliche ...

Unter Grund ist ein Buch, das Sogwirkung hat und mich sehr gefesselt hat.
Die Protagonistin Franka ist junge Lehrerin, die durch ein Wort getriggert wird, das bei ihr Erinnerung an ihre Zeit als Jugendliche auslöst. Man taucht mit ihr ein in die Vergangenheit, in der sie durch Einfluß ihrer Frteunde Jana und Patrick in die rechte Szene abrutscht. Sie ist in einem Dorf aufgewachsen, dass auch eine Vergangenheit aus der schlimmen Zeit hatte. Dazu gehörte auch die Füchsiin, wie Frankas Großmutter genannt wurde.
Man kann verfolgen, wie Franka sich immer tiewfer verstrickt, schließlich auch gewalttätig wird.
Annegret Liepold hat mich mit ihren suggestiven, eindringlichen Stil überzeugt und begeistert. Es ist ein düsterer Stoff, aber wie Franka dargestellt wird, ist realistsich und glaubhaft.
Es bleibt einiges hängen. Man wünscht sich als Leser, das man Franka helfen könnte, ihren richtigen Weg zu finden. Diese Zuversicht lässt einen die Autorin.