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Veröffentlicht am 12.09.2022

Ein Einhorn kommt selten alleine

SAMi – dein Lesebär - Wie pflanze ich ein Einhorn?
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Ich gestehe: So ein wirklicher Einhorn-Fan bin ich nicht. Dieser ganze Einhorn-Hype ist mir tatsächlich ein wenig zu viel. Und dennoch klang dieses Buch recht interessant. Meine Tochter mag Einhörner, ...

Ich gestehe: So ein wirklicher Einhorn-Fan bin ich nicht. Dieser ganze Einhorn-Hype ist mir tatsächlich ein wenig zu viel. Und dennoch klang dieses Buch recht interessant. Meine Tochter mag Einhörner, ein Fan ist sie aber auch nicht. Und doch sind wir voll auf unsere Kosten gekommen, sogar dem Papa gefällt es.

Die Geschichte handelt von der kleinen Sally, die ihrer Oma gerne ein besonderes Geschenk machen möchte. So findet sie sich in einem besonderen Laden wieder, der Einhornsamen verkauft. Sie wird noch gewarnt, dass diese Samen sehr wählerisch sind und es vielleicht nichts wird. Was Sally direkt dazu veranlasst, die Warnung auf der Gebrauchsanweisung zu missachten und direkt alle Samen zu setzen. Das Ergebnis ist ein buntes und verrücktes Einhorn-Durcheinander.

Besonders gefallen hat mir die Erzählung von den einzelnen Pflanzen, die so wunderbar skurril und fantasievoll war. Die musikalische und sprachliche Untermalung des SAMis hat das Ganze wunderbar unterstützt. Auch die Leserin macht hier einen guten Job. Hier und da waren mir ein wenig zu viele oder lange Pausen (u. a. auch durch Laute und Musik) in der Geschichte, aber vermutlich ist das eher Geschmackssache.

Das Buch macht uns noch nach dem xten Mal lesen und zuhören Spaß. Eigentlich schade, dass es das bisher nur für den SAMi gibt, denn sonst wäre es definitiv ein Buch, dass ich oft und gerne verschenken würde.

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Veröffentlicht am 02.09.2022

Die Welt der Magie und Hexen

Tricks dedicated to Witches 1
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Das Mittelalter und die frühe Moderne ist schon ein spannendes Thema. Die Hexenverfolgung - so grausam und furchtbar sie war - ebenfalls. Daher war mir schon beim Lesen des Klappentextes klar: Diesen Manga ...

Das Mittelalter und die frühe Moderne ist schon ein spannendes Thema. Die Hexenverfolgung - so grausam und furchtbar sie war - ebenfalls. Daher war mir schon beim Lesen des Klappentextes klar: Diesen Manga muss ich lesen! Jemand aus der heutigen Zeit, nicht weniger als ein Magier, der sich gegen die Grausamkeiten der damaligen Welt stellt.

Auch der Zeichenstil von Shizumu Watanabe sagte mir bereits bei Real Account und My Girlfriend is a Fiction sehr zu. In diesem Manga ist es keine Ausnahme, vielleicht sogar noch eine Spur besser. Die Szenen sind toll und detailreich gezeichnet.

Doch mit den beiden Hauptfiguren wurde ich nicht warm. Vor allem Makito empfand ich eher als eine Nervensäge. Sein ambivalentes Verhalten mag so manche:r witzig finden, ich fand es nur störend und ermüdend.

Dennoch war ein gewisser Witz vorhanden und auch der Einfallsreichtum dieses Bandes war wirklich interessant.

So fand ich den Manga nicht wirklich schlecht, aber eben auch nicht richtig gut.

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Veröffentlicht am 31.08.2022

Bea plant und das Leben lenkt

Fast bis zum Nordkap
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Was ist das beste Mittel, um einmal rauszukommen? Ein Roadtrip durch Schweden zum Nordkap (Norwegen) natürlich. Das kann ich bestätigen, denn das haben mein Mann und ich vor gut 10 Jahren auch gemacht. ...

Was ist das beste Mittel, um einmal rauszukommen? Ein Roadtrip durch Schweden zum Nordkap (Norwegen) natürlich. Das kann ich bestätigen, denn das haben mein Mann und ich vor gut 10 Jahren auch gemacht. Wir haben uns zwar nur auf Mittelschweden konzentriert, aber immerhin. So nimmt mich dieses Buch wieder auf die Reise in die wunderschöne Landschaft eines ebenso wunderschönen Landes.

Bea lebt ein geschäftiges Leben. Sie ist kaum zu Hause und lebt für ihre Arbeit. Nur merkt sie plötzlich, dass ihr Körper das auf Dauer nicht mehr kann. Also nimmt sie sich die wohlverdiente Auszeit und mit VW Bulli Werner geht es auf die Reise zum Nordkap. Nur hat die Gute das mit „Der Weg ist das Ziel“ noch nicht so ganz verstanden. Werner jedoch schon, denn er sucht sich den denkbar besten (in Beas Augen schlechtesten) Platz aus, um seinen Dienst zu quittieren. Nach und nach lernt sie so die Menschen des Dorfes Sjöhyttan kennen. Nicht zuletzt natürlich Tischler Per, der ihr Herz schnell erobert.

Aber auch Per hat ein Päckchen zu tragen, dass nicht sofort alles Friede, Freude, Eierkuchen ist. Dennoch wirkt er jederzeit sympathisch, vielleicht ein bisschen zu zaudernd. Aber da steht Bea ihm in nichts nach.

Doch auch die anderen Charaktere des Buches, allen voran Pers Kinder Ebba und Olivia, beleben das Buch auf ihre eigene Weise. Vielleicht geht Beas Integration ein bisschen zu glatt. Vielleicht ist hier und da ein paar Dinge zu „weichgespült“, aber es passt sich gut in die Atmosphäre des Buches ein. Als Ergebnis hat man ein wirklich schönes Wohlfühlbuch in der Hand. Ein wenig irritierend war hier und da, dass sich die Perspektive innerhalb des Buches und Absatzes auch mal geändert hat, obwohl sonst hauptsächlich innerhalb von Kapiteln gewechselt wurde.

Der Schreibstil ist stets flüssig und sehr angenehm zu lesen. Ich konnte hier richtig durch die Seiten fliegen. Auch das macht ein Wohlfühlbuch für mich aus. Das Cover ist schön und auch ein bisschen verspielt gestaltet. Mit dem Kontrast von Matt und glänzender Prägung sticht es richtig hervor.

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Veröffentlicht am 29.08.2022

Aus dem Starterset: schöne Geschichte mit toller Botschaft

SAMi – dein Lesebär - Der größte Schatz der Welt
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Die Vorleserin des beiliegenden Buchs macht ihre Sache wirklich gut und auch die musikalische Untermalung sowie die Geräuschkulisse gefällt mir sehr gut. Es ist sehr lebendig vorgelesen.

Die Bilder sind ...

Die Vorleserin des beiliegenden Buchs macht ihre Sache wirklich gut und auch die musikalische Untermalung sowie die Geräuschkulisse gefällt mir sehr gut. Es ist sehr lebendig vorgelesen.

Die Bilder sind ebenfalls sehr schön, auch wenn ich mich frage, warum die Affenmutter Ohrringe trägt. Irgendwie stört mich das im Gesamtbild. Die Botschaft jedoch ist zuckersüß und wunderschön.

Alles in allem bin ich sehr zufrieden mit dem Starterset. Meine Tochter liebt es, so ganz alleine ein Buch anschauen zu können. Da dieses System wirklich einfach ist, kann sie das auch tatsächlich mit 3 Jahren alleine anwenden.

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Veröffentlicht am 29.08.2022

Ein wenig anders als erwartet, aber sehr spannend

Die versteckte Apotheke
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Aktuell gibt es viele Bücher, die mit viel Pathos das Leben starker Frauen zelebrieren. Leider kommt in dieser Genre bei mir oft die Qualität zu kurz, weswegen ich auch bei diesem Buch ein wenig vorsichtig ...

Aktuell gibt es viele Bücher, die mit viel Pathos das Leben starker Frauen zelebrieren. Leider kommt in dieser Genre bei mir oft die Qualität zu kurz, weswegen ich auch bei diesem Buch ein wenig vorsichtig war. Denn immerhin könnte es auch leicht in ebenjene Schiene abdriften. Dazu kommt auch noch der schmale Grad von Realismus und klar erkennbarer Fiction.

In diesen Hinsichten hat mich das Buch positiv überrascht. Hier ist kein Pathos zu finden, kein Plädoyer dafür, dass die Apothekerin eine Kämpferin für das Gute ist. Gerade die Zeitebene von Nella und Eliza wirkt mehr, wie eine detaillierte Tatsachenschilderung ohne langweilig zu werden. Natürlich streut die Autorin hier nach ihrem Wunsch die Sympathien und natürlich gibt es einen Hintergrund, wie Nella dazu gekommen ist. Dennoch wird das Handeln nie als besonders gut oder böse dargestellt. Diese Neutralität, die es einem selbst überlässt, darüber zu urteilen, fand ich sehr angenehm. Immerhin sprechen wir hier davon, dass sie Gift herstellte, mit denen Menschen getötet wurden.

Nella an sich gefällt mir sehr gut. Sie ist eine ruhige Person, geplagt von ihren eigenen Dämonen mit düsterer Geschichte. Eliza hingegen ist ein aufgewecktes Mädchen, dass Nellas Leben durcheinander bringt. Ihre Kindlichkeit und Neugierde hellen die Dunkelheit um Nella auf und so ergänzen sich die beiden sehr gut. Carolines Part ist natürlich ein wenig stärker vertreten, ist sie doch in der Gegenwart und entschlüsselt die Geheimnisse um die beiden Frauen. Dabei wird hier auch hier eine ordentliche Portion Drama eingestreut. Wobei das für mich hier und da etwas zu viel war. Vor allem gegen Ende. Da hätte ich mir ein bisschen mehr Recherche mit Gaynor gewünscht.

Auch das Ende der beiden Frauen auf dem 18./19. Jahrhundert ist ein bisschen gewagt. Für Verfechter des Happy Ends aber durchaus gelungen, wie ich denke.

Im Großen und Ganzen ein sehr gutes Buch, dass mir sehr viel Vergnügen bereitet hat und aufgrund des flüssigen Schreibstils sehr angenehm zu lesen war. Das Cover finde ich sehr schön und dass diese auch für den Einband unter dem Schutzumschlag übernommen wurde, finde ich sehr schön.

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