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Veröffentlicht am 14.08.2021

Tolle Zeichnungen, gute Geschichte

Tebori 1
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Als ich die Ausgabe zu Tebori das erste Mal in der Hand hatte, war ich angenehm überrascht vom Format und der hochwertigen Erscheinung. Bisher hatte ich noch kein Comic von Cross Cult in der Hand, daher ...

Als ich die Ausgabe zu Tebori das erste Mal in der Hand hatte, war ich angenehm überrascht vom Format und der hochwertigen Erscheinung. Bisher hatte ich noch kein Comic von Cross Cult in der Hand, daher kann ich wenig Vergleiche ziehen, doch das Preis-Leistungsverhältnis finde ich durchaus angemessen.

Die Zeichnungen sind gut und detailliert. Die Gesichtszüge sind gut dargestellt, sodass man auch im Gesicht viel ablesen kann. Das hat mir besonders gut gefallen. Die Tattoos gefallen mir auch sehr gut. Generell trägt die Farbwahl und der Zeichenstil sehr zur düsteren Atmosphäre bei. Da passt alles sehr gut zusammen. 

Die Geschichte ist spannend und gut erzählt. Manchmal gibt es Sprünge in der Handlung, bei denen ich mir einen offensichtlicheren "Cut" gewünscht hätte, sodass man merkt, dass hier gerade eine andere Handlung weitergeht. 

Der Schöpfer schafft es sehr gut, Sympathien und Antipathien zu verteilen und bindet das auch gut in die Geschichte ein. Dazu kommen manchmal überraschende Wendungen, die nicht an den Haaren herbeigezogen wirken. 

Natürlich endet der Band mit einem überraschenden Cliffhanger, dessen Auflösung man wirklich gerne lesen möchte. 

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Veröffentlicht am 13.08.2021

Nette Unterhaltung, doch stellenweise sehr langatmig

Die Teehändlerin
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Eine Reihe zu der Familie Ronnefeldt? Was könnte als leidenschaftliche Teetrinkerin und Fan von historischen Romanen besser sein, als ein solches Buch?

Nun sind ja solche Familiensagen - am besten noch ...

Eine Reihe zu der Familie Ronnefeldt? Was könnte als leidenschaftliche Teetrinkerin und Fan von historischen Romanen besser sein, als ein solches Buch?

Nun sind ja solche Familiensagen - am besten noch mit starken Frauen als Hauptfiguren - irgendwie total angesagt zurzeit. Auch das Cover zeigt dort meist eine Frau von der Seite oder von hinten, die auf irgendetwas blickt, das zur Geschichte passt.

Wo wir dann direkt mal bei der Ausstattung des Buches sind. Die Karte vom alten Frankfurt finde ich super, ebenso das Personenverzeichnis. Dass am Ende des Buches eine knapp 30-seitige Vorschau zum 2. Band, finde ich eher unnötig. Eigentlich sollte Band 1 schon genug Werbung für die Fortsetzung machen. Da wäre es mir lieber gewesen, wenn man die Seiten für die Geschichte verwendet hätte und dann vielleicht mehr Leerzeilen oder eine etwas größere Schrift genutzt hätte. Aber das Cover fand ich in natura am Enttäuschensten. Es sieht halbherzig zusammengeschustert hat. Der Tee in der Schale und die Behälter sind nicht gut eingefügt und die Rosen sind gefühlt willkürlich scharf und unscharf editiert. Schade fand ich auch, dass die Frau Friederike Ronnefeldt kaum ähnlich sieht. Und das, obwohl im Buch und auch auf dem Lesezeichen ein Bild von ihr abgebildet wird. 

Nun zu dem Buch: zuerst wird man von Friederike langsam in "ihre" Welt eingeführt. Später lernt man durch verschiedenste Perspektivwechsel die Charaktere aus dem Buch kennen. Es macht Spaß, immer wieder in diese Rollen zu schlüpfen und die verschiedenen Sichtweisen und Handlungen zu erleben. 

Der Schreibstil ist dabei gut lesbar, ziemlich unaufgeregt. Ein bisschen mehr Aufregung hätte dem Ganzen, gerade am Anfang, vielleicht gut getan. Die Geschichte plätschert so vor sich hin und irgendwie wollte bei mir der Funke nicht überspringen. 

Alles in allem eine recht gute Unterhaltung, aber ich habe schon wesentlich bessere historische Romane gelesen. 

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Veröffentlicht am 08.08.2021

Keine weichgespülte Schmonzette, sondern eine Geschichte, wie sie das Leben schreibt

Küsse im Sommerregen sind auch nur nass
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Schon der außergewöhnliche Titel und das wunderschöne Cover hat mich neugierig gemacht. Mein erster Gedanke war, dass es sich hier um eine Teenieromanze drehen wird. Flugfeld und Wohlfühlfaktor inklusive. ...

Schon der außergewöhnliche Titel und das wunderschöne Cover hat mich neugierig gemacht. Mein erster Gedanke war, dass es sich hier um eine Teenieromanze drehen wird. Flugfeld und Wohlfühlfaktor inklusive. Alles rosarot mit viel Humor. Eben RomCom-mäßig.

Nur, dass man diesem Buch damit eindeutig Unrecht tut, denn es hat so viel mehr zu bieten. Wir steigen ein, wie in so vielen Liebesgeschichte und werden dann auf eine Achterbahn der Emotionen mitgenommen. Das Thema Homophobie wird dabei eher nur hier und da am Rande angeschnitten. Die Autorin konzentriert sich mehr auf die Dramen, die das Leben schreibt. Die mehr oder weniger uns alle treffen können.

Dabei sind die Charaktere grundsätzlich gut ausgearbeitet und authentisch, auch wenn Saoirse mir stellenweise mit ihrem Gezicke auf die Nerven gegangen ist. Auch ihre Vater hat sich manchmal nur wenig bis gar nicht wie ein Erwachsener mit Kind verhalten. 

Die Handlung war größtenteils schlüssig und gut fand ich, dass hier nicht immer die Friede-Freude-Eierkuchen-Variante beim Verlauf genommen wurde. Das mag zwar nicht jedem gefallen, war aber in meinen Augen einfach nur konsequent.

Der Schreibstil war toll zu lesen. Gerade die Frotzeleien zwischen Oliver und Saoirse haben mir sehr gefallen. Das war erfrischend komisch, gerade bei ernsteren Stellen. 

Trotz - in meinen Augen kleineren Schwächen, die in der Stimme zum Punktabzug geführt haben - kann ich das Buch jedem empfehlen, der eine etwas ausgefallenere und tiefgründigere Geschichte lesen möchte. 

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Veröffentlicht am 05.08.2021

Richtiger Bruch zu den vorherigen Teilen

Ein Fremder im Frühlingswind 04
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In den bisherigen Bänden empfand ich die Unaufgeregtheit der Geschichte neben dem tollen Zeichenstil besonders toll.

Auch ernstere Themen wurden im einer wohltuenden Ruhe behandelt und die Dynamik der ...

In den bisherigen Bänden empfand ich die Unaufgeregtheit der Geschichte neben dem tollen Zeichenstil besonders toll.

Auch ernstere Themen wurden im einer wohltuenden Ruhe behandelt und die Dynamik der beiden Hauptcharaktere war wirklich schön.

Das meiste davon vermisse ich leider in diesem Band. Es ist hektisch, chaotisch und turbulent. Wo das natürlich auch seinen eigenen Charme haben kann, wirkt es hier für mich sehr gezwungen und irritierend. Vielleicht auch, weil man etwas anderes gewöhnt ist oder erwartet hat.

Der Zeichenstil ist wie immer toll und hat ein bisschen was Verträumtes.

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Veröffentlicht am 01.08.2021

Spannend und düster - gibt es endlich Hoffnung für Emma und ihre Freunde?

The Promised Neverland 17
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Es gibt wenige Reihen, die dauerhaft die Qualität und Spannung derart hoch halten können. Die Menge an Filler hält sich bis hierhin in Grenzen. Wenn man sich an den eher ungewöhnlichen Zeichenstil gewöhnt ...

Es gibt wenige Reihen, die dauerhaft die Qualität und Spannung derart hoch halten können. Die Menge an Filler hält sich bis hierhin in Grenzen. Wenn man sich an den eher ungewöhnlichen Zeichenstil gewöhnt hat, bleibt nur noch die Faszination für dieses düstere und tiefgründige Setting.

Die Charaktere ergänzen sich größtenteils wirklich gut, Emma ist am Anfang eine ziemliche Nervensäge und legt dies auch wohl nie ganz ab. Die Charaktere entwickeln sich gut, von der ein oder anderen Entwicklung ist man überrascht. 

Und so fiebert man mit den Protagonisten. Egal, ob man mehr Emmas oder Normans Meinung ist. Es ist definitiv spannend, wie Normans Plan verläuft und es ist ja noch nicht klar, welches Opfer Emma für das neue Versprechen bringen musste. 

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