Cover-Bild Travel is broken
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18,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Kösel
  • Themenbereich: Lifestlye, Hobby und Freizeit - Sachbuch, Ratgeber
  • Genre: keine Angabe / keine Angabe
  • Seitenzahl: 224
  • Ersterscheinung: 27.05.2026
  • ISBN: 9783466373529
Philipp Laage

Travel is broken

Warum Reisen oft enttäuscht und wie wir es neu entdecken können
»wir reisen, wie wir leben, rastlos und getrieben von einem Highlight zum Nächsten.«

Die Sehnsucht nach dem ultimativen Trip prägt das Lebensgefühl einer ganzen Generation – Reisen ist heute Sinnsuche und Statussymbol zugleich. Doch der Druck immer mehr und intensiver zu erleben, hinterlässt Spuren – die Rastlosigkeit unserer Zeit begleitet uns ganz oben im Handgepäck mit dem wir uns auf die Suche nach Erholung machen.

In seinem neuesten Buch geht Reisejournalist Philipp Laage auf Spurensuche, zeigt, wie Reisen für so viele zum zentralen Lebensinhalt wurde, und hinterfragt diesen Lebensentwurf: Ein Reiseführer, die an keinen Ort führt, sondern zu sich selbst. Eine kleine Reisephilosophie, die wirklich jeder gelesen haben sollte der in die Ferne will, um dort etwas zu finden, was man doch besser bei sich sucht. Und auch ein Buch, dass wieder Lust aufs Entdecken macht und zeigt, wie Reisen wieder zu einer erfüllenden Erfahrung werden kann.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.07.2026

Reisen mit offenen Augen – inspirierend, ehrlich und absolut lesenswert ★★★★★

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Beim Lesen wurde ich von einer ganz persönlichen Erinnerung eingeholt - an ein wunderbares Urlaubshaus meiner jungen Erwachsenenzeit, das für viele Jahre das Sommerparadies meiner kleinen Familie war. ...

Beim Lesen wurde ich von einer ganz persönlichen Erinnerung eingeholt - an ein wunderbares Urlaubshaus meiner jungen Erwachsenenzeit, das für viele Jahre das Sommerparadies meiner kleinen Familie war. Gerade diese Nostalgie hat mir noch einmal bewusst gemacht, wie eng Reisen mit Emotionen und Erinnerungen verbunden ist, dass man für tiefe Erlebnisse nicht weit fahren muss und dass auch in der scheinbaren nuancierten Wiederholung ein ganz eigener Reiz liegen kann .

Für mich bringt die Überschrift des Kapitels „Vom Anspruchsdenken zur gesunden Demut“ die zentrale Botschaft des Buches perfekt auf den Punkt. Besonders überzeugt hat mich der Gedanke, dass Reisen ein Privileg und zugleich ein zutiefst menschliches Bedürfnis ist. Die Lösung besteht nicht darin, aufs Reisen zu verzichten, sondern die Augen zu öffnen, sensibel wahrzunehmen, Widersprüche auszuhalten und mit einem ehrlichen statt permanent schlechten Gewissen unterwegs zu sein.

Das Buch liefert keine einfachen Patentrezepte – und genau das macht seine Stärke aus. Stattdessen regt es mit vielen klugen Gedanken und anschaulichen Beispielen dazu an, das eigene Reiseverhalten zu hinterfragen. Themen wie alter und neuer Kolonialismus oder die Auswirkungen unseres Reisens auf die Natur und die Menschen vor Ort werden differenziert und nachvollziehbar behandelt.

Mich hat das Buch sehr zum Nachdenken gebracht und in meinem Wunsch bestärkt, künftig bewusster, langsamer und weniger weit zu reisen. Es steht für mich ganz klar auf der Verschenkliste und erhält verdiente 5 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 06.07.2026

Reiselust versus Reisefrust

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Das Buch mit dem Bild eines Strandgemetzels auf dem Cover und dem Titel „Travel is Broken“ von Autor Philipp Laage macht neugierig, lässt aber erst einmal keine Urlaubsstimmung aufkommen. Der Untertitel ...

Das Buch mit dem Bild eines Strandgemetzels auf dem Cover und dem Titel „Travel is Broken“ von Autor Philipp Laage macht neugierig, lässt aber erst einmal keine Urlaubsstimmung aufkommen. Der Untertitel „Warum Reisen oft enttäuscht und wie wir es neu entdecken können“ lässt dabei Hoffnung aufkommen.
Reisen ist mittlerweile allgegenwärtig, ob mit schönen Bildern im Netz, bleibt es immer mit großen Erwartungen verbunden, die oft ausbleiben oder enttäuscht werden, denn es gibt nicht viel Neues mehr zu entdecken. Reisen wird zum Stress, dabei sollte das Fernweh doch schön sein, die freie Zeit entspannen und die schönste Zeit des Lebens sein. Der Autor beschreibt Erwartungen sowie Missstände, er stellt sogar den ganzen Reisezirkus in Frage, denn Touristen werden mittlerweile des Öfteren zum Feindbild der Locals.
Viele seiner Überlegungen sind speziell auf die Abenteuerlust und den schönen Schein der Millennials gemünzt, die sich als Influencer mit plakativen Bildern oft im Dauerurlaub befinden. Begriffe wie FOMO, Deep Travel oder Lonely-Planet-Welt waren mir bisher noch kein Begriff und ich durfte dazulernen. Es gibt einige Denkanstöße, Reisen ist nicht gut für den Klimawandel und der Over-Tourism wird zum Problem. Die Gedankensammlung im Buch brachte mich zum Nachdenken, auch über mein eigenes Reiseverhalten.
FOMO habe ich bislang beim Reisen noch nie empfunden. Das liegt vielleicht an der Denkweise oder dem Empfinden der einzelnen Generationen. Als Zugehöriger der Generation X liegt schon eine relativ lange Reisezeit hinter mir, ganz ohne Content- und Leistungsdenken von höher, weiter oder besser. Natürlich bin auch ich gegen Massentourismus, sprich Over-Tourism.
Reisen war für mich schon immer etwas sehr Individuelles, das für jeden Menschen anders aussieht. Während die einen gerne campen oder in Gruppen unterwegs sind, bin ich gerne in Städten oder kulturell unterwegs, in kleinen Hotels oder Ferienhäusern.
Der Fazit am Ende des Buches birgt daher leider keine bahnbrechenden Neuigkeiten, jedenfalls für mich. Das Leben ist letztendlich eine Reise, die jeder für sich selbst gestalten muss.

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Veröffentlicht am 30.06.2026

Hochaktuelle und dadurch auch eher unbequeme Thematik

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Dass die Reisebranche in den letzten Jahren immer mehr boomte, dürfte kein Geheimnis mehr sein sein. Immer mehr Menschen reisen immer weiter weg, wollen immer mehr in kürzester Zeit erleben und damit ein ...

Dass die Reisebranche in den letzten Jahren immer mehr boomte, dürfte kein Geheimnis mehr sein sein. Immer mehr Menschen reisen immer weiter weg, wollen immer mehr in kürzester Zeit erleben und damit ein weiteres Puzzlestück ihrer Selbstinszenierung in den sozialen Medien sammeln. Alles in allem handelt es sich also hier um ein Buch, dass den Zahn der Zeit ( vom ersten Einduck her) absolut treffen müsste.

Und dennoch muss ich leider gestehen, dass es mich nicht vollständig mitreißen konnte. Der grundsätzliche Gedanke sich damit auseinanderzusetzen, wie man das Reisen vielleicht nicht komplett aufgeben muss, sondern es wieder bewusster erleben kann, ist mMn. schon gelungen. Nur verstrickt der Autor sich dabei leider in einem Schreibstil, der sich im ersten Moment noch flüssig und interessant anliest, mit zunehmendem Verlauf aber auch etwas anstrengend sein kann. Denn zwischen der Einbettung verschiedenster Anekdoten, wird auch noch auf eine sehr umfangreiche Untermauerung mit wissenschaftlichen Studien und Fakten gesetzt. Das empfinde ich grundsätzlich als echt nicht schlecht, irgendwie hat es aber dann doch den Lesefluss etwas sehr unterbrochen, wenn ständig Aufzählungen von Daten und Fakten auftauchen. Also wer sich wirklich wissenschaftlich und wirtschaftlich mit diesen Thematiken rund um "Overtourism" beschäftigen möchte, hat sicherlich Freude daran, ich hatte mir aber irgendwie etwas Anderes erwartet.

Abschließend lässt sich festhalten, dass dieses Buch so zur Selbstreflexion über das eigene (Reise-) Verhalten ein, zwei ganz interessante ( wenn auch nicht komplett neue) Ansätze bereithält, für mich aber tatsächlich zu viel auf das "Privileg zu Reisen" und zu wenig auf die schädlichen Umweltaspekte eingegangen wird und der Schreibstil mich auch nicht wirklich in einen Sog ziehen konnte, eher musste ich mich teils aktiv dazu auffordern über manche Stellen hinweg zu lesen.

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Veröffentlicht am 26.06.2026

Reiselust trifft auf Reisefrust

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Insgesamt konnte mich Philipp Laage mit seinem Sachbuch „Travel is broken“ leider nicht überzeugen. Einige seiner Thesen sind zwar absolut nachvollziehbar und stimmig, der Weg dahin ist gelinde gesagt ...

Insgesamt konnte mich Philipp Laage mit seinem Sachbuch „Travel is broken“ leider nicht überzeugen. Einige seiner Thesen sind zwar absolut nachvollziehbar und stimmig, der Weg dahin ist gelinde gesagt aber einfach nur anstrengend. Ich lese regelmäßig Sachbücher und weiß deshalb das ein solch anstrengender Schreibstil auch bei komplexen Themen kein Muss ist. Vor lauter Begeisterung und Wissen verliert sich der Autor meiner Meinung nach in Details und drückt sich allzu oft zu kompliziert aus. Auch argumentativ ist das Buch finde ich ein wilder Ritt. Vor- und Nachteile des Reisens geben sich die Klinke in die Hand, wobei teils gewichtige Punkte wie die mangelnde Umweltvertäglichkeit erstaunlich lässig beiseite gewischt werden. Sehr viel lieber wendet sich der Autor der Betrachtung von Privilegien zu, was ich als sehr differenziert und lesenswert empfand. Wer gerne und viel reist findet außerdem Anregungen zur Selbstreflexion und Ideen wie zukünftige Reisen für mehr Erholung sorgen können. „Travel is broken“ betrachtet mit scharfen Blick die Entwicklung von Urlaubsreisen über vergangene Jahrzehnte hinweg bis heute. Wer Lust hat wissenschaftlich und intellektuell ganz tief ins Thema abzutauchen, ist hier genau richtig. Ich persönlich hatte mir aber etwas anderes versprochen und kann auch aufgrund des Schreibstils gerade so noch 3 Sterne vergeben.

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