»Fragst du dich manchmal, was gewesen wäre?« »Jeden Tag.« »Wie hört man damit auf?«
Cleo Fantino und Alexander Hallendale waren füreinander bestimmt. Jeder an der Dunbridge Academy wusste das. Doch nun, in der Oberstufe, steht Cleo vor den Scherben ihrer Beziehung und ahnt: Sie ist ohne Alexander besser dran. Niemals könnte sie ihm verzeihen, dass er sie im Stich gelassen hat, als sie ihn am dringendsten brauchte. Definitiv besser, dass er das Internat verlassen hat. Aber dann ist Alexander zurück, und hinter seiner unnahbaren Fassade bemerkt Cleo schon bald all den Schmerz, den sie teilen. Mit jeder Faser ihres Seins möchte sie ihn hassen — und kann nichts dagegen tun, dass sich ihr Herz noch immer nach ihm sehnt ...
Band 2 der Spin-off-Reihe um die neue Generation an der Dunbridge Academy von Spiegel-Bestseller-Autorin Sarah Sprinz
Einmal Dunbridge Academy, immer Dunbridge Academy. Jedes Buch dieser Reihe habe ich direkt nach Erscheinen verschlungen.
Ich mag das Academy-Feeling und die vielen kleinen und warmherzigen Momente.
Mit ...
Einmal Dunbridge Academy, immer Dunbridge Academy. Jedes Buch dieser Reihe habe ich direkt nach Erscheinen verschlungen.
Ich mag das Academy-Feeling und die vielen kleinen und warmherzigen Momente.
Mit Pferden hat Sarah Sprinz mit einen noch größeren Gefallen getan, Academy und Pferde macht es für mich noch gelungener.
Wie immer ist es eine emotionale Achterbahn mit vielen Aufs und Abs.
Die Abs haben mich hier teilweise doch ziemlich selbst mit runter gezogen und hier war für mich der Wechsel zwischen Leichtigkeit und Schwierigkeiten nicht so einfach mit zu machen. Insgesamt hatte ich das Gefühl, dass hier etwas zu wenig Leichtigkeit für meinen Geschmack vorkam, weshalb mich das Buch recht zwiegespalten zurück gelassen hat.
Ich könnte mir vorstellen, dass es daran lag, dass diesmal deutlich mehr Fokus auf der Haupthandlung lag und vielen kleinen Nebenschauplätzen weniger Raum eingeräumt hätte. Gerade das hat es für mich bisher immer ausgemacht.
Das Hauptthema an sich wurde, wie immer, mit viel Feingefühl behandelt. Wirklich toll kam auch durch die wechselnden Perspektiven heraus, was so etwas mit beiden Beteiligten macht, das war richtig stark und hat mich sehr mitgenommen.
Gelungen, auch wenn es mir aufgrund der Intensität teilweise etwas viel war.
Ich habe wohl nicht den idealen Einstieg in diese Welt gewählt, da ich mit dem 2.Teil der Spin-off Reihe jetzt überhaupt das erste Buch der Autorin Sarah Spinz gelesen habe. Dadurch habe ich natürlich ...
Ich habe wohl nicht den idealen Einstieg in diese Welt gewählt, da ich mit dem 2.Teil der Spin-off Reihe jetzt überhaupt das erste Buch der Autorin Sarah Spinz gelesen habe. Dadurch habe ich natürlich ein wenig länger gebraucht um in die Geschichte hineinzufinden und zusätzlich fehlte mir bei den Charakteren ein bisschen das Hintergrundwissen.
Aber sobald ich mich zurecht gefunden hatte und die Handlung etwas fortgeschritten war, konnte ich mich sehr gut auf den atmosphärischen, dennoch flüssig lesbaren Schreibstil einlassen.
Die Gefühle, die Zuneigung, Freude, aber auch der Schmerz, teilweise sogar richtige Verzweiflung von Alexander und Cleo waren intensiv fühlbar und es ist der Autorin außerordentlich gelungen die LeserInnen in ihren Gedankenwelten gefangen zu nehmen. Dadurch, dass man zusätzlich nicht sofort erfährt was denn eigentlich zum großen Zerwürfnis geführt hat, merkte ich oft gar nicht, dass ich Seite um Seite weiter abtauchte in den Handlungssträngen.
Der Zusammenhalt in der Freundesgruppe, ihr Gefüge und ihre Beziehung in der Academy und um die Protagonisten aus den wohl vorherigen Teilen, lassen sich aber von Anfang an gut spüren und machen für mich im Roman einen sehr wichtigen Aspekt aus.
Genauso die sensiblen Themen wie vorallem Drogenmissbrauch, das Loskommen von den Drogen und die Belastung, die nicht nur auf dem Konsumenten selbst liegt, sondern auf das gesamte Umfeld entsteht, war sehr eindrücklich und authentisch dargestellt. Einzig fand ich, man hätte das Setting als Universität wählen können, denn es ist ganz schön viel Drama (um nicht zu spoilern, kann ich nicht näher darauf eingehen), was die Charaktere schon im jungen Teenager Alter in der Schule durchmachen, zumindest für mein Empfinden und meine Erinnerungen an die Zeit bei mir damals.
Als Pferdefreund kommt man in diesem Buch auch auf seine Kosten, ich habe mich daran nicht gestört (das kleine Fohlen fand ich natürlich schon süß), bin aber kein besonders großer Fan, daher waren einige Abschnitte nebensächlich und ich habe sie teilweise übersprungen.
Obwohl es mit über 500 Seiten ein kleiner Wälzer ist, sollte man sich nicht einschüchtern lassen und ja, das richtige Leseabenteuer (mit heftigem Ende) genießen!
Fazit: Nun bin ich doch neugierig geworden, welchen Charakteren man in den anderen Bänden begegnet und bin froh, da noch ein paar Bücher vor mir zu haben!
Eigentlich ist die zweite Generation der „Dunbridge Academy“ doch gerade erst losgegangen, da haben wir mit „Whoever“ auch schon den zweiten Band parat stehen. Ich habe im Vorfeld schon geahnt, dass die ...
Eigentlich ist die zweite Generation der „Dunbridge Academy“ doch gerade erst losgegangen, da haben wir mit „Whoever“ auch schon den zweiten Band parat stehen. Ich habe im Vorfeld schon geahnt, dass die Lektüre wieder etwas schwerer für mich werden wird, denn wenn Sarah Sprinz tief verletzte Gefühle erzählt, dann aber so richtig und das hat sich bei Cleo und Alexander eindeutig bestätigt.
Ich musste bei „Whoever“ vom Schreibstil her viel an „Anyone“ denken müssen. Gideon und Grace zu ihrem Happyend zu begleiten, das war schon eine belastende Lektüre, weil da so eine intensive Melancholie war, die sich sofort auch auf meine Stimmung gelegt hat. Hier haben wir es sehr ähnlich, denn Alexander und Cleo waren einmal ein sehr glückliches Paar und davon ist nichts mehr da. Als er nun an die Dunbridge zurückkehrt, da müssen sich die beiden ihren Gefühlen stellen. Sprinz drückt das stilistisch immer durch abgrundtief-traurige Kapitel aus, wo es wirklich in eine Tiefe geht, die man nicht erahnen kann. Daher war es doch etwas schwerer für mich, in diese Geschichte einzutauchen. Ich habe gerne Gefühle, aber wenn man zu denen gehört, die Stimmungen sofort für sich selbst adaptieren, dann ist es schon mal gerne zu viel. Und das war auch hier der Fall. Hinzu kommt, dass Sprinz dann auch gerne mit nicht vollständigen Sätzen arbeitet, mehr mit Satzfetzen. Das ist auch nicht immer leicht zu lesen, weil ich mir dann den Satz in Gedanken vervollständige.
Insgesamt ist der Unterschied zwischen Band 1 und Band 2 der zweiten Generation echt gravierend. Band 1 hatte auch sein Drama, keine Frage, aber es hatte durch die Wortgefechte und den Austausch von lateinischen Weisheiten mehr Humor und aufbrechende Momente dabei. In Band 2 war es sehr schwer diese Leichtigkeit zu erzeugen, vielleicht auch zu empfinden, weil immer ein Schleier über dem Geschehen lag, wirklich immer. Zumal die Handlung dann auch sehr auf das zentrale Paar ausgerichtet war. Im ersten Band hatten auch die Gruppen immer wichtige Szenen, das ging hier unter. Aber positiv war, dass mir die Darstellung von Gus diesmal viel besser gefallen hat. Er hat immer noch das loseste Mundwerk und er hat keinen Filter, aber er hat sich als wirklich guter Freund erweisen. Das war für mich eine der Überraschungen hier. Überraschend war aber auch, was letztlich alles zur Trennung des Paares geführt hat. Da wir Alexander im ersten Band nur durch Erzählungen erleben, sind unweigerlich Spekulationen in meinen Kopf entstanden. Was muss so schlimm gewesen sein, um so endgültig verschwinden zu müssen?
Ich finde leider, dass das mit der finalen Auflösung nicht ideal zusammenpasste. Sprinz sagt in ihrer Danksagung selbst, dass sie sich schon länger das behandelte Thema vornehmen wollte, weil es wichtig sei. Und es IST wichtig und ich fand es inhaltlich mit all seinen Seiten auch gut und nachvollziehbar dargestellt. Aber die Zusammenhänge, was sich danach aufgebaut hat, das war für mich zu sehr Flickenteppich. Ich hatte mir eher etwas vorgestellt, was Alexander individuell betroffen hat, aber nicht, dass es seinen Ursprung in einer Entscheidung von Cleo hatte. Das Thema in einer anderen Konstellation, das hätte mir viel, viel besser gefallen. So war es gut, aber leider auch nicht mehr. Umgekehrt war positiv, dass wir hier das Thema Pferde so konsequent dabei haben. Yvy Kazi hatte gerade erst ihre „Goldchrest Manor“-Reihe und jetzt hat auch Sprinz die alten Wendy-Gefühle aufflammen lassen. Die Beziehung von Alexander und Nox wurde intensiv dargestellt, genauso aber auch die Krankheitsepisoden, weitere Szenen im Stall und auch Cleos Rückkehr zum Reitsport. Das fand ich als Handlungsrahmen neu in der Reihe und hat mir dementsprechend echt gut gefallen.
Zum Abschluss möchte ich auch noch mal zu den zentralen Figuren des Bandes kommen. Ich habe schon gemerkt, dass mein Bild von Alexander sehr davon geprägt war, dass wir ihn in Band 1 nicht erlebt haben und dann nur die Gedanken der anderen zu ihm hatten. Leicht hatte er es so nicht bei mir. Er hat sich auch später nicht vollends in mein Herz spielen können, aber das wird vor allem an der fehlenden Leichtigkeit liegen, weil ich ihn nicht einfach mal als den Jugendlichen ohne Ballast erlebt habe. Cleo dagegen hatte in Band 1 schon so viel Spielwiese. Sie war zwar auf eine Art anstrengend, aber sie hat mich auch gerührt. Daher war ich schon sehr gespannt auf sie. Durch die Auflösung, was alles passiert ist, habe ich sie auch nicht mehr so entspannt sehen können. Nicht wegen ihrer Entscheidung, aber weil ich einfach gesehen habe, was das alles für Konsequenzen hat. Trotzdem ist sie ein Mädchen mit großem Herz und ich fand es toll, dass durch sie auch Colin und Olive wieder so viel zu erleben waren. Gleichzeitig wird auch schon intensiv der nächste Band rund um Oscar und Elsa aufgebaut. Das hat richtig Lust auf mehr gemacht und weil die beiden Bänden auch so eng zusammenhängen, war es auch okay, dass noch nicht alle Handlungsbögen abgeschlossen wurden. Diese Bände fühlen sich wirklich mehr denn je wie ein Universum an.
Fazit: „Whoever“ hat bei mir ähnliche Gefühle wie „Anyone“ ausgelöst. Es fehlte mir am Ende mal ausgiebig Leichtigkeit, denn so lag durchgängig über allen Kapiteln (und es gab sehr viele!) ein dunkler Schatten. Das war für meine eigene Stimmung nicht immer so einfach. Da braucht man beim Lesen dann echt einen gewissen Panzer. Das gewählte Thema war wichtig, aber es war nicht das, was ich im Aufbau der Handlung erwartet hatte. Umgekehrt gab es aber auch Highlights wie der Pferdesport und dass es sich mehr denn je wie eine Familie anfühlt, aber es wird nicht mein Lieblingsband werden.