Cover-Bild Wir waren Artisten
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18,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Blanvalet
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: Generationenroman
  • Genre: keine Angabe / keine Angabe
  • Seitenzahl: 560
  • Ersterscheinung: 10.06.2026
  • ISBN: 9783764510046
Evelyn Scala Schreiber

Wir waren Artisten

Das Mädchen - Roman
Holger Wolandt (Übersetzer)

Eine junge Frau aus gutem Hause, ein gefeierter Zirkusartist und drei Tage, die alles verändern ...

Bertha Lindberg, eine junge Frau der feinen Stockholmer Gesellschaft, soll endlich standesgemäß heiraten. Doch während ihr Vater nach einem geeigneten Ehemann sucht, träumt sie von einer großen Bühnenkarriere. Als sie an einem Dezemberabend Baptiste begegnet, einem gefeierten Artisten aus Österreich, verliebt sie sich nicht nur in ihn, sondern auch in die schillernde Welt des Zirkus. Denn obwohl Bertha sich für eine moderne Frau hält, lernt sie hier eine Freiheit kennen, die ihre Vorstellung bei Weitem übersteigt. Nach nur drei Tagen muss sie eine Entscheidung treffen, die ihr Leben für immer verändert ...

Der Auftakt einer epischen Liebesgeschichte und der Weg zu Freiheit und Selbstbestimmung – inspiriert von der Familiengeschichte der Autorin!

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.06.2026

Zirkusliebe

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Stockholm 1877: Die junge Bertha Lindberg kommt aus einem gutbürgerlichen Zuhause. Als Schauspielerin erhält sie Gelegenheit auf eine Tournee zu gehen. Bereits auf ihrer ersten Station lernt sie den überragenden ...

Stockholm 1877: Die junge Bertha Lindberg kommt aus einem gutbürgerlichen Zuhause. Als Schauspielerin erhält sie Gelegenheit auf eine Tournee zu gehen. Bereits auf ihrer ersten Station lernt sie den überragenden Kunstreiter Baptiste Schreiber kennen. Beide verlieben sich schnell, sodass sich Bertha gegen die geltenden Konventionen für ein Leben im Zirkus entscheidet. Eine eigene Welt, in der sie aber lange nicht wirklich ankommen kann.

Evelyn Scala Schreiber taucht mit dem historischen Roman "Wir waren Artisten" in die eigene Familiengeschichte ein. Nicht ganz klar ist dabei, was Fiktion und was Wirklichkeit war. Bertha Lindberg ist jedenfalls eine starke Persönlichkeit, die als Private ( eine Frau von außerhalb der Zirkuswelt) lange Zeit dafür kämpfen muss, von den Schaustellern akzeptiert zu werden und letztendlich für das artistische Erbe ihrer Kinder kämpft. Sehr schön dargestellt werden die Faszination und die Begeisterung, die der Zirkus damals auslösen konnte. Man spürt den Glamour und Zauber, auf der anderen Seite aber auch die harte Arbeit und den Geldmangel, unter dem viele Artisten zu leiden haben. Insgesamt beleuchtet das Buch dabei knapp 23 Jahre mit vielen Höhen und Tiefen, mit Trauer und Freude, die man mit den Figuren miterlebt. Die Autorin hat einen angenehmen, bildlichen Schreibstil, sodass man die Zirkuswelt, aber auch das gutbürgerliche Leben von Berthas Schwester Julia, über das auch immer wieder Kapitel eingestreut sind, direkt vor Augen hat. Auch die gesellschaftliche Situation der Frauen ist Thema, beispielsweise als Julia sich einer Frauenbewegung anschließt. Die Liebesgeschichte zwischen Bertha und Baptiste spielt natürlich eine große Rolle, trotzdem ist das Buch keine reiner Liebesroman. Von mir gibt es eine Leseempfehlung für alle die historische Romane und außergewöhnliche Familiengeschichten mögen.

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Veröffentlicht am 16.06.2026

Zwischen Manege und Wirklichkeit – ein eindrucksvoller Zirkusroman

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Der Roman Wir waren Artisten von Evelyn Scala- Schreiber hat mich in eine Welt geführt, die gleichzeitig faszinierend und erschreckend real wirkt: das Leben im Zirkus.



Am Anfang brauchte ich etwas Zeit, ...

Der Roman Wir waren Artisten von Evelyn Scala- Schreiber hat mich in eine Welt geführt, die gleichzeitig faszinierend und erschreckend real wirkt: das Leben im Zirkus.



Am Anfang brauchte ich etwas Zeit, um in die Geschichte hineinzufinden. Doch je länger ich gelesen habe, desto mehr hat mich die Handlung beschäftigt. Besonders spannend fand ich, wie stark der Kontrast zwischen der romantischen Vorstellung vom Zirkus und der harten Realität dargestellt wird.



Im Mittelpunkt steht Berta, die viele Entscheidungen aus dem Gefühl heraus trifft und ihrem eigenen Weg folgt, auch wenn dieser oft mit Unsicherheit verbunden ist. Sie wirkte auf mich manchmal impulsiv und nicht immer vorausplanend, gleichzeitig aber auch sehr menschlich und echt. Ihre Entwicklung ist geprägt von Liebe, Verlusten und schwierigen Lebensumständen.



Auch die Nebenfiguren haben mir gut gefallen. Besonders Julia wirkt als Gegenpol sehr bodenständig und vernünftig, wodurch die Entscheidungen von Berta oft noch stärker hinterfragt werden. Baptiste hingegen ist loyal und liebevoll, aber teilweise auch naiv, was die Schwierigkeiten des Zirkuslebens betrifft.



Sehr beeindruckt hat mich die Darstellung des Zirkusalltags. Hinter der scheinbaren Glitzerwelt steckt viel Armut, harte Arbeit und Unsicherheit. Die Menschen leben ständig unterwegs, ohne wirkliches Sicherheitsnetz. Krankheit, Verletzungen oder finanzielle Probleme können das ganze Leben sofort verändern. Genau diese Realität macht die Geschichte so eindrücklich.



Das Buch zeigt außerdem sehr deutlich, dass der Zirkus eine eigene Welt mit eigenen Regeln ist. Viele Entscheidungen wirken von außen schwer nachvollziehbar, ergeben innerhalb dieser Lebensweise aber Sinn. Gerade das hat mich zum Nachdenken gebracht, besonders im Hinblick auf Familie, Verantwortung und persönliche Freiheit.



Der Schreibstil ist angenehm und gut lesbar. Die Autorin schafft es, die Atmosphäre der Zeit und des Lebens im Zirkus sehr lebendig darzustellen. Trotz vieler tragischer Ereignisse bleibt die Geschichte fesselnd und emotional bewegend.



Insgesamt hat mich Wir waren Artisten sehr berührt. Es ist kein idealisierter Zirkusroman, sondern eine ehrliche Darstellung eines harten Lebens zwischen Freiheit und Verlust. Nach anfänglichen Schwierigkeiten hat mich die Geschichte immer mehr gepackt.



Fazit: Ein intensiver, emotionaler Roman mit starken Figuren und einer besonderen Atmosphäre.

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Veröffentlicht am 15.06.2026

Historischer Roman in der Zirkuswelt

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„Wir waren Artisten: Das Mädchen“ von Evelyn Scala Schreiber ist der Auftakt zu einer historischen-Roman-Triologie, die von der eigenen Familiengeschichte der Autorin inspiriert wurde. Besonders diese ...

„Wir waren Artisten: Das Mädchen“ von Evelyn Scala Schreiber ist der Auftakt zu einer historischen-Roman-Triologie, die von der eigenen Familiengeschichte der Autorin inspiriert wurde. Besonders diese Tatsache fand ich sehr spannend (es gibt am Ende des Buches dazu tolle Schwarzweiß-Fotos ihrer Vorfahr*innen!).

Die Protagonistin Bertha Lindberg wächst in Schweden in den 1870er Jahre in einer wohlhabenden Familie auf. Ihr großer Traum ist es, als berühmte Schauspielerin auf einer großen Bühne zu stehen. Doch ihr konservativer und strenger Vatger möchte sie genauso wie schon ihre Schwester Julia verheiraten. Dank ihrer Mutter darf Bertha jedoch mit ihrer Schauspieltruppe auf Tournee gehen. Als sie eines Tages mit ihrer Freundin einen Zirkus besucht, ist es um sie geschehen: der charismatische Zirkusartist Baptiste zieht sie sofort in den Bann. Innerhalb weniger Tage verändert sich Berthas ganzes Leben, denn auch Baptiste verliebt sich Hals über Kopf in sie. Bertha entscheidet sich gegen ihre Schauspielkarriere und vor allem gegen ihre Familie: sie folgt Baptiste in ein für sie völlig unbekanntes Leben in der Welt der Artistinnen und Artisten ...

Evelyn Scala Schreibers Schreibstil ist frisch und lebendig, man war mitten im Geschehen dabei. Auch wenn ich nicht ganz glaubwürdig fand, wie (relativ) reibungslos sich die aus besseren Verhältnissen stammende Bertha in das harte Zirkusleben einfügte, fand ich sie als Protagonistin sehr sympathisch und stark.
Auch die historischen Ereignisse und die Einblicke ins Ziruksleben waren für mich sehr faszinierend und spannend; besonders die Frauenfiguren fand ich mit all ihren Schicksalen, den gesellschaftlichen Erwartungen, aber auch mit ihrer Stärke und Entschlossenheit sehr überzeugend.

Wie gesagt, der Roman ist der Auftakt zu einer Triologie, funktioniert jedoch auch als Einzelband. Man darf gespannt bleiben, was noch alles kommen wird.

Vielen Dank an den blanvalet Verlag und Lovelybooks.de für das Rezensionsexemplar! 📚💚

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Veröffentlicht am 14.06.2026

Facettenreiche Zirkus – Panorama

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Die Welt ist Zirkus, der Artisten, der gewagten Kostüme, der Clowns und der Tierdressur übt einen ganz eigenen Zauber aus. Bertha, Tochter aus gutem bürgerlichen Hause ist von der ersten Minute fasziniert. ...

Die Welt ist Zirkus, der Artisten, der gewagten Kostüme, der Clowns und der Tierdressur übt einen ganz eigenen Zauber aus. Bertha, Tochter aus gutem bürgerlichen Hause ist von der ersten Minute fasziniert. Von den Gerüchen, den Kleidern und vor allem von Baptiste. Sie entscheidet sich, ihr gewohntes Leben hinter sich zu lassen und mit ihm zu ziehen. Ob sie weiß, auf was sie sich einlässt? Ich glaube nicht. Das Leben als Fremde in dieser in sich geschlossenen Welt, als „Private“, wie Sie leicht abfällig von den anderen Mitgliedern des Zirkus genannt wird, ist hart. Doch die Liebe zu Baptiste lässt sie alle Widrigkeiten vergessen. Wir folgen Bertha und Baptiste durch die Manegen Europas. Von Skandinavien, über Paris und weitere illustre Orte. Wir erleben Aufstieg und Fall eines begnadeten Artisten. Das Schreibstil flüssig sehr bildhaft und lässt diese besondere Aura des Zirkus vor meinem geistigen Auge entstehen. Ich kann mich dennoch nicht so richtig in die Figuren hineinversetzen. Nichtsdestotrotz berührt mich das Schicksal der Familie Schreiber sehr. Nach einem Schicksalsschlag muss Bertha den Lebensunterhalt ihrer Familie selbst bestreiten. Mit viel Stärke und Kraft gelingt ihr das Unglaubliche. Neben Bertha und der Zirkuswelt erlaubt das Buch aber auch Einblicke in die Frauenbewegung Ende des 19. Jahrhundert in Schweden. Insbesondere die Schwester Julia berührt mich sehr. Sie erlebt mehrere Schicksalsschläge und ist doch immer für die Familie, insbesondere für ihre Schwester da. Ich folge der Familie Schreiber sehr gern und freue mich, wenn die Geschichte weiter erzählt wird. Auch wenn die Welt des Zirkus mir weiterhin etwas fremd und bei aller Faszination auch etwas abweisend erscheint.

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