Victor, einst Krankenpfleger, heute Suchender zwischen Moral und Macht, Körper und Geist, lebt in einer Welt aus Routinen, Beobachtungen und verdrängten Begierden. Was als sachliche Rückschau auf ein geordnetes Leben beginnt, wird zur schonungslosen Selbstanalyse eines Mannes, der hinter der Fassade von Fürsorge und Normalität eine zerstörerische Sehnsucht verbirgt. Zwischen Krankenhausfluren, Kaufhäusern und Hotelzimmern tastet sich Victor durch die Einsamkeit der Großstadt, immer auf der Suche nach einem Rest von Sinn, Nähe und Kontrolle. Hanno Rinke erzählt in seinem neuen Roman die Geschichte einer inneren Kälte, die in der Gesellschaft der 1990er Jahre entstanden ist – einer Zeit, in der Wohlstand und Orientierungslosigkeit nebeneinander existieren. Mit sezierender Genauigkeit verfolgt der Roman die langsame Verwandlung eines empfindsamen Menschen in einen, der nichts mehr fühlt – und damit alles zu verlieren beginnt. Ein stiller Psychothriller über Moral, Macht und das Verstummen der Empathie.
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In der Geschichte geht es um Victor. Er war Krankenpfleger und ist jetzt ein Suchender zwischen Moral und Macht, Körper und Geist. Victor lebt in einer Welt aus Routinen, Beobachtungen und verdrängten ...
In der Geschichte geht es um Victor. Er war Krankenpfleger und ist jetzt ein Suchender zwischen Moral und Macht, Körper und Geist. Victor lebt in einer Welt aus Routinen, Beobachtungen und verdrängten Begierden. Die Geschichte beginnt als sachliche Rückschau auf ein geordnetes Leben und wird zur Selbstanalyse eines Mannes, der hinter der Fassade von Fürsorge und Normalität eine zerstörerische Sehnsucht verbirgt. Victor tastet sich durch die Einsamkeit der Großstadt, immer auf der Suche nach einem Rest von Sinn, Nähe und Kontrolle.
Die Geschichte ist etwas verstörend, wird aber mit viel psychologischer Tiefe erzählt. Es sind ein paar hatte Szenen in der Geschichte, da würde ich eine Triggerwarnung dringend empfehlen. Ich kann zwar als depressive Person erstaunlich viel ertragen, was Geschichten betrifft, allerdings gehöre ich da sicher nicht zur Mehrheit und ich hatte diesmal selbst ein paar Schwierigkeiten es zu ertragen. Deshalb muss ich leider einen Stern abziehen. Aber ich vergebe sehr gerne 4 Sterne und empfehle allen, sich selbst ein Bild von der Geschichte zu machen und vorher zu überlegen, ob man es sich selbst zumuten kann, es zu lesen.
„Eisinsel: Was du siehst. Was du weißt. Was du fürchtest.“ ist ein fesselndes und zugleich verstörendes Buch des Autors Hanno Rinke.
Im Mittelpunkt der Ereignisse steht Victor. Victor ist Krankenpfleger ...
„Eisinsel: Was du siehst. Was du weißt. Was du fürchtest.“ ist ein fesselndes und zugleich verstörendes Buch des Autors Hanno Rinke.
Im Mittelpunkt der Ereignisse steht Victor. Victor ist Krankenpfleger und kümmert sich aufopferungsvoll um seine Patienten. Er ist gut, in dem was er tut und obwohl es ein wenig widersprüchlich erscheint, sind Menschen und zwischenmenschlich Beziehungen nicht sein Ding.
Der Zwiespalt und die Widersprüchlichkeiten in Victors Persönlichkeit haben mich fasziniert.
Zunächst fand ich Victor schwer zu greifen und konnte seine Handlungen nur schwer einordnen. Was dann geschieht, hat mich erschreckt und abgestoßen. Es gibt viele grausame Details, die wirklich nichts für schwache Nerven sind. Dennoch war ich gefesselt und musste weiterlesen,um zu erfahren worauf das Ganze hinausläuft.
Der erste Blick ins Inhaltsverzeichnis zeigt einen interessanten Aufbau des Romans:
Davor, Dabei, Danach. Innerhalb dieser Abschnitte bauen sich die Kapitel auf und wieder ab.
Entsprechend ist die Handlung angelegt, die Spannung baut sich auf, erreicht ihren Höhepunkt und flacht wieder ab. Dieses Konstrukt fand ich genial.
Auch der atmosphärische Schreibstil hat mir sehr gut gefallen - leicht zu lesen und verstehen und gleichzeitig hatte ich den Eindruck, dass ich aufpassen muss, damit ich nichts verpasse. Eine geniale Kombination, um achtsam und aufmerksam zu bleiben.
Lediglich das Ende war nicht so rund, wie ich es mir erhofft hatte.
Mich hat das Buch erschüttert und entsetzt und genau dadurch wurde ich am Lesen gehalten.
Ich habe das Buch sehr gerne gelesen, es ist interessant und tiefgründig, aber nicht wirklich einer Sparte zuzuordnen. Eigentlich ist die Zeitspanne in diesem Buch nur auf einen Tag im Leben des Victor ...
Ich habe das Buch sehr gerne gelesen, es ist interessant und tiefgründig, aber nicht wirklich einer Sparte zuzuordnen. Eigentlich ist die Zeitspanne in diesem Buch nur auf einen Tag im Leben des Victor bemessen und wird ergänzt durch Erinnerungen, die zum Teil in seiner Kindheit entspringen als auch Erinnerungen, die seiner beruflichen Tätigkeit als Krankenpfleger entspringen. Aus diesen verschiedenen Blickwinkeln setzt sich nach und nach ein Bild über Victor zusammen, welches mich immer wieder überrascht hat. Während er zu Beginn noch Mitleid hervorgerufen hat, entwickelt er sich im weiteren Verlauf zum Psychopathen. Das Buch ist zwar sehr tiefgreifend, aber locker und kurzweilig zu lesen, weil sich immer wieder aktuelle Situationen mit Erinnerungen abwechseln. Mir hat das Buch sehr gut gefallen!
Victor, einst Krankenpfleger, heute Suchender zwischen Moral und Macht, Körper und Geist, lebt in einer Welt aus Routinen, Beobachtungen und verdrängten Begierden. Was als sachliche ...
Klappentext / Inhalt:
Victor, einst Krankenpfleger, heute Suchender zwischen Moral und Macht, Körper und Geist, lebt in einer Welt aus Routinen, Beobachtungen und verdrängten Begierden. Was als sachliche Rückschau auf ein geordnetes Leben beginnt, wird zur schonungslosen Selbstanalyse eines Mannes, der hinter der Fassade von Fürsorge und Normalität eine zerstörerische Sehnsucht verbirgt. Zwischen Krankenhausfluren, Kaufhäusern und Hotelzimmern tastet sich Victor durch die Einsamkeit der Großstadt, immer auf der Suche nach einem Rest von Sinn, Nähe und Kontrolle. Hanno Rinke erzählt in seinem neuen Roman die Geschichte einer inneren Kälte, die in der Gesellschaft der 1990er Jahre entstanden ist – einer Zeit, in der Wohlstand und Orientierungslosigkeit nebeneinander existieren. Mit sezierender Genauigkeit verfolgt der Roman die langsame Verwandlung eines empfindsamen Menschen in einen, der nichts mehr fühlt – und damit alles zu verlieren beginnt. Ein stiller psychologischer Roman über Moral, Macht und das Verstummen der Empathie.
Cover:
Das Cover spielt mit der Optik und verzehrt ein wenig den Blick, was es interessant und überraschend macht. Die farbliche und optische Umsetzung finde ich interessant und gut gemacht.
Meinung:
Heftig und unerwartet, mit mehr Thrill als man rechnet. Denn als Roman würde ich die Entwicklungen und Taten von Victor hier nicht bezeichnen, denn mich hat es hier an der ein oder anderen Stelle ziemlich eiskalt erwischt. Emotional mitreißend , aber auch verstörend kommt man hier manchmal ziemlich an seine Grenzen.
Inhaltlich möchte ich hier jedoch nicht allzu viel verraten und halte mich hier mit weiteren Details und Informationen dazu zurück.
Anhand des Klappentextes hatte ich es hier ruhiger und weniger intensiv erwartet. Aber einiges geht hier schon sehr auch auf die Psyche, weswegen ich hier schon einige Triggerwarnungen für angemessen halten würde. Für zartbesaitete Leser/innen kann ich es eher nicht empfehlen. Psychisch labil und ein extrem heftiger Charakter machen hier das lesen nicht immer immer einfach, da man die Motive und Gedanken nicht immer nachvollziehen kann und möchte. Das Hineinkommen empfand ich auch als nicht wirklich leicht und auch wenn es hin und wieder einige philosophische Ansätze hat, so ist es doch recht schwierig von seinen Entwicklungen und Geschehnissen, die ich leider auch nicht immer ganz greifen konnte.
Die Idee und das Gesamtkonzept fand ich nicht schlecht und auch der Aufbau und das ineinander greifen der Abläufe war gut umgesetzt. Die einzelnen Abschnitte hatten eine gute Länge und auch die Anfänge waren gut erkennbar. Aufbau und Gliederung folgten einer guten Idee und wurden stimmig umgesetzt, aber im Gesamten konnte mich das Buch leider nicht ganz erreichen.
Einiges war sehr heftig und die Gedankengänge nicht immer nachvollziehbar. Es nimmt mehr und mehr an Gewalttätigkeit zu und nicht immer versteht man die Intention dahinter und worauf es hinaus läuft. Auch die Zuordnung der Zeiten ist nicht immer leicht und das offene Ende hinterlässt weitere Fragen. Leider war es für mich etwas unbefriedigend und nicht alles in sich stimmig. Ich hatte mir etwas mehr erwartet, daher leider nur 2,5 Sterne, die ich hier auf 3 Sterne aufrunde.
Fazit:
Heftig und unerwartet, mit mehr Thrill als man rechnet.
Der Autor Hanno Rinke beschreibt mit dem Titel "Eisinsel" einen Roman per HardCover, der einen eigenwilligen Stil an den Tag legt.
Beschrieben werden das Leben und die Gefühls-, gar Gedankenwelt von Viktor, ...
Der Autor Hanno Rinke beschreibt mit dem Titel "Eisinsel" einen Roman per HardCover, der einen eigenwilligen Stil an den Tag legt.
Beschrieben werden das Leben und die Gefühls-, gar Gedankenwelt von Viktor, einem vielschichtigen jungen Mann, der in dem Beruf eines Krankenpflegers arbeitet.
Die einzelnen Kapitel sind zwar sehr übersichtlich geordnet, aber leider sind deren Inhalte so geschildert, dass man Zeiten nicht gleich zuordnen kann, denn Viktor selbst soll der Leser nicht zuordnen können, da er sich selbst u.a. als Charles Mason bzw. Martin Luther King beschreibt.
Die Reise nach Kenia und das noch offene Ende hinterlassen viele Fragen, so dass mich das Buch nicht wirklich überzeuge konnte.