Witzige Regency
„How to Lose a Lord in 10 Days“ von Sophie Irwin ist eine unglaublich witzige Regency Romance, in der die Heldin ihren begehrten Verlobten schnell loswerden will.
Miss Lydia Hanworth ist eine reiche Erbin, ...
„How to Lose a Lord in 10 Days“ von Sophie Irwin ist eine unglaublich witzige Regency Romance, in der die Heldin ihren begehrten Verlobten schnell loswerden will.
Miss Lydia Hanworth ist eine reiche Erbin, aber eben eine Kaufmannstochter. Daher kann sie überhaupt nicht fassen, wieso ihr ausgerechnet der begehrteste Junggeselle des Londoner tons ihr einen Heiratsantrag macht. Als angehender Duke ist Lord Ashford das angesehenste Heiratsmaterial und unbestreitbar gutaussehend, aber Lydia hat einen ungefilterten Blick auf sein arrogantes Wesen werfen können und so will sie schnellstmöglich heraus aus dieser unsäglichen Verbindung, zu der sie von ihrer Familie gezwungen wurde. Da der Duke die Verlobung noch zehn Tage geheim halten will und bis dahin eine Hausgesellschaft bei seiner Cousine stattfindet, ist dies die Chance für Lydia, einen möglichst grauenvollen Eindruck zu machen, damit Ashford die Verbindung löst.
Normalerweise werden künftige Dukes von jungen Damen mit allen Mitteln angelockt, aber in Sophie Irwins witziger Regency Romance läuft es genau andersherum. Es ist zum Schreien komisch, wie Lydia die skurrilsten Methoden ersinnt, um sich selbst und den Duke zu blamieren, damit er endlich von seinen Heiratsabsichten ablässt. Dabei eskaliert die Situation immer stärker und bald herrscht bei der ländlichen Hausgesellschaft ein wahrer Krieg.
Ich kenne den humorvollen und lockeren Schreibstil von Sophie Irwin schon aus ihren anderen Büchern und auch diesmal läuft sie zu wahrer Hochform auf. Lydia und Ashford haben eine großartige und sehr unterhaltsame Dynamik, vor allem, wenn sie den jeweils anderen übertrumpfen wollen. Beide haben aber durchaus ernste Gründe für ihren leicht eskalierten Kleinkrieg und so spricht die Autorin auch damalige gesellschaftliche Probleme an. Zusätzlich gibt es einen kleinen Kriminalfall, der sich gekonnt in die eigentliche Handlung über die Verlobung wider Willen einfügt.
Ich habe selten bei einer Regency Romance so viel gelacht und hätte gern mehr davon.
Mein Fazit:
Klare Leseempfehlung!