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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.11.2019

Eine nette Idee

Bedroht von höllischen Kräften (Die Engel-Reihe 2)
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Wenn Engel sich in Menschen verlieben, werden sie bestraft. So kämpft Yashiel hart gegen seine Gefühle an, was Polly ziemlich verletzt. Aber auch die andere Seite ist nicht wirklich vorteilhafter. Poliana ...

Wenn Engel sich in Menschen verlieben, werden sie bestraft. So kämpft Yashiel hart gegen seine Gefühle an, was Polly ziemlich verletzt. Aber auch die andere Seite ist nicht wirklich vorteilhafter. Poliana würde nie von ihrem Engel verlangen sein unsterbliches Leben für sie zu opfern. Und dann ist da noch das Problem mit dem Nephilim und Luzifer. Wer ist es denn nun und wie können sie die Welt vor der Apokalypse retten?

Im ersten Teil konnte ich noch schwärmen und war glücklich mit der Handlung, dem Humor und dem Verlauf der Geschichte. In Band zwei fällt mir das schon ein ganzes Stück schwerer. Vor allem ist es auch schwierig das zu erklären ohne zu spoilern, aber ich gebe mir Mühe.

Allgemein gesagt, finde ich die emotionale Schiene im Buch dieses Mal zu übertrieben und auch irgendwie etwas seltsam. Für einen Engel handelt mir Yashiel manchmal nicht so recht authentisch und das Hin und Her der beiden Protagonisten ging mir ab und zu etwas an die Nerven. Sie können sich nicht entscheiden und das wechselt von Kapitel zu Kapitel. Ich fand das zu anstrengend und bemüht.

Leider muss ich zum ersten Mal bei einem Buch von Jennifer Wolf auch sagen: Mir hat der Verlauf auch einfach nicht so gefallen. Ich fand die Ereignisse und darauf hin getätigten Entscheidungen seltsam und nicht so nachvollziehbar. Ich tat mich schwer, das auch so zu glauben, wie es passiert ist und das war schade. Ich möchte, wie gesagt, nicht zu viel verraten, aber wie man so schön sagt: Einem kann ja auch nicht alles gefallen.

Aufgrund der trotzdem vorhandenen, tollen Schreibweise der Autorin habe ich den zweiten Band der “Engel-Reihe” schnell gelesen. Die humorvollen Momente und auch so manche gefühlvolle Situation haben es mir leichter gemacht. Ich mag Polly total und ihre Art, wie sie mit den ständigen Schockmomenten umgeht.

Aber so richtig warm wurde ich mit dem zweiten Band leider nicht, da mich gerade auch das letzte Viertel, das große Finale sozusagen, ziemlich stutzen lassen hat.

Veröffentlicht am 20.11.2019

Zauberhaftes Jugenbuch !

10 Blind Dates für die große Liebe
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Als Sophie auf einer Party ein Gespräch von ihrem Freund belauscht fällt sie aus allen Wolken. Er will gar nicht mehr mit ihr zusammen sein. Hals über Kopf flüchtet sie zu ihrer Nonna und die hat genau ...

Als Sophie auf einer Party ein Gespräch von ihrem Freund belauscht fällt sie aus allen Wolken. Er will gar nicht mehr mit ihr zusammen sein. Hals über Kopf flüchtet sie zu ihrer Nonna und die hat genau das richtige Rezept gegen Liebeskummer. 10 Blind Dates geplant von der eigenen Familie in den nächsten 10 Tagen ihrer Ferien. Das kann ja was werden… Aber Sophie muss sich nicht nur peinlichen, witzigen und auch attraktiven Begegnungen stellen, neben Griffin – der sie plötzlich zurück will – sind da auch noch Olivia, Charlie und Wes – ihre ehemals besten Kindheitsfreunde. Auch hier herrscht Klärungsbedarf und Ashley Elstor zeigt, was es bedeuten kann, sich selbst ein bisschen zu verlieren und dann doch vielleicht noch wieder zu finden.

Am Anfang wollte ich die Protagonistin gern ein bisschen schütteln. Die Familie war zu anstrengend, die Freunde irgendwie seltsam und zu abweisend und ihr “Exfreund” eigentlich doch immer so perfekt – laut ihrer Meinung. Aber – und ich denke wir waren alle schon mal in einer ähnliches Situation – erst mit Abstand zu gewissen Situationen klärt sich das eigene Denken und man merkt erst, was Realität und was Traum war. So ging es auch ihr und plötzlich erkennt sie, wie die letzten Jahre wirklich gelaufen sind.

Ich liebe die Idee von Nonna und ist sie auch noch so verrückt. Sie schafft es Sophia wieder ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Ich liebe dieses Buch für die intensiven Familienbande, für die Akzeptanz jeden so sein zu lassen, wie er nun mal ist und trotzdem so fest zusammen zu halten, dass man sich einfach heimelig fühlen muss. Außerdem finde ich es klasse, wie mutig und offen sich die Protagonistin dann doch auf die Idee einlässt und wie sie dabei reift, sich entwickelt und klare Erkenntnisse zieht.


Auch das Verhältnis zu den anderen Charakteren klärt sich und wir Leser bemerken was wirklich zählt, wer es gut mit Sophie meint und wo Missverständnisse aus dem Weg geräumt werden müssen.

Dazu kommt die dramatische Lage mit ihrer Schwester Margot und ihrem Baby – da hab ich schon ziemlich schlucken müssen. Aber auch dieser kleine Nebenstrang zeigt die festen Familienbande. Ich war sehr gerührt.

Das Buch ist grundsätzlich eine wirklich witzige, süsse Geschichte, aber zusätzlich mit einem Hauch Tiefgründigkeit, einer Portion Selbstfindung und der großen Message, wie schön Familiensinn sein kann. Ich konnte mich gut amüsieren und habe nebenbei mein Herz an die kleine, aber feine Liebesgeschichte verloren…. aber lest selbst.

Ein Buchtipp für leichte, witzige Lesestunden mit einem Jugendbuch.

Veröffentlicht am 20.11.2019

Ich fand es klasse

The Chase – Gegensätze ziehen sich an
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Endlich gibt es neue Bücher von Elle Kennedy und endlich lernen wir auch die Eishockeyspieler der Briar University kennen. Ich bin großer Fan der “Off-Campus-Reihe” und habe mich schon auf die Geschichte ...

Endlich gibt es neue Bücher von Elle Kennedy und endlich lernen wir auch die Eishockeyspieler der Briar University kennen. Ich bin großer Fan der “Off-Campus-Reihe” und habe mich schon auf die Geschichte von Fitzi gefreut.

Colin Fitzgerald, oder auch liebevoll Fitzi genannt, ist wie eine Wundertüte voller Überraschungen. Äußerlich ein äußerst attraktiver, muskulöser Sportler, innerlich ein künstlerisch begabter Nerd. Bei ihm weiß man einfach nicht, was man kriegt. Er ist ein vorsichtiger, eher zurückhaltender Mensch, denn im Mittelpunkt stehen ist gar nicht sein Ding, und doch hat auch er – ganz getreu dem Motto “Stille Wasser sind tief” – seine kleinen Geheimnisse. Fitzi’s Persönlichkeit ist einfach warmherzig, auch wenn er durch seine Ängste eine lange Zeit braucht, um sich so zu verhalten, wie es eigentlich zu ihm passen würde. Doch auf den Trichter muss er erstmal kommen und fast verliert er das Mädchen, was ihn zur Weißglut treibt.

Summer Di Laurentis, schon ein wenig bekannt aus der ersten Reihe, ist die Schwester von Dean und ein enormes Energiebündel. Überall, wo sie auftaucht, hinterlässt sie Chaos – ob gewollt oder nicht. Ihre Aura ist so ausdrucksstark und sonnig, das man nicht anders kann, als ihre Aufmerksamkeit zu schenken. Aber Summer hat es auch eben dadurch verdammt schwer. Sie wirkt auf viele oberflächlich und eben nur wie ein reiches, dummes Blondchen. Dazu kommt auch noch ihre Lernschwäche und schon wird sie von vielen abgestempelt als Partygirl, dass nur Daddy anrufen muss, um zum Beispiel auf der Schule besser da zu stehen. Zu beweisen, das sie das eben nicht ist, wird für Summer ein harter Kampf. Ich bewundere sie sehr, weil es so verletzende Rückschläge gibt, ihr Selbstbewusstsein schon am Boden ist und sie trotzdem noch weiter macht.

Was sich zwischen dem Nerd und der Schönheit da entwickelt, ist schwer zu erklären und braucht seine Zeit, aber allein durch die witzigen und knisternden Begegnungen, durch die lockere und leidenschaftliche Schreibweise der Autorin, und die verrückt – lustige Handlung, bin ich nur so über die Seiten geflogen.

Nebenbei die anderen Charaktere, bei denen man mal wieder ein klein wenig hinter die Fassade gucken darf, und Summer´s neue beste Freundin, die mit ihrer verrückt trockenen Art noch eine Menge Humor mit in die Geschichte dazu bringt. Ich war begeistert!

Es gibt eine Achterbahnfahrt der Gefühle und ich war mittendrin.
Ein tolles Buch und ich freue mich sehr auf den nächsten Band!

Veröffentlicht am 13.11.2019

Wo ist der Glanz der 20er geblieben?

Ein Himmel aus Gold
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Das Cover verspricht so viel. Es ist wunderschön und glamourös, strahlend und ein richtiger Hingucker. Man möchte in diese Welt eintauchen und mit erleben, wie besonders die Zeit war.
Doch leider war ...

Das Cover verspricht so viel. Es ist wunderschön und glamourös, strahlend und ein richtiger Hingucker. Man möchte in diese Welt eintauchen und mit erleben, wie besonders die Zeit war.
Doch leider war das eher schwierig.

Louise ist ein 17 Jähriges Mädchen, das Angst vor einer möglichen, langweiligen Zukunft hat. Gerade ändert sich alles, weil ihre größte Bezugsperson – ihre Schwester Alice – heiratet, und sie plötzlich feststellen muss, dass sie mehr als Schatten fungiert hat, als selbst eine treibende Kraft in ihrem Leben zu sein. Wer ist Lou eigentlich und was möchte sie? Ihre sympathische Art und ihre Abenteuerlust machten es mir leicht die Geschichte zu verfolgen.

Als sie auf das Geschwisterpaar Cardew trifft, welches das große geheimnisvolle Anwesen nahe ihres Dorfes zu neuem Leben erwecken, erstrahlt Lou’s Leben plötzlich in Glamour und Luxus, schönen Menschen, Partys und zauberhaften Kleidern. Doch wie so oft, trügt der Schein nicht nur die Protagonistin und hinter der Fassade verbirgt sich mehr als anfangs gedacht.

Der Schreibstil ist eigentlich wunderschön leicht und manchmal sogar poetisch angehaucht. Die Seiten flogen dahin und die passenden Zitate aus “Der Große Gatsby” waren toll eingeflochten, aber es fehlte etwas wichtiges.
Emotionen.
Ich hatte zwar schon das Gefühl Lou würde mitfiebern und sich für das aufregende Leben bei den Cardews begeistern, aber ich konnte es nicht nach empfinden. Es hat mich nicht wirklich im Herzen berührt und das machte es schwer die Geschichte fertig zu lesen.

Auch die Tragik um das echte Leben der Geschwister ging mir nicht wirklich nahe. Caitlin scheint ein ernsthaftes Problem zu haben und Robert möchte sie wohl am liebsten vor allem beschützen. Er wirkt immer sehr grummelig, auch wenn er seine sympathischen Momente hat und sich hinter seinen schönen Augen mehr verbirgt, als man denkt.

Im Großen und Ganzen ist es eine nette Idee, aber überzeugt hat sie mich eben wegen der fehlenden Gefühle nun nicht so. Das Feeling der Zwanziger ging etwas verloren, wenn auch der Schreibstil an und für sich gelungen ist.

Veröffentlicht am 13.11.2019

Ein wichtiges Thema

Sieh mich an
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Ava liebt Musik und den Unterricht von Zuhause aus. Seit dem großen Brand vor einem Jahr, bei dem sie ihre Eltern und ihre Cousine verloren hat, ist nichts mehr wie es einmal war. Furchtbare Narben entstellen ...

Ava liebt Musik und den Unterricht von Zuhause aus. Seit dem großen Brand vor einem Jahr, bei dem sie ihre Eltern und ihre Cousine verloren hat, ist nichts mehr wie es einmal war. Furchtbare Narben entstellen ihren ganzen Körper, aber nicht nur dies. Ihr fehlen Körperteile, Haare und auch ihre neu angewachsene Haut muss immer noch unter der Kompressionswäsche versteckt bleiben, um die Haut zu schützen. Als ihr Arzt Ava’s Tante grünes Licht für eine “normale Schule” gibt, bricht bei Ava Panik aus. Äußerlich ist sie tough und besitzt ein schlagfertiges Mundwerk. Aber innerlich geht ihr ganz schön die Muffe. Verständlich bei den heutigen Reaktionen.

Leider soll sie damit recht behalten.

Jeder von uns weiß, wie Schüler im Teenageralter sein können. Selbst Erwachsene schaffen es nicht immer, ihr Auftreten respektvoll gegenüber Menschen mit sichtbaren Verletzungen oder gar Behinderungen zu gestalten. Ava muss wahnsinnig stark sein. Ihr schlägt leider genau das entgegen, was sie schon befürchtet hat.

Ekel. Ignoranz. Schockierende Aufkeuchen…. und sogar aggressive Bewertungen ihres eigenen Wertes als menschliches Wesen.

Dieses Buch ist wichtig um aufzuzeigen, wie die Gesellschaft mit gezeichneten Menschen umgeht. Es bringt uns aber auch näher, dass es nur eine Handvoll stärkende Personen geben muss, um Ava’s Selbstvertrauen wieder hoch zu puschen und ihr ein wenig mehr Lebenslust zu vermitteln. Ihre Freundin Piper zum Beispiel, die auch von einem Unfall noch einige Dinge mit sich rum schleppt, geht rotzfrech mit ihrem Schicksal um, bringt Ava dazu, mehr sie selbst zu sein, sich nicht zu verstecken.
Das war authentisch und sehr positiv.

Aber natürlich gibt es auch die üblichen Klischees: Die böse Schulprinzessin, die den Mädchen das Leben schwer macht, in den Jungen verliebt sein, der aber in die beste Freundin verliebt ist und noch einige andere. Wobei mich das weniger störte.

Auch der Schreibstil von Erin Stewart ist recht angenehm und flüssig. Ihr schwarzer Humor, den sie der Protagonistin verpasst hat, trägt eine gewisse Leichtigkeit in das Thema, was es uns Lesern einfacher macht, in die Geschichte einzutauchen.

Doch trotzdem ist das Buch für mich nicht rundum perfekt. Ich wurde mit den Charakteren nicht richtig warm, fühlte mich oft eher nur als Betrachter des Ganzen, als mitfühlen zu können und auch so manche Handlung konnte ich nicht so nachvollziehen. ich tat mich schwer mit der Handlung und denke, die Geschichte ist einfach nichts für jedermann.