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Veröffentlicht am 18.12.2019

Sehr spannend - ich freu mich auf mehr

Seven Sins 1: Hochmütiges Herz
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Auch ein zweites Mal habe ich mich von Lana Rotaru in die aufregende Geschichte der “Seven Sins” entführen lassen, denn die Wiederauflage von “Exordium” lässt es immer noch krachen. Eure Lachmuskeln werden ...

Auch ein zweites Mal habe ich mich von Lana Rotaru in die aufregende Geschichte der “Seven Sins” entführen lassen, denn die Wiederauflage von “Exordium” lässt es immer noch krachen. Eure Lachmuskeln werden trainiert, düstere spannende Stimmung heraufbeschwört und eure Nerven geraten an den Rand des Wahnsinns…

Avery ist ein liebes, schlagfertiges Mädchen, kurz vor ihrem 18. Geburtstag. Eigentlich besitzt sie alles was man sich nur vorstellen kann um glücklich zu sein. Bis zu diesem einen Tag, an einem ganz normalen Ort…. und plötzlich verändert sich ihr ganzes Weltbild.
Es ereignen sich in Avery’s Nähe gruselige Dinge. Als ihr auch noch ihr eigener Tod prophezeit wird, ist sie sich sicher verrückt zu werden. Auch die witzigen und erfrischend charmanten Gespräche mit ihrem besten Freund Adam helfen ihr da nicht immer, sich zu beruhigen. Was passiert nur mit ihr? Könnt ihr das Geheimnis lüften?

Die Idee dieser Geschichte ist so geil, ihr werdet euch schwer tun drauf zu kommen, was passiert! Lana Rotaru hat schon damals ein Schätzchen erschaffen und lacht sich im Hintergrund sicherlich immer noch ins Fäustchen, weil wir so lange rätseln. Sie lässt uns, nach einigen plötzlich lichten Momenten, geschockt und überrascht zurück, den Kopf nur noch voll mit einem einzigen Gedanken:
Nicht im Ernst! Das darf jetzt noch nicht zu Ende sein ?!?!?!
Hinzu kommt, dass ich absoluter Fan der männlichen Verstärkung bin und mich nicht so schnell wieder lösen wollte!!!


Ich habe schon einige Bücher der außergewöhnlich fesselnden Autorin gelesen und auch dieses. Trotzdem oder vor allem mit der Hoffnung nun endlich nach langer Wartezeit zu erfahren, wie es dann weiter geht, hab ich das Buch, das nun bei Impress ein Zuhause gefunden hat, nochmal durch gesuchtet und meine Meinung ist und bleibt die Gleiche!

Es ist genial und so leicht geschrieben. Ich hatte es schnell durch und freue mich sehr auf die nächsten Bände. Die Charaktere sind wohl durchdacht und jeder auf seine Art was ganz Besonderes. Ob Haupt- oder Nebencharakter, man findet mehrere Persönlichkeiten die man wunderbar ins Herz schließen kann.

Zuviel verraten möchte ich hier jedoch nicht, allerdings kann ich es kaum erwarten weiter zu lesen, denn das Ende ist an einer echt spannenden Stelle gewählt und das verursacht Gänsehaut.

  • Cover
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  • Handlung
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Veröffentlicht am 18.12.2019

Überraschend anders und toll

Die Lichtbringerin 1
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Eigentlich wollte Lucia nach dem Desaster mit Simon auf der Party nur heim. Doch ein Unfall, warmes Licht, fremde und doch bekannte Stimmen und nicht zuletzt ein Blackout von über 24 Stunden gestalten ...

Eigentlich wollte Lucia nach dem Desaster mit Simon auf der Party nur heim. Doch ein Unfall, warmes Licht, fremde und doch bekannte Stimmen und nicht zuletzt ein Blackout von über 24 Stunden gestalten die Situation etwas schwieriger. Lucia weiß nicht, wo ihr der Kopf steht und als Rakesh ihr noch davon erzählt, dass sie “erweckt” wurde und jetzt eine Lichtbringerin sein soll, ist das Chaos perfekt.
Sie ist sich sicher: Einer religiösen Sekte möchte sie auf keinen Fall beitreten….
zumindest bis ihr der erste Seelenteil über den Weg schwebt….

Auf das neue Buch von Johanna Danninger war ich total gespannt, da ich ihre erste Reihe “Secret Elements” sehr mochte. Ihren typischen leicht und lockeren Schreibstil hat sie sich behalten und auch die witzigen Dialoge kommen gut zur Geltung. Ich musste oft schmunzeln und konnte mir ein Lachen bei den Glückskekssprüchen von Rakesh nicht verkneifen. Es war lustig und ein bisschen irre zugleich.

Die Handlung ist allerdings nichts für jedermann und ich habe auch ehrlich nicht damit gerechnet in eine Welt voller Spiritualität, Chakren und Energielehre einzutauchen. Ich denke, wenn man sich auf die Denkweise, das alles aus Energie besteht, einlassen kann, ist “Die Lichtbringerin” eine wunderschöne Geschichte voller überraschender Erkenntnisse fürs Leben. Die Menschen sind bereit umzudenken und das neue Buch von Johanna Danninger zählt genau auf dieses Umdenken ab. Manche leben gesünder, andere suchen nach ihrem eigenen Licht im Dunkel und ich fand es echt genial. Für mich erschien vieles auch sehr gut recherchiert. Ich bin zwar kein Fachmann, finde die Gedankengänge aber logisch und nachvollziehbar. Die Gespräche und das, was Lucia lernt, ist authentisch. Mich hat es sehr überzeugt.

Dazu kommt aber auch noch der heftig aufgebaute Spannungsbogen der Geschichte. Es geht ja schon gleich zu Beginn rasant mit dem Unfall los und die Begegnungen, welche die junge Frau gleich mit übersinnlichen Wesen hat, haben meine Nerven flattern lassen. Ich möchte hier nicht zu viel verraten und ich bin ja kein großer Thriller – Leser, aber hier hab ich mich ab und zu schon erschrocken, weil die Wesen doch etwas unheimlich gezeichnet sind.

Die Entwicklung von Lucia finde ich angemessen. Aufgrund ihres plötzlichen Wandels hat sie nämlich ganz schöne Probleme damit, das alles zu glauben und das ist mal erfrischend anders, im Gegensatz zu den Protagonisten, die gleich top dabei sind und die Welt retten. Was mir persönlich auch sehr gut gefällt ist, dass man zwar eine Sympathie gegenüber einem männlichen Loveinterest erspüren kann, sich aber in Liebesdingen hier mal überhaupt nix tut. Das ist echt toll, weil die Autorin sich total auf die Protagonistin und ihren Einstieg in die Lichtwelt konzentriert. Allerdings ist es etwas verwirrend, da schon der erste Band mit “Magisch-romantische Urban Fantasy zum Niederknien!” angepriesen wird und das ist definitiv nicht der Fall. Wie gesagt, mich stört es weniger, ich hoffe da auf Band 2 und 3, aber man sollte den ersten Band vielleicht anders bewerben. Wer also mega romantische Situationen erwartet, ist hier wahrscheinlich ziemlich enttäuscht.

Das Ende finde ich richtig nervenraubend und gut gemacht aber vor allem emotional konnte mich die Autorin hier noch super abholen. Es kommen gerade im letzten Drittel ein paar Dinge, auch was die Vergangenheit von Lucia angeht, ans Licht und das hat dem Ganzen eine gewisse Dramatik verliehen. Ich fühlte mich mit der jungen Frau verbunden und habe mich rein versetzen können. Ich freue mich auf den nächsten Band!

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Veröffentlicht am 13.12.2019

Überraschend tiefgründig

Unglaublich wild und wunderbar
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Der Klappentext von “Unglaublich wild und wunderbar” brachte mich anfangs zum erwägen. Eigentlich klingt er süss, aber so simpel. Ich bin sehr froh, dem Buch eine Chance gegeben zu haben, denn schon auf ...

Der Klappentext von “Unglaublich wild und wunderbar” brachte mich anfangs zum erwägen. Eigentlich klingt er süss, aber so simpel. Ich bin sehr froh, dem Buch eine Chance gegeben zu haben, denn schon auf den ersten sieben Seiten musste ich feststellen viel mehr zu bekommen, als ich erwartet habe.

Da das Schicksal von Annie schon so früh offenbart wird, nehmt ihr es mir hoffentlich nicht übel, das hier zu schreiben. Die 16 Jährige fährt nämlich zum ersten Mal alleine Zug und natürlich wundert man sich darüber – bis man in der letzten Zeile von ihrem Rollstuhl liest und der damit verbundenen Kinderlähmung. Doch wer jetzt denkt, oh das arme Mädchen, dem sei vorher schon mal gesagt: Annie ist eine Klasse für sich und arm dran ist sie bei Weitem nicht, auch wenn ihr Handicap natürlich nicht der leichten Sorte angehört.

Ich bewundere sie sehr. Annie will nicht mehr von vorne bis hinten bemuttert werden. Sie will auf eigenen Beinen stehen, allein zum nahe gelegenen College fahren und vor allem ihre Alltäglichkeiten auch selbst erledigen. Eins will Annie auf keinen Fall, und das ist einen Freund. Sie denkt, dass sie dann nicht mehr sie selbst ist und das macht sie auch jedem Jungen klar, der sich vielleicht mehr für sie interessieren könnte. Das ihr das am Schluss aber noch zum Verhängnis wird, könnt ihr euch sicher denken.

Armer Fab. Der Kerl ist sowas von verrückt und doch so liebenswürdig und offen dabei, dass man ihn nur ins Herz schließen kann. Von Grund auf freundlich und direkt, mit stets positiver, hilfsbereiter Ausstrahlung hüpft der gebürtige Pole von Fettnäpfchen zu Sprachfettnäpfchen und ich hab mich echt amüsiert. Er hat es so schwer Annie zu umwerben und doch besitzt er diese einnehmende Ausstrahlung, die ihn in jedes Herz bringt. Er macht nicht mal was dafür. Im Gegenteil, manchmal hat man das Gefühl Fab hat keine Ahnung, was seine Art überhaupt bewirkt. Es ist so zauberhaft.

Am Ende müsst ihr natürlich selbst lesen, was mit den Zweien und auch den neuen Freunden des behinderten Mädchens so passiert. Dank ihrer Schlagfertigkeit zieht sie nämlich ständig neue Menschen quasi magisch an und ich habe so großen Respekt vor ihrem Selbstbewusstsein. Aber es gibt eben auch die andere Seite. Die, welche zeigt, wie schwer es ist, so ein lebensbejahendes Wesen den ganzen Tag über aufrecht zu erhalten. Die Seite, welche Annie Kraft raubt und bei der sie sich keine Schwäche zu gesteht. Sie kämpft, sie lebt und strahlt, aber das ist eben nicht die komplette Person. Und das auch so eine kleine, starke Person noch ihre Erfahrungen zu machen hat, Umstände anders beurteilen muss und nicht jede festgefahrene Meinung auch wirklich so ist, wie sie vorher scheint, das muss Annie noch lernen und ich habe sie gern dabei begleitet.

Ihre Mutter ist übrigens auch eine meiner Lieblingspersonen im Buch. Wer so cool ist, der hat es als Elternteil wirklich drauf! Das muss gesagt werden.

Lasst auf euch eine süsse, etwas durchgeknallte Liebesgeschichte, die eigentlich bis zum Ende des Buches gar keine Richtige ist, ein, und tankt ein bisschen von dem Wesen der besonderen Annie. Ich kann es euch empfehlen und hab das Buch an einem Abend zu Ende gelesen und mich köstlich amüsiert.

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Veröffentlicht am 10.12.2019

Buchtipp!!! Ich brauch mehr!

Cassardim 1: Jenseits der Goldenen Brücke
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Warum lebt Maia viel länger, als andere Menschen und sieht dabei immer noch aus wie eine Sechzehnjährige? Was kann sie mit der “Macht der Worte” alles anstellen und warum hat sie diese Fähigkeit überhaupt? ...

Warum lebt Maia viel länger, als andere Menschen und sieht dabei immer noch aus wie eine Sechzehnjährige? Was kann sie mit der “Macht der Worte” alles anstellen und warum hat sie diese Fähigkeit überhaupt? Fragen über Fragen, doch Antworten bekommt sie von ihren Eltern nicht. An die ständigen Umzüge hat sich Amaia schon gewöhnt, doch über die lange Zeit, die sie nun schon lebt, nagt die Ungewissheit mit jedem Tag mehr an ihr. Die Chance mehr zu erfahren, bietet sich, als plötzlich ein Gefangener in den Keller gebracht wird, doch das er ihr Schicksal massiv verändern wird, denkt zu dem Zeitpunkt noch niemand.

Amaia ist einfach toll. Intelligent, scharfsinnig und empathisch strebt sie nach der Wahrheit. Bei ihrem starken Willen kann man sie nicht so leicht hinters Licht führen und ich bewundere sie sehr. Die Hölle bricht über der jungen Frau herein und mögen die Ereignisse sich noch so überschlagen, Amaia bewahrt einen recht kühlen Kopf und zeigt dabei das Selbstbewusstsein einer Königin. Am wichtigsten sind ihr ihre Geschwister und da hat es mir Moe ja total angetan. Der kleine Junge ist soooo herzerweichend niedlich. Maia würde sich alles für die fünf tun und genau das wird ihr auch ein Stück weit zum Verhängnis.

Nur der seltsam handelnde Noár kann sie zeitweise aus dem Konzept bringen und meine Güte… dieser Kerl würde jede Frau zum Wanken bringen. Seine Stimmungen wechseln schneller als das Wetter und er ist wie eine bunte, verrückte Überraschungskiste voller genialem Inhalt – samt Grausamkeit und purer Verzweiflung. Denn Noár hat eine düstere, dunkle Hülle und als Amaia das raus bekommt…. Nunja.
Er ist ein Kämpfer, ein Charmeur und ein Macho, aber tief in seinem Inneren versteckt sich ein so besonderer Kern, das mein Herz geschmolzen ist, als ich ihn endlich entdecken durfte. Und trotzdem…. Ich wollte ihn hauen und küssen zugleich und fürchte, Amaia ging es nicht anders.

Die Handlung über Cassardim, die Machtansprüche, die Aufgaben der Cassarden und dazwischen die aufkeimende, bis zum Ende unsichere Liebesgeschichte haben mich in den Bann gezogen. Ich bin überwältigt und absolut hingerissen. Die Spannung wurde von Kapitel zu Kapitel mehr und es fiel mir wahnsinnig schwer mich vom Buch zu lösen. Ich hätte es am liebsten in einem Zug aufgesaugt.

Julia Dippel versteht es hammergeniale, spannende Bücher voller Abenteuer, Gefühl und fantastischer Welten zu kreieren. Es ist eine Mischung aus klug durchdachter Verwirrungsstrategie und leichter Jugendstory mit frechen, schlagfertigen Dialogen, einem Hauch Dramatik und einer großen Portion Emotionalität.
Die Autorin hat mir eine Story zum Schwärmen und Fürchten erschaffen. Eine Geschichte zum fangirlen, wegen den besonderen Haupt- wie Nebencharakteren. Aber vor allem hat sie ein Werk zum Leben erweckt, dass ich von der Idee her so noch nie gelesen habe und es ist eins meiner absoluten Highlights geworden.

Ich muss mehr haben!

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Veröffentlicht am 06.12.2019

Ein typisches Kemmerer Buch

Das Schicksal weiß schon, was es tut
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Meagan wie auch Rob, die Protagonisten des neuen Buches von Brigid Kemmerer, haben wirklich blöde Dinge erlebt. Einer hat Mist gemacht und der andere wird für etwas vorverurteilt, obwohl er an nichts Schuld ...

Meagan wie auch Rob, die Protagonisten des neuen Buches von Brigid Kemmerer, haben wirklich blöde Dinge erlebt. Einer hat Mist gemacht und der andere wird für etwas vorverurteilt, obwohl er an nichts Schuld war und trotzdem wird er als der Bösewicht schlechthin dar gestellt.

Brigid Kemmerer greift in ihrem nächsten Jugendbuch wirklich bodenständige, aber so wichtige soziale Probleme auf. Sie stellt die Thesen in den Raum, wer wann für was schuldig bekannt werden sollte und wer nicht, und ob derjenige dann wirklich der Schuldige ist, denn Beweise gibt es ja oftmals für Gerüchte nur wenige bis keine. Wie Vorurteile und vor allem das Gerede von Tratschtanten sich auf das Leben einzelner auswirkt und wie Geheimnisse den gesellschaftlichen Status beeinflussen können, ist einfach heftig und hat mich zutiefst geschockt. Aber es ist nicht nur das. Auch der emotionale Zustand wird vor allem von Meagan und Rob, aber auch von einigen Nebendarstellern detailliert beschrieben und es hat mir die Sprache verschlagen.

Natürlich ist die Verbindung der zwei auch intensiv und die leichte Liebesgeschichte, die sich entwickelt, sowie ihr fast schon schicksalhaftes Aufeinandertreffen inklusive passender Charakterzüge geben dem Ganzen eine gewisse Leichtigkeit, aber die Probleme sind nicht leicht weg zu stecken und so müssen wir wir diese Situation mit zwei geprägten Jugendlichen durch stehen, so gut es eben geht.

Beide Charaktere bewältigen das auf ihre Art und Weise und ich kann nicht behaupten, dass es die ganze Zeit die beste ist, aber sie machen sich. Beide tragen auch mal Entscheidungen bei, die ich ganz schlimm fand, aber gerade das macht sie authentischer. Denn sowohl Rob als auch Meagan müssen ihren Weg erst mal finden und dabei kann man einfach nicht perfekt reagieren.

“Das Schicksal weiß schon, was es tut” ist ein gehaltvolle, tiefgründige Jugendbuch, locker geschrieben, so wie man es von der Autorin kennt und dennoch nichts für Zwischendurch. Ein bisschen schwere Kost der Gesellschaft gemischt mit einer zarten Liebesgeschichte. Ich kann es euch gut empfehlen, wenn ihr Lesestoff zum Nachdenken braucht.

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