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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.10.2017

Ein guter Auftakt

Berühre mich. Nicht.
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Laura Kneidel's Bücher kenne ich schon aus dem Fantasy Genre. Und die waren fantastisch. Nun bewegt sie sich im New Adult Bereich und natürlich war ich neugierig darauf. Dank der Leserunde der Lesejury ...

Laura Kneidel's Bücher kenne ich schon aus dem Fantasy Genre. Und die waren fantastisch. Nun bewegt sie sich im New Adult Bereich und natürlich war ich neugierig darauf. Dank der Leserunde der Lesejury durfte ich sogar schon vorab in das Buch eintauchen. Vielen Dank dafür!

Sage wagt den Neuanfang. 3000 Meilen entfernt von ihrer düsteren Vergangenheit hofft sie auf ein unbeschwertes Leben und vor allem darauf, ihre Ängste in den Griff zu bekommen. Dass ihr gerade in der ersten Zeit ein Typ über den Weg läuft, der für Sage alles vereint, was ihre Panikanfälle ankurbelt, war so nicht gedacht. Dass er ihr aber später noch näher kommen soll, noch weniger....

"Berühr mich. Nicht" ist ein Buch mit ein paar typischen Facetten aus eben diesem Genre, aber da hört es zum Glück auch auf. Die Charaktere sind tiefgehend und authentisch, die Handlung realitätsnah und vor allem nicht mit den mir so verhassten Klischees belastet.

Wir lernen ein junges Mädchen kennen, dass in ihren jungen Jahren schon die Hölle erlebt hat und kein Vertrauen mehr in die Männer finden kann. Die aber anfängt sich zu öffnen, an sich zu arbeiten und über ihre Grenzen zum Teil hinaus wächst. Vielleicht nicht perfekt und wundersam sofort geheilt, dafür aber echt und wahrheitsgetreu.

Und wir lernen einen jungen Kerl kennen, der seinen Charakter und seine außergewöhnliche Persönlichkeit hinter einer harten Schale verbirgt. Der eine Sensibilität besitzt, die man ihm auf den ersten Blick nicht zutraut und der auch eine Wandlung vollzieht, sich ein Stück selbst wieder findet und sich damit selbst überrascht.

Die Mädels, April und Megan sind zauberhafte Freundinnen, wenn auch April mir persönlich etwas zu naiv bzw. zu blind wirkt. Aber auch ein paar sympathische männliche Nebencharaktere gibt es. Sie halten sich mehr im Hintergrund, kommen nur beiläufig in der Handlung vor, erhalten aber jeder seinen Anhaltspunkt an dem Sage wichtige Momente für sich erlebt.

Erzählt wurde "Berühr mich. Nicht." aus der Sicht von Sage selbst. Das Buch ist nicht in sich abgeschlossen und gehört zu einer Dilogie. Der zweite Band soll am 26. Januar 2018 im LYX Verlag erscheinen.

Die Schreibweise ist flüssig und locker. Die Sprache gestaltet sich nicht allzu komplex und lässt sich sehr leicht lesen. Die Grundstimmung ist düster, sehr emotional und dramatisch, wobei kleinere Witzeleien oder schelmische Dialoge das Ganze auflockern. Ab und zu war es mir persönlich etwas zu langwierig. Sage verstrickt sich manchmal in ihren Überlegungen und wirkt oftmals abwesend, mir ging das einfach manchmal zu lang, auch wenn das irgendwie schon passend zu ihrem Krankheitsbild ist. Ich finde auch ab und zu sind ihre Fortschritte (da noch ohne psychologische Begleitung) etwas zu schnell zu groß. Ich kenne mich mit ihrer Art der Angst nicht aus, befand es aber etwas befremdlich zum Teil.

Der Cliffhänger ist echt intensiv emotional, dass ich Sage am Liebsten schütteln und anschreien wollte... von dem her muss ich unbedingt wissen, wie es weiter geht.  Ich muss allerdings auch gestehen, dass "Berühr mich. Nicht" für mich ein Buch ist, das toll ist und auch lesenswert, keine Frage, aber mich nachhaltig nicht so stark begeistert, dass ich es wieder zur Hand nehmen würde. Mal abwarten, ob mich Teil 2 mehr überzeugt. Ich denke einfach der Einstieg in diese Geschichte war nicht so ganz leicht zu bewältigen, aber ich bin guter Hoffnung, dass mich Band 2 überzeugen könnte und somit die Geschichte als Ganzes eine bessere Wertung bekommen kann.

Vielen Dank an den Lyx Verlag für das Rezensionsexemplar!

Veröffentlicht am 20.07.2017

Eine tolle Mischung!

Liebe wird aus Mut gemacht
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Wenn du Leukämie hattest und als "gesund", aber noch nicht "geheilt" aus dem Krankenhaus entlassen wirst, wie würdest du dein neues Leben angehen?

Nina hat Krebs. Als sie mit 20 plötzlich erfährt, warum ...

Wenn du Leukämie hattest und als "gesund", aber noch nicht "geheilt" aus dem Krankenhaus entlassen wirst, wie würdest du dein neues Leben angehen?

Nina hat Krebs. Als sie mit 20 plötzlich erfährt, warum ihr Körper so schmerzt, ist das ein Schock für die junge Frau. Die ersten Tage erlebt sie eher in Trance und da hilft auch das fast schon diktatorische Verhalten ihrer besten Freundin Bahar nicht. Doch nun, ein Jahr später, darf Nina nach Hause und eigentlich weiß sie überhaupt nicht, wie sie damit umgehen soll. Denn wer kann sich schon auf so einen verräterischen Körper verlassen, der einfach so wieder mal den Geist aufgeben könnte...

Ein Buch zwischen Leben und Tod, dem Drang nach Normalität und der blöden ständig begleiteten Unsicherheit, dass alles doch umsonst war.

Ich bin so was von beeindruckt! Natürlich hat Nina Angst, und ihre Angst äußert sich eher durch Vermeidung. Vermeidung von Spaß, sozialen Kontakten oder eben "sich in den Garten setzen und die Sonne genießen". Nina muss lernen, dass Vorsicht schon ein wichtiger Faktor ist, da sie erst in 5 Jahren als geheilt gilt, dass sie sich davon aber nicht aufhalten lassen darf, ihre neue Chance zu nutzen. Und das kommt! Zwar in kleinen Schritten, mit unheimlich viel sarkastischem und auch schwarzem Humor - aber wirklich: Ich habe Nina's Sprüche so gefeiert vor Lachen und ich bewundere sie sehr!
Die Ernsthaftigkeit der Thematik, zwar eben aufgelockert durch diesen besonderen Humor der Autorin, war brutal, ehrlich und ohne Filter - und genau deswegen so ergreifend. Ich habe zum Schluss richtig viele Tränen vergossen, weil eben nicht jeder Patient auch für immer gesund bleibt.

Die Emotionen waren groß, ob Traurigkeit oder der Beginn einer zarten Liebe, ob unvergleichlicher Witz oder sogar die Berührung mit den Sorgen der Angehörigen - es ist ein stetiges Auf und Ab der Gefühle.

Die Schreibweise ist leicht und super flüssig. Ich konnte die Geschichte sehr schnell durch lesen und war total gefesselt. Das Buch wird aus der Sicht von Nina erzählt. Immer abwechselnd ein Kapitel aus der Zeit nach dem Krankenhaus und dann ein Kapitel als sie von der Diagnose erfahren hat, und wie das Jahr des Überlebenskampfs eben weiterhin verlief.

Es gibt so viele gute Gedanken, so viele Weisheiten und Erkentnisse, die man aus "Liebe wird aus Mut gemacht" von Catharina Junk mit nehmen kann und ich muss wirklich gestehen: Ich ziehe meinen imaginären Hut vor so viel Fingerspitzengefühl eine Geschichte über Krebs mit vielen Möglichkeiten zum Lachen und trotzdem so intensiver, ergreifender Ernsthaftigkeit zu schreiben. Es war unglaublich!

Veröffentlicht am 22.11.2017

Zauberhaft!

LESEMAUS 130: Max freut sich auf Weihnachten
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"Max freut sich auf Weihnachten" konnte die kleine, wie auch die große Leseratte total begeistern.

Der Text ist in kurzen, verständlichen, aber sehr aufregenden Sätzen gehalten. Man erfährt viel über ...

"Max freut sich auf Weihnachten" konnte die kleine, wie auch die große Leseratte total begeistern.

Der Text ist in kurzen, verständlichen, aber sehr aufregenden Sätzen gehalten. Man erfährt viel über die Taten von Max und seinem Bruder Felix. Die Handlung, unterlegt mit vielen großflächigen Bildern, ist sehr erfrischend und interessant für Kinderaugen. Wie sich Max und seine Familie auf das Weihnachtsfest vorbereiten, wie sie basteln und den Baum besorgen, und auch an was kleine Kinder so denken, wenn es um das große Fest geht, ist so niedlich beschrieben.

Wir hatten unheimlich viel Spaß mit unserem ersten Lesemaus Buch und nehmen es sicher noch öfters zur Hand. Das Volumen von "Max freut sich auf Weihnachten" ist genau richtig um es an einem Stück fertig zu lesen.

Durch die vielen feinen Details machte es uns Spaß das Buch noch genauer zu betrachten und uns über die verschiedenen Motive zu unterhalten.

Veröffentlicht am 21.11.2017

Eine süsse Weihnachtsgeschichte

Wanda und das Weihnachtswunder
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"Wanda und das Weihnachtswunder" hat uns zuerst begeistert, weil die Aufmachung und das Cover wirklich unglaublich schön sind. Die Farben sind kräftig und es gibt kleine goldglänzende Applikationen im ...

"Wanda und das Weihnachtswunder" hat uns zuerst begeistert, weil die Aufmachung und das Cover wirklich unglaublich schön sind. Die Farben sind kräftig und es gibt kleine goldglänzende Applikationen im Weihnachtsbaum und in den Figuren. 

Auch die Gestaltung des Buches ist wirklich schön, aber etwas dezenter. Ich finde es ganz hübsch, mein Sohn hat sich allerdings doch öfters gewundert, was denn mit den Menschen darin los ist. Die Wangenfarbe ist einfach zu übertrieben und das lässt die Personen etwas kränklich erscheinen, wie hier links zu sehen.

Der Text ist kindgerecht und in kurzen Sätzen geschrieben. Ich persönlich bemerke aber, dass es für meinen Zwerg (Alter 5 Jahre, also eigentlich genau passend) zu viel auf einmal ist. Wir lesen sowieso schon immer nur ein Kapitel, und da passiert einfach ganz schön viel. Ich denke für Kinder, die ein bisschen älter sind, ist es vielleicht passender.

Die Geschichte ist niedlich und gefühlvoll. Wanda zieht mit Mama und Papa zu Oma und Opa. Es gibt viele süsse Tiere mit lustigen Namen, die für meine Leseratten dann doch etwas überfordernd waren. Aber Wanda erlebt ein süsses Weihnachtswunder und wir werden es einfach im nächsten Jahr wieder versuchen.

Veröffentlicht am 21.11.2017

Perfekte Mischung und absolut überraschend!

Bossman
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Es gibt diese Bücher aus den Genre mit erotischen Einblicken, bei denen man einfach Pech hat und nur stupides zwischenmenschliches Verhalten ohne viel Tiefgang den Hauptteil des Buches einnimmt. Ich hatte ...

Es gibt diese Bücher aus den Genre mit erotischen Einblicken, bei denen man einfach Pech hat und nur stupides zwischenmenschliches Verhalten ohne viel Tiefgang den Hauptteil des Buches einnimmt. Ich hatte schon ein paar Mal dieses Pech...

Und dann gibt es diese vereinzelten Glücksgriffe, bei denen das Knistern heiß ist, die leidenschaftlichen Szenen dich dazu treiben eine kalte Dusche aufzusuchen UND dein Herz zum klingen bringt, deine Seele berührt, ja sogar die Verzweiflung so intensiv verdeutlicht, dass dir als Leser ein Tränchen entfleucht.

Ich habe die Leseprobe von "Bossman" kurz angerissen, da ich einfach nicht das Risiko des zuerst genannten Punktes eingehen wollte. Es kam mir charmant und witzig vor, wie Reese in einem Restaurant auf der Toilette versuchte einen Notruf an ihre beste Freundin abzusetzen, um sich von diesem grauenhaften Date befreien zu lassen. Leider war sie nicht zu erreichen, dafür traf sie im Gang auf Chase. Ich stürzte mich also mit positiven, aber verhaltenen Ansprüchen, auf "Bossman", denn die Probe machte Lust auf mehr, und wie das so ist, nahm die Geschichte ihren Lauf. Mit frechen Dialogen und gewohnt anzüglicher Momente, lockerer Handlung und ein paar ernsten Tatsachen aus Reese' Vergangenheit kam ein breites Spectrum auf mich zu. 

Dann begann ich mehr in die Handlung vor zu dringen und lernte eine Frau kennen, die versucht ihre Angst zu bewältigen und sich nicht zu stark von ihr beeinflussen zu lassen. Im Gegenteil, Reese kämpft und entwickelt sich auch zunehmend weiter, was das Vertrauen und Emotionen gegenüber anderen Menschen angeht. 

Und dann kam Chase... Man möchte vielleicht zuerst mit den Augen rollen, denn bei Gott.... dieser Kerl ist heiß wie Feuer und jede Sünde wert. Er wirkt einfach perfekt - auf den ersten Blick. Intelligent, charmant, gewitzt, ausdrucksstark und durch und durch trainiert mit kleinen Bad Boy Akzenten - ein kleines Tattoo und einem Piercing.
Tja und auf den zweiten Blick erkennt man, dass dieser durch und durch gute Mann gefühlt den Schmerz einer ganzen Welt in sich trägt. Was das für die zwei bedeutet und warum und weshalb das Leben trotz größter Vorsichtsmaßnahmen einfach brutal und kaltherzig sein kann, müsst ihr selbst lesen. Eins darf ich aber schon mal sagen: Meine Anforderungen würden weit übertroffen und ich finde dieses Buch so absolut besonders, weil es nicht das übliche "sie macht alles was er will und zerfließt nur so ohne Verstand und eigenem Handeln" ist. Im Gegenteil. Die Story hat mich wirklich erstaunt.

Die Schreibweise von Vi Keeland hat mich positiv überrascht. Sie ist flüssig und angenehm zu lesen. Mit frechem Humor an den richtigen Stellen, tiefgründigen Charakteren und dem Händchen die wichtigsten Details so genau zu beschreiben, dass man die Situation hautnah selbst erlebt, schafft die Autorin es Spannung aufzubauen, zu fesseln und mich einfach mitzureißen. Das Buch hält absolut mehr als "nur" eine erotische Liebesgeschichte für den Leser bereit und ich war wirklich beeindruckt davon, was Vi Keeland mir an Handlung noch so geboten hat.



>> Chase zwinkerte mir erneut zu, und ich spürte Schmetterlinge in meinem Bauch.
Er ist dein Chef, du jämmerliche Kreatur. Vielleicht hätte ich doch schon mit Bryant schlafen sollen, dann wäre ich womöglich nicht mehr derart empfänglich für so etwas.<< (S. 67)


Die Nebencharaktere sind eher leicht gestaltet. Ich finde die wichtigsten Aspekte sind klar dargelegt, auch der Background jeder Person wirkt gut beschrieben und an die Protagonisten angepasst. Dabei bleiben sie aber eher etwas mehr im Hintergrund ohne jedoch blass zu wirken. Ich finde sie durchaus sympathisch.

Erzählt wurde "Bossman" aus den beiden Sichten der Hauptcharaktere. Gerade bei dieser Story finde ich das unheimlich toll um in beide Gedankenwelten einzutauchen. Das Buch ist in sich abgeschlossen. Aber im nächsten Jahr kommt von VI Keeland eine neue "Dirty Office Romance" heraus. Ich bin gespannt und es steht schon auf der Wunschliste!

Ich bin völlig hin und weg. Wer ein Buch mit erotischen Szenen aber auch einer tiefgehenden Story mag ist mit "Bossman" mehr als gut bedient.