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Veröffentlicht am 29.07.2026

Wooow

Ein Druide und ein Wodka
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Manchmal kommt ein Band daher und reißt dir einfach den Boden unter den Füßen weg. Und genau das hat „Ein Druide und ein Wodka“ mit mir gemacht.

Tori ist am Limit. Sie trägt alle Sorgen dieser Welt auf ...

Manchmal kommt ein Band daher und reißt dir einfach den Boden unter den Füßen weg. Und genau das hat „Ein Druide und ein Wodka“ mit mir gemacht.

Tori ist am Limit. Sie trägt alle Sorgen dieser Welt auf ihren Schultern. Versucht Ezra vor seinem Dämon zu retten, obwohl der Tod schon mit beiden Händen nach ihm greift. Und als wäre das nicht genug, wird auch noch Zac entführt. Die Lügen stapeln sich, die Erklärungen gehen aus, und die Frage „wer ist eigentlich gut und wer böse?“ wird immer lauter. Der Klappentext bringt es auf den Punkt: „Doch was, wenn ich mich am Ende für die falsche Seite entscheide?“

Was diese Reihe für mich so besonders macht: Über alle 5 Bände hinweg passiert so eine krasse Entwicklung. Und gerade in den letzten 3 Bänden fangen die Stränge an sich zu verweben. In Band 6 laufen sie zusammen und münden in einem Showdown, der laut ist, der weh tut, der atemlos macht. Und dann… ist es kein Ende. Aber man spürt: Es wird noch größer.

Mein Herz gehört aber ganz klar den Beziehungen. Zwischen Tori und den drei Männern wird es mit jedem Band näher, inniger, familiärer. Und bei Ezra und Tori… diese zarte, verbotene Annäherung. Es soll Freundschaft bleiben. Es soll nicht sein. Aber es kann nicht anders. Diese leidenschaftlichen Küsse, diese intensiven Gespräche, dieses langsame Sich-Näherkommen – so viel Gefühl, dass es mir die Brust eng gemacht hat. „Soll nicht aber kann nicht anders“ trifft es genau.

Und dann ist da noch sie: Yeşim Meisheit. Meine Lieblingssprecherin. Punkt. Sie haucht Tori so viel Stärke und Verletzlichkeit ein. Sie gibt Ezra diese dunkle, gebrochene Stimme, wenn er am Abgrund steht. Mit ihr wird aus Lesen hören – und aus hören fühlen. Gänsehaut pur.

Band 6 ist für mich der Wendepunkt. Es wird dunkler, es wird gefährlicher, und die Gefühle werden größer. Ich liebe diese Reihe. Ich liebe diese Charaktere. Und ich liebe es, wie Annette Marie es schafft, dass man selbst mit Tori zusammen an allem verzweifelt – und trotzdem weiterkämpft. Eine Herzensempfehlung. Und jetzt heißt es: warten und hoffen auf den nächsten Teil.

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Veröffentlicht am 11.07.2026

Ganz nett

A Business Proposal 1
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„A Business Proposal 1: Liebe braucht keinen Businessplan“ von Haewha startet mit einem Klassiker: Fake Dating mit dem Boss. Shin Hari geht stellvertretend für ihre Freundin zu einem Blind Date – und steht ...

„A Business Proposal 1: Liebe braucht keinen Businessplan“ von Haewha startet mit einem Klassiker: Fake Dating mit dem Boss. Shin Hari geht stellvertretend für ihre Freundin zu einem Blind Date – und steht plötzlich ihrem Chef gegenüber. Der macht ihr daraufhin einen Vorschlag, der alles verändert.

Gelesen wird das Ganze von Nathalie Thiede. Für mich ist es das erste Hörbuch mit ihr. Die Stimme ist ok und passt vom Klang her gut zu einer K-Drama-Geschichte. Sanft, etwas hell, bringt sie die Figuren rüber.

Mit dem Einstieg hatte ich aber zu kämpfen. Der Schreibstil wirkt stockend und trocken. Die Sätze laufen nicht rund, sondern bremsen immer wieder aus. Als Hörbuch ist das doppelt schwierig, weil man nicht eben mal zurückspringen kann.

Dazu kommt: Es werden sehr viele Figuren und Namen schnell hintereinander genannt. Ohne Bild und ohne klar gekennzeichnete POV-Wechsel bin ich da regelmäßig durcheinander gekommen. Gerade bei K-Dramas funktioniert die Mentalität und das Tempo mit Mimik und Musik. Beim reinen Hören fehlte mir das. Manche Reaktionen der Charaktere und Denkweisen waren für mich deshalb nicht nachvollziehbar und wirkten seltsam.

Die Geschichte selbst ist sehr klischeehaft und verläuft genau so, wie man es erwartet. Es gibt nur geringe Wendungen, die mich überrascht haben bzw. einfach ein wenig zum schmunzeln gebracht haben.

3 Sterne gibt es, weil die Grundidee süß ist und Nathalie Thiede die Geschichte trägt. Aber die Umsetzung hat mich nicht abgeholt. Zu holprig, zu viele Sprünge, zu wenig Flow. Ich bin leider nicht richtig in die Geschichte reingekommen.

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Veröffentlicht am 26.06.2026

Band 1 war besser

The Ballad of Falling Dragons
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Magisch, aber anstrengend durch die vielen Sichten

„The Ballad of Falling Dragons“ von Sarah A. Parker knüpft direkt an „When the Moon Hatched“ an. Raeve und Kaan sind wieder unterwegs, Drachen spielen ...

Magisch, aber anstrengend durch die vielen Sichten

„The Ballad of Falling Dragons“ von Sarah A. Parker knüpft direkt an „When the Moon Hatched“ an. Raeve und Kaan sind wieder unterwegs, Drachen spielen eine große Rolle und die Welt bleibt bildhaft, magisch, voller Emotionen und Gefahren.

Die Idee hinter den vielen Sprecher:innen ist klar: Jede Figur bekommt ihre eigene Stimme. Katja Sallay, Timo Weisschnur, Ann Vielhaben, Nicolás Artajo, Janin Stenzel, Florian Schmidtke, Nils Nelleßen, Aileen Wrozyna, Madiha Kelling Bergner, Yeşim Meisheit – alle geben ihr Bestes. Umgesetzt ist das Hörkino.

Trotzdem war es für mich anstrengend. Es hüpft einfach zu viel zwischen den Sichten. Kaum bist du in einer Figur drin, springt es weiter. 🙈 Das reißt raus. Statt Tiefe zu geben, hat es mich eher überfordert. Bei Band 1 hatte ich das nicht so stark.Dazu kommt: Band 2 kommt für mich nicht an Teil 1 ran. Sarah A. Parkers Stil ist wieder flüssig und bildhaft, die Bindung zwischen Raeve, Kaan und ihren Drachen ist schön gezeichnet. Spannende Wendungen sind auch da. Aber zwischendrin gibt es Passagen, die sich wie Füllstoff anfühlen. Sie nehmen Tempo raus und ziehen die eigentliche Geschichte in die Länge. Schade, weil die Essenz eigentlich da ist.

3 Sterne gibt’s, weil die Welt und die Charaktere mich halten. Die Drachen sind Magie pur. Aber die vielen Perspektivwechsel + die Längen machen es für mich zum schwächeren Band. Band 1 bleibt mein Favorit.

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Veröffentlicht am 26.06.2026

Buchtipp

How to Lose a Lord in 10 Days
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Cozy, frech und zum Weglachen

Ich kenne Sophie Irwin schon aus anderen Büchern und hab mich schon beim Klappentext gefreut. Zu Recht! Sie schreibt so lustig, frech und locker, dass ich mich beim Hören ...

Cozy, frech und zum Weglachen

Ich kenne Sophie Irwin schon aus anderen Büchern und hab mich schon beim Klappentext gefreut. Zu Recht! Sie schreibt so lustig, frech und locker, dass ich mich beim Hören fast vom Sofa geworfen hab.

Die Idee ist herrlich: Er will sie heiraten, sie will ihn loswerden. Und wie sich Lydia und Ashford gegenseitig das Leben zur Hölle machen ist einfach genial. Salz statt Zucker für den Tee. Fischsuppe bis zum Umfallen für Lydia, obwohl sie Fisch hasst. Und Ashford darf in einen stinkenden Tümpel steigen um den natürlich absichtlich rein gefallenen Hut zu retten. Man fiebert mit, ob ihr Plan wirklich aufgeht… oder ob er am Ende überhaupt aufgehen soll??

Dazu kommen herrlich skurrile Nebencharaktere, die der Hausparty noch mehr Chaos und Charme geben. Und zwischendrin gibt es überraschend tiefgründige Momente und Gespräche über den Stellenwert der Ehe und ob Traditionen zu halten wichtiger sind, als das eigene Bedürfnis glücklich zu sein.

Tanja Fornaro liest das Hörbuch perfekt. Sie trifft den cozy, leicht süßen Ton genau. Frech und lustig, aber es knistert trotzdem ein klein wenig – ganz passend zur züchtigen Regency-Zeit.

Für mich klare 5 Sterne. Perfekt für alle Fans von Bridgerton, aber mit viel weniger bzw. keinem Spice. Romantisch, spannend und ungeheuer witzig.

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Veröffentlicht am 26.06.2026

Nicht meins

Crown of War and Shadow
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Ich hab „Crown of War and Shadow“ als Rezensionsexemplar gehört, und wenn ich ehrlich bin: Gelesen hätte ich es nicht zu Ende gebracht. Die Grundidee hat mich gepackt. Sorrel, ausgestoßen wegen ihrer Magie, ...

Ich hab „Crown of War and Shadow“ als Rezensionsexemplar gehört, und wenn ich ehrlich bin: Gelesen hätte ich es nicht zu Ende gebracht. Die Grundidee hat mich gepackt. Sorrel, ausgestoßen wegen ihrer Magie, auf der Flucht. Merc, der Söldner mit rauer Schale und einem Schicksal, das größer ist als er selbst. Die zwei Hauptcharaktere haben etwas an sich, das mich festhält. Da ist Potenzial, da ist Spannung, da ist dieses leise Versprechen.

Viola Müller als Sprecherin ist das, was mich dranbehalten hat. Sie haucht Merc diese erschöpfte, abgebrühte Tiefe ein und lässt Sorrel zwischen Trotz und Verletzlichkeit schwanken. Ihre Stimme gibt den langen, schweren Passagen Luft. Ohne sie wäre ich längst ausgestiegen.Und genau da liegt der Haken. Der Stil. Ich habe selten ein Buch gehört, bei dem ich so oft zurückgespult habe, weil ein Satz einfach keinen Sinn ergibt. Wörter fehlen, Nebensätze stapeln sich zu Türmen, die mitten im Nichts enden. Es liest sich, als hätte niemand mehr drübergeschaut. Ob das am Original oder an der Übersetzung liegt, weiß ich nicht. Aber es reißt dich raus. Immer wieder. Statt in der Welt anzukommen, stolperst du über die Sprache.

Das Worldbuilding hätte so viel mehr sein können. Wir bekommen Kälte, Schnee, die Härte des Nordens – bildgewaltig, keine Frage. Aber was den Fluch der Königreiche wirklich ausmacht, was die Magie antreibt, woher Sorrels Gabe kommt… das bleibt schemenhaft. Man wird hineingeworfen und soll schwimmen lernen. Grundsätzlich mag ich das. Hier fehlte mir aber die Struktur, gerade im Mittelteil. Da zieht sich die Geschichte, verliert den Faden und damit auch mich als Hörer.

Zu Sorrel und Merc: Ich mag sie beide. Sorrel ist nicht die klassische Auserwählte, die alles kann. Sie ist stur, misstrauisch, manchmal widersprüchlich. Menschlich. Merc ist kein Held mit sanften Worten. Er ist ein Söldner, der kommandiert, schützt und verletzt.Die Beziehung zwischen den beiden entwickelt sich nur sehr zögerlich. Lange bleibt es leise zwischen ihnen, Gespräche sind rar und echte Nähe baut sich kaum auf. Wer auf langsamen Aufbau steht, findet hier viel Raum – wer knisternde Dynamik erwartet, wird sich gedulden müssen.

2,5 Sterne bekommt das Buch, weil die Idee und die Charaktere mich nicht loslassen. Weil Viola Müller so viel rettet. Aber auch, weil ich enttäuscht bin. Da steckt so viel Essenz drin – von Flucht, von Vorurteilen, von einem Fluch, der mehr ist als nur Magie. Doch der Stil erstickt viel davon.

Wenn du auf düstere Nord-Fantasy stehst und Charakteren wie Merc und Sorrel eine Chance geben willst, hör rein. Aber stell dich auf holprige Sätze ein. Für mich bleibt es dabei: Gute Essenz, schwache Umsetzung.

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