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Veröffentlicht am 07.05.2026

Ein Familiengeheimnis mit Folgen

Home Before Dark
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Eva Björg Ægisdóttir nimmt ihre Leser mit nach Island und sorgt mit ihrem Psychothriller für spannende Lesestunden. Der Schreibstil ist flüssig und sehr angenehm zu lesen. Die Kapitellänge ist gut gewählt ...

Eva Björg Ægisdóttir nimmt ihre Leser mit nach Island und sorgt mit ihrem Psychothriller für spannende Lesestunden. Der Schreibstil ist flüssig und sehr angenehm zu lesen. Die Kapitellänge ist gut gewählt und die Geschichte wird aus Sicht der Protagonisten erzählt. man springt zwischen den Geschehnissen von 1967 und 1977 hin und her. Als Leser kann man sich gut in die Charaktere reinversetzen, weil diese sympathisch und authentisch wirken. Die Stimme der Hörbuchsprecherin ist sehr angenehm und durch die deutliche Aussprache werden die Emotionen gut transportiert. Das Cover ist passend zur Geschichte gestaltet und deutet an, dass man sich auf einige Geheimnisse gefasst machen kann.

Hauptprotagonisten sind Marsibil, genannt Marsi und Kristina, genannt Stina.
Marsi hat sich immer etwas ungeliebter von ihrer Familie gefühlt. 10 Jahre nachdem ihre Schwester Stina eines Nachts verschwunden ist, will sie Spuren finden und nachgehen, um endlich zu wissen was passiert ist.
Stina hat ihr Leben geliebt und wollte Künstlerin werden. Von ihrer Lehrerin wurde sie gefördert, doch als sie Nachforschungen zu einem Heim für gefallene junge Mädchen anstellt, kommt sie einem Familiengeheimnis auf die Spur.
Marsi hat vor 10 Jahren verheimlicht, dass sie einen Brieffreund hatte, mit dem sie sich eigentlich in der Nacht des Verschwindens treffen wollte. Da sie für diese Brieffreundschaft den Namen und einige Eigenschaften ihrer so beliebten Schwester Stina genutzt hat, hat sie aus Scham geschwiegen, denn sie wollte nicht daran schuld sein, das so etwas passiert ist. Als sie nach 10 Jahren Funkstille einen weiteren Brief erhält, reißt dieser alte Wunden auf und macht ihr klar, dass sie einfach Antworten braucht. Lebt ihre Schwester vielleicht noch, denn sie hat immer davon gesprochen, dass sie weg aus diesem ländlichen Island will. Ihre Eltern sind dagegen, dass sie die alte Geschichte wieder aufwühlt. Warum wollen sie nicht wissen, was damals passiert ist. Als dann auch noch ein Journalist auftaucht, der Marsi erzählt, dass die Ermittlungen damals sehr lasch geführt wurden, bestärkt es sie noch mehr, den Fragen auf den Grund zu gehen und auch die alten Freunde von Stina aufzusuchen. Hatte sich Stina mit ihrem Verhalten Feinde gemacht oder war alles nur ein tragischer Unfall?
Während Maris auf der Suche nach der Wahrheit ist, erfährt man auch immer mehr über das Jahr 1967 und was Stina damals so gemacht hat. Als Leser kann man mitfiebern und miträtseln, wie die Zusammenhänge sind und was in dieser Nacht geschehen ist. Ein Psychothriller mit einigen Wendungen und Spannung bis zum Schluss.

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Veröffentlicht am 07.05.2026

Freundinnen oder Zweckgemeinschaft

Weird Girls
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Grainne O’Hare nimmt ihre Leser mit nach Belfast. Der Schreibstil ist flüssig, allerdings auch sehr sprunghaft und man hat manchmal Probleme die Charaktere auseinander zu halten. Durch Zeitsprünge und ...

Grainne O’Hare nimmt ihre Leser mit nach Belfast. Der Schreibstil ist flüssig, allerdings auch sehr sprunghaft und man hat manchmal Probleme die Charaktere auseinander zu halten. Durch Zeitsprünge und nebensächliche Details wird man zu oft aus dem Lesefluss gerissen und auch beim Hörbuch ist nur schwer zu unterscheiden, in welchem Kapitel und aus wesen Sicht gerade erzählt wird. Die Kapitellänge ist ok und gibt die Geschehnisse aus Sicht der Protagonistinnen wieder. Die Charaktere sind sehr unterschiedlich, wirken dabei aber authentisch. Die Stimme der Hörbuchsprecherin ist angenehm, allerdings etwas monoton. Das Cover ist passend zur Geschichte gestaltet.

Hauptprotagonistinnen sind Maggie, Harley und Roise.
Die Mädchen leben in einer WG und haben dort zusammen mit ihrer Freundin Lydia ihre wilden Zwanziger erlebt. Als Lydia durch einen Unfall ums Leben kommt, bleiben die 3 in der WG und versuchen sich um die Schildkröte ihrer verstorbenen Freundin zu kümmern. Sie merken, welche Aufgaben Lydia eigentlich übernommen hat und versuchen nach dem Verlust ihr Leben weiterzuleben. Die 3 entwickeln sich in verschiedene Richtungen und müssen sich fragen, ob das wirklich noch eine Freundschaft ist oder langsam zu einer Zweckgemeinschaft wird. Partys, Jobs und Beziehungen, was wollen sie mit ihrem Leben machen und lohnt es sich eingetretene Pfade zu verlassen? Alle gehen auf Ende 20 zu und trotzdem ist Alkohol, Drogen und unverbindlicher Sex immer wieder ein Thema, doch glücklich scheint keine mehr mit dieser Situation zu sein. Können sie es in der Konstellation schaffen, aus dem Hamsterrad rauszukommen und ihre Leben in Bahnen zu lenken, die sie wieder glücklich machen?

Die Idee war gut, das Konzept hat mich leider nicht überzeugt. Die Autorin befasst sich mit einigen Tabu-Themen der Gesellschaft, verleiht ihren Charakteren aber zu wenig tiefe, sodass man sich als Leser nur schwer in diese reinversetzen kann und das Buch zum Teil ein gewissen Chaos zu Grunde liegt.

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Veröffentlicht am 04.05.2026

Schnelle Autos und rasende Herzen

Chasing Hearts
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Grace Newman nimmt ihre Leser mit auf die Rennstrecken der Formel 1. Der Schreibstil ist flüssig und sehr angenehm zu lesen. Die Kapitellänge ist gut gewählt und die Geschichte wird aus Sicht der Protagonisten ...

Grace Newman nimmt ihre Leser mit auf die Rennstrecken der Formel 1. Der Schreibstil ist flüssig und sehr angenehm zu lesen. Die Kapitellänge ist gut gewählt und die Geschichte wird aus Sicht der Protagonisten erzählt. Als Leser kann man sich gut in die Charaktere reinversetzen, weil diese sympathisch und authentisch wirken. Die Stimmen der Hörbuchsprecher sind sehr angenehm, die Aussprache deutlich und die Emotionen werden gut transportiert. Das Cover ist dezent und passend zur Geschichte gestaltet.

Hauptprotagonisten sind Georgia und Luca.
Georgia hat es in die Formel 1 geschafft und fährt nun mit ihrem Zwillingsbruder um die Siege. In einem Team, wo die Frauen den Männern zeigen wollen, dass auch das weibliche Geschlecht sich in der F1 durchsetzen kann, hat sie es nicht immer einfach. Doch ist wirklich talentiert und schafft es immer wieder vorne mitzufahren.
Luca ist der Sohn eines sehr erfolgreichen Ex-Rennfahrers, ist in seinem Team aber nur die Nummer 2. Der Druck, den er von seinem Vater und der Presse bekommt, lastet schwer auf seinem Schultern und der Spaß geht ihm etwas verloren. Er hat den Ruf eines selbstverliebten und selbstsüchtigen Playboys, der ab und an von seinem Dad aus der Patsche geholt werden muss.
Georgia gerät immer wieder mit den Pressevertretern aneinander, denn diese zeigen immer wieder, dass sie einer Frau in der F1 nichts zutrauen. Ihre Teamchefin versucht ihr immer wieder zu erklären, dass sie nicht so bissig sein soll, denn das Team braucht Sponsoren und die möchten keine Kratzbürste als Aushängeschild. Als sie mit ihrem Bruder, nach dem ersten Sieg feiern geht, taucht ihr Ex.-Freund auf, der ebenfalls als Konkurrent in der F1 unterwegs ist. Um ihn vom Hals zu bekommen, lässt sie sich dazu hinreisen Luca zu küssen. Als die PR-Teams von Luca und Georgia die positive Resonanz sehen, verpflichten sie die Beiden eine Fake-Beziehung einzugehen. Was niemand weiß, ist, dass Luca sie vor ein paar Jahren einfach versetzt hat. Außerdem möchte sie durch ihr Talent überzeugen und nicht, weil die die Freundin vom Rossi-Sprössling ist. Können die Beiden eine gemeinsame Basis finden und vergessen, dass er sie damals versetzt hat? Wie wird der Bruder von Geogia damit umgehen und werden alle Mitwisser auch ihren Mund halten? Kann Luca vielleicht sogar etwas von ihr Lernen und so wieder den Spaß am Fahren finden? Wird die Presse einsehen, dass Frauen auch im Rennsport um den Sieg fahren können und nicht nur schmückendes Beiwerk sind?
Die Autorin nimmt bewusst Klischees her, um in dem Buch zu zeigen, wie altbacken die Weltanschauung in machen Bereichen noch ist. Mit Humor und Charme bringt sie ihren Lesern die Welt der Formel 1 etwas näher und lässt sie miterleben, wie aus Konkurrenten, Verbündete und Liebende werden, die ihre Karrien retten wollen.

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Veröffentlicht am 04.05.2026

Erst beim Abschied merkt man manchmal, wie wichtig einem eine Person ist

Der letzte Sommer vor dem Rest unseres Lebens
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Daisy Garrison nimmt ihre Leser mit nach Two Docks und beschreibt eine Geschichte, zwischen Abschied und Neuanfängen während dem Erwachsenwerden. Der Schreibstil ist flüssig und sehr angenehm zu lesen. ...

Daisy Garrison nimmt ihre Leser mit nach Two Docks und beschreibt eine Geschichte, zwischen Abschied und Neuanfängen während dem Erwachsenwerden. Der Schreibstil ist flüssig und sehr angenehm zu lesen. Die Kapitellänge ist gut gewählt und die Geschichte wird aus Sicht der Protagonisten erzählt. Als Leser kann man sich gut in die Charaktere reinversetzen, weil diese sympathisch und authentisch wirken. Das Cover ist wunderschön und passend zur Geschichte gestaltet.

Hauptprotagonisten sind Mina und Caplan.
Mina ist ein stiller Bücherwurm und hat nicht viele Freunde in der Schule. Sie ist fleißig und Klassenbeste, doch was sie wirklich nach der Schule machen möchte, weiß sie nicht. Ihr Vater ist bei einem Unfall ums Leben gekommen und war Arzt. Seine Eltern möchten, dass sie in seine Fußstapfen tritt und auf die Yale geht. Doch ist sie bereit dazu?
Caplan ist ein beliebter Schüler und hofft auf die Michigan gehen zu können. In der 3. Klasse hat er Mina als seine Lesepartnerin an die Seite bekommen und auch wenn er anfangs keine Lust hatte, hat sich bei den Nachbarskindern eine starke Freundschaft entwickelt. Doch die On-Off Beziehung mit Hollis scheint darunter zu leiden.
Das letzte Schuljahr steht bevor und damit rückt auch der Abschied von altbekannten und gewohnten näher. Doch sind Mina und Caplan schon bereit dafür? Mina bekommt auf einmal die Chance in den Freundeskreis von Caplan reinzukommen und somit neue Erfahrungen zu sammeln. Dabei fällt sie dem besten Kumpel von ihm auf und so versucht Quinn ihr etwas näher zu kommen. Mina genießt es die Zeit mit Quinn, Hollis, Caplan und den anderen zu verbringen, doch bei einer Party kommt ihre alte Panik wieder durch. Doch es reagieren alle anders als gedacht und nutzen es nicht, um sich über sie lustig zu machen. Caplan bekommt allerdings immer mehr Schwierigkeiten, Mina nur noch als Freundin zu sehen und setzt damit auch die Beziehung zu Hollis und seine Freundschaft zu Quinn aufs Spiel. Ist es nur der Abschied und der Druck, der auf einmal aus freundschaftlichen Gefühlen, Verliebtheit werden lässt? Sieht Mina ihn nur als Kumpel oder sind bei ihr auch mehr Gefühle im Spiel?
Ein sehr gelungener Debüt-Roman mit emotionalen Höhen und Tiefen. Die letzten Tage an der High School sind herausfordernd und können die Gefühle noch einmal in ein Chaos stürzen. Eine emotionale Romance, die den Zeitgeist der Gen Z gut einfängt.

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Veröffentlicht am 30.04.2026

Ein One Night Stand, der 12 Tage oder länger dauert

Swept away – Nach dieser Nacht ist Abtauchen unmöglich
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Beth O’Leary nimmt ihre Leser mit auf ein Hausboot. Der Schreibstil ist angenehm zu lesen und die Kapitellänge ok. Die Kapitel bestehen aus den Tagen, die die Protagonisten zusammen verbringen und deren ...

Beth O’Leary nimmt ihre Leser mit auf ein Hausboot. Der Schreibstil ist angenehm zu lesen und die Kapitellänge ok. Die Kapitel bestehen aus den Tagen, die die Protagonisten zusammen verbringen und deren Sicht auf die Geschehnisse. Die Charaktere wirken authentisch und sympathisch, sodass man als Leser sich gut in die Situationen reinversetzen kann. Die Stimmen der Hörbuchsprecher sind sehr angenehm und die Aussprache deutlich. Die Covergestaltung passt gut zur Story.

Die Hauptprotagonisten sind Lexi und Zeke.
Lexi wohnt eigentlich mit ihrer Freundin Penny und deren Tochter zusammen. Doch nachdem Penny wieder einen Partner an ihrer Seite hat, bittet sie Lexi sich eine eigene Wohnung zu suchen.
Zeke kauft nach dem Tod seines Vaters das Hausboot zurück, denn er möchte Antworten finden. Vor allem auf die Frage, ob er sei leiblicher Sohn war und warum das Verhältnis so angespannt war.
Lexi und Zeke treffen sich in einer Bar und da sie sich sympathisch sind, beschließen sie eine Nacht miteinander zu verbringen. Gerade weil Lexi wesentlich älter als Zeke ist, macht sie ihm von Beginn an klar, dass sie keine Beziehung sucht. Als es am Morgen Unstimmigkeiten gibt, wem das Hausboot nun gehört. Lexi besteht darauf, dass es das Hausboot ihrer Freundin Penny ist und Zeke behauptet das Hausboot gerade gekauft zu haben. Als sie das bei einem Kaffee klären wollen, müssen sie feststellen, dass sie nicht mehr im Hafen liegen, sondern mitten auf dem Meer schwimmen. Denken sie anfangs noch, dass sie bald gerettet werden, müssen sie später einsehen, dass sie Mutter Seelen allein auf dem Meer unterwegs sind. Es kommt zu kleineren und größeren Verletzungen, Zeke rettet eine verletzte Möwe und man lernt sich kennen. Sie bleiben trotzdem auf Abstand, denn sie wollen auf keinen Fall auf hoher See in eine Gefühlschaos geraden. Ab Tag 2 müssen sie sich Gedanken machen, wie sie gemeinsam einen Weg nach Hause finden. Doch wird es ihnen gelingen mit dem fahruntüchtigen Hausboot einen Weg ans rettende Ufer zu finden und können sie wirklich die Gefühle außen vorlassen?

Eine RomCom mit Gefühl und Humor lädt auf eine Fahrt auf einem Hausboot ein. Manchmal ist das Alter nicht wichtig, wenn man trotzdem auf einer Wellenlänge ist und die Basis stimmt.

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