Ein Familiengeheimnis mit Folgen
Home Before DarkEva Björg Ægisdóttir nimmt ihre Leser mit nach Island und sorgt mit ihrem Psychothriller für spannende Lesestunden. Der Schreibstil ist flüssig und sehr angenehm zu lesen. Die Kapitellänge ist gut gewählt ...
Eva Björg Ægisdóttir nimmt ihre Leser mit nach Island und sorgt mit ihrem Psychothriller für spannende Lesestunden. Der Schreibstil ist flüssig und sehr angenehm zu lesen. Die Kapitellänge ist gut gewählt und die Geschichte wird aus Sicht der Protagonisten erzählt. man springt zwischen den Geschehnissen von 1967 und 1977 hin und her. Als Leser kann man sich gut in die Charaktere reinversetzen, weil diese sympathisch und authentisch wirken. Die Stimme der Hörbuchsprecherin ist sehr angenehm und durch die deutliche Aussprache werden die Emotionen gut transportiert. Das Cover ist passend zur Geschichte gestaltet und deutet an, dass man sich auf einige Geheimnisse gefasst machen kann.
Hauptprotagonisten sind Marsibil, genannt Marsi und Kristina, genannt Stina.
Marsi hat sich immer etwas ungeliebter von ihrer Familie gefühlt. 10 Jahre nachdem ihre Schwester Stina eines Nachts verschwunden ist, will sie Spuren finden und nachgehen, um endlich zu wissen was passiert ist.
Stina hat ihr Leben geliebt und wollte Künstlerin werden. Von ihrer Lehrerin wurde sie gefördert, doch als sie Nachforschungen zu einem Heim für gefallene junge Mädchen anstellt, kommt sie einem Familiengeheimnis auf die Spur.
Marsi hat vor 10 Jahren verheimlicht, dass sie einen Brieffreund hatte, mit dem sie sich eigentlich in der Nacht des Verschwindens treffen wollte. Da sie für diese Brieffreundschaft den Namen und einige Eigenschaften ihrer so beliebten Schwester Stina genutzt hat, hat sie aus Scham geschwiegen, denn sie wollte nicht daran schuld sein, das so etwas passiert ist. Als sie nach 10 Jahren Funkstille einen weiteren Brief erhält, reißt dieser alte Wunden auf und macht ihr klar, dass sie einfach Antworten braucht. Lebt ihre Schwester vielleicht noch, denn sie hat immer davon gesprochen, dass sie weg aus diesem ländlichen Island will. Ihre Eltern sind dagegen, dass sie die alte Geschichte wieder aufwühlt. Warum wollen sie nicht wissen, was damals passiert ist. Als dann auch noch ein Journalist auftaucht, der Marsi erzählt, dass die Ermittlungen damals sehr lasch geführt wurden, bestärkt es sie noch mehr, den Fragen auf den Grund zu gehen und auch die alten Freunde von Stina aufzusuchen. Hatte sich Stina mit ihrem Verhalten Feinde gemacht oder war alles nur ein tragischer Unfall?
Während Maris auf der Suche nach der Wahrheit ist, erfährt man auch immer mehr über das Jahr 1967 und was Stina damals so gemacht hat. Als Leser kann man mitfiebern und miträtseln, wie die Zusammenhänge sind und was in dieser Nacht geschehen ist. Ein Psychothriller mit einigen Wendungen und Spannung bis zum Schluss.