In the Likely Event – Bis wir uns wiedersehen
In the Likely Event – Bis wir uns wiedersehenWorum geht es?: Als Izzy Astor 2011 in ein Flugzeug steigt, rechnet sie höchstens mit ihrer üblichen Flugangst, aber ganz bestimmt nicht mit Nate Phelan: dunkelhaarig, mit strahlend blauen Augen, charmant ...
Worum geht es?: Als Izzy Astor 2011 in ein Flugzeug steigt, rechnet sie höchstens mit ihrer üblichen Flugangst, aber ganz bestimmt nicht mit Nate Phelan: dunkelhaarig, mit strahlend blauen Augen, charmant und irgendwie genau der Mensch, den sie nie gesucht hat. Zwischen ihnen entsteht sofort eine tiefe Verbindung. Doch kurz nach dem Start stürzt das Flugzeug in den Missouri River.
Ihre Leben verändern sich. Sie verändern sich. Nate macht Karriere beim Militär, Izzy verfolgt ihren eigenen Weg als Juristin. Trotz der Entfernung verlieren sie nie den Kontakt, aber das Timing scheint nie zu stimmen. Sind sie trotz ihrer schicksalhaften Verbindung vielleicht doch nicht füreinander bestimmt?
2021 begegnen sie sich erneut – mitten in einem Kriegsgebiet, wo Nate am allerwenigsten mit Izzy gerechnet hätte. Während Izzy in dem zerfallenden Land auf geheimer Mission unterwegs ist, soll Nate ihr Leben schützen. Am liebsten wüsste er Izzy natürlich im nächsten Flieger nach Hause, aber er wird alles tun, damit sie so sicher wie möglich ist. Gibt das Schicksal ihnen eine letzte Chance?
Das Cover: Das Cover ist ein echter Hingucker: peppige Farben, ein toller Schriftzug und insgesamt ein sehr stimmiges, modernes Design, das sofort ins Auge fällt. Es passt hervorragend zum Genre und macht direkt Lust aufs Lesen.
Der Schreibstil: Die Geschichte wird abwechselnd aus der Ich-Perspektive von Izzy und Nathaniel erzählt. Dabei springt der Roman ständig zwischen Gegenwart und dem Flugzeugabsturz von damals hin und her. Man begleitet die beiden über viele Jahre, was grundsätzlich eine schöne Tiefe schafft. Für mich war der Schreibstil jedoch anstrengend, weil die häufigen Zeitwechsel den Lesefluss erschweren. Ich musste mich immer wieder neu orientieren, ob wir gerade in der Vergangenheit oder in der Gegenwart sind – das hat den Genuss etwas getrübt. Trotzdem gelingt es Rebecca Yarros, viel Gefühl einzubringen und alltägliche Themen wie Familie, Erwartungen, Loyalität und Selbstfindung sensibel in die dramatische Rahmenhandlung einzubetten. Das Ende empfand ich als schön und rund.
Die Hauptfiguren: Izzy ist eine junge Frau, die sich von ihren Eltern kaum ernst genommen fühlt. Sie soll funktionieren, Leistung bringen und am besten einen reichen Politiker-Sohn heiraten – Liebe spielt in den Vorstellungen ihrer Eltern keine Rolle. Ihre Schwester ist ihr Fels in der Brandung, und die beiden halten wie Pech und Schwefel zusammen. Zwischen Izzy und Nathaniel besteht von Anfang an eine starke Anziehung, doch der Zeitpunkt ist nie richtig. Die Frage bleibt: Kann Izzy sich von den Erwartungen ihrer Eltern lösen? Und finden Izzy und Nathaniel trotz aller Hindernisse zueinander?
Nathaniel ist Soldat, um seine Familie finanziell zu unterstützen. Er trägt schwer an den Folgen traumatischer Kriegseinsätze, was ihn zu einer verletzlichen, aber sehr authentischen Figur macht. Seine innere Zerrissenheit verleiht der Geschichte zusätzliche Tiefe.
Endfazit: "In the Likely Event – Bis wir uns wiedersehen" ist ein gutes Buch. Es hat eine tolle Grundidee, starke Protagonisten und eine emotionale Geschichte, die über Jahre hinweg wirkt. Gleichzeitig hat mich der unruhige, sprunghafte Erzählstil immer wieder aus dem Lesefluss gerissen. Dennoch gibt es eine Leseempfehlung meinerseits.
Das Buch erhält von mir gute 3 von 5 Sternen.
Das Buch wurde mir vom Verlag als Rezensionsexemplar bei NetGalley zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank dafür.