Holiday Ever After
Holiday Ever AfterWorum geht es?: Statt wie geplant die Karriereleiter im Unternehmen ihrer Familie zu erklimmen, hat Clara Davenport einen PR-Skandal am Hals. Die Spielzeugfirma soll das Design einer Puppe von einem Betrieb ...
Worum geht es?: Statt wie geplant die Karriereleiter im Unternehmen ihrer Familie zu erklimmen, hat Clara Davenport einen PR-Skandal am Hals. Die Spielzeugfirma soll das Design einer Puppe von einem Betrieb aus Fraser Falls gestohlen haben. Kurzerhand reist Clara in die verschneite Kleinstadt, um Schadensbegrenzung zu betreiben. Doch der Erfinder der Holly-Puppe ist ausgerechnet Jack Kelly - der verboten gut aussehende Problemlöser der Stadt, der nicht vorhat, sich ein zweites Mal von einer Davenport übers Ohr hauen zu lassen. Clara will ihm beweisen, dass sie anders ist, und merkt dabei, dass sie ihr Herz nicht nur an die malerische Kleinstadt, sondern auch an Jack verliert ...
Das Cover: Das Cover ist ein echter Hingucker und vermittelt sofort Weihnachtsstimmung. Die Gestaltung ist hübsch, stimmig und fängt das winterliche, festliche Flair perfekt ein. Ein rundum großartig gelungenes Design, das sofort Lust auf eine gemütliche Lektüre macht.
Der Schreibstil: Die Geschichte wird überwiegend aus Claras Ich-Perspektive erzählt, ergänzt durch einzelne Kapitel aus Jacks Sicht. Der Schreibstil ist insgesamt angenehm und gut lesbar. Besonders der Einstieg überzeugt: Die ersten 50 Seiten sind stark, klar strukturiert und machen sofort neugierig. Schön ist auch, dass man problemlos in die Handlung findet, selbst ohne den Klappentext zu kennen. Sobald Clara jedoch in Fraser Falls ankommt, verliert die Geschichte spürbar an Spannung. Ich hatte mit einer ausgeprägten Enemies-to-Lovers-Dynamik gerechnet, doch die erwartete Antipathie bleibt weitgehend aus. Zwar sind die Bewohner nicht begeistert, aber echte Konflikte oder Aufregung entstehen kaum. Die Handlung plätschert vor sich hin, es passiert über weite Strecken zu wenig, und viele Entwicklungen sind sehr vorhersehbar. Für eine Geschichte, die fast 500 Seiten umfasst, fehlt es an Tempo und Wendungen. Einige Kapitel habe ich übersprungen, weil schlicht nichts Relevantes geschah. Das Ende bestätigt schließlich, was sich schon früh abzeichnet.
Die Hauptfiguren: Clara träumt von einer Beförderung im Familienunternehmen, doch ihr Vater macht ihr immer wieder deutlich, dass Fleiß allein nicht reicht – und bevorzugt stattdessen ihren weniger erfolgreichen jüngeren Bruder. Als ein Skandal die Firma bedroht, soll Clara die Situation retten und reist nach Fraser Falls, um mit den Anwohnern zu sprechen. Dort trifft sie auf Jack, zu dem sie sich sofort hingezogen fühlt. Als sie herausfindet, dass er der Erfinder der Puppen ist, steht sie vor einem moralischen Dilemma: Soll sie ihre Karriere retten oder ihren eigenen Werten treu bleiben?
Jack liebt seine Kleinstadt und kämpft leidenschaftlich dafür, dass seine gestohlene Idee nicht untergeht. Die Kleinstadt steht hinter ihm, und die viral gehenden Videos zeigen, wie sehr Fraser Falls zusammenhält. Als Clara auftaucht, ist er sofort fasziniert – bis er erfährt, dass sie eine Davenport ist. Er stößt sie immer wieder von sich, merkt aber schnell, dass Clara nicht mit der Firma gleichzusetzen ist. Zwischen beiden entsteht eine zarte, aber komplizierte Verbindung, deren Zukunft ungewiss bleibt.
Endfazit: „Holiday Ever After“ ist eine niedliche Geschichte für die kalte Jahreszeit, doch das Potenzial wurde nicht vollständig ausgeschöpft. Die Handlung ist zu vorhersehbar, die Spannung flacht früh ab, und für fast 500 Seiten passiert schlicht zu wenig. Die Grundidee ist charmant, aber die Umsetzung bleibt hinter den Erwartungen zurück.
Das Buch erhält von mir solide 2,5 von 5 Sternen.
Das Buch wurde mir vom Verlag als Rezensionsexemplar bei NetGalley zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank dafür.