How to Lose a Lord in 10 Days
How to Lose a Lord in 10 DaysWorum geht es?: Lord Ashford ist berühmt, reich und gut aussehend – jede Frau in England will ihn heiraten. Schade nur, dass er Miss Lydia Hanworth einen Heiratsantrag gemacht hat, der einzigen Frau, die ...
Worum geht es?: Lord Ashford ist berühmt, reich und gut aussehend – jede Frau in England will ihn heiraten. Schade nur, dass er Miss Lydia Hanworth einen Heiratsantrag gemacht hat, der einzigen Frau, die ihn nicht haben will.
Lydia, die von ihrer Familie unter Druck gesetzt wurde, Ashfords Antrag anzunehmen, ist fest entschlossen, sich aus dieser mit Sicherheit lieblosen Ehe zu befreien – denn sie könnte niemals jemanden lieben, der so furchtbar arrogant und verklemmt ist wie Ashford.
Auf der berüchtigtsten Hausparty des Jahres treffen sie aufeinander, und zehn Tage vor der Bekanntgabe der Verlobung will Lydia alles tun, um Ashford ein für alle Mal loszuwerden. Selbst wenn das bedeutet: schlecht erzogen, schrecklich gekleidet, hohlköpfig und so unglaublich irritierend zu sein, dass Ashford den Tag bereuen wird, an dem er sie jemals zu Gesicht bekommen hat.
Eigentlich kann nichts schiefgehen. Außer natürlich, sich zu verlieben ...
Das Cover: Das Cover von How to Lose a Lord in 10 Days hat mich sofort angesprochen. Endlich einmal ein Regency‑Era‑Roman, der nicht in den üblichen Pastelltönen daherkommt, sondern mit peppigen, kräftigen Farben auffällt. Das wirkt frisch, modern und hebt sich angenehm vom Genre‑Einheitsbrei ab – wirklich well done, Knaur Verlag.
Der Schreibstil: Der Schreibstil wird in der Ich‑Perspektive erzählt und wechselt zwischen Lydia und Lord Ashford. Anfangs fand ich die direkte Interaktion der Figuren mit dem Leser sehr erfrischend, fast schon charmant. Doch je weiter ich gelesen habe, desto anstrengender wurde es – und das lag vor allem an Lydia. Was zu Beginn humorvoll wirkte, verlor zunehmend seinen Reiz. Witzige Szenen waren nicht witzig, und je weiter ich kam, desto demotivierter wurde ich. Ganz ehrlich: So wie Lydia sich benommen hat, hätte ich mir gewünscht, dass Lord Ashford einfach das Weite sucht. Da konnte auch ein abwechslungsreicher Schreibstil nichts mehr retten.
Die Hauptfiguren: Lydia ist eine junge Frau, die – wie es in der Regency Era üblich ist – einen passenden Ehemann finden soll. Ihre Eltern bemühen sich redlich, doch Lydia vergrault jeden potenziellen Kandidaten oder zeigt schlicht kein Interesse. Als Lord Ashford ihr überraschend einen Heiratsantrag macht, sind die Eltern begeistert, Lydia sprachlos – und schon ist sie verlobt. Da sie diesen Mann aber keinesfalls heiraten möchte, beschließt sie, sich so daneben zu benehmen, dass er es sich anders überlegt. Doch Lord Ashford ist hartnäckiger als gedacht. Für mich war Lydia schlicht unerträglich: unangemessen, respektlos und ohne jede positive Eigenschaft. Ich habe bis zuletzt gehofft, dass Lord Ashford endlich aufgibt.
Lord Ashford hingegen steckt in einer schwierigen Lage. Er soll heiraten, möchte das auch, doch die meisten Frauen interessieren sich nur für seinen Titel. Sein Vater wünscht sich eine Liebesheirat, und Lydia scheint dafür zumindest eine Möglichkeit zu sein – vermögend, aber ohne gesellschaftlich bedeutenden Titel. Doch statt Interesse zeigt sie nur Ablehnung und tut alles, um ihn loszuwerden. Lord Ashford tat mir durchgehend leid. Was er sich alles anhören und gefallen lassen musste, war kaum zu ertragen.
Endfazit: Die Grundidee war stark – eine emanzipierte Frau in der Regency Era klingt vielversprechend. Doch die Umsetzung war für mich ein Totalausfall. Lydia benimmt sich so daneben, dass man sich wünscht, Lord Ashford würde einfach gehen. Der Schreibstil ist zwar peppig, aber die Geschichte vorhersehbar und wenig innovativ. Sorry, das war nichts.
Das Buch erhält von mir total enttäuschte 1 von 5 Sterne.
Das Buch wurde mir vom Verlag als Rezensionsexemplar bei NetGalley zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank dafür!