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Veröffentlicht am 03.05.2026

The Broken Vows

The Broken Vows
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Worum geht es?: Seit jeher ließen Zane Windsor und Celeste Harrison keine Gelegenheit aus, sich gegenseitig zur Weißglut zu bringen. Und schon ebenso lange lauerte unter all der Wut aufeinander ein ganz ...

Worum geht es?: Seit jeher ließen Zane Windsor und Celeste Harrison keine Gelegenheit aus, sich gegenseitig zur Weißglut zu bringen. Und schon ebenso lange lauerte unter all der Wut aufeinander ein ganz anderes, viel zärtlicheres Gefühl. Doch nach einem schlimmen Schicksalsschlag ist der Graben zwischen ihnen tiefer als je zuvor. Beide sind nun gewillt, alles zu tun, um Rache am jeweils anderen zu nehmen - selbst, wenn sie damit ihre Familienunternehmen in den Ruin treiben. Um diesem selbstzerstörerischen Kampf ein für alle Mal ein Ende zu setzen und die beiden Firmen vor dem Untergang zu bewahren, müssen sie fusionieren - und dazu sollen Zane und Celeste heiraten!

Das Cover: "The Broken Vows" fügt sich optisch wunderbar in die bestehende Reihe ein. Das Cover ist schön gestaltet und der edle Farbschnitt macht definitiv etwas her. Persönlich war mir das Design jedoch etwas zu überladen – manchmal wäre weniger mehr gewesen, aber das ist letztlich Geschmackssache.

Der Schreibstil: Der Schreibstil von Catharina Maura ist gewohnt angenehm, und die Erzählweise aus der Ich-Perspektive abwechselnd von Celeste und Zane hat mir gut gefallen. Besonders der Aufbau, der zunächst in der Vergangenheit spielt und später mit einem Zeitsprung in die Gegenwart arbeitet, hat dem Buch Struktur gegeben. Das Trope Enemies-to-Lovers – und später erneut Enemies-to-Lovers – fand ich sehr gelungen. Dennoch empfand ich das Buch insgesamt als zu langatmig. Vor allem Celestes beste Freundin Lily blieb mir viel zu lange ein Rätsel, und ich fand es schade, wie künstlich diese Geheimnisse in die Länge gezogen wurden. Als Leser war schnell klar, dass nicht alles so war, wie Celeste es glaubt. Die Liebesgeschichte selbst ist schön, aber durch die vielen Längen konnte ich emotional nicht so warm damit werden. Das Ende war süß, kam mir jedoch etwas zu plötzlich. Insgesamt hat das Tempo für mich nicht gestimmt: seitenweise passiert kaum etwas, und dann überschlagen sich die Ereignisse.

Die Hauptfiguren: Celeste ist eine junge Frau, die in ihrer Schulzeit von Zane gehänselt wurde und ihn am liebsten nie wiedersehen möchte. Doch Zane ist erwachsener geworden, und schließlich entwickeln beide Gefühle füreinander. Obwohl ihre Familie gegen die Beziehung ist, lässt Celeste sich davon zunächst nicht beirren – bis Lily behauptet, selbst eine Beziehung mit Zane zu haben. Die Frage, ob Celeste Zane je wieder vertrauen kann, zieht sich durch die Handlung. Mit Celeste hatte ich allerdings meine Schwierigkeiten. Sie fügt Zane im Verlauf der Geschichte so viel Leid zu, dass man sich fragt, warum er überhaupt noch Gefühle für sie hat. Oft hatte ich das Gefühl, dass sie ihn eigentlich gar nicht verdient. Zwar macht sie am Ende eine tolle Entwicklung durch, doch der Weg dorthin ist steinig und teilweise frustrierend.

Zane hingegen ist ein sehr gelungener Protagonist. Er hat Celeste in der Schulzeit zwar geärgert, doch der Einfluss seiner Großmutter – die einen Groll gegen Celestes Familie hegt – spielt dabei eine große Rolle. Mit der Zeit erkennt er, dass er eigentlich immer Gefühle für Celeste hatte. Er ist bereit, für die Beziehung zu kämpfen und sogar auf sein Erbe zu verzichten. Besonders beeindruckt hat mich, wie ruhig und geduldig er trotz der ständigen Vorwürfe bleibt. An seiner Stelle hätte ich Celeste wahrscheinlich schon hundert Mal vor die Tür gesetzt. Zane ist wirklich toll und bisher mein liebster Colinard der Familie. Ein Punkt hat mich jedoch massiv gestört: Er nennt Celeste ständig „Meine Göttin“. Dieser Kosename war für mich kaum auszuhalten, und ich musste jedes Mal die Augen verdrehen.

Endfazit: Das Trope hat mir sehr gut gefallen, und insgesamt gehört "The Broken Vows" für mich zu den stärkeren Büchern der Reihe. Allerdings war das Tempo nicht meins – lange Passagen ohne Handlung und ein dafür überstürztes Ende haben meinen Lesefluss gestört. Zane konnte mich als Protagonist absolut überzeugen (auch wenn man dringend über seine fragwürdigen Kosenamen sprechen müsste), während ich mit Celeste eine echte Hass-Liebe hatte. Ihre Entwicklung ist schön, aber auf dem Weg dorthin hat sie mich mehrfach zur Weißglut getrieben. Trotz einiger Schwächen im Schreibstil ist das Buch eine schöne Lektüre für zwischendurch. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung.

Das Buch erhält von mir gute 3,5 von 5 Sternen.

Das Buch wurde mir vom Verlag als Rezensionsexemplar bei NetGalley zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank dafür.

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  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 19.04.2026

The French Escape - Love & Lavender

The French Escape - Love & Lavender, Band 1
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Worum geht es?: Timothée Colinard, Erbe einer Parfümdynastie, hat alles, wovon man träumt: Vermögen, eine Villa an der Côte d'Azur, den perfekten Geruchssinn. Doch dann scheitert er an der Prüfung zum ...

Worum geht es?: Timothée Colinard, Erbe einer Parfümdynastie, hat alles, wovon man träumt: Vermögen, eine Villa an der Côte d'Azur, den perfekten Geruchssinn. Doch dann scheitert er an der Prüfung zum Parfümeur und flieht nach Cannes.
Amber Green, Hollywoods neuer Shootingstar, lebt im Rampenlicht – und ist doch oft einsam. Als sie bei den Filmfestspielen in Cannes mit Timothée tanzt, fasziniert der Parfümerbe sie sofort. Und sie weckt in Timothée etwas, das er verloren glaubte: die Inspiration zu einem Duft.

Das Cover: "The French Escape – Love & Lavender" präsentiert sich auf den ersten Blick mit einem wirklich niedlichen Cover, das sofort vermittelt, dass High Society, Glamour und die Welt der Parfümerie eine große Rolle spielen. Gleichzeitig wirkt das kräftige Rosa allerdings sehr verspielt – fast so, als handle es sich um ein Jugendbuch, obwohl die Geschichte klar im New-Adult-Genre verankert ist. Der Farbschnitt ist dafür ein echtes Highlight und macht das Buch optisch zu einem kleinen Schmuckstück.

Der Schreibstil: Der Schreibstil ist angenehm flüssig, leicht zu lesen und durch die kurzen Kapitel kommt man schnell voran. Erzählt wird abwechselnd aus der Ich-Perspektive von Amber und Timothée, was einen guten Einblick in beide Gefühlswelten ermöglicht. Dennoch wirkt die Handlung stellenweise etwas langatmig. Mir fehlte hin und wieder eine überraschende Wendung oder ein größerer Plotmoment, der die Geschichte auf ein neues Level hebt. Insgesamt bleibt es eine nette, aber sehr vorhersehbare Lektüre.

Die Hauptfiguren: Timothée ist zu Beginn ein impulsiver Träumer, der nach dem Scheitern seiner Abschlussprüfung von seinem Vater aus der Familienfirma geworfen wird. Sein Wunsch, in der Schauspielerei Fuß zu fassen, wirkt zunächst etwas blauäugig, doch im Verlauf der Geschichte entwickelt er sich spürbar weiter. Er wird ruhiger, reflektierter und beginnt, sich gegen die toxischen Erwartungen seines Vaters zu behaupten. Diese Entwicklung macht ihn zunehmend sympathisch.

Amber hingegen kämpft mit den Folgen einer traumatischen Beziehung. Ihr Ex-Freund hat die Trennung nicht akzeptiert und stalkt sie – ein Thema, das sensibel dargestellt wird. Ihre Entscheidung, eine Fake-Beziehung mit Timothée einzugehen, erscheint nachvollziehbar, um Abstand zu gewinnen. Gleichzeitig wirkt Amber manchmal zu gutgläubig; angesichts dessen, was ihr Ex sich leistet, hätte ich an ihrer Stelle längst die Reißleine gezogen. Trotzdem bleibt sie eine Figur, deren Verletzlichkeit und Stärke gut herausgearbeitet sind.

Endfazit: "The French Escape – Love & Lavender" ist eine schöne, leichte Unterhaltung für zwischendurch. Die Protagonisten machen eine glaubwürdige Entwicklung durch, und der Schreibstil liest sich angenehm weg. Was dem Buch jedoch fehlt, sind überraschende Wendungen oder ein stärkerer Spannungsbogen, der es aus der Masse hervorheben würde. Dennoch gibt es von mir eine klare Leseempfehlung an der Stelle.

Das Buch erhält von mir gute 3,5 von 5 Sternen.

Das Buch wurde mir vom Verlag als Rezensionsexemplar bei NetGalley zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank dafür.

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Veröffentlicht am 12.04.2026

Casino Durable - All in with the Devil

Casino Durable - All in with the Devil
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Worum geht es?: Als Dawn einen Mord beobachtet, ist ihr Leben in Gefahr. Um sich in Sicherheit zu bringen, hat sie nur eine Lösung: Sie wird das exklusive Casino Durable betrügen und sich dabei erwischen ...

Worum geht es?: Als Dawn einen Mord beobachtet, ist ihr Leben in Gefahr. Um sich in Sicherheit zu bringen, hat sie nur eine Lösung: Sie wird das exklusive Casino Durable betrügen und sich dabei erwischen lassen. Im Gefängnis wähnt sie sich unerreichbar für den Täter. Doch sie hat die Rechnung ohne Gabriel Durable gemacht. Der Erbe und Sicherheitschef erkennt schnell, dass Dawn ihm am Spieltisch von Nutzen sein und ihm dabei helfen kann, einen unbekannten Feind, der das Leben der Durables bedroht, zu entlarven. Und so beginnt eine Jagd, bei der sich der undurchsichtige Casinobesitzer und die faszinierende Betrügerin immer näherkommen, obwohl sie auf verschiedenen Seiten stehen ...

Das Cover: Es wirkt auf den ersten Blick sehr edel, trifft aber dennoch nicht ganz meinen Geschmack. Für mich ist es einfach zu viel – zu viel Schnickschnack, zu viele Elemente, die um Aufmerksamkeit konkurrieren. Manchmal ist weniger eben mehr. Hervorheben möchte ich jedoch den Buchschnitt, der wirklich wunderschön gestaltet ist und definitiv ein optisches Highlight darstellt.

Der Schreibstil: Die Geschichte wird abwechselnd aus der Ich-Perspektive von Dawn und Gabriel erzählt. Grundsätzlich funktioniert dieser Aufbau gut, allerdings waren mir viele Kapitel deutlich zu lang – teilweise über 20 Seiten. Insgesamt ist der Schreibstil solide, aber für meinen Geschmack viel zu langgezogen. Die Liebesgeschichte kam kaum in Fahrt, und sobald sich etwas anbahnte, drehte sich gefühlt alles nur noch um Sex. Ich hatte den Eindruck, die Autorin konnte sich nicht entscheiden, ob sie eine Dark Romance oder einen Thriller erzählen möchte. Das Verhältnis war für mich nicht ausgewogen. Einige der spicy Szenen waren mir nicht nur too much, sondern teilweise unfreiwillig komisch. Besonders bei Formulierungen wie „Ich bin noch in einer Frau gekommen“ musste ich lachen – Gabriel soll ein erwachsener, souveräner Mann sein, aber solche Sätze haben mich komplett rausgerissen.

Die Hauptfiguren: Dawn als Protagonistin ist eine junge Frau, die im Casino Betrügereien begeht. Nachdem sie beobachtet, wie ihr Stiefvater einen Mord begeht, befindet sie sich auf der Flucht und findet schließlich Zuflucht bei Gabriel, dem Besitzer eines Casinos. Im Gegenzug hilft sie ihm, das Sicherheitssystem seines Casinos zu verbessern. Dawn war mir zu Beginn jedoch zu zickig. Ja, sie mag Gabriel nicht – aber wenn man Unterschlupf bekommt, hätte ich mir etwas mehr Dankbarkeit gewünscht.

Mit Gabriel selbst kam ich leider gar nicht klar. Er gibt den großen Boss, ist dann aber jedes Mal völlig überrascht, wenn Dawn Sicherheitslücken entdeckt. Und dann wären da noch die Sex-Szenen: In jeder sich bietenden Gelegenheit denkt er nur an das eine. Irgendwann war mir das einfach zu viel. Eine echte Verbindung konnte ich zu ihm nicht aufbauen.

Endfazit: Das Setting im Casino hat mir wirklich gut gefallen. Für jemanden wie mich, die keinerlei Bezug zu Glücksspiel oder Casinos hat, wurde alles plausibel und verständlich erklärt. Dawn war mir jedoch zu zickig, und Gabriel hatte gefühlt nur ein einziges Thema im Kopf. Ich hätte mir mehr Facetten von ihm gewünscht – selbst seine Familiengeschichte, die eigentlich viel Potenzial hatte, kam zu kurz. Der Schreibstil war nicht meins, und insgesamt kann ich leider keine Leseempfehlung aussprechen.

Das Buch erhält von mir enttäuschte 2 von 5 Sterne.

Das Buch wurde mir vom Verlag als Rezensionsexemplar bei NetGalley zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank dafür.

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Veröffentlicht am 12.04.2026

Never Never

Never Never
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Worum geht es?: Charlize, genannt Charlie, und Silas, beste Freunde seit der Kindheit und heimliches Paar gegen den Willen ihrer Familien, wachen auf und erinnern sich an ... nichts. Beider Erinnerungen ...

Worum geht es?: Charlize, genannt Charlie, und Silas, beste Freunde seit der Kindheit und heimliches Paar gegen den Willen ihrer Familien, wachen auf und erinnern sich an ... nichts. Beider Erinnerungen sind wie weggewischt. Was steckt dahinter? Oder besser: wer?
Beim Versuch, herauszufinden, wer sie sind und was passiert ist, kommen sie einer Familienfehde auf die Spur, die sie und ihre Liebe auseinandergetrieben hatte. Doch was hat das mit ihrem gemeinsamen Gedächtnisverlust zu tun?
Und dann geschieht es erneut: Genau 48 Stunden nach dem ersten Mal erwacht Silas ohne Erinnerung an all das, was zuvor war. Und ohne Charlie – denn die ist wie vom Erdboden verschwunden ...

Das Cover: Das neue Cover von Never Never ist ohne Frage ein Hingucker. Die düsteren Farben passen hervorragend zur mysteriösen Grundstimmung des Romans und vermitteln sofort, dass die Geschichte in eine geheimnisvolle Richtung gehen soll. Optisch macht das Buch also definitiv etwas her.

Der Schreibstil: Mit dem Schreibstil hingegen hatte ich große Schwierigkeiten. Die Ich-Perspektive wechselt zwar abwechselnd zwischen Charlie und Silas, und die Kapitel haben mit 10 bis 20 Seiten eine angenehme Länge. Auch die eingestreuten Tagebucheinträge und Briefe sorgen zwischendurch für etwas Abwechslung. Trotzdem konnte mich der Stil überhaupt nicht abholen. Über die Hälfte des Buches hinweg bleibt völlig unklar, wie es überhaupt zu dem Gedächtnisverlust kommt, und dass Charlie und Silas sich nicht einmal an Erwachsene wenden oder offen miteinander sprechen, wirkte auf mich schlicht unlogisch. Der Plot-Twist am Ende – ich hatte zwar irgendwann eine Vermutung – war mir letztlich viel zu abgedreht. Dazu kam, dass sich die Handlung über weite Strecken kaum bewegt hat. Ich habe mich leider oft gelangweilt, weil die Geschichte einfach nicht in Gang kam. Sehr schade.

Die Hauptfiguren: Auch mit den Hauptfiguren konnte ich keinerlei Verbindung aufbauen. Charlie wirkt durchgehend unsympathisch: Sie streitet sich ständig mit ihrer Schwester, ignoriert ihre alkoholkranke Mutter, wo sie nur kann, und betrügt Silas. Ich habe wirklich nach Sympathiepunkten gesucht, aber bis zum Schluss keine gefunden.

Silas war leider auch keine überzeugendere Figur. Seine Affäre mit der Schulpsychologin und sein ständiges „Coolsein“ machten ihn für mich ebenfalls schwer erträglich. Beide Protagonisten blieben mir emotional komplett fern.

Endfazit: Am Ende blieb für mich nur die Frage: Was war das bitteschön? Nachdem mich "Reminder of Him – Für immer ein Teil" von Colleen Hoover so sehr begeistern konnte, war "Never Never" für mich ein Satz mit X. Der Schreibstil wirkte einschläfernd, das Ende war überzogen, und die Protagonisten haben mich mehr genervt als berührt. Eine Leseempfehlung kann ich hier leider nicht aussprechen.

Das Buch erhält von mir total enttäuschte 1 von 5 Sterne.

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Veröffentlicht am 29.03.2026

Reminders of him - Für immer ein Teil von dir

Reminders of Him – Für immer ein Teil von dir
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Worum geht es?: Fünf Jahre nach dem tragischen Unfalltod ihrer großen Liebe Scott kehrt Kenna an den Ort des Geschehens zurück. Ihr einziger Wunsch: endlich ihre vierjährige Tochter Diem, die bei Scotts ...

Worum geht es?: Fünf Jahre nach dem tragischen Unfalltod ihrer großen Liebe Scott kehrt Kenna an den Ort des Geschehens zurück. Ihr einziger Wunsch: endlich ihre vierjährige Tochter Diem, die bei Scotts Eltern lebt, in die Arme zu schließen. Gleich am ersten Abend trifft sie auf Ledger, der erste Mann, zu dem sie sich seit Scotts Tod hingezogen fühlt – und er sich umgekehrt auch zu ihr. Doch dann stellt sich heraus, dass Ledger Scotts engster Freund seit Kindertagen war. Und dass er geschworen hat, dass die ihm unbekannte Mutter, die Schuldige am Tod seines Freundes, niemals eine Rolle in Diems Leben spielen wird …

Das Cover: Schon das neue Cover hat mich sofort begeistert. Während ich das alte, knallig blaue Design nie wirklich mochte, wirkt das neue Cover unglaublich stimmig und ästhetisch. Der sanfte Farbverlauf von dunklen zu hellen Tönen schafft eine ruhige, emotionale Atmosphäre, die perfekt zur Geschichte passt. Auch der Schriftzug fügt sich harmonisch ins Gesamtbild ein, und die kleinen Vögel im Hintergrund setzen nicht nur hübsche Akzente, sondern spiegeln ganz nebenbei auch zentrale Motive des Romans wider.

Der Schreibstil: Der Schreibstil von Colleen Hoover hat mich einmal mehr tief berührt. Die Geschichte wird abwechselnd aus der Ich-Perspektive von Kenna und Ledger erzählt, wobei die meisten Kapitel aus Kennas Sicht stammen. Ergänzt werden sie durch emotionale Briefe, die Kenna an Scott schreibt – ein erzählerisches Element, das mich mehrfach zu Tränen gerührt hat. Hoover schafft es meisterhaft, Trauer und Wut, Melancholie und Hoffnung miteinander zu verweben. Ja, manche Wendungen sind vorhersehbar, aber das schmälert die Wirkung der Geschichte kein bisschen. Die Dialoge sind voller Witz und Humor, gleichzeitig aber tiefgründig und bedeutungsvoll. Besonders das Ende ist wunderschön gelungen – ich hätte mir für Kenna kein besseres wünschen können.

Die Hauptfiguren: Kenna ist eine junge Frau, die nach einem tragischen Autounfall, bei dem ihr Freund Scott ums Leben kam, ins Gefängnis musste. Erst dort erfuhr sie, dass sie schwanger ist. Scotts Eltern ziehen ihre Tochter Diem groß und halten Kenna voller Hass auf Abstand. Kenna selbst ist innerlich zerrissen: Sie kann sich ihre Schuld nicht verzeihen, möchte aber dennoch nach vorne blicken und endlich ihre Tochter kennenlernen. Als sie dann ausgerechnet für Ledger Gefühle entwickelt – Scotts besten Freund – wird alles noch komplizierter. Ich habe Kenna von der ersten bis zur letzten Seite geliebt. Sie hat so viel durchgemacht, und ich habe mit ihr gelitten, gehofft und gebangt. Ihre Stärke und ihr Durchhaltevermögen haben mich tief beeindruckt.

Ledger ist ebenfalls eine unglaublich starke Figur. Nach einer Schulterverletzung musste er seine Karriere als Profisportler aufgeben und kümmert sich seit Scotts Tod liebevoll um Diem, die für ihn wie eine Tochter geworden ist. Kenna hat er nie zuvor getroffen, doch sie fasziniert ihn sofort – auch wenn zunächst nur Wut und Ablehnung zwischen ihnen stehen. Erst nach und nach erkennt er, dass Kenna ganz anders ist, als er dachte, und seine Gefühle für sie werden immer stärker. Gleichzeitig steht er zwischen den Fronten: Soll er Scotts Eltern treu bleiben, die ihren Hass nicht loslassen können, oder zu Kenna stehen – auch wenn das bedeuten könnte, Diem zu verlieren? Ledger ist ein wahrer Bookboyfriend: warmherzig, loyal, innerlich zerrissen und am Ende die treibende Kraft der Geschichte. Seine Szenen mit Diem sind einfach nur herzerwärmend.

Endfazit: Als der Kinofilm angekündigt wurde, war für mich sofort klar, dass ich das Buch vorher lesen muss. Anfangs war ich skeptisch, weil ich andere Werke der Autorin kenne, die emotional schneller Fahrt aufnehmen. Doch Reminders of Him hat mich vollkommen überzeugt. Jeder Charakter bekommt Raum, sich zu entfalten, und die Entwicklungen wirken authentisch und berührend. Besonders schön fand ich, dass man durch das Buch noch mehr über Kennas Vergangenheit erfährt – etwa über das schwierige Verhältnis zu ihrer Mutter. Der Schreibstil ist wundervoll, und einige der Briefe an Scott haben mich tief getroffen.

Allen Filmfans kann ich nur sagen: Schaut euch die Verfilmung an! Sie ist meiner Meinung nach die bisher beste Umsetzung eines Colleen-Hoover-Romans. Viele Dialoge wurden nahezu 1:1 übernommen, und es wurde nur wenig gekürzt oder verändert. Ein großartiges Buch und eine ebenso gelungene Adaption.

Das Buch erhält von mir begeisterte 5 von 5 Sterne.

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