The French Escape - Love & Lavender
The French Escape - Love & Lavender, Band 1Worum geht es?: Timothée Colinard, Erbe einer Parfümdynastie, hat alles, wovon man träumt: Vermögen, eine Villa an der Côte d'Azur, den perfekten Geruchssinn. Doch dann scheitert er an der Prüfung zum ...
Worum geht es?: Timothée Colinard, Erbe einer Parfümdynastie, hat alles, wovon man träumt: Vermögen, eine Villa an der Côte d'Azur, den perfekten Geruchssinn. Doch dann scheitert er an der Prüfung zum Parfümeur und flieht nach Cannes.
Amber Green, Hollywoods neuer Shootingstar, lebt im Rampenlicht – und ist doch oft einsam. Als sie bei den Filmfestspielen in Cannes mit Timothée tanzt, fasziniert der Parfümerbe sie sofort. Und sie weckt in Timothée etwas, das er verloren glaubte: die Inspiration zu einem Duft.
Das Cover: "The French Escape – Love & Lavender" präsentiert sich auf den ersten Blick mit einem wirklich niedlichen Cover, das sofort vermittelt, dass High Society, Glamour und die Welt der Parfümerie eine große Rolle spielen. Gleichzeitig wirkt das kräftige Rosa allerdings sehr verspielt – fast so, als handle es sich um ein Jugendbuch, obwohl die Geschichte klar im New-Adult-Genre verankert ist. Der Farbschnitt ist dafür ein echtes Highlight und macht das Buch optisch zu einem kleinen Schmuckstück.
Der Schreibstil: Der Schreibstil ist angenehm flüssig, leicht zu lesen und durch die kurzen Kapitel kommt man schnell voran. Erzählt wird abwechselnd aus der Ich-Perspektive von Amber und Timothée, was einen guten Einblick in beide Gefühlswelten ermöglicht. Dennoch wirkt die Handlung stellenweise etwas langatmig. Mir fehlte hin und wieder eine überraschende Wendung oder ein größerer Plotmoment, der die Geschichte auf ein neues Level hebt. Insgesamt bleibt es eine nette, aber sehr vorhersehbare Lektüre.
Die Hauptfiguren: Timothée ist zu Beginn ein impulsiver Träumer, der nach dem Scheitern seiner Abschlussprüfung von seinem Vater aus der Familienfirma geworfen wird. Sein Wunsch, in der Schauspielerei Fuß zu fassen, wirkt zunächst etwas blauäugig, doch im Verlauf der Geschichte entwickelt er sich spürbar weiter. Er wird ruhiger, reflektierter und beginnt, sich gegen die toxischen Erwartungen seines Vaters zu behaupten. Diese Entwicklung macht ihn zunehmend sympathisch.
Amber hingegen kämpft mit den Folgen einer traumatischen Beziehung. Ihr Ex-Freund hat die Trennung nicht akzeptiert und stalkt sie – ein Thema, das sensibel dargestellt wird. Ihre Entscheidung, eine Fake-Beziehung mit Timothée einzugehen, erscheint nachvollziehbar, um Abstand zu gewinnen. Gleichzeitig wirkt Amber manchmal zu gutgläubig; angesichts dessen, was ihr Ex sich leistet, hätte ich an ihrer Stelle längst die Reißleine gezogen. Trotzdem bleibt sie eine Figur, deren Verletzlichkeit und Stärke gut herausgearbeitet sind.
Endfazit: "The French Escape – Love & Lavender" ist eine schöne, leichte Unterhaltung für zwischendurch. Die Protagonisten machen eine glaubwürdige Entwicklung durch, und der Schreibstil liest sich angenehm weg. Was dem Buch jedoch fehlt, sind überraschende Wendungen oder ein stärkerer Spannungsbogen, der es aus der Masse hervorheben würde. Dennoch gibt es von mir eine klare Leseempfehlung an der Stelle.
Das Buch erhält von mir gute 3,5 von 5 Sternen.
Das Buch wurde mir vom Verlag als Rezensionsexemplar bei NetGalley zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank dafür.