Cover-Bild Goodbye, Amerika?
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22,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Aufbau
  • Themenbereich: Gesellschaft und Sozialwissenschaften - Politik und Staat
  • Genre: Sachbücher / Politik, Gesellschaft & Wirtschaft
  • Seitenzahl: 304
  • Ersterscheinung: 11.11.2025
  • ISBN: 9783351042653
Rieke Havertz

Goodbye, Amerika?

Die USA und wir – eine Neuvermessung

Das Amerikabuch, das wir jetzt brauchen.  

Ein Präsident, der offen die Verfassung angreift, das Oval Office als Gefälligkeitsbörse, das transatlantische Bündnis in der Krise. Schon im ersten Jahr von Donald Trumps zweiter Amtszeit ist klar, dass diese vier Jahre nicht einfach unbeschadet ausgesessen werden können. Vielmehr stehen wir vor der grundlegenden Frage: »Goodbye, Amerika?«, die Trump uns aufgezwungen hat.

Die langjährige USA-Expertin Rieke Havertz lädt uns ein in ihr Amerika. Auf eine persönliche Reise durch Erinnerungen, amerikanische Ambivalenzen und ein sich veränderndes Land, das uns doch alle betrifft. – Immer mit der Hoffnung, dieses streitbare, entnervende, wunderbare, aufregende Land nicht aufgeben zu müssen. 

»Rieke Havertz kennt Amerika besser als die meisten Amerikaner. Ihre Stimme ist entscheidend, um uns dieses tief gespaltene Land näherzubringen.« Anne Hull, Pulitzer-Preis-Gewinnerin und langjährige Journalistin für die Washington Post

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 31.01.2026

Hörbuch: Der Beginn des Niedergangs

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Rieke Havertz erzählt in diesem persönlichen, aber auch sehr differenzierten Buch über ihre Erfahrungen der (gesellschafts-) politischen Veränderung der Vereinigten Staaten von Amerika der letzten 25 Jahre. ...

Rieke Havertz erzählt in diesem persönlichen, aber auch sehr differenzierten Buch über ihre Erfahrungen der (gesellschafts-) politischen Veränderung der Vereinigten Staaten von Amerika der letzten 25 Jahre. Sie studierte in Ohio und verliebte sich in das Land, das lange als jenes der unbegrenzten Möglichkeiten galt. Doch zunehmend polarisierte sich die Politik - und somit auch die Gesellschaft - alles verdichtete sich in Richtung Schwarz oder Weiß - in mehrfacher Hinsicht. Havertz, die seit langer Zeit als Korrespondentin für die Zeit tätig ist, scheute nicht davor zurück, immer wieder mit erzkonservativen Menschen zu sprechen, um ihre Anliegen, die für viele von uns vollkommen unverständlich erscheinen, besser zu verstehen. Wenn es um die Menschen geht, zeigt sie Verständnis und Empathie, auch wenn sie sich klar gegen jegliche Segregationen positioniert und ihre persönliche Sicht nicht versteckt.

Gut nachvollziehbar ist der Unglauben über das Absurde und Gefährliche, das spätestens 2016 ins Weise Haus eingezogen ist. Sie spart aber auch nicht mit Kritik an den Demokraten, vor allem an Joe Biden, der den richtigen Zeitpunkt zum Rückzug schlicht verschlafen und somit seine Partei in eine starke Krise geworfen hat. Höchst spannend sind auch ihre Schilderungen über das was in Familien nicht besprochen werden sollte, damit es zu keiner Eskalation kommt.

Rieke Havertz hat das Hörbuch selbst eingesprochen. Ihre Stimme ist sehr angenehm und verleiht dem ohnehin schon persönlichem Buch eine zusätzlich persönliche Komponente. Es ist ein hochaktuelles Buch, das für jede und jeden, die oder der sich mit den aktuellen Entwicklungen der Weltpolitik und gesellschaftlichen Veränderungen in den USA interessiert, eine absolute Bereicherung ist! Ich kann nur eine absolute Lese- und Hörempfehlung aussprechen!

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Veröffentlicht am 12.01.2026

Mein erstes Highlight 2026

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Nein, nicht erst seit der zweiten Amtszeit von Donald Trump geschehen unglaubliche Dinge. Das fing bereits 2016 an. Leider gab es damals nur hin und wieder Stimmen, die sich dem Faschismus entgegenstellen ...

Nein, nicht erst seit der zweiten Amtszeit von Donald Trump geschehen unglaubliche Dinge. Das fing bereits 2016 an. Leider gab es damals nur hin und wieder Stimmen, die sich dem Faschismus entgegenstellen wollten. Ja, nur vereinzelt. Und dann das Unbegreifliche. Donald wurde erneut gewählt. Diese zweite Amtszeit erleben wir momentan und mich erschreckt sein Verhalten sehr. Aber nicht nur mich. Wie mag es den Menschen gehen, die dort leben? Deren Präsident er ist? Die ihn vielleicht sogar wählten?

Die USA-Kennerin Rieke Havertz fasst in ihrem Buch "Goodbye America" das zusammen, was sie in Amerika erlebte und immer noch erlebt. Als Journalistin und Korrespondentin der Zeit ist sie häufig dort und weiß wie kaum ein anderer über die Gegebenheiten vor Ort aus. Seit 20 Jahren ist es ihre zweite Heimat. Ihre Teilnahme an Wahlveranstaltungen des Herrn Trump gaben ihr Gelegenheit, sich mit seinen Wählern zu unterhalten. Es ist erstaunlich, was die äußerten. Nein, niemand sollte denken, dass sie alle unterbelichtet oder gar dumm seien. Wie überall, lassen sich auch hier nicht alle über einen Kamm scheren.

Ihr Buch ist so spannend geschrieben, dass ich wirklich kaum unterbrechen wollte. Sie liest es selbst und das perfekt. Es ist leicht, mit den Wölfen zu heulen und alles zu glauben, was Medien uns berichten. Daher war es für mich selbstverständlich, dass ich eine Stimme hören wollte, die einen ganz eigenen Zugang zu Amerika hat. Meine Sicht auf die Situation dort hat sich ein wenig geändert und das gefällt mir. Das Hörbuch empfehle ich nicht nur für Freunde Amerikas.

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Veröffentlicht am 22.11.2025

Goodbye, Amerika? — Ein persönlicher Reiseführer durch ein zerbrechendes Land

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Goodbye, Amerika? schlägt sofort eine Tür auf, die man längst für verschlossen hielt — und stolpert nicht ins Sentiment, sondern in einen Raum voller Widersprüche. Rieke Havertz schreibt wie jemand, der ...

Goodbye, Amerika? schlägt sofort eine Tür auf, die man längst für verschlossen hielt — und stolpert nicht ins Sentiment, sondern in einen Raum voller Widersprüche. Rieke Havertz schreibt wie jemand, der viele Nächte am großen, schlecht beleuchteten Küchentisch verbracht hat: Notizen, Kaffeeflecken, Zweifel und dann wieder dieser Funke, wenn ein Satz sitzt. Wer ein trockenes Handbuch über geopolitische Mechanik erwartet, wird überrascht — dieses Buch ist persönlich, manchmal kantig, immer nah dran.

Die Autorin nimmt einen mit auf eine Reise durch Städte, Redaktionen und Wohnzimmer, und man merkt schnell: Hier spricht keine entfernte Expertin, hier spricht eine mit Herzblut und Verletzbarkeit. Kleine Anekdoten funktionieren wie Fenster in ein kompliziertes Land — eine Begegnung mit einem Taxifahrer erzählt mehr über Amerikas Risse als jede Statistik. Gleichzeitig bleibt die Analyse scharf; Trump, politische Kultur und die wackelnden Allianzen werden ohne Pathos, aber mit klarer Haltung auseinandergeflickt.

Humor ist Havertz' Trick, wenn die Lage düster wird: ein trockenes Augenzwinkern, eine Beobachtung, die trifft. Das macht das Buch lesbar, auch wenn manche Kapitel intensiver nachdenken lassen — und ein paar Stellen hätten gern noch tiefer gegraben werden dürfen. Trotzdem: Wer wissen will, warum dieses Amerika uns angeht, bekommt hier Geschichten, Kontext und eine Stimme, die man nicht so schnell vergisst. Am Ende bleibt nicht nur die Sorge, sondern auch das dringende Gefühl, dass Aufgeben keine Option ist.

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